Roboter-Greifer & Roboterhand | Automatisierte Heinzelhändchen

Roboter-Greifer sind heutzutage unverzichtbare Hilfsmittel in der industriellen Fertigung. Ob in der Automobilbranche, der Elektronikindustrie oder im Maschinenbau, die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dies liegt vor allem an der enormen Vielfalt an Greifertypen und -größen, die sich an jede Robotik Anwendung anpassen lassen. Lesen Sie mehr über die smarten Handling-Komponenten, die immer flexibler, effizienter, ergonomischer und intelligenter werden.
Robotergreifer & Roboterhand 2026 – Das Wichtigste in Kürze
Robotergreifer sind End-of-Arm-Werkzeuge, mit denen Industrieroboter Bauteile aufnehmen, halten, bewegen oder positionieren. Sie gehören zu den zentralen Komponenten der Automatisierung, weil sie den direkten Kontakt zwischen Roboter und Werkstück herstellen. Je nach Aufgabe kommen mechanische, pneumatische, elektrische, magnetische oder vakuumbasierte Greifer zum Einsatz.
Eine Roboterhand ist eine spezielle Form des Robotergreifers. Während klassische Greifer meist für definierte Werkstücke und wiederholbare Prozesse ausgelegt sind, besitzen Roboterhände mehrere Finger, Freiheitsgrade und zunehmend taktile Sensorik. Dadurch können sie Objekte flexibler greifen, ihre Greiffkraft anpassen und auch unregelmäßige oder empfindliche Teile handhaben.
Greiftechnik wird flexibler
Der Trend geht zu elektrischen Greifern, adaptiven Greifsystemen und schneller umrüstbaren Endeffektoren. In vielen Anlagen müssen Roboter nicht mehr nur ein Bauteil greifen, sondern unterschiedliche Varianten sicher erkennen und handhaben. Das erhöht die Anforderungen an die Sensorik, Kraftregelung, Softwareintegration und die Abstimmung zwischen Roboter, Greifer und Bildverarbeitung.
Besonders bei kleinen Serien, variantenreicher Fertigung und Mensch-Roboter-Kollaboration gewinnen flexible Greifer an Bedeutung. Sie reduzieren den Umrüstaufwand und ermöglichen Automatisierung auch dort, wo starre Spezialgreifer wirtschaftlich oder technisch an Grenzen stoßen.
Roboterhände profitieren von Physical AI
Roboterhände entwickeln sich vor allem durch humanoide Robotik, taktile Sensorik und Physical AI weiter. Sie sollen nicht nur greifen, sondern auch zum Beispiel den Druck und die Objektform erfassen. Trainingsdaten aus realen Bewegungen helfen, komplexe Greifvorgänge besser auf Roboter zu übertragen.
Für die Industrie bleibt der klassische Robotergreifer weiterhin der Standard. Die Roboterhand erweitert dieses Spektrum dort, wo mehr Geschicklichkeit, variable Objektformen oder feinfühlige Manipulation gefragt sind.
Neuheiten und Innovationen
Nachfolgend stellen wir Ihnen hier die Neuheiten von Robotergreifer über Roboterhand bis Roboterfinger vor.
Geschicktere Roboterhand auf Basis physischer KI

18.06.2026 | ABB Robotics und Psyonic untersuchen, wie sich die Geschicklichkeit von Robotern durch menschlich erzeugte Bewegungs- und Kontaktdaten verbessern lässt. Dafür wird die Psyonic Ability Hand mit dem kollaborativen Roboter Gofa von ABB kombiniert. Ziel ist eine Robotik, die empfindliche, unregelmäßige oder verformbare Objekte zuverlässiger greifen und handhaben kann als klassische End-of-Arm-Werkzeuge.
Die Ability Hand wurde ursprünglich für die Prothetik entwickelt und besitzt eine mehrgliedrige, nachgiebige Mechanik. Flexible Finger passen sich an unterschiedliche Objektformen an. Integrierte Drucksensoren erfassen Kontakt, Greifkraft und das Lösen eines Griffs. Ergänzend nutzt das System eine Schwingungsrückmeldung, mit der Berührungen und Griffzustände differenzierter ausgewertet werden können.
„Die menschliche Geschicklichkeit und das intuitive Verständnis im Umgang mit verschiedenen Objekten zählen zu den größten Herausforderungen in der Industrierobotik. Zugleich sind sie eine grundlegende Voraussetzung für wirklich autonome und vielseitige Roboter. Während wir die nächste Generation physischer KI entwickeln, werden Roboter die Welt so lernen und verstehen wie wir.“
– Marc Segura, President von ABB Robotics
Für die Robotik ist diese Kombination aus Mechanik, Sensorik und realen Nutzungsdaten besonders interessant. Da dieselbe Hand sowohl von Menschen als auch am Roboter eingesetzt wird, lassen sich Bewegungen, Kontaktpunkte, Fingerstellungen und Greifkräfte aus realen Manipulationsvorgängen erfassen. Diese Daten können anschließend genutzt werden, um Roboter für variable Greifaufgaben zu trainieren.
Reproduzierbare Fingerpositionierung, Greifkraft

