Über 250.000 Hersteller setzen die Iglidur Gleitlager von Igus in ihren Konstruktionen ein. Die Kunststoff-Gleitlager spielen überall dort ihre Vorteile aus, wo zwischen bewegten Bauteilen die Konstruktion vor durch Reibung hervorgerufenem Verschleiß zu schützen ist. Der Motion Plastics Spezialist lobt alle zwei Jahre den Manus Award 2023 aus, der besonders interessante Applikationen kürt. Nachfolgend berichten wir über neue Gleitlager aus Kunststoff und außergewöhnliche Einsatzfälle.

Igus Gleitlager ECO

 

Inhalt

Wartungsfreie Kunststoff Gleitlager, die nachhaltig sind

Igidur Gleitlager sind wartungsfrei und benötigen keine zusätzlichen Schmiermittel, wodurch sie eine effiziente und kosteneffektive Alternative zu Metallgleitlagern darstellen. Mit über 10.000 Baugrößen und speziellen Werkstoffen eignen sie sich für zahlreiche Anwendungen, einschließlich Hochtemperatur- und Lebensmittel-Kontaktbereichen. 

Chemikalienbeständige Gleitlager aus Kunststoff-Regranulat

19.10.2023 | Für Maschinen, die regelmäßig mit Chemikalien in Berührung kommen, wie Rührwerke und Labormühlen, Filtrationseinrichtungen bis hin zu Autowaschanlagen, hat Igus das neue Gleitlager Iglidur ECO P210 entwickelt. Die maximal empfohlene Flächenpressung beträgt bei Raumtemperatur 50 MPa. Das entspricht einem Druck von 5000 kg/cm2. Die Anwendungstemperatur liegt zwischen -40° und +100 °C. Eine externe Schmierung mit Öl oder Fett ist nicht erforderlich, denn in das Material sind Festschmierstoffe für einen reibungsarmen Trockenlauf integriert.

„Wir konnten in hauseigenen Labortests zeigen, dass die Gleitlager aus Regranulat im Vergleich zur herkömmlichen Serie Iglidur P210 nahezu gleiche Leistung erbringen", kommentiert Stefan Loockmann-Rittich, Leiter des Geschäftsbereichs Iglidur Gleitlager bei Igus. "Sie sind ähnlich resistent gegen Kantenpressungen sowie Stöße und Schläge – mit nur minimalen Abstrichen. Somit meistert auch die ECO-Variante einen Großteil der Anwendungen.“

Zur genauen Berechnung der Lebensdauer gibt es ein Online-Tool, mit dem Anwender schnell herausfinden können, ob sich die ECO-Variante auch in ihrer Anwendung lohnt. Nun gibt es insgesamt fünf Produkte in der Iglidur ECO-Serie, in der alle Werkstoffe aus mindestens 97 % Regranulat bestehen:

  1. Iglidur ECO P210, der Werkstoff mit Chemikalienbeständigkeit
  2. Iglidur ECO H, ein Werkstoff für korrosive und heiße Umgebungen
  3. Iglidur ECO P, ein Material mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme für Anwendungen bei hoher Luftfeuchtigkeit im Außenbereich
  4. Iglidur ECO G, ein Allrounder und beständig gegen hohe Lasten
  5. Iglidur ECO A180, ein besonders kostengünstiges Gleitlager.

„Alle ECO-Werkstoffe bestehen zu mindestens 97 Prozent aus Regranulat“, betont Loockmann-Rittich. Die Entwicklung der ECO-Serie ist Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Igus.

Spielfreie Mehrlenkerscharniere mit selbstkalibrierenden Gleitlagern

12.04.2023 | Die Herstellung von Mehrgelenkscharnieren für Spoilerkinematik und Verdeck kann kostspielig sein. Mit einem Igus Gleitlager aus tribologisch optimiertem Kunststoff ist eine wirtschaftliche und technisch überlegene Konstruktion möglich. Der neuartige Iglidur F300 ist sogar elektrisch leitfähig und kann sich durch das Kathodische Tauchlackierung (KTL)-Verfahren selbst kalibrieren und Korrosion verhindern. Eine komplizierte Nachkalibrierung ist nicht mehr nötig.

