Cobot | Kollaborierende Roboter – die neuen Mitarbeiter

Der Einzug von Cobots bzw. kollaborativen Robotern in die Fertigungshallen ist im vollen Gange. Diese revolutionäre Robotik-Technologie arbeitet Hand in Hand mit Menschen und optimiert Arbeitsprozesse. Entdecken Sie hier die spannende Cobot-Welt und ihre vielfältigen Anwendungen in Industrie und Alltag.
Cobots 2026 – Das Wichtigste in Kürze
Cobots bzw. kollaborative Roboter haben sich bis 2026 als fester Bestandteil der hybriden Fertigung etabliert. Sie sind längst keine reinen Nischenprodukte für einfache Pick-and-Place-Aufgaben mehr. Moderne Cobots kombinieren die Sicherheit der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) mit der Robustheit und Präzision klassischer Industrieroboter. Durch radikale Fortschritte in der Sensorik und KI-gestützten Pfadplanung agieren sie heute schneller, autonomer und flexibler als je zuvor.
Performance-Boost: Nutzlast und Speed
Die Grenze zwischen Cobot und schwerem Industrieroboter ist fließend. Neue Modelle erreichen Nutzlasten von bis zu 35 kg bei voller Reichweite, ohne ihre Zertifizierung für den schutzzaunlosen Betrieb zu verlieren. Möglich wird dies durch kapazitive Sensorhäute und fortschrittliche Momenten-Sensorik in jedem Gelenk. Damit lassen sich Hindernisse bereits vor der Berührung erkennen. Zudem ermöglicht die dynamische Sicherheitszonen-Überwachung mittels 3D-Kamerasystemen, dass der Cobot bei Abwesenheit von Menschen mit maximaler Geschwindigkeit arbeitet und erst bei Annäherung in den kollaborativen Modus wechselt.
KI-Programmierung und Mobile Robotik
Die Programmierung erfolgt weitgehend codefrei. KI-basierte Teach-In-Verfahren ermöglichen es, dem Roboter Aufgaben durch einfaches Vormachen oder per Spracheingabe beizubringen. Ein massiver Trend ist zudem die Mobile Manipulation: Cobots werden auf autonomen mobilen Plattformen (AMR) montiert, wodurch sie ortsungebunden zwischen verschiedenen Arbeitsstationen wechseln können. Diese hybriden Systeme sind nahtlos in die Cloud integriert und beziehen ihre Prozessoptimierungen in Echtzeit aus dem digitalen Zwilling der Fabrik. Damit wandelt sich der Cobot vom stationären Gehilfen zum mobilen, intelligenten Produktionspartner.
Neuheiten und Innovationen
Nachfolgend finden Sie Neu- und Weiterentwicklungen sowie Wissenswertes über die kollaborativen Roboter für zahlreiche Branchen und Anwendungen:
Ultraschnelle Cobot-Familie für höhere Lasten

22.04.2026 | ABB Robotics erweitert sein Portfolio kollaborativer Roboter um die neue Familie Powa. Die auf der Hannover Messe 2026 vorgestellte neue Baureihe ist darauf ausgelegt, typische Grenzen klassischer Cobots bei Traglast, Geschwindigkeit und Reichweite zu verschieben und zugleich die Vorteile kollaborativer Systeme beizubehalten. Sie eignen sich sowohl für kleinere Unternehmen, die einfacher in die Automatisierung einsteigen wollen, als auch für Anwender mit höheren Anforderungen an Taktzeit und Leistung.
Die neue Cobot-Familie deckt Traglasten von 7 bis 30 kg ab und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 5,8 m/s. ABB positioniert Powa damit im Spannungsfeld zwischen klassischen Cobots und herkömmlichen Industrierobotern. Ziel ist es, Anwendungen zu automatisieren, für die bisher entweder kollaborative Systeme zu leistungsschwach oder klassische Roboter zu aufwendig ausgelegt waren.
Vorgesehen ist der Einsatz u. a. für schnelle Maschinenbeladung, Palettierung, Schraubprozesse und Lichtbogenschweißen. Gerade in beengten Produktionsumgebungen soll die Cobot-Familie ihre Stärken ausspielen. ABB kombiniert dafür kompakte Bauformen mit höherer zusätzlicher Armlast und einer auf industrielle Prozesse ausgelegten Performance.
Hohe Präzision und Armlast
Technische Basis ist die Steuerungsplattform Omnicore. Sie übernimmt die Bewegungssteuerung und gestattet hohe Präzision auch bei dynamischen Anwendungen. Gleichzeitig lassen sich die Roboter in ABB-Softwareumgebungen wie Robotstudio und Wizard Easy Programming einbinden. Unterstützt werden zudem No-Code-Programmierung, programmierbare Tasten an der armseitigen Schnittstelle sowie Plug-and-Play mit unterschiedlichen Werkzeugen und Zubehör.
Die Powa-Cobots sollen innerhalb kurzer Zeit in Betrieb genommen werden können und senken damit die Einstiegshürden für automatisierte Prozesse. Die neue Familie steht damit für einen Ansatz, kollaborative Robotik stärker in Richtung industrieller Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln, ohne auf die Vorzüge der Bedienbarkeit, Flexibilität und geringen Platzbedarf verzichten zu müssen.
Cobots für Anwendungen mit höherer Traglast

