Industrieroboter | Die Mitarbeiter der Fertigung

Industrieroboter sind die Schlüsselakteure in der modernen Fertigung. Es gibt sie schon lange, aber jetzt erfahren Sie eine neue Evolutionsstufe, in dem sie mit Künstlicher Intelligenz bestückt und auch durch neue Technologien wie Maschinelles Lernen immer smarter werden. Lesen sie anhand vieler Innovationen und Beispiele, wie sich Produktionsprozesse von Industrie-Robotern transformieren lassen und welche Aufgaben sie in den verschiedenen Branchen übernehmen können.
Industrieroboter 2026 – Das Wichtigste in Kürze
Die Industrierobotik befindet sich 2026 im finalen Übergang von der starr programmierten Automatisierung zur kognitiven Autonomie. Mit einem weltweit operativen Bestand von über 4,6 Millionen Einheiten hat sich der Fokus von rein kinematischer Präzision hin zur KI-basierten Prozessbewältigung verschoben.
Die technologische Entwicklung ist heute geprägt durch die Integration von Agentic AI, welche es Robotern ermöglicht, komplexe Aufgabenstellungen ohne explizite Zeilenprogrammierung zu erfassen und in dynamischen Umgebungen durch Echtzeit-Abgleich mit ihrem Digitalen Zwilling sicher auszuführen.
Autonome Bahnplanung und kognitive Interaktion
Die klassische Programmierung ist weitgehend durch generative Modelle und Natural Language Programming ersetzt worden. Industrieroboter agieren zunehmend als autonome Agenten, die prozessuale Ziele interpretieren und ihre Bewegungsbahnen sowie Greifstrategien selbstständig optimieren.
Diese Edge-Intelligence erlaubt eine verzögerungsfreie Reaktion auf Bauteiltoleranzen oder unvorhergesehene Hindernisse, während die Vernetzung über 6G-Konnektivität Latenzzeiten im Sub-Millisekunden-Bereich garantiert. Damit wird die Synchronisation massiver Multi-Roboter-Flotten in der Smart Factory auch bei hochvariablen Losgrößen prozesssicher beherrschbar.
Haptische Sensitivität und zirkuläre Systemarchitekturen
Ein entscheidender technologischer Meilenstein ist der Durchbruch der haptischen Intelligenz. Moderne Endeffektoren nutzen hochauflösende taktile Sensoren, um Oberflächen und Druckwiderstände ähnlich feinfühlig wie die menschliche Hand wahrzunehmen, was die automatisierte Montage empfindlicher Elektronik revolutioniert. Parallel dazu hat sich die Prepared-to-Repair-Strategie als Industriestandard etabliert:
Modulare Hardware-Architekturen ermöglichen ein effizientes Remanufacturing und schenken ausgedienten Systemen durch gezielte Upgrades ein zweites Leben (Second Life). Diese Kreislaufwirtschaft reduziert den Product Carbon Footprint signifikant und sichert die Skalierbarkeit automatisierter Fertigungslinien unter verschärften ESG-Richtlinien.
Neuheiten und Innovationen
Wie die neuesten Trends und Entwicklung in die Praxis umgesetzt wurden, sehen Sie an den nachfolgenden Neuheiten und Innovationen:
Knickarmroboter für weltweit kompakteste Pharma-Palettier-Zelle

04.05.2026 | Robotronic und Mitsubishi Electric stellen eine automatisierte Pharma-Palettier-Zelle für Injektionsfläschchen (Vials) sowie Fertigspritzen vor, die als die kleinste ihrer Art weltweit gilt. Trotz der geringen Abmessungen setzt das System neue Maßstäbe in Bezug auf Taktung, Genauigkeit und den Schutz der Produkte.
Horst Roboter mit mehr Dynamik und Reichweite