Zu einer entspannten Fahrt im Cabrio gehören zweifelsohne ein lauer Fahrtwind, Sonnenschein und eine einsame, kurvige Straße. Beginnt es aber zu winden und zu regnen sind die Insassen froh, wenn sich das Verdeck schnell schließen lässt. Hierfür benötigt es u. a. spielarme Mehrlenkerscharniere.

Diese Aerodynamik-Bauteile stellen hohe Herausforderungen an die Fertigung. Bohrungen in den Lenkern werden nur grob gestanzt, Feinschnittanteile sind limitiert und die Gleitlager und Nieten sollen spielfrei funktionieren, damit Geräusche und Klappern vermieden werden.

Bisher werden standardmäßig metallische gerollte PTFE-Lager eingesetzt. Diese müssen sehr aufwendig nachkalibriert werden. Der Motion Plastics Spezialist bietet hierfür Kunststoffgleitlager aus dem neuen Iglidur F300 eine effizientere Alternative. „Der Nachteil von Kunststoff Gleitlagern ist, dass sie bei hohen Temperaturen fließen. Dieser Unterschied gereicht hier zu unserem Vorteil“, erklärt Markus Feth, Leiter Automotive bei Igus.

Selbstkalibrierung durch hohe Temperaturen

Die Gleitlager Buchse aus Iglidur F300 wird mit Vorspannung in der Lagerstelle montiert. Mit der Kathodische Tauchlackierung wird eine gleichmäßige Beschichtung der Oberflächen erzielt. Der neue Gleitlager Kunststoff wurde so entwickelt, dass er elektrisch leitfähig ist und die Einzelteile des Scharniers nicht voneinander isoliert. Mit der speziell ausgelegten Leitfähigkeit lässt sich ein gutes Lackierergebnis erzielen.


Die ganze Welt der Igus Roboter


Allerdings sind die Igus Gleitlager im Unterschied zu metallischen Gleitlagern eher isolierend. So kommt es nicht zu einer nennenswerten Korrosion der Gleitlager in den üblichen Salzsprüh- und Klimawechseltests der OEM. Bei Aerodynamik Bauteilen wie Spoilerkinematiken und verstellbaren Diffusoren ist das besonders von Bedeutung. Zudem ist das Material extrem verschleißfest und hält den besonderen thermischen Anforderungen während des anschließenden Einbrennens stand. Im Trocknungsprozess bei 180° bis 220 °C kalibriert sich das Gleitlager selbst nach. Trotz grob gestanzter Bohrungen und dem kalten Einpressen von Bolzen ist die Lagerung leichtgängig und spielarm.

CO2 Fußabdruck Nachweis für Tribo Gleitlager 

26.10.2022 | Wie viel CO2 gelangt durch die Produktion eines Kunststoffgleitlagers in die Atmosphäre? Igus veröffentlicht erstmals den genauen CO2 Fußabdruck für viele schmierfreie und wartungsfreie Iglidur Polymergleitlager. Die Werte können Anwender als Scope-3-Emission in die CO2-Bilanzierung klimaneutraler Produkte einrechnen.

In Zeiten des Klimawandels stellt sich die Frage, wie nachhaltig die produzierten und eingesetzten Produkte sind. Ein Fokus liegt dabei auf den CO2 Emissionen. Firmen bilanzieren, reduzieren und kompensieren die sogenannten Scope-1 Emissionen, die am Standort etwa durch den Betrieb von Lieferwagen und Maschinen entstehen. Auch die Scope-2 Emissionen, indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie und die Scope-3 Emissionen der Zulieferer sind von Interesse.