Der ABB-Cobot Gofa liefert dafür die notwendige Bewegungspräzision und Wiederholgenauigkeit. So können feine Unterschiede bei Fingerpositionierung, Greifkraft und Bewegungsablauf reproduzierbar ausgeführt und bewertet werden. Das ist entscheidend, wenn menschlich gewonnene Manipulationsdaten in robuste Roboterbewegungen überführt werden sollen.
„Geschicktes Greifen ist letztlich ebenso eine Frage der Daten wie der Hardware. Indem wir dieselbe Ability-Hand sowohl bei Menschen als auch bei Robotern einsetzen, können wir hochpräzise reale Daten zu Bewegung, Kontakt und Greifkraft erfassen und diese nutzen, um Roboter effektiver zu trainieren. Die Integration in die Robotik-Plattform von ABB Robotics ermöglicht es uns, ein höchstmögliches Maß an Geschicklichkeit zu erreichen.“
– Dr. Aadeel Akhtar, Gründer und CEO von Psyonic
Technisch zielt die Entwicklung auf eine neue Klasse taktiler Roboterhände. Während herkömmliche Greifer häufig für definierte Bauteile, feste Geometrien oder wiederholbare Prozesse ausgelegt sind, soll die Kombination aus Ability Hand, Cobot und Trainingsdaten mehr Flexibilität ermöglichen. Relevante Einsatzfelder sind Handhabungsaufgaben, bei denen Objekte empfindlich, variabel geformt oder schwer eindeutig zu greifen sind.
ABB ordnet die Entwicklung in das Konzept Autonomous Versatile Robotics ein. Gemeint sind Robotersysteme, die ihre Umgebung erfassen, Objekte analysieren und Bewegungen an wechselnde Situationen anpassen können. In Verbindung mit Physical AI wird daraus ein Ansatz, bei dem Roboter nicht nur programmiert werden, sondern aus realen Interaktionen lernen und dieses Wissen für industrielle Greifaufgaben nutzbar machen.
Bionischer Fingergreifer für Low Cost Cobot

30.11.2023 | Damit der Cobot Rebel auch wirklich arbeiten kann, benötigt er passende Endeffektoren wie Greifer und Sauger. Igus bietet hierfür eine große Auswahl von diversen Herstellern auf seinem Markplatz RBTX. Jetzt hat Igus selber einen Fingergreifer entwickelt.
Robotermodul für verschiedenen Greifersysteme

01.09.2023 | Das Robotermodul Match End-of-Arm-Ecosystem von Zimmer ist in einer Kooperation mit Schmalz entstanden. Die standardisierte Endeffektoren-Schnittstelle ermöglicht die flexible Nutzung der ganzen Bandbreite an Greifsystemen, egal ob Vakuumsysteme der Firma Schmalz oder mechanische Greifer der Zimmer Group. Mit einer vereinheilichten Roboter-Schnittstelle lässt sich Match mit jedem gängigen Industrieroboter und Cobot kombinieren.
Das Greifermodul vereinfacht zudem die Maschinenkommunikation mit Kommunikationssystemen wie Digital I/O, IO-Link und auch RS485. Letzteres bringt gleich das Robotermodul SCM (Smart Communication Module) mit. Damit lassen sich Roboter verschiedener Hersteller per Plug-and-work einbinden.
Mit einfacher Inbetriebnahme, intelligentem Ecosystem inklusive intuitiver Software und komfortabler Wartung wird der Weg zur Automatisierung auch bei kleineren Stückzahlen einfach gemacht. Das Wechseln des Greifers erfolgt mithilfe eines Greiferbahnhofs automatisiert.
Ein- und derselbe Roboter kann mehrere, komplexe Arbeitsschritte an einem Werkstück durchführen. Auch manuelles Wechseln des Endeffektors gelingt schnell mit nur einem Handgriff.
2 Finger Greifer mit 5 Sinnen