14.04.2026 | Mit den neuen Modellen KR 1824 und KR 1240 baut Kassow Robots sein Angebot im Bereich kollaborativer Robotik weiter aus. Die beiden 7-achsigen Leichtbauroboter sind für Anwendungen ausgelegt, bei denen höhere Traglasten gefragt sind. Dabei bleiben die kompakte Bauform, flexible Beweglichkeit und einfache Integration erhalten.
Und die neuen Cobots bewältigen damit Aufgaben, die bislang häufig klassischen Industrierobotern vorbehalten waren. Sie sollen vor allem in Bereichen wie Palettierung, Maschinenbeschickung und Materialhandling zum Einsatz kommen. Durch das 7-Achs-Konzept lassen sich auch komplexere Bewegungsabläufe in beengten Arbeitsräumen umsetzen. Kassow Robots positioniert die Systeme für Produktionsumgebungen, in denen hohe Reichweite und flexible Bewegungsfreiheit auf wenig Platz zusammenkommen müssen.
50, 20 und 40 Prozent mehr Leistung
Die gesteigerte Leistungsfähigkeit zeigt sich in dem um 50 % erhöhten Gelenkdrehmoment, mehr als 20 % schnelleren Handgelenksgeschwindigkeiten sowie in der um 40 % erhöhten mechanischen Steifigkeit. Das soll ein stabileres Handling schwererer Werkstücke, kürzere Taktzeiten und eine präzisere Ausführung anspruchsvoller Prozesse ermöglichen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Einbindung in moderne Automatisierungskonzepte. Die Roboter sind sowohl mit externem Controller als auch in einer Variante mit integriertem Edge-Controller verfügbar. Dadurch sollen sich auch mobile oder modulare Automatisierungslösungen einfacher realisieren lassen.
Humanoider Cobot Iggy Rob mit „Test bevor invest“

06.05.2025 | Igus stellt jetzt den Iggy Rob als ersten humanoiden Roboter in einer Low-Cost-Lösung vor. Er unterstützt in industrieller Fertigung, bei Transport oder Service. Der Humanoide ist rund 1,70 m groß und kann sich 8 h lang mit nur einer Akkuladung bewegen.
German Design Award prämierter Cobot

