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Milch, Wasser, Lauge, Wasser, Säure und wieder Wasser: Das Spülen einer Anlage zum Verarbeiten und Abfüllen von Lebensmitteln (Clean in Place, CIP) folgt einer ausgefeilten Choreografie von Prozessschritten, bei denen abwechselnd unterschiedliche Flüssigkeiten durch Leitungen und Tanks fließen. Unschlagbarer Helfer bei der Phasentrennung von Lebensmittel, Wasser und Reinigungsflüssigkeit ist der LeitfähigkeitssensorCombilyz“ von Baumer.

Oben genannte Medien kosten Geld, belasten die Umwelt und sollten deshalb so sparsam wie möglich eingesetzt und recycelt werden. Der Combilyz misst hochgenau die elektrische Leitfähigkeit des vorbeiströmenden Mediums und schließt daraus auf die Art des Mediums und dessen Konzentration. Dabei ist er schneller als vergleichbare Sensoren auf dem Markt: Dank der kurzen Ansprechzeit der Temperaturkompensation liegt der genaue Messwert für die Leitfähigkeit in nur 15 s vor, statt erst nach 50 s wie bei Sensoren anderer Hersteller. Entsprechend früher kann die Steuerung reagieren und die einzelnen Phasen durch das Schalten von Ventilen trennen.

Beträchtlich weniger Wasserkosten

„Berechnungen zeigen, dass Lebensmittel verarbeitende Betriebe mit dem Combilyz Leitfähigkeitssensor beim Clean in Place-Prozess beträchtliche Kosten für Wasser und Reinigungsmittel einsparen können“, betont Stefan Blust, Branchenmanager Food + Beverage bei Baumer. Damit steige die Gesamtanlageneffizienz (Overall Equipment Effectiveness, OEE) deutlich. Wie groß das Einsparpotenzial ist, zeigt Granarolo, der größte Milchverarbeitungsbetrieb Italiens. In seinem Werk in Bologna werden Tanks, Rohrleitungen und Wärmebehandlungsanlagen bis zu 30 Mal am Tag gespült. „Dank der schnellen Temperaturkompensation des Combilyz sparen wir an jeder Messstelle mehr als 100.000 Liter Wasser pro Jahr ein“, erläutert Bruno Landuzzi, der Verantwortliche für Instandhaltung und Pasteurisierung bei Granarolo. Wer wissen möchte, welche Einsparung in seinem Unternehmen möglich ist, kann dies übrigens mit dem Sparrechner CIP von Baumer kalkulieren.

Das Geheimnis der schnellen Temperaturkompensation des Combilyz AFI ist seine Kappe aus Peek-Kunststoff im One-Piece-Hygienedesign. Sie enthält die induktiven Sensorelemente zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit und den Temperatursensor. Die Sensorspitze hat eine geringe thermische Masse und einen geringen Wärmeübergangswiderstand, wodurch der Temperatursensor sehr schnell auch auf große Temperaturschwankungen reagiert. Schneller sind nur Sensoren mit zweigeteilter Kappe, wo der Temperatursensor unter Metall liegt. Doch viele Temperaturwechsel nagen am Übergang zwischen Kunststoff und Metall, weshalb diese Sensoren häufiger ausfallen und nicht lebensmittelsicher sind.

Usability „Beyond the Standard“

Die kurze Ansprechzeit ist aber nur eine Besonderheit des Combilyz AFI. Er ist auch sehr anwenderfreundlich. Das farbige Touch-Display erleichtert die Parametrierung, frei definierbare Leitfähigkeitsbereiche lassen sich beliebigen Anzeigefarben zuordnen, zum Beispiel blau für Wasser und rot für Säure. So erkennt man schon von Weitem, welches Medium gerade durch die Leitung fließt. Seine Messwerte übermittelt der Sensor über eine 4…20mA-Schnittstelle mit optionalem Hart-Protokoll. Neben der Standardvariante Combilyz AFI4 mit dem kompletten Sensor in einem Gehäuse gibt es für enge Stellen den Combilyz AFI5. Dort sind Sensorelement und Display getrennt und über ein Kabel verbunden, das erleichtert die Platzierung. Egal für welche Variante sich der Betreiber entscheidet: Beide haben ein Edelstahlgehäuse nach Schutzklasse IP69K, sind also geschützt gegen Hochdruck-Dampfreinigen.


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