13.04.2026 | Mit Horst 600 G2 und dem Horst 800 G2 erweitert Fruitcore Robotics seine zweite Robotergeneration um zwei neue 6-Achs-Industrieroboter. Gegenüber der bisherigen Plattform bieten die neuen Modelle deutlich mehr Leistung: bis zu 40 % kürzere Taktzeiten, eine höhere Traglast sowie ein vergrößerter Arbeitsraum. Damit zielt das Unternehmen auf Anwendungen, in denen Produktivität, flexible Integration und wirtschaftlicher Betrieb gefragt sind.
Im Mittelpunkt der neuen G2-Generation steht zudem die Senkung der Lebensdauerkosten. Die mechanische Plattform wurde grundlegend überarbeitet und setzt nun auf eine Integralbauweise ohne Blechabdeckungen. Wartungsrelevante Komponenten sollen dadurch besser zugänglich sein und sich einfacher austauschen lassen. Hinzu kommen neue Treiber, überarbeitete Lager und Präzisionsgetriebe mit deutlich reduziertem Spiel. Die patentierte Encodertechnologie auf der Abtriebsseite soll zudem dafür sorgen, dass die Roboter ihre Genauigkeit über die gesamte Nutzungsdauer beibehalten, ohne dass ein erneutes Teachen erforderlich wird.
Neuer Antriebsstrang garantiert 10 Jahre Lebensdauer
Das G2-Portfolio ist auf Basis eines neu ausgelegten Antriebsstrang auf eine Lebensdauer von zehn Jahren im Dreischichtbetrieb ausgelegt. Passend dazu gibt der Hersteller sechs Jahre Garantie auf den Antriebsstrang.
Auch bei den Einsatzmöglichkeiten wurden die neuen Modelle breiter aufgestellt. Der Host 600 G2 ist für Anwendungen wie Maschinenbestückung, Qualitätsprüfung oder Pick-and-Place-Aufgaben ausgelegt. Er bietet 610 mm Reichweite, 7 kg Traglast und eine Wiederholgenauigkeit von ±0,05 mm. Der Horst 800 G2 erweitert den Arbeitsbereich auf 840 mm bei 6 kg Traglast und eignet sich damit auch für Aufgaben, bei denen tiefer in Maschinenräume eingegriffen werden muss. Beide Roboter können am Boden, an der Decke oder in geneigter Position montiert werden. Bei Horst 600 G2 ist zusätzlich eine Wandmontage möglich.
Für den Einsatz in sensiblen oder industriell anspruchsvollen Umgebungen verfügen beide Modelle standardmäßig über eine Reinraumzertifizierung nach ISO 6. Projektbezogen ist auch ISO 5 möglich. Ergänzend kommen Schutzarten von IP65 an den Achsen 5 und 6 sowie IP54 an den übrigen Achsen hinzu. Die Inbetriebnahme und Bedienung erfolgt über die Software Horst OS, die auch KI-Funktionen wie Sprachsteuerung integriert.
Vielseitige Roboter für die Elektronikfertigung

30.05.2025 | Mitsubishi Electric bietet für die Elektronikfertigung ein breites, auf spezifische Produktionsanforderungen zugeschnittenes Robotik-Spektrum für die Leiterplattenproduktion, PCB-Montage, Bestückung elektronischer Bauteile oder Qualitätskontrolle.
Ab Stückzahl 1 anpassbare Knickarmroboter

05.05.2025 | Pssbl. Robotics präsentiert zur Automatica 2025 sein skalierbares Sortiment an Industrierobotern mit Traglasten von 3 bis 280 kg und Reichweiten bis 3200 mm. Die Roboter zeichnen sich durch hohe Wiederholgenauigkeit und dynamische Leistungsfähigkeit. Damit eignen sie sich für anspruchsvolle Industrieumgebungen. Bereits ab Losgröße 1 lassen sich Mechanik und Mechatronik individuell auf die jeweilige Anwendung anpassen.
Die grafisch geführte herstellereigene Softwareplattform erleichtert die Inbetriebnahme durch modulare Programmierung und intuitive Bedienung. Gleichzeitig steht Entwicklern eine offene Umgebung für eigene Codes und Applikationen zur Verfügung. Dank integrierter Schnittstellen zu KI-basierten Vision-Systemen sowie einer anpassbaren App-Struktur lassen sich auch komplexe Automatisierungsszenarien effizient abbilden.
Die Steuerung erfolgt über den Control Hub, ein kompaktes, mobiles Case mit offenen Schnittstellen und integrierter Cyber-Security. Für darüber hinausgehende Funktionen bietet der Smart Hub eine Plattform zur Integration individueller Erweiterungen, Softwarebausteine und Anwendungen – inklusive Zugang zu einem Partner-Ökosystem aus Forschung, Peripherie und Industrie.
Scara Roboter zur Unterstützung in der Fertigung