Wälzlager für alle und jeden in über 60 Branchen


„Eine Bilanzierung über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg ist allerdings in vielen Fällen eine echte Herausforderung. Etwa dann, wenn Maschinen aus hunderten Bauteilen verschiedener Hersteller zusammengesetzt sind“, sagt Stefan Loockmann-Rittich, Leiter Geschäftsbereich Iglidur Gleitlager bei Igus. „Um unseren Kunden diese Aufgabe zu vereinfachen, weisen wir jetzt zunächst für 16 Werkstoffe der Gleitlagerserie Iglidur die CO2-Fußabdrücke im Onlineshop aus. Anwender sehen auf einen Blick, wie viel Kohlendioxid-Emissionen die Produktion eines Kunststoff-Gleitlagers verursacht.“

Bis 2025 COneutrale Produktion zum Ziel


Igus bemüht sich um Transparenz in Sachen Umweltbilanz und um eine kontinuierliche CO2-Reduktion in der eigenen Produktion. Im Jahr 2021 hat der Motion Plastics Spezialist die CO2 Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 % reduziert – vor allem durch den Umstieg auf klimaneutrales Gas und Ökostrom. Investitionen in neue Spritzgussmaschinen benötigen zudem im Vergleich zu älteren Modellen 40 % weniger Energie . Das ehrgeizige Ziel ist: Bis 2025 soll die Produktion von Bauteilen aus Hochleistungskunststoff CO2-neutral erfolgen.


Hybride regenerative Energiegewinnung aus Sonne und Wind


Weltweit setzen mehr als 250.000 Unternehmen auf die Kunststoff-Gleitlager aus Köln, darunter Automobilisten, Fahrradhersteller, Flugzeugindustrie und Maschinenbauer. Und sie alle verbessern durch den Umstieg von klassischen Metalllagern auf Polymerlager die Ökobilanz ihrer Produkte. Sie sind leicht und verbrauchen weniger Antriebsenergie und kein Schmiermittel.

Erstmals Gleitlager aus regranulierten Tribo Kunststoffen

19.07.2022 | Allen Kunden, die auf nachhaltigere Konstruktion ihrer bewegten Anwendung achten, bietet Igus jetzt vier neue Werkstoffe aus wiederverwertetem Kunststoff. Am Hauptstandort in Köln entwickelt und testet Igus tribologisch optimierte Hochleistungskunststoffe für bewegte Anwendungen wie Gleitlager, LinearlagerKugellager oder Gelenklager, Energieketten, Leitungen, 3D-Druck Materialien oder Low-Cost Robotik auf Kunststoffbasis.

Die Tribo-Polymere sind leicht, wartungsarm und sind während ihrer Lebensdauer frei von Gleitzusätzen. Wenn man bedenkt, dass allein in Deutschland jedes Jahr rund 1 Mio. t Schmieröl verkauft wird und davon ein großer Teil in der Umwelt landet, bieten Kunststoff Teile hier Vorteile. Mit Iiglidur Gleitlagern lassen sich Verschmutzungen bei steigender Lebensdauer verringern. Mit den neuen Gleitlagern aus ECO H, ECO P, ECO A180 und ECO G Werkstoffen setzt der Motion Plastics Spezialist im Produkt-Lebenszyklus jetzt noch früher an, indem 97 bis 100 % Regranulat bei der Fertigung neuer Gleitlager genutzt wird.

ECO Werkstoffe mit weniger Mikroplastik

Bei der Spritzgussproduktion werden z. B. Angüsse genutzt, welche als klassische Abfallprodukte entstehen. Die vier neuen Werkstoffe bieten  in unterschiedlichsten Applikationen folgende Vorteil:

  • Iglidur ECO H ist besonders temperatur- und medienbeständig. Daher eignet es für stark korrosive und heiße Umgebungen.
  • Iglidur ECO P bietet eine hohe mechanische Festigkeit bei geringer Feuchtigkeits-Aufnahme. Das prädestiniert ihn für den Outdoor Einsatz.
  • Iglidur ECO A180 eignet sich für die preissensitive Anwendung.
  • Iglidur ECO G ist sehr robust und vielseitig einsetzbar.