20.02.2025 | Delta hat mit der D-Bot-Serie eine neue Generation Cobots entwickelt, die speziell für sichere und präzise Automatisierungsprozesse in industriellen Umgebungen konzipiert wurden. Die D-Bots wurden mit dem German Design Award 2025 in der Kategorie „Excellent Product Design“ ausgezeichnet und werden auf der Hannover Messe 2024 vorgestellt.
Die kollaborativen Roboter sind für den direkten Einsatz in Produktionsumgebungen ausgelegt und erfüllen hohe Sicherheitsanforderungen. Die integrierte Reflex Safety-Funktion erkennt Berührungen in Echtzeit und leitet sofort eine Rückzugsbewegung ein, um Kollisionen mit Menschen oder Maschinen zu vermeiden. Ergänzend sorgt eine Kollisionserkennung auf One-Finger-Tap-Niveau für zusätzliche Sicherheit.
Mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,02 mm und einer Traglast zwischen 6 und 30 kg sind die D-Bots vielseitig einsetzbar – von der Montage komplexer Komponenten bis zur Palettierung schwerer Lasten. Die Roboter lassen sich in weniger als 2 h installieren. Das gestattet eine schnelle Integration in bestehende Produktionslinien.
Europäische Entwicklung für weltweiten Einsatz
Die D-Bot-Serie wurde in Europa entwickelt und für den globalen Markt optimiert. Der Cobot-Markt gehört zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der Automatisierungstechnik und überschreitet bereits die Milliardengrenze. Unternehmen weltweit setzen zunehmend auf flexible Automatisierungslösungen, die sich schnell an veränderte Produktionsanforderungen anpassen lassen.
Mit der Kombination aus hoher Sicherheit, Präzision und einfacher Implementierung bietet die D-Bot-Serie eine skalierbare Lösung für Industrieunternehmen, die ihre Produktivität steigern und gleichzeitig Mitarbeiterschutz und Effizienz optimieren möchten.
RBTX Academy bietet Cobot-Wissen to-go

05.02.2025 | Igus hat die RBTX Academy eröffnet. Hier können Interessenten an echten Robotern die Grundlagen der Robotertechnik erlernen oder ihre Fähigkeiten in der Roboterprogrammierung vertiefen.
Für die Mensch-Roboter-Kollaboration im Labor

27.05.2024 | Auf der Achema 2024 präsentiert ABB Robotics den 6-achsigen Cobot Gofa für das automatisierte Proben-Handling im Labor. Am Exponat „Cobot AI Probensortierung“ füllt der Cobot eine Zentrifuge mit einer Charge von unsortierten Proben, um sie anschließend in ein Rack zu strukturieren.
Die Objekterkennung übernimmt ein AI basiertes 3D Vision System. Dieses identifiziert exakt für jedes Probenröhrchen Lage, Ausrichtung und Höhe. Mit einem Vakuumgreifer entnimmt der Roboter eine Probe und belädt damit eine Zentrifuge. Diese kann automatisch jede Position anfahren. Danach werden die Proben zur Weiterverarbeitung in ein Rack sortiert. Die Demonstration basiert auf dem flexiblen IHEX-System von Smartlab Solutions.
Durch die Automatisierung von Laborprozessen wie in der Analytik entfallen viele Handgriffe für die mitarbeitenden Personen. Zugleich profitieren die Labore von der Geschwindigkeit, Wiederholgenauigkeit und hohen Reichweite der Industrieroboter und Cobots.
So konstruiert man eine kollaborative Roboterzelle

03.01.2024 | In vielen Unternehmen sind bereits kollaborative Roboterzellen im Einsatz. Doch was ist bei der Planung und Konstruktion solcher Roboterzellen zu beachten? Dieser Beitrag von Schmersal weist Ihnen den Weg.
Chronologie & Archiv
Die nachfolgenden Berichte dokumentieren den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2019).