11.03.2025 | Mitsubishi Electric stellt zwei neue Scara-Roboter vor: den Melfa RH-10CRH und den RH-20CRH. Die Modelle sind für Anwendungen in der industriellen Automatisierung konzipiert, bei denen kompakte Bauweise, hohe Geschwindigkeit und einfache Integration gefordert sind.
Industrieroboter für Handling und Schweißen

12.02.2025 | Mit dem KR Iontec ultra ergänzt Kuka sein Angebot im Traglastbereich zwischen 80 und 120 kg. Der neue Industrieroboter vereint kompakte Bauweise mit hoher Performance und eignet sich ideal für Handling- und Schweißprozesse. Dank seiner Reichweiten von 2300 bis 2700 mm bietet er maximale Flexibilität in der Produktion, beispielsweise beim Materialhandling oder beim Punktschweißen mit leichten Schweißzangen.
Durch seine schlanke Bauweise passt sich der KR Iontec ultra auch an beengte Produktionsbereiche an, was eine optimierte Zellengestaltung und somit geringere Betriebskosten ermöglicht. Neben seinem kompakten Footprint erfordert der Roboter nur einen geringen Wartungsaufwand: Ein Ölwechsel ist erst nach 20.000 Betriebsstunden erforderlich. Das riemenlose Zentralhandkonzept reduziert den Ersatzteilbedarf erheblich.
Der neue Roboter entfaltet seine Stärken vor allem in der Batterieproduktion und im Automobilbau. Mit einer Traglast von bis zu 120 kg kann er Batteriezellen und Batteriemodule für die Elektromobilität effizient handhaben. Gleichzeitig lässt sich der Roboter problemlos in kompakte Schweißzellen integrieren – eine Eigenschaft, die insbesondere für Zulieferer in der Automobilindustrie von Vorteil ist.
Innerhalb des Kuka-Portfolios positioniert sich der KR Iontec ultra als leistungsstarke, aber platzsparende Alternative zwischen KR Iontec und KR Quantec. „Der KR Iontec ultra lässt sich schnell und intuitiv in bestehende Produktionsumgebungen integrieren“, erklärt Michael Laub, Platform Product Manager Medium Payload and Palletizing Robots bei Kuka. Durch die Kompatibilität mit KUKA.PLC mxAutomation kann der Roboter direkt in bestehende Steuerungssysteme eingebunden werden.
Das Modell vorgestellte Modell ist ab sofort verfügbar. Drei weitere Varianten folgen im Sommer dieses Jahres.
Knickarmroboter im Zeitalter der Digitalen Transformation

06.05.2024 | Mitsubishi Electric stellt seinen neuen Knickarmroboter der Melfa-Serie vor. Der Roboterarm vereint fortschrittliche Hardware, intelligente Software und nahtlose Integration in die digitale Fertigungsumgebung.
Schwerlast Industrieroboter als Allrounder

16.01.2024 | Kuka präsentiert seinen neuen Industrieroboter KR Fortec. Der Allrounder für Schwerlast ist energieeffizient und dynamisch in Handlingapplikationen und bringt große Leistung auf kleinem Raum. Mit seiner hohen Dynamik sorgt der Schwerlastroboter für niedrige Taktzeiten. Dank der kompakten Form eignet er sich bestens für Arbeiten wie Handling und Punktschweißen. Der Energieverbrauch ist dabei niedrig.
Technisch der IR Teil einer modellübergreifenden Modularisierung, die für eine große Durchlässigkeit zwischen den Bestandteilen der Roboterserien KR Quantec und KR Fortec ultra steht. Der KR Fortec ist bis zu 700 kg leichter als sein Vorgänger und ist zusätzlich mit einem verlängerten Arm verfügbar. Damit können Lasten von 240 kg über eine Reichweite von 3700 mm gehandelt werden.
Der neue Roboter kann bei 0 bis 55 °C betrieben werden zeichnet sich durch eine lange störungsfreie Betriebszeit mit geringem Wartungsbedarf aus. Die Wartungsarbeiten lassen sich mühelos und schnell durchführen. Für raue und schmutzige Umgebungen stehen mehrere Foundry Varianten bereit.
Der Arbeitsbereich des Industrieroboters kann durch die Lineareinheit KL 4000 erweitert werden. Das ist modular anpassbar zwischen 1,5 m und 30 m. Für die Zusammenarbeit mit dem KR Fortec ultra auf derselben Lineareinheit wählt man einfach die KL 5000.
Chronologie & Archiv
Die nachfolgenden Berichte dokumentieren den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2019).