Alle ECO Werkstoffe sind schmiermittelfrei. Ihre Lebensdauer lässt sich online berechnen. Die ECO Serie sowie weitere 58 Iglidur Werkstoffe beweisen in 15.000 tribologischen Versuchen jährlich, wie abriebfest und verschleißfest sie sind. Ein reduzierter Abrieb verringert die Verschmutzung durch Mikroplastik und sorgt für eine deutlich höhere Lebensdauer. Sind diese Komponenten zusätzlich „intelligent“, sagen sie ihre Lebensdauer im Realbetrieb genau voraus. Dann kann auf Wartungs- und Austauschintervalle verzichtet werden. Ein Gleitlager Austausch erfolgt nur, wenn es notwendig ist.

Gewickelte Tribo Gleitlager reduzieren Verschleiß im Heavy-Duty Einsatz

 

07.05.2021 | Speziell für Hochlastanwendungen im Baumaschinen oder Agrarsektor hat Igus den neuen Tribowerkstoff Iglidur TX2 entwickelt. Das Material kommt ganz ohne Schmierung aus. Dabei verbrauchen selbst kleine Bagger noch 50 l Schmierstoff im Jahr. Die gewickelten Kunststoff-Lagerbuchsen halten besonders starke Kräfte aus. Sie erhöhen bei Lasten mit mehr als 100 MPa Flächenpressung die Verschleißfestigkeit um Faktor 3,5.

Mit dem neuen Kunststoff bietet Igus eine Alternative zu häufig in Mobilen Arbeitsmaschinen verwendeten metallischen Lösungen. Das äußerst zugfeste Filament in seiner speziell verwobenen Form bietet maximale Widerstandsfähigkeit und ermöglicht eine maximal zulässige Druckfestigkeit von 400 MPa. Iglidur TX2  wurde auf den Innen- und Außentestständen im 3800 m² großen Testlabor des Motion Plastics Spezialisten ausgiebig getestet. Schwenkversuche auf hartverchromten Wellen haben gezeigt, dass Iglidur TX2 rund 3,5 mal verschleißfester ist als der Standard-Hochlastwerkstoff TX1.

Dabei ist Iglidur TX2 selbstschmierend und trockenlaufend. So kann sich kein Schmutz an den Lagerstellen festsetzen und die Wartungs- und Reparaturkosten werden reduziert. Maschinenausfälle aufgrund von Mangelschmierung gehören der Vergangenheit an. Das Material ist sehr temperatur-, chemikalien- und feuchtigkeitsbeständig. Somit eignen sich Gleitlager aus Iglidur TX2 für den Einsatz in vielen weiteren Bereichen.


Sich anpassendes Exoskelett für den Schlaganfall Patienten


Die korrosionsfreien und seewasserbeständigen Gleitlager können zum Beispiel in bewegten maritimen Anwendungen eingesetzt werden. Durchmesser bis 2800 mm sind möglich. Iglidur TX2 ist zudem sehr nachhaltig. „So braucht selbst ein kleiner Bagger nach Angaben der Betreiber pro Jahr zwischen 50 und 60 Liter Schmierstoffe“, macht Stefan Loockmann-Rittich, Leiter des Geschäftsbereichs Iglidur Gleitlagertechnik, deutlich. „Dadurch, dass Iglidur TX2 Gleitlager nicht geschmiert werden müssen, profitiert der Kunde gleich dreifach: Er spart die Kosten für Öl oder Fett, Wartungszeit und es gelangen keine Schmierstoffe in die Umwelt.“ Iglidur TX2 gibt es im Standard-Lieferprogramm in den Durchmessern 20 bis 80 mm direkt ab Lager.

Kundenspezifische Gleitlager in sieben Tagen

05.02.2021 | Schnell und unkompliziert müssen kundenspezifische Teile wie Gleitlager in Sonderformen geliefert werden. Doch nicht selten dauert die Produktion von Sonderteilen im Spritzguss mehrere Wochen. Der neue Fastline Service von Igus wird jetzt dank des erweiterten hauseigenen Werkzeugbaus möglich. Schmiermittelfreie Kunststoff-Gleitlager in Sonderabmessungen sind nun in wenigen Tagen lieferbar.