19.05.2023 | Die smarte Roboterhand von Camozzi Automation ist ein flexibler, effizienter, ergonomischer und intelligenter Greifer. Die Sensorik des Greifers erkennt Gewicht und Größe von Produkten und kann ihre Entfernung abschätzen. Mit einem integrierten Sensorsystems erfasst der Greifer Informationen und kann der Situation entsprechend reagieren. Einfach installierbar ist er mühelos mit den gängigsten Kommunikationsprotokollen an Cobots anschließbar. Mit diesem Greifer lassen sich Prozesse optimieren, Abfälle reduzieren, die Sicherheit der Bediener erhöhen und die Anlage flexibel und wiederverwendbar machen.
Der Greifer erkennt Werkstücke und identifiziert sich nähernde Objekte. Die verschiedenen Kommunikationsprotokolle gestatten auch eine Drahtlos-, NFC- und Feldbus–Kommunikation. Die Technologie zur Analyse von Position, Kraft, Geschwindigkeit und programmierbaren Gesten ermöglicht eine vorausschauende Wartung. Der Greifer ist fähig, Größe und Gewicht von Werkstücken zu messen und ist mit einer Anti-Rutsch-Griff-Funktion ausgestattet. Ebenso verfügt er über einen mechanischen und elektrischen Anschluss. Auch Cobots und industrielle Plug-and-play-Roboter können angeschlossen werden.
Smarte Greifer einfach integriert

17.05.2023 | Die Schnelllebigkeit der Märkte ist mit konventioneller Technik nicht mehr zu bewältigen. Weiss Robotics bietet mit Griplink eine Technologie, die Anwendern die Integration von servoelektrischen Greifern erleichtert. Außerdem hat der Hersteller sein Angebot um servoelektrische Greifer als zukunftsfähige Produkte für viele Anwendungen erweitert. „Ein sich stetig änderndes Produkt kann nur mit adaptierbaren Greifern und Tools bearbeitet werden“, sagt Dr. Karsten Weiß „Allerdings scheuen viele Anwender den Integrationsaufwand solcher smarten Greifer-Lösungen.“
Mit Griplink lassen sich nun End-of-Arm-Tools, sprich Greifer oder andere Werkzeuge schnell integrieren. Griplink wirkt wie eine Art Brücke oder Bindeglied, an das sich servoelektrische Greifer, Vakuumpumpe, Sensor oder andere Werkzeuge anschließen lassen. Das geschieht ganz einfach, ohne teure und zeitaufwändige Umrüstzeiten an der Anlage.
Das weltweit kleinste servoelektrischen Greifmodul CLG 30-006 eignet sich dafür, Produktionsprozesse flexibler und zukunftsfähiger zu gestalten. Es verfügt über eine IO-Link-Schnittstelle und eignet sich besonders für das Handling von sehr filigranen Bauteilen, wie sie in der Elektronik-Industrie zu finden sind.
Mit dem ultraflexiblen Greifer WPG 300-120 wurde für eine Messe-Präsentation ein Roboter mit 300 N Greifkraft von Denso ausgestattet, der sich direkt an die Cloud anbinden lässt. Über 30 % mehr Greifkraft als die herkömmlichen Modelle verfügt auch die IEG Plus-Serie von Weiss Robotics.
Chronologie & Archiv
Die nachfolgenden Berichte dokumentieren den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2019).

