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CNC-Fräsen & Drehen von Kunststoff in 3 Tagen: Sonderteile online kalkulieren

CNC-Fräsen und Drehen Igus
Der Online CNC-Service von Igus bietet eine Live-Übersicht mit Sofortpreisen für das CNC-Fräsen und Drehen von Bauteilen mit einfacher Bestellabwicklung.

Zeitdruck im Prototypenbau oder bei der Ersatzteilbeschaffung ist für Konstrukteure Alltag. Egal ob CNC-Fräsen oder Drehen: Die klassische Abstimmung per E-Mail und Telefon kostet oft wertvolle Tage. Der Kölner Kunststoffspezialist Igus digitalisiert diesen Prozess nun konsequent: Ein Online-CNC-Service ermöglicht die sofortige Machbarkeitsanalyse und Preiskalkulation für individuelle Bauteile – ohne Anmeldung und mit Lieferzeiten ab drei Tagen.

Automatisierte Machbarkeitsanalyse statt E-Mail-Pingpong

Igus Online-CNC-Tool
Nutzer erhalten eine transparente Übersicht über verfügbare Materialien, technische Eigenschaften und Preise.

Der Flaschenhals bei der Beschaffung von individuellen Bauteilen mittels CNC-Fräsen ist oft nicht die Fertigung selbst, sondern der administrative Vorlauf. Bis Zeichnungen geprüft, Rückfragen geklärt und Angebote erstellt sind, vergeht oft eine Woche.

Hier setzt das Online-Tool von Igus an. Der Prozess wurde jetzt radikal verkürzt:

  • Upload: Der Nutzer lädt ein 3D-Modell (STEP) und optional 2D-Zeichnungen hoch.
  • Analyse: Die Software prüft die Geometrie in Sekunden auf Fertigbarkeit (z. B. Radien beim Fräsen).
  • Kalkulation: Das Tool ermittelt passendes Halbzeug und Bearbeitungsaufwand und zeigt sofort einen Preis an – gestaffelt nach Stückzahl.
  • Bestellung: Mit einem Klick kann das Bauteil beauftragt werden.

Kunden können übrigens auch Bauteile kalkulieren, die eine kombinierte Dreh- und Fräsbearbeitung erfordern. Bei Bedarf können zusätzlich Angaben zu Toleranzen und Oberflächen gemacht werden. Anschließend gibt es grünes Licht für die Fertigung.

„Wir wollen den Abstimmungsaufwand im technischen Einkauf reduzieren, damit Konstrukteure Sonderteile schneller erhalten“, erklärt Patrick Schwitalla, Lean Engineer bei Igus. Werden Bauteile besonders dringend benötigt, ermöglicht eine Express-Option den Versand der fertigen Teile bereits nach drei Tagen.

Materialwahl: Schmierfrei und PFAS-geprüft

Halbzeuge aus Hochleistungskunststoff in großer Materialvielfalt mit Chemikalienbeständigkeit, hoher Temperaturbeständigkeit oder FDA-Konformität.

Die Geschwindigkeit beim CNC-Fräsen ist nur ein Aspekt. Entscheidend für die Langlebigkeit des Bauteils ist der Werkstoff. Im Tool stehen über 50 verschiedene Iglidur Hochleistungskunststoffe zur Wahl. Im Gegensatz zu Standard-Kunststoffen wie POM oder PA66 enthalten diese Materialien integrierte Festschmierstoffe, die einen wartungsfreien Trockenlauf ermöglichen.

„Die Kombination aus tribologisch, sprich auf Reibung und Verschleiß, optimierten Hochleistungspolymeren und CNC-Fertigung ermöglicht entsprechend langlebige und leistungsstarke Sonderlösungen“, betont Christoph Vollbracht, Leiter Geschäftsbereich Iglidur Halbzeuge bei Igus.

Einblick ins Testlabor

Ein Blick ins Testlabor zeigt den Unterschied: Bei einem Versuch mit einem gefrästen Lager unter einer Belastung von 1 N/mm² bei einer Geschwindigkeit von 0,3 m/s auf V2A-Stahl erreichte das Material Iglidur J eine Lebensdauer von knapp 7000 Betriebsstunden. Ein vergleichbares Bauteil aus POM fiel bereits nach rund 2500 Stunden aus, PA66 sogar nach gut 100 Stunden. Die zahlreichen Tests im Igus-Labor sollen es künftig möglich machen, dass Nutzer des Online-CNC-Tools auch sehen können, wie lange ihr Bauteil in seiner spezifischen Anwendung halten wird.

Die technischen Eigenschaften der Kunststoffe sind im Online-CNC-Tool einsehbar. Der Nutzer kann auf einen Blick zum Beispiel die Biegefestigkeit, die maximale Flächenpressung und die obere langfristige Anwendungstemperatur sehen.

Auch regulatorische Anforderungen werden im Tool berücksichtigt. Angesichts der diskutierten EU-Regulierung zu PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bietet Igus gezielt Werkstoffe an, die frei von PTFE sind und auf die 96 kritischsten PFAS-Verbindungen geprüft wurden. Dies schafft Planungssicherheit, insbesondere in sensiblen Branchen wie der Medizintechnik oder Lebensmittelindustrie.

KI unterstützt bei Toleranzen

Der nächste Schritt der Digitalisierung ist bereits in der Umsetzung: Igus integriert Künstliche Intelligenz (KI) in den Service, um auch technische 2D-Zeichnungen automatisiert auszuwerten. „Der Nutzer erfährt binnen Sekunden, ob alles passt oder bestimmte Toleranzen für eine kunststoffgerechte Bearbeitung angepasst werden müssen“, so Schwitalla.

Das Ziel ist eine „One-Stop-Shop“-Lösung: Von der Materialauswahl über die Machbarkeitsprüfung bis zur fertigen Lieferung kommt alles aus einer Hand, transparent und digital gesteuert

Autor
Selina Pappers

Selina Pappers

Managerin Public Relations, Corporate Communications bei der Igus GmbH in Köln.

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