Muss die Herstellung eines Sonder Gleitlagers schnell gehen, denken viele Anwender an den 3D-Druck oder ans Fräsen der gewünschten Teile aus dem Halbzeug. Für Großserien von mehr als 1000 Teilen sind beide Verfahren aber auf Dauer zu kostspielig. Im Fastline Service werden hochverschleißfeste Gleitlager Serien aus dem Spritzguss innerhalb weniger Tage produziert und versendet. „Durch die Investition in unseren Werkzeugbau mit einer eigenen Fertigungslinie für Rund Teile mit moderner CNC-Technik sind wir jetzt in der Lage, noch schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren zu können“, erklärt Stefan Loockmann-Rittich. „Neben unserem großen Katalogprogramm an Polymer-Gleitlagern ab Lager können wir jetzt kundenindividuelle Teile mit dem entsprechenden Spritzgusswerkzeug in wenigen Tagen herstellen.“

Mit dem Iglidur Designer Tool findet der Kunde heraus, wann sich die Herstellung im Spritzguss lohnt oder ob nicht ein anderes Fertigungsverfahren günstiger ist. Der Anwender gibt die Abmessungen seines Gleitlagers in das Online Tool ein, wählt das gewünschte Material aus, definiert die Menge und bekommt direkt eine Übersicht der Fertigungsverfahren mit entsprechenden Kosten angezeigt.

Ergoline nutzt Sonder Gleitlager Service für Ergometer Serie

Den Fastline Service nutzt auch die Ergoline GmbH. Der Hersteller von Ergometern war auf der Suche nach einem wartungsfreien Gleitlager für die Höhenverstellung seiner neuen Serie. Die Standard Gleitlager kamen aufgrund der Innendurchmesser und Außendurchmesser nicht in Frage. Die ersten Versuche hat Ergoline erfolgreich mit gedrehten Lagern aus Iglidur Halbzeugen gemacht. Für den Serienstart musste es dann aber aufgrund der hohen Nachfrage am Markt schnell gehen.


Material und Filament 3D Drucker – langlebig!


„Sechs Wochen auf ein reguläres Werkzeug zu warten, war uns zu lange. Dauerhaft Lager aus Halbzeug zu drehen ist aufwendig und teuer“, erklärt Dominik Huber, Entwickler bei Ergoline. „Daher haben wir uns sehr über den Fastline Service gefreut. Von der Bestellung bis hin zur Lieferung vergingen gerade einmal vier Tage. Und der Preis ist um Faktor drei günstiger als erwartet.“ Das Spritzgusswerkzeug wurde anschließend eingelagert und so kann Ergoline auch künftig vom Fastline Service profitieren.

Igus Isense Gleitlager jetzt für fünf Werkstoffe erhältlich

26.05.2020 | Igus präsentiert die erste Isense Gleitlager Serie mit fünf Iglidur Werkstoffen. Isense wurde im letzten Jahr als Prototyp für die vorausschauende Wartung vorgestellt. Unter dem Begriff Isense verbirgt sich eine Produktfamilie, bei denen unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule die Plastics Lösungen wie Energieketten, Leitungen, Linearführungen, Rundtischlager oder eben Gleitlager intelligent machen.

Machine Learning, Big Data und Industrie 4.0 – inzwischen verbergen sich hinter reinen Schlagworten längst reale Konzepte. Durch Isense erhalten Anwender langlebige und schmierfreie Gleitlager, in denen Sensoren über ihren Verschleiß informieren. So lassen sich die vorausschauende Wartung rechtzeitig planen und Maschinenstillstände vermeiden. Die im Lager integrierte Technik Isense erkennt den Verschleiß bereits vorab und gibt dem Anwender rechtzeitig ein Signal bei Erreichen der Verschleißgrenze. 

