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LeichtbauNägeli Swiss zeigt für den Leichtbau einen Unterlegkeil aus Faserverbund für Flugzeuge bis 350 t. Der Chock Max von Alphachocks ist sehr robust und leicht. Er ist unter dem Rad zusammenklappbar, bevor er sich mit wenig Kraft­aufwand entfernen lässt. Das patentierte Serienprodukt wird im neuen ACC-Verfahren hergestellt. Dabei können Faserchips zu komplexen 3D-Formteilen mit nahezu jeder gewünschten Geometrie gepresst werden. Das gilt auch für Serienstückzahlen. ACC eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für den Leichtbau.

„Mit dem neuen Automated-Composite-Compress­ion-Verfahren (ACC) pressen wir Faserchips in einem Werkzeug unter Temperatur und Druck automati­siert zu komplexen 3D-Formteilen“, berichtet Dominik Nägeli, jüngstes Familienmitglied in der Geschäftsleitung der Nägeli Swiss AG. „Vor allem für den Leichtbau eröffnen sich dadurch bisher ungeahnte Möglichkeiten“, ergänzt Christoph Nägeli, Geschäftsführer und Vater von Dominik. Das neu entwickelte ACC-Verfahrens hat Nägeli Swiss gemeinsam mit Partnern entwickelt.

3D-Faserverbund für den Leichtbau

Der Chock Max aus dem Werkstoff Polyamid 6 mit Kohlefaser­verstärkung hält Flugzeuge bis 350 t Start­ Gewicht und Raddurchmesser bis 1050 mm sicher in Parkposition. Gegenüber herkömmlichen Chocks aus Metall oder einem Bauteil aus Hartgummi ist der Chock Max mit nur 3,5 kg Gewicht um vieles leichter. Er ist nahezu unzerstörbar durch 3D-Formteile aus dem Werkstoff Carbon. Die Konstruktion ist faltbar ausgeführt. Durch das Zusammenklappen lässt er sich mit wenig Kraftaufwand jederzeit unter dem Rad entfernen. Verspätungen im Flugverkehr durch verklemmte Chocks werden so vermieden.

Nägeli Swiss AG fertigt die Chocks für die Schweizer Aerogenius AG, die das Produktpatent innehat. Die PA6/CF-Faserchips sind eine Kombination aus thermoplastischer Matrix und Verstärkungsfasern. Sie werden in definierter Länge in einem Formwerk­zeug unter Druck und Temperatur zu komplexen 3D-Formteilen gepresst.

Neue Denkansätze für Carbon Leichtbau

Der ACC-Prozess eröffnet für Carbon Teile völlig neue Denkweisen. Der Komplexität der Geometrie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Es sind zum Beispiel auch passgenaue Präzisionsbohrungen, Gewin­deabformungen, integrierte Verbindungelemente und die Fertigung von Sprüngen in der Wandstärke möglich.

Das war bisher mit Faserverbundwerkstoffen kaum machbar. Durch die prozesssichere, automatisierte Fertigung kombiniert mit hoher Wiederholgenauigkeit ist die Herstellung von Serienstückzahlen bis 100.000 Bauteile pro Jahr möglich. Das ACC-Verfahren ist somit sehr interessant als alternatives Fertigungsverfahren des Maschinen Leichtbaus, insbesondere für bewegte Bauteile.


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