24.05.2023 | Die digitale Transformation sorgt für eine steigende Nachfrage an Automatisierungslösungen mit stark steigender Tendenz bei den Roboter Anwendungen aus. Für diese einschneidende Entwicklung hat Stäubli einzigartige Roboterbaureihen entwickelt. Die kompakten, dynamischen und präzisen Roboter haben eine große Reichweite. Ausgestattet mit einer neuen Steuerungsarchitektur inklusive Safetyfeatures und Schnittstellen wie OPC UA eignen sie sich für die Industrie 4.0 Umgebung.
Die 6 Achs Roboter der TX2 Baureihe arbeiten sehr präzise und sind dabei flexibel einsetzbar. Mit dem kompakten Roboterarm und seinem großen Arbeitsbereich lässt sich der Arbeitsraums in der Zelle sehr gut ausnutzen. Der Roboterarm ist damit bestens geeignet für Anwendungen wie Handhabung, Montage, Maschinenbedienung, Prüfen, Verpacken, Abfüllen, Schneiden, Waschen, Entgraten, Polieren uvm. Die CS9 Steuerung des Roboters bietet optionale SIL3-PLe-Sicherheitsfunktionen für hohe Produktivität und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

24.09.2020 | Fruitcore Robotics ergänzt sein Onlineangebot rund um den Industrieroboter Horst um digitale Services: den Fruitcore Shop und das Robotik Portal Horst Cosmos. Beide digitalen Angebote ergänzen die bisherigen Services und bieten den Nutzern viele neue Möglichkeiten. Horst ist ein leistungsfähiger Industrieroboter mit 6 Achsen und einem neuen kinematischen Ansatz.
Im übersichtlich gestalteten Shop von Fruitcore Robotics aus Konstanz können sich Anwender über die Roboter Horst600, 600lab, 900 und 1400 informieren und so die ganze Familie kennenlernen. Auch lassen sich für die Anwendung passende, preiswerte und einfach zu handhabende Roboter direkt und schnell bestellen. So gelingt der Einstieg in die Automatisierung besonders einfach.
Fruitcore bricht auf in den Horst Cosmos
Das Robotik Portal Horst Cosmos wurde ebenfalls online geschaltet. Die Plattform dient als Schnittstelle zur einfachen Interaktion zwischen Nutzern, Partnern und Fruitcore. Zum Start der Plattform können Interessierte die Software HorstFX Web 15 Tage lang kostenlos testen. So lassen sich auch die Vorteile der intuitiven Bedienung entdecken.
Es können zudem Datenblätter und technische Dokumentationen heruntergeladen werden. Videos und Tutorials informieren über Themen rund um die einfache Automation mit der Horst Familie. Als nächstes baut Fruitcore den Horst Cosmos mit Chatfunktion, weiteren Apps und praktischen Services weiter aus.