Werkstoffe kundenspezifisch für die intelligente Zustand Überwachung 

Nach vielen Testreihen im hauseigenen 3800 m² großen Testlabor hat Igus jetzt das erste Isense Standardprogramm für seine schmierfreien Iglidur Lager entwickelt. „Im Katalogprogramm sind fünf Werkstoffe enthalten, mit denen wir einen großen Teil hoch beanspruchter Anwendungen abdecken können“, so Stefan Loockmann-Rittich, Geschäftsbereichsleiter Iglidur Gleitlagertechnik beim Motion Plastics Spezialisten.

Mit dabei ist der FDA-konforme Iglidur A180. Er wurde speziell für Anwendungen in der Lebensmitteltechnik ausgelegt. Dazu gesellt sich das Hochlastlager Iglidur Q2E für den Einsatz in Agrartechnik und Baumaschine. Der Allrounder Iiglidur G drei Abmessungen mit 20, 30 und 40 mm Innendurchmesser. Weitere Größen und Werkstoffe sind geplant.

Für die Anbindung der Isense Gleitlager stehen vier passende Leitungen mit einem öl- und medienbeständigen PUR-Außenmantel in vier Standardlängen von 1 bis 10 m zur Verfügung. Der Anwender kann zudem zwischen zwei Steckertypen wählen. Die gemessenen Sensor Daten sind verschiedentlich von den Maschinen- und Anlagenbetreibern integrierbar.

Hierzu bietet der Kunststoffspezialist drei Ausleseeinheiten: alle Steckstellen manuell auslesen, eine Kontrolleinheit mit Rot/Grün-Anzeige an der Maschine integrieren, welche den Zustand der Gleitlager wiedergibt oder die Anbindung an das Icom.plus. Dazu sendet ein Funkmodul die Sensor Daten drahtlos an das Kommunikationsmodul. Ab hier ist die Integration der Daten an das IoT, Cloudsystem oder Kundennetzwerk leitungsgebunden gegeben. „So hat der Kunde die freie Auswahl, die Daten so auszulesen wie es sich für ihn am besten eignet“, erklärt Stefan Loockmann-Rittich.

Mit Iglidur Konfigurator zum richtigen Gleitlager Werkstoff

Igus Iglidur22.01.2020 | Geht es um verschleißfeste Tribo Polymere haben Anwender bei Igusdie Qual der Wahl. Für die Kleinserie oder Serienfertigung im Spritzguss, einen Prototypen aus dem 3D Drucker oder Halbzeug hat der Kunststoffspezialist jetzt einen Offline Konfigurator für seine 39 Iglidur Standard Werkstoffe entwickelt – inklusive Iglidur Expertensystem.

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Anwendungen für Kunststoff Gleitlager

Wartungsfreier Drohnenhangar dank Igus Gleitlager

08.01.2023 | Gaspipelines mit Helikoptern inspizieren ist teuer und zeitintensiv. Als Alternative bietet Exabotix ein Drohnen Team, das automatisch Inspektionsflüge durchführt. Nach den Einsätzen landet jede Profi Drohne in einem entlegenen Drohnen Hangar. Diese Droneports sind dank Igus Produkte wartungsfrei.

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Gleitlager verstellen Gewichte in neuem Fitnessgerät

21.10.2021 | Immer mehr Sportler setzen auf das Functional Training, mit dem sie eine stabilere Körpermitte und ein besseres Zusammenspiel der Muskeln erzielen. Die Armbar von Atlas In Gym Neering kombiniert die Hebel- und Pendelkraft. Zwei Leistungssportler haben das kompakte Fitnessgerät entwickelt, das sich als Multifunktionsgerät eignet. Für die sichere Lagerung der Langhantel vertrauten die Ingenieure auf langlebige sowie schmiermittel- und damit wartungsfreie Gleitlager aus Iglidur G.

Die Langhantel von Till Nonhoff hängt einseitig an einem Seil und bietet so viele Bewegungsmöglichkeiten. Das patentierte Fitnessgerät bietet sich für Fitnessstudios, Personal Trainings, im Crossfit Bereich und für die Physiotherapie an. Mit einer Aufstellfläche von nur 6 m² eignet sich die Armbar auch für kleinere Studios.