08.09.2021 | Gimatic hat 2019 damit begonnen praktische Roboter-Greifer-Systeme Kits in Zusammenarbeit mit Roboter Herstellern zu entwickeln. Nach dem Starterkit von Universal Robots folgt ganz aktuell ein Greiferkit für einen Denso Cobot.
Gimatic hat in einer Kooperation mit Denso Europe ein Roboter-Greifer Kit für den Cobotta Roboter von Denso entwickelt. Es umfasst vier mechatronische Greifer mit Zubehör. Damit können Anwender kinderleicht Pick-and-place Anwendungen in Montage und Automation lösen. Der für einfache Handhabung entwickelte Cobot basiert auf einer offenen Plattform, die sich flexibel in bestehende Systeme integrieren lässt. Aufgrund seiner außergewöhnlichen kompaktheit eignet sich der kollaborative Roboter für Arbeiten auf engstem Raum.
Im Greiferkit für Cobots werden vier verschiedene Roboter-Greifer angeboten: der 3 Finger Greifer MPTM1606, die Parallelgreifer MPPM1606 und MPXM1612 sowie der Großhub-Parallelgreifer MPLM1630. Die Auswahl der Roboter-Greifer wurde so getroffen, dass der Anwender den für sich optimalen Greifertyp mit einer Nutzlast bis maximal 270 g auswählen kann.
Hundert Prozent Greifkraftsicherung
Die leichten 3 Finger Greifer verfügen über eine 100-prozentige Greifkraftsicherung mit hoher Greifkraft im Verhältnis zur Größe. Damit werden sie nur in Bewegung bestromt, was sie sehr energieeffizient macht. Der Cobotta Kunde wählt einfach den für sich passenden Roboter-Greifer aus und löst so ohne großen Aufwand seine Handling Aufgabe. Das Kit wird als fertiger Bausatz geliefert. Neben den Roboter-Greifern enthält es einen Roboterflansch, Abdeckungen, Finger Greifer, Kabel mit Stecker und Schrauben.
Wollen Anwender noch ein bisschen mehr Automation oder Flexibilität, können sie zusätzliche Komponenten wie Sensoren oder eine Kamera integrieren. Die Schnittstellen dafür gibt es bereits am Cobotta. Das Denso Kit steht in einer Standardversion und optional mit einem Peak Output (P) zur Verfügung. Das gibt ein 24 V Signal ab, wenn das Bauteil gegriffen ist.
Das Roboter-Greifer Kit soll Händler und Endkunden der Denso Robotik ansprechen. Der Verkaufsstart erfolgt zur Messe Motek 2021. Bezogen werden kann das Kit über Denso, dessen Systemintegratoren und den Greifer Hersteller. Die vollökologische Kartonbox enthält eine Holzplatte, auf der Greifer und Bauteile montiert sind. Alle Verpackungsmaterialien sind recyclebar.

16.10.2019 | ASS Maschinenbau präsentiert mehrere verschiedene Robotergreifer aus der Praxis. Die verschiedenen Greifer zeigen einen Auszug der Handhabungsmöglichkeiten verschiedener Bauteile wie biegeschlaffe Textil- oder CFK-Materialien, kleinste Kunststoffteile, zu umspritzende Metallteile oder große Bauteile aus dem Automobilsektor:
Gezeigt wird eine Einlege- und Entnahme Roboterhand für die Textilhinterspritzung, ein Einlege- und Entnahme Greifer auf Basis des Micro Systems, eine Roboterhand in Plattenbauweise für einen Kühlergrill sowie einen Entnahmegreifer für Stoßfänger und eine 3D gedruckte Leichtbau-Roboterhand aus Polyamid. Für die Greifer gibt es verschiedene Möglichkeiten des Buchsen-Einlegens.
30.09.2019 | Weiss Robotics präsentiert die smarte Handhabungslösung „Gripkit“ für den Roboter. Mit ihr lassen sich im Handumdrehen Pick-and-place-Aufgaben des Roboters umsetzen realisieren. Gripkit ist die Lösung für smartes Greifen der Objekte.

27.09.2019 | Im Rahmen der Industrie 4.0 in der Handhabungstechnik werden flexible Greifer anstelle der oft noch üblichen starren und unflexiblen Greifer immer wichtiger. Bisher ist es üblich, für nahezu jedes Objekt einen eigenen Greifer zu konstruieren bzw. zu beschaffen. Die Formhand-Technologie stellt nun eine effiziente und effektive Alternative dar. Durch die Kombination Granulat-gefüllter Kissen mit einem Niederdruckflächensauger ist ein Greifer mit unerreichter Flexibilität entstanden.
Formhand-Greifer bestehen aus einem Granulat-gefüllten Kissen, das sich an verschiedene Formen anpassen kann. Dieses Kissen wird zum Greifen durch einen Luftstrom evakuiert. Die Kombination aus Greiferkissen und Luftstrom bietet viele Vorteile u. a. in der Blechverarbeitung oder bei der Handhabung von schlaffen und porösen Objekten wie Textilien oder Folien.
Das anpassungsfähige Greiferkissen bietet einen durchgehenden Greifbereich, durch den die Greifkraft vollflächig und somit schonend auf eine große Objektfläche übertragen werden kann. Durch die Anpassung an geformte Oberflächen wird zusätzlicher Halt durch Formschluss erzeugt.