16.10.2023 | Omron präsentiert mit der TM S-Serie neue kollaborative Roboter. Diese Cobots wurden für viele Branchen und Unternehmensgrößen entwickelt. Mit neuen Features lassen sich die neuen Cobots einfacher und schneller als alle Vorgängermodelle einführen und anwenden.
Vier Modelle mit einer Nutzlast von 5 bis 14 kg und einer Reichweite von 700 bis 1.300 mm stehen zur Auswahl. Verschiedene Montagearten sind möglich, wie das Zusammenspiel mit einem mobilen Roboter für eine mobile Manipulatorlösung (MoMa). Jeder Roboter verfügt über 6 Drehgelenke mit Wiederholgenauigkeit ±0,03 mm sowie 6 Freiheitsgrade mit Durchschnittsgeschwindigkeit von 1,1 bis 1,4 m/s.
Die Modelle gibt es mit und ohne integrierte 1,2 M/5 M-Pixel-Farbkameras. Für Anwendungen, die eine höhere Auflösung erfordern, können optional 2-GigE-2D-Kameras eingesetzt werden. Das Kameragelenk am Ende des Roboterarms ist das branchenweit schnellste Gelenk seiner Art und viermal schneller als das Vorgängermodell.
12 weitere spezifische Sicherheitsfunktionen lassen sie Gesamtanzahl auf nun 31 anwachsen und machen diese Cobots sicherer denn je. In den meisten Fällen wird keine externe Sicherheitssteuerung benötigt. Die TM S-Serie erfüllt die Sicherheitsnormen ISO 13849-1 PLd Cat 3 und ISO 10218-1 und ist UL/CSA/KC-zertifiziert. Arm und Steuereinheit sind in IP54 ausgeführt. Der Einsatz in Reinräumen nach ISO 3 oder unter Arbeitsszenarien mit Schneidöl sind ebenfalls möglich.
Zu den Anschlussmöglichkeiten gehören analoge und digitale Signale, HDMI, Ethernet LAN, USB, RS232, Ethernet und Modbus TCP/RTU Master/Slave, mit zusätzlichen Optionen für Profinet und Ethernet/IP.

29.08.2023 | ABB zeigt auf der EMO Lösungen für die flexible Maschinen-Beschickung. Diese eignen sich für Anforderungen der metallverarbeitenden Industrie an die Varianten-Produktion mit kleinen Volumina bis hin zur Losgröße 1.
Die größte Reichweite im Cobot-Markt bieten derzeit die ABB Cobots Gofa 10 und Gofa 12 mit bis zu 1,62 m. Sie stemmen zudem eine erhöhte Traglast und eignen sich für Polieranwendungen, Maschinen-Beschickung oder zur Palettierung. Die Cobots lassen sich via „Lead-Through“-Programmierung und mit der ABB-Software „Wizard Easy Programming“ programmieren, ohne eine Programmzeile schreiben zu müssen.
Den Gofa 12 stellt ABB auf der EMO als Teil einer neuen Lösung für die kollaborative Maschinenbeschickung in Aktion vor. Die benutzerfreundliche Bedienung vereinfacht die Automatisierung insbesondere für KMU und Erstanwender.
Die Implementierung der Maschinenbeschickung ist einfach, weil es alle Komponenten aus einer Hand gibt. Aufgrund des schlanken Designs ist der Cofa 12 prädestiniert für kleinere und kompakte Räume in Fabrikhallen. Eine Umhausung oder Sicherheitsscanner sind nicht erforderlich.

22.05.2023 | Der Cobotta PRO 900 und der Cobotta PRO 1300 von Denso sind die aktuell leistungsstärksten Cobots auf dem Markt. Ihre Traglast beträgt 6 bzw. 12 kg, die TCP-Geschwindigkeit gibt der Hersteller mit 2100 mm/s bzw. 2500 mm/s an und die Wiederholgenauigkeit überzeugt mit ±0,03 mm bzw. ±0,04 mm.
Mit dieser Performance werden industrielle Prozesse im MRK-Segment effizienter und produktiver. Die Serie ergänzt den im Jahr 2018 eingeführten, ersten kollaborativen Roboter Cobotta.
Der kompakt-portable Cobotta PRO bietet ein inhärent-sicheres Design und vielfältige funktionale Sicherheit. Kontinuierlich werden Drehmoment und Geschwindigkeit aller Achsen sensorbasiert überwacht. Über Sicherheitsscanner lässt sich die Arbeitsgeschwindigkeit auf das Niveau von Industrierobotern erhöhen.
Nähert sich ein Mensch dem Cobot, wird die Geschwindigkeit reduziert, so dass er nicht gefährdet wird. Eine berührungsempfindliche Schutzummantelung mit integrierten, hochsensiblen Sensoren gestattet es, die Geschwindigkeit in einer Mensch-Roboter Kollaboration noch weiter zu erhöhen. Zu sehen wird der Cobot auf der Automatica 2023 sein.
28.03.2022 | Fanuc präsentiert die neue Cobot CRX Reihe, mit der auch kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe in die Robotik einsteigen können. Natürlich eignen sich diese Cobots auch für Mittelständler und Produktionsriesen zum vereinfachen von Prozessen.