„Die Qualität und die Langlebigkeit der 150 verschiedenen Bauteile waren uns besonders wichtig“, erklärt Till Nonhoff. Speziell für die Lagerstellen des Sportgerätes suchten die Ingenieure nach robusten und schmiermittelfreien Gleitlagern. Sie sollten reibungsarm und wartungsfrei sein. „Bei unserer Recherche sind wir auf die Gleitlager aus Hochleistungskunststoffen aufmerksam geworden.


Gehäuselager Tausch spart erhebliche TCO


Im Online Lebensdauerrechner konnten wir einfach die Daten unserer Armbar eingeben und den richtigen Kunststoff ermitteln. Als wir später im Design noch ändern mussten, hat uns der technische Verkaufsberater Gerald Voss beraten. Solch ein Service ist für uns als kleines Start-Up nicht selbstverständlich“, erklärt der Jungunternehmer.

Zum Einsatz kommen insgesamt vier Gleitlager. Zwei Lager bestehen aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur G. Sie sorgen für eine leichtläufige Gewichtsverstellung der Armbar auf einer Edel-Stahl-Welle. Die Gleitlager befinden sich in einem Schlitten, auf den bis zu 450 N wirken. Schweiß, Schmutz, Magnesiumpulver und Wasser können in die Lagerstellen eintreten. Doch die Hochleistungskunststoffe halten solchen Umgebungsbedingungen problemlos stand.

Zwei weitere Gleitlager aus Polymer-Werkstoffen befinden sich in dem Rudergriff der Armbar. Das Polymer ist neben seinen guten technischen Eigenschaften auch sehr kostengünstig. In ersten Langzeittests konnten sich die Gleitlager schon bewähren. Nun steht das Sportgerät kurz vor der Markteinführung. 

Iglidur Gleitlager lassen Solarboot leicht übers Wasser fahren

 

20.07.2021 | Mit dem autonomen Rennboot Solaris hat ein polnisches Studententeam ein Transportmittel der Zukunft entwickelt. Nur mit Solarenergie fährt das Boot leicht und wartungsfrei über Flüsse und Seen. Die Jungingenieure setzen im Steuersystem Polymer Gleitlager aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur J ein. Diese sorgen für die nötige Festigkeit, machen das Boot leichter und benötigen keinen Schmierstoff.

Das solarbetriebene Rennboot wurde speziell für den Einsatz im Wasser entwickelt. Das Studententeam kommt aus dem polnischen Wrocław, der Stadt der hundert Brücken. Das Projekt Solaris I wird vom PWR Solar Boat Team an der Fakultät für Maschinenbau und Energietechnik durchgeführt. Für den umweltfreundlichen Antrieb setzt man auf Photovoltaikzellen.

Das Projekt umfasst Entwicklung, Bau und Implementierung des Wasserfahrzeugs. Es verfügt über ein System zur computerelektronischen Steuerung und Verstärkung der Fahrzeugbewegung. Das geschieht analog zu dem in der Luftfahrt verwendeten Fly-by-Wire System. Die im Steuersystem eingesetzten Gleitlager mussten schmiermittelfrei, seewasserbeständig, mechanisch robust und einfach montierbar sein – alle Anforderungen bestens geeignet für Iglidur Gleitlager.

Zu finden sind die Doppelflanschlager aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur J im Steuersystem des Jochs. „Der Einsatz der Gleitlager garantiert uns die  einwandfreie Haltbarkeit. Sie reduzieren das Gewicht des gesamten Systems, vermeiden den Einsatz von Schmiermitteln und ermöglichen eine einfache Montage“, so Dominika Dewor vom PWR Solar Boat Team. Igus' young engineers support (yes) hat das Team bei ihrem Projekt gesponsert. Die Hochschulinitiative unterstützt Schüler- und Studentenprojekte mit kostenlosen Mustern, Sponsorings und Beratungen.