02.07.2019 | Die Cobots sind auf dem Vormarsch. Was aber wenn die Standards, die die Roboterhersteller mit anbieten, an ihre Grenzen kommen, wenn eine einfache Zange nicht genügt?
Die Kunststoffindustrie verlangt nach flexiblen Lösungen, die an das Produkt angepasst werden können. AGS Automation bietet mit dem neuen MRK-Greiferbaukasten die Flexiblität und Vielseitigkeit seines „Precigrip“-Greifers.
Zudem gibt es personensichere Schnellwechselsysteme, Profile mit Schutzüberzügen und abgesicherte Wirkelemente, die es dem Anwender mit gewohnter Leichtigkeit erlauben, sein Greifsystem selbst zusammenzustellen.
Mit dem MRK-Greiferbaukasten hört die Sicherheit der kooperativen Robotik nicht mehr am Roboter-Handflansch auf.

19.06.2019 | Am Markt gab es bisher oft nur entweder einen spezifischen Robotergreifer Type bei Robotern von Universal Robots (UR) oder einen Universalgreifer, der sehr groß, schwer und kostenintensiv ist. Gimatic hat das erkannt und sein Plug-and-play Programm nun als Starterkit für die neue UR E-Serie aufgelegt. Aus zehn Typen und 20 Varianten kann der Anwender daraus den passenden Robotergreifer für seine Anwendung auswählen. Damit greifen z. B. 3 Finger Greifer flexibel und präzise unterschiedliche Objekte.
Die zur Verfügung stehenden mechatronischen Parallelgreifer, 3 Finger Greifer oder Winkelgreifer sind plug-and-play fähig. Die Startersoftware für die E-Serie ist inklusive. Die Greifer lassen sich einfach mittels Inbus-Schlüssel installieren und verfügen über eine 100-prozentige Greifkraftsicherung. Damit sind sie nur in Bewegung bestromt, was sie energieeffizient macht. Das Gewicht der kompakten Greifer beträgt je nach Größe nur 390 bis 890 g. Damit sind sie bis zu 75 % leichter als vergleichbare Produkte am Markt. Beidseitig nutzbar greifen sie entweder von innen nach außen oder umgekehrt. Für die Fertigung individueller Greiffinger bietet Gimatic einen Finger Greifer Service.
Greifer Starterkit für kreative Ideen

Geliefert wird das Starterkit in einer praktischen Kartonbox, die nur aus wiederverwendbaren Materialien besteht. Gleichermaßen flexibel möchte Gimatic seinen Kunden die einzigartige Möglichkeit bieten, eigene Ideen umzusetzen und die Funktionen der bestehenden Technik durch die Integration von Zusatzkomponenten wie beispielsweise einer Kamera oder Sensorik zu erweitern. Das Starterkit gibt es in einer Standardversion und einer Version mit Peak Output (P), welche ein 24 V Signal abgibt, wenn das Bauteil gegriffen ist. Mit dem Starterkit werden Händler und Endkunden der UR Robotics angesprochen. Die Lieferzeit beträgt nur ca. fünf Werktage. Geliefert wird das Starterkit in einer vollökologischen Kartonbox.