13.01.2020 | Weil sich schon kleinste Störungen im Prüfablauf stark auf die Messergebnisse auswirken, wird die zerstörungsfreie und zerstörende Werkstoffprüfung an Bauteilen zunehmend stärker automatisiert. Roboter sorgen hier für die Positionierung der Proben und stets gleiche Prüfverfahren. Zudem entlasten sie auch qualifizierte Mitarbeiter von zeitaufwändigen und monotonen Prüfungen. Zwick Roell bietet hier umfangreiche Lösungen zur Automation von Prüfungen an Werkstoffen mit den verschiedensten Eigenschaften.
Die festinstallierten Robotersysteme der „Robotest“-Reihe führen sehr erfolgreich Serienprüfungen durch. Dank umfangreicher Probenmagazine mit unterschiedlichen Eigenschaften eignen sie sich sehr gut für lange Prüf Verfahren – hunderte oder gar tausende Prüflinge werden Magazin für Magazin selbstständig abgearbeitet. Dies geschieht im festen Verbund mit einer oder mehreren zerstörungsfreien oder zerstörenden Prüfmaschinen. Mitarbeiter befüllen die Magazine. Fragliche Proben werden zur manuellen Inspektion abgeholt. Damit ersparen sie den Mitarbeitern die monotone Fließband Prüfung und schaffen ihnen Zeit für komplexere Aufgaben.
Automatisierte Werkstoffprüfung bei Zwick Roell
Zwickroell bietet ausgehend von diesem Standard für die Prüfung der Werkstoffe die projektbezogene Einrichtung vollautomatisierter Prüflabore. Die Proben werden nur noch gekennzeichnet. Ein Fließband übergibt sie dem Roboter, der sie in verschiedene Magazine sortiert. Fahrerlosn Transportfahrzeugen AGV (Automated Guided Vehicle) bringen die Proben zum Beispiel zum richtigen Prüfsystem. Dort erfolgt eine automatisierte Prüfung, bevor die Roboter sie wieder abholen.
Dabei muss das automatisierte Prüflabor nicht räumlich zusammengezogen werden. Die AGVs navigieren zuverlässig und sicher im normalen Betriebsablauf. Auch die einzelnen Roboter-Prüfsysteme sind je nach Bedarf räumlich oder durch Schutzeinrichtungen sicher aufgebaut. So stellen sie keine Gefahr für Mitarbeiter dar.
Neue Möglichkeiten für die Materialprüfung eröffnen sich mit Robotest N-Roboter: Aufgrund der Integration in die Zwickroell-Softwarewelt und Dank einfachster Programmierung eignet sich der Leichtbauroboter schon für Kleinserienprüfungen ab zehn Proben. Der Prüfassistent kann beinahe beliebige Pick-and-place-Bewegungen auszuführen. Die Anlage lässt sich durch Kraftsensoren in den Gelenken nach Absprache mit dem Labor-Sicherheitsbeauftragten auch ohne Schutzeinrichtung betreiben. Universell einsetzbar und auf einer fahrbaren Basis montiert lässt sich Robotest N schnell an unterschiedlichen Maschinen und Anlagen einsetzen.
11.12.2019 | Die Weihnachtsaktionen des bekannten New Yorker Kaufhauses Bloomingdale‘s sind legendär, und in diesem Jahr spielen zwölf ABB-Roboter dabei eine Hauptrolle: In drei der insgesamt zwölf Weihnachtsschaufenster demonstriert ABB, wie ihre Robotik- und Automatisierungslösungen dazu beitragen, das so genannte Visual Merchandising auf die nächste Stufe zu heben und so das Einkaufserlebnis dynamischer und ausgefallener zu gestalten.

02.10.2019 | Fruitcore Robotics hat mit Horst (Highly Optimized Robotic Systems Technology) einen leistungsfähigen und preiswerten 6-Achs-Industrieroboter mit einem neuen kinematischen Ansatz entwickelt. Dieser kommt ohne Fachkenntnisse aus, ist schnell implementiert und einfach programmierbar. Technisch möglich wird das durch die neue Antriebstechnik und die intuitiv zu nutzende Software. Sie verschafft dem Anwender entscheidende Bedienvorteile.
Die Hauptachsen zwei und drei an den Industrierobotern werden über sogenannte Viergelenkketten angetrieben. Das bedeutet, dass die Bewegungs- und Kraftübertragung nicht wie herkömmlich direkt an den Roboterachsen mittels einer Antriebseinheit – im Regelfall Elektromotor und Getriebe – erfolgt, sondern indirekt über die Viergelenkketten.
Vorteile des kinematischen Ansatzes
Die Viergelenkketten sind so angeordnet, dass sie eine hohe Kraftübertragung ermöglichen, wenn die Position des Roboters dies erfordert. Das trifft auch zu, sobald sich das Übersetzungsverhältnis verringert, wenn die Kraft nicht benötigt wird. Darüber hinaus leiten die Stäbe der Viergelenkketten Teile der Kräfte auf die Struktur ab, was eine hohe Systemsteifigkeit bei gleichzeitig geringer Masse bedeutet. Weil damit diese Masse nicht mitbewegt werden muss, lässt sich die Leistung der Antriebe effizienter nutzen.
In Summe lassen sich mit Roboter Horst gleiche Leistungsdaten in Bezug auf Traglast, Reichweite und Dynamik mit vergleichsweise kleinen Antrieben realisieren. Die Programmierung in der Fertigung erfolgt mit der Software HorstFX, die speziell für den mitgelieferten 13,3 Zoll Touchscreen entwickelt wurde.
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: ABB, Fruitcore, Kuka, Mitsubishi Electric, Zwick Roell, Stäubli.