3022 km durch die Wüste mit Gleitlagern im Solarrennwagen


23.10.2019 | 3022 km quer durch die australische Wüste und das nur mit der Kraft der Sonne, so lautet die Herausforderung der World Solar Challenge. Einer ihrer Teilnehmer ist das Team Sonnenwagen aus Aachen. Die Studenten setzten bei der Entwicklung ihres Solarautos auf die leichte, Verschleiß feste und schmiermittelfreie „Iglidur“ Gleitlagertechnik aus langlebigen Tribo-Polymeren von Igus und fuhr erfolgreich als Sechster über die Ziellinie.

Für die Strecke von Darwin bis nach Adelaide haben die Teilnehmer genau eine Woche Zeit. Die studentischen Teams aus aller Welt entwickeln hierzu unterschiedliche Fahrzeugkonzepte und zeigen so die bunte Vielfalt nachhaltiger Technologien. Das Team Sonnenwagen nahm zum zweiten Mal bei dem zweijährlich stattfindenden Wettbewerb teil.

„Die Lagerstellen sind immens wichtig, denn sie halten den Wagen zusammen“, so Kersten Heckmann vom Team Sonnenwagen. „Fällt ein Lager aus, ist die Reparatur äußerst aufwendig.“ Zudem mussten die eingesetzten Lager verschleißfest und leicht sein. Denn je leichter der Sonnenwagen, desto effizienter lässt er sich antreiben und kann eine größere Strecke überwinden.

Gleitlager überall wohin man schaut

Die leichte Iglidur Gleitlagertechnik findet sich an unzähligen Stellen im Sonnenwagen. In dem Teleskop-Mechanismus für den Solarautodeckel sowie im Lenkrad kommen zum Beispiel selbsteinstellende „Igubal“ Gabelköpfe aus Iglidur J zum Einsatz. Derselbe Kunststoff findet sich in Form von Gleitlagern in der Radaufhängung der Hinterräder und im Lenkgetriebe.

Der verschleißfeste und schmiermittelfreie Dauerläufer besitzt einen sehr niedrigen Reibwert auf einer Vielzahl an Wellenwerkstoffen, insbesondere im Trockenlauf, und ist schwingungsdämpfend. Ein Vorteil vor allem für das Lenkgefühl. In den Scharnieren der Deckelverriegelung befinden sich außerdem Gleitlager aus dem Werkstoff Iglidur G. Das Tribo-Polymer ist kostengünstig und besitzt eine hohe Verschleißfestigkeit.

Der Deckel des Solarauto stellte das Team vor eine besondere Herausforderung. Die Fahrerin oder der Fahrer muss ihn beim Ein- und Aussteigen eigenständig öffnen und schließen können, so lauten die Regeln der Challenge. Eine schwierige Aufgabe, denn der Deckel ist 5 m lang, keinen Meter breit und mit den Solarzellen 25 kg schwer. Bisher war das Öffnen ruckelig und kraftaufwendig.

Das Problem lag in den schwergängigen gedruckten Lagern aus einem Standard-Kunststoff. Daher gab das Team kurzfristig den 3D-Druck der Lager aus dem Hochleistungskunststoff Iglidur I3 bei Igus in Auftrag. Das Material für das Lasersintern-Verfahren zeichnet sich durch seine niedrigen Reibwerte aus, ist wie alle Iglidur Werkstoffe unempfindlich gegen Staub und Schmutz und optimal für die Wüste geeignet. Durch den Einsatz der gedruckten Lager benötigt der Fahrer nun lediglich wenige Sekunden zum Ein- und Aussteigen.

Hochschulinitiative yes

Projekte wie den Sonnenwagen aus Aachen fördert der Motion Plastics Spezialist im Rahmen des young engineers support (yes). Mit der Hochschulinitiative möchte Igus Schüler, Studenten und Dozenten mit kostenlosen Mustern und Sponsoring sowie bei der Entwicklung innovativer Projekte unterstützen.

 

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Autorenangabe
Oliver Cyrus

Der Autor Oliver Cyrus ist Leiter Presse + Werbung bei der Igus GmbH in Köln.