29.03.2019 | Bisher eher fürs Grobe zuständig, werden kollaborative Roboter Cobots in Zukunft immer mehr Tätigkeiten übernehmen – Seite an Seite mit dem Menschen. Harting stellt in Kooperation mit Kunden und Partnern eine Anzahl Szenarien und Technologien „mit Fingerspitzengefühl“ zur Schau.
„Für Lukas von Papa“ steht auf dem kleinen gelben Karton. Kurz zuvor hat der Kuka Leichtbauroboter das weiße Siku Auto mit Harting Aufdruck dort hineingelegt. Ein weiterer Kuka Roboter fährt es – vorbei am Messebesucher – zur nächsten Produktionszelle, wo das zweite Fahrzeug bereits für Lukas wartet. Die Bestellung hat Papa Tage zuvor im eigens dafür aufgebauten Web-Konfigurator platziert und den Auftrag auf der Hannover Messe am Harting Stand über einen QR-Code auf seinem Handy zur Lieferung gebracht.
Die Smart Factory Haii4you demonstriert am Spielzeugauto die vollständig vertikale Integration vom Kunden bis zur flexiblen Fertigung eines Produktes, aufgeteilt in autark gesteuerte und doch voll vernetzte Produktionszellen. Die Tätigkeiten in jeder Fertigungszelle werden von je einem kollaborierenden Kuka Leichtbauroboter ausgeführt. Der Warentransport zwischen den Zellen erfolgt über einen mobilen Kuka Iiwa Roboter.
Perfact Innovation, Partnerunternehmen im Mica Network, hat ergänzend dazu digitale Zwillinge der Anlage und der Roboter erstellt. Damit wird ein digitales Abbild von Produktionsabläufen generiert, mit dessen Hilfe Fernwartung und Zustandsüberwachung visualisiert und vereinfacht werden. Das Unternehmen Expleo liest Kraftmomente der Robotergreifer aus, um Verschleißerscheinungen zu erkennen. Dafür werden die Daten in der Microsoft Azure Cloud ausgewertet und mit historischen Daten verglichen. Damit demonstriert die Anlage die ganze Bandbreite moderner Produktionsmethoden vom Auftragseingang bis ins Lager. Konnektivität ganz im Sinne des Messethemas „Integrated Industry – Industrial Intelligence“.
Start-up baut Montagearbeitsplatz der nächsten Generation
Ein Arbeitsplatz für die intelligente, kollaborierende Montage der Verschleißteile oder von Kleinteilen ist das Geschäftsmodell von MTEK. Das junge Unternehmen aus Schweden zeigt eine Montagearbeitsstation mit einem kollaborierenden Roboter. Der zweiarmige ABB Roboter kann kleine Gegenstände erkennen und greifen und wird für Montage- und Handarbeitstätigkeiten Seite an Seite mit Menschen eingesetzt.
Das Geschäftsmodell von MTEK ist ein „Software-as-a-Service“ für die Prozessausführung und -steuerung. „Mica und RFID machen den Montagearbeitsplatz und den Prozessablauf zu einer integrierten Einheit mit vollständiger Rückverfolgbarkeit“, freut sich Olaf Wilmsmeier, Business Development Manager RFID bei Harting über die Zusammenarbeit mit den Schweden. Wilmsmeier hat MTEK bei der Integration der UHF RFID-Technik unterstützt und kennt das Unternehmen bereits aus dem gemeinsamen Projekt der „Factory in a Box“ von Nokia, das eines der Publikum-Highlights auf der letztjährigen Messe war.
Nachbildung menschlicher Greifvorgänge

Forscher arbeiten derweil daran, die Greifvorgänge von Roboterarmen und -Greifern weiterzuentwickeln und um eine haptische Wahrnehmung zu bereichern. Wie fortschrittlich Technologien in diesem Bereich sind, zeigt Harting in Zusammenarbeit mit Shadow Robot Company Ltd.
Das britische Unternehmen hat eine Roboterhand in Funktion und Abmessung einer menschlichen Hand konstruiert um damit Algorithmen zur Nachbildung menschlicher Greifvorgänge zu entwickeln. Die Hand verfügt über 24 Gelenke, wovon 20 unabhängig voneinander gesteuert werden können. Durch die Fähigkeit sich in alle Richtungen drehen zu können, besteht nach Beschreibung des Herstellers ein präziser und verlässlicher Griff nach den Objekten.
In die Fingerkuppen wurden multifunktionale Sensoren integriert, die unterschiedliche Funktionen wie Druckempfindlichkeit, Temperatur sowie Vibration messen. Die Fingerkuppen der Roboterhand entstehen bei der Harting AG Biel in der Schweiz mittels der 3D-MID Technologie (Mechatronic Integrated Device – Spritzgegossener Schaltungsträger). Damit ist es möglich, Sensor-Funktionen direkt auf einen dreidimensionalen Grundkörper zu bestücken.
23.05.2019 | Gimatic liefert End of Arm Tooling (EOAT) Lösungen inklusive Verkabelung, Verschlauchung und Sensorik. Die spezifisch auf die Anlagen der Kunden zugeschnittene Systemtechnik ist plug-and-play fähig. Die Komponenten werden in Plattenbauweise auf Aluminium Profilen und 3D Form-Teilen aufgebaut. Folgende Neuentwicklungen machen auf sich aufmerksam:
EOAT Lösungen 4.0 mit Augemented Reality betrachten
Gimatic ist Anbieter für EAOT (End of Arm Tooling) Lösungen und hat in einem kleinen Video seine Kompetenz in Sachen Robotik dargestellt. Der Anwender kann diese jetzt vorab per Augented Reality betrachten.
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: AGS Automation, ASS Maschinenbau, Camozzi, Formhand, Gimatic, Igus, Leibnitz Institut, Schmalz, Weiss Robotics, Zimmer