17.02.2020 | Der Cobot von Universal Robots (UR) erhält eine deutlich größere Reichweite. Möglich wurde diese durch den Einsatz der UR+ zertifizierten Linearachse mit Motor von Rollon.
Sie wurden optimal für die Zusammenarbeit mit den populären kollaborativen Robotern bzw. Cobots in der Automatisierung konzipiert. So ist das All-in-One-Paket Dahl Linear Move vollständig Universal Robots systemintegriert. Der Antrieb lässt sich individuell konfigurieren und sehr einfach bedienen.
Dahl Automation und Rollon heben den populären Cobot von Universal Robots mit dieser einfachen Plug-and-play-Lösung auf eine neue Roboter Ebene. Die zertifizierte Lineareinheit Serie Robot ist geschlossen, während die Lineareinheit Serie R-Smart offen konzipiert wurde.
Beide Linearachsen sind sehr steif und bieten eine hohe Traglast, Momentensteuerung, Verfahrgeschwindigkeit sowie Positioniergenauigkeit. Rollon hat die Lineareinheiten in Größe und Leistungsfähigkeit genau auf die unterschiedlichen Cobots von Universal Robots abgestimmt.
Cobots intuitiv in Betrieb nehmen
Die Rollon Achse bestehen als Teil des All-in-One-Pakets Dahl Linear Move aus einer konfigurierbaren Linearachse mit Motor, Getriebe, Endschalter und Befestigungskit, einem elektronischen Schaltschrank sowie der Software-Komponente URCap. Die Inbetriebnahme und Bedienung sind sehr einfach.
Der Anwender kann sie ohne aufwendige Achsauslegung, Anpassung- und Programmierung aufbauen und anschließen. Das UR-Interface „URCap“ ist intuitiv und führt den Anwender Schritt für Schritt durch die Installation. Der Anwender benötigt keine besonderen Programmierkenntnisse für die Robotik Inbetriebnahme. Er kann zudem Änderungen am Produktionslayout schnell und einfach selbst entsprechend den Anwendungen vornehmen.
Passgenaue Linearachse kollaborativer Roboter

Rollons UR+ zertifizierte Achse basiert auf einer robusten Struktur aus stranggepressten, eloxierten Aluminiumprofil mit quadratischem Querschnitt. Die Antriebskraft wird durch einen stahlverstärkten Zahnriemen aus Polyurethan übertragen.
Der Cobot verfährt auf zwei parallelen Profilschienenführungen mit insgesamt vier Laufwagen. Die Linearführung stützt die auftretenden Lasten und Momente. Die kugelgeführten Lineareinheiten gestatten eine hohe Tragfähigkeit und Belastung. Ihr Betrieb verläuft wartungsarm, die Geräuschentwicklung ist gering und die Lebensdauer lang.
Die Linearachse mit Motor lässt sich maßgeschneidert auf die jeweilige Cobot Anwendung anpassen. Durch Verlängerung der Basis-Ausführung von 1 m erhält der Anwender in 100 mm Schritten genau die Reichweite, die er für seine Anwendung benötigt. Geschwindigkeiten von bis zu 4 m/s bzw. 5 m/s sowie Beschleunigungen bis zu 50 m/s2 sorgen für die Dynamik sorgen. Die Wiederholgenauigkeit beträgt ±0,05 mm.
Plug-and-play Linearachse für Cobots
Die UR+ zertifizierte Lineachse mit Motor eignet sich nicht nur für Anwendungen in der Intralogistik. Auch in Handling, Antriebstechnik, Automatisierung, Palettierung, Maschinenbestückung, oder für den kollaborativen Arbeitsplatz lassen sich UR Roboter mit den Linearachsen effizient und flexibel einsetzen.
Dahl Linear Move ist das Ergebnis der erfolgreichen Kooperation zwischen Rollon und Dahl Automation, dem ersten Vertragspartner von Universal Robots in Deutschland. Die Plug-and-play-Lösung ist mit den kollaborativen Robotern der E-Serie Polyscope Version 5.1 oder höher kompatibel. Man findet die Roboter auf der weltweiten UR+ Plattform von UR.

27.03.2019 |Dobot stellt seinen gleichnamigen kollaborativen 6-Achsen-Roboterarm CR6-5 in Demos wie Pick and Place, Sortieren und Bewegungsverfolgung vor. Er ist der zweite Roboterarm in der kollaborativen Dobot-Roboterserie und bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in Bildungseinrichtungen.
Egal, ob freie und flexible Bewegungen oder vordefinierte Abläufe – der Roboterarm kann dank seines kompatiblen Designs für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden. Durch verschiedene adaptive Greifer kann er eine Vielzahl von Objekten und Formen aufnehmen und handhaben. Seine hochpräzisen linearen Bewegungen machen ihn vielseitig einsetzbar von der Kaffeezubereitung bis hin zur Arbeit in einem Labor. Dabei eignet sich der CR6-5 optimal für die Zusammenarbeit mit dem Menschen und stellt selbst im Falle einer Kollision keine Gefahr für den Anwender dar.
Die integrierbare Google Bild- und Spracherkennung wird unterstützt von Google TPU2 und TensorFlow-Chips für Feature-Extraktion, Musterabgleich und KI-bezogene Anwendungsbereiche.
Die Entwicklung der Cobots
Cobots haben eine noch relativ junge Geschichte und sind gerade mal in ihren „goldenen Zwanzigern“ angekommen. Erfunden wurden sie von J. Edward Colgate und Michael Peshkin, beide Professoren der Northwestern University, USA. Ihr US-Patent von 1997 beschreibt Cobots als „Vorrichtung und Verfahren zur physischen Interaktion zwischen Mensch und einem computer-gesteuerten Allzweckmanipulator“.
Die Entwicklung wurde eingeleitet von General Motors im Jahr 1994 unter der Leitung von Prasad Akella. Es sollte eine Möglichkeit gefunden werden, Roboter oder roboterähnliche Geräte so sicher zu machen, dass sie mit Menschen zusammenarbeiten können.
Als Pionier gilt das Unternehmen Universal Robotics, welches 2008 den weltweit ersten kollaborierenden Roboter bzw. Cobot verkauft hat. Auch wenn das noch nicht so lange her ist, war das doch lange, bevor der Begriff für diese aufstrebende Roboterart in aller Munde war.
Die Entwicklung im Überblick:
- Ende der 1990er Jahre: Der dänische Ingenieur Dr. Esben Østergaard entwickelt während seiner Doktorarbeit den ersten Cobot UR5.
- 1997: US-Patent von J. Edward Colgate und Michael Peshkin
- 2008: Gründung von Universal Robots in Dänemark, Start des Verkaufs vom UR5
- 2010: Erster ISO-Standard für Cobots mit Richtlinien für den sicheren kollaborativen Betrieb zusammen mit dem Menschen.
- 2012: Gründung von Rethink Robotics in den USA, Vorstellung des Baxter-Cobots für Einsatz die Fertigung
- 2014: ABB führt den Yummi-Cobot ein für die Zusammenarbeit mit Menschen in der Kleinteilemontage
- 2015: Kuka bringt den LBR Iiwa Cobot auf den Markt für den Einsatz in vielen Branchen wie Luftfahrt, Raumfahrt, Automobilindustrie und Medizintechnik.
- 2017: Der globale Cobot Markt erzielt die 200 Mio. US-Dollar Marke.
- 2018: Cobots weltweit erreichen 500 Mio US-Dollar.
- 2021: Der globale Markt für Cobots wird bis 2030 voraussichtlich mit 8 Mrd. US-Dollar geschätzt
- 2022: Der globale Cobot Markt erzielt die 1,1 mrd. US-Dollar Umsatz. Der globale Markt für Cobots wird bis 2028 voraussichtlich auf 9,2 Mrd. US-Dollar geschätzt bei einer jährlichen Wachstumrate von 41,5 %
Quellen für die Zahlen: Berkshire Hathaway, Elektromate
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: ABB, Delta, Denso, Dobot, Igus, Mitsubishi Electric.



