CO2-Fußabdruck reduzieren | So geht’s!

Ihren CO2-Fußabdruck reduzieren möchten immer mehr Unternehmen, um den Klimawandel mit verschiedenen Klimaschutz Maßnahmen entgegnen zu treten. So lassen sich Tonnen über Tonnen der gefährlichen Treibhausgase einsparen. Wir präsentieren Ihnen hier Produkt und Prozess Lösungen, mit denen sich CO2-Emissionen für eine nachhaltige, klimaneutrale Industrie verringern lassen.
CO2 Fußabdruck berechnen – Wer, Wie, Was?
Der CO2-Fußabdruck rückt im Rahmen der CSR Richtlinie zunehmend bei den Mittelständlern in den Fokus. Im Jahr 2024 müssen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden umweltbezogene Kennzahlen in die Berechnung ihrer Geschäftsberichte 2023 aufnehmen und auch bei ihren Zulieferern die Kennzahlen abrufen. Ab Januar 2025 gilt diese Vorschrift bereits für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden. Doch wie wird der CO2-Fußabdruck eigentlich berechnet?
Internationale Standards wie das Greenhouse Gas Protocol und die ISO-Norm 14064 kommen hier zur Anwendung. Als Faktoren gehen beispielsweise Kennzahlen ein wie die verbrauchte zugekaufte Energie in Form von Strom, Wärme oder Kälte, der firmeneigene Fuhrpark, die auf Geschäftsreisen entstehenden CO2 Emissionen oder zugekaufte Produkte und Dienstleistungen. Nachfolgend stellen wir Ihnen Möglichkeiten vor, wie Sie Ihren „Klimaschutz-Horizont“ erweitern können:
CO2 Fußabdruck von Dichtungen aufs Gramm genau

07.02.2023 | Freudenberg Sealing Technologies will seiner Verantwortung zum Klimaschutz gegenüber gerecht werden. Dazu hat das Unternehmen eine Methode erarbeitet, mit der sich der CO2 Fußabdruck aus der Herstellung von Dichtungen und anderen Bauteilen bestimmen lässt.
Großes Interesse an CO2-Fußabdruck Erfassung

10.01.2023 | Die Ecospeed AG blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück und plant für 2023 mit weiterem Wachstum. Befeuert wird diese Entwicklung durch das Industrie Geschäft. Sehr viele, vorallem mittelständische Unternehmen suchen nach Lösungen, um den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte und Prozesse zu ermitteln.
Ecospeed ist inhabergeführt, seit zwanzig Jahren im Geschäft und hat nun mit über 2000 Kunden eine kritische Masse erreicht, die für Zukunftssicherheit steht. Ganz überraschend kam die sprunghafte Zunahme der Nachfrage hier nicht.
„Zum 1. Januar 2024 erweitert sich in der EU der Geltungsbereich der CSR Richtlinie auf Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern“, kommentiert Christoph Hartmann, Gründer und Geschäftsführer der Ecospeed AG. „Die Unternehmen müssen umweltbezogene Kennzahlen in ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2023 aufnehmen und diese Kennzahlen auch bei ihren Zulieferern abrufen. Ein Jahr später, ab Januar 2025, gilt das auch für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern. Das heißt: Die Industrie muss sich mit diesem Thema beschäftigen. Wir bieten für diese Aufgabe eine ebenso bewährte wie einfach zu bedienende Software zur Ermittlung der Kennzahlen für den CO2-Fußabdruck.“
Aus diesem Grund gestaltet sich der Blick auf das neue Geschäftsjahr durchweg positiv: „Wir planen mit mindestens hundert neuen Kunden aus der Industrie und haben dabei vor allem mittelständische Unternehmen mit etwa 200 bis 2000 Mitarbeitern im Blick, die präzise und auf einfache Weise ihren CO2-Fußabdruck bzw. den Product Carbon Footprint ermitteln möchten.“
Ecospeed hat bereits 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der CO2-Emissionen in Sachen Klimaschutz. Gestartet ist das Unternehmen mit Applikationen für Gebäude und Kommunen, bevor später die Industrie hinzukam. Das gilt für die produktbezogene Berechnung vom CO2-Fußabdruck und für die Emissionen des Gesamtunternehmens (Corporate Carbon Footprint / CCF), d. h. für die CO2-Bilanz.
Die Software ist nach dem Standard eco-scout zertifiziert, den führende deutsche Unternehmen wie VW, SAP und der TÜV Rheinland in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesministerium für Umwelt (BMU), dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) der Schweiz entwickelt haben. Die Software zur Ermittlung vom CO2-Fußabdruck ist auf einem guten Stand und wird stetig aktualisiert. „Natürlich spüren auch wir den Fachkräftemangel in der IT-Branche, aber wir haben engagierte Entwickler im eigenen Haus und ein dichtes Netz von zertifizierten Fachberatern“, berichtet Herr Hartmann.
Workshops zur Entwicklung einer Klimastrategie

09.01.2023 | First Climate bieten Workshops zu klimarelevanten Themen, um Unternehmen bei der Entwicklung effizienter Klimastrategien zu unterstützen. Das Service-Angebot „Klima-Engagement planen“ bietet die Möglichkeit, kostenpflichtige Einführungs-Workshops mit Klimabezug zu buchen und auf digitalem Wege unkompliziert und ortsunabhängig an den Workshops teilzunehmen.
Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die sich für den Klimaschutz engagieren, eine Klimastrategie entwickeln möchten und solche, die noch nicht über dafür notwendigen Vorkenntnisse verfügen.
„Im Rahmen der interaktiven, bedarfsgerechten Schulungen werden die notwendigen Grundlagen vermittelt, die für eine Vorbereitung auf die Anforderungen des unternehmerischen Klimaschutz-Managements wichtig sind“, erläutert Barbara Mettler, Head of Climate Engagement Programs bei First Climate. An den individuellen Schulungen kann ein Unternehmen mit beliebig vielen Mitarbeitenden teilnehmen. Die Einführungs-Workshops können auf die individuellen Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten werden.
Folgenden zwei Themen stehen zur Verfügung:
- Workshop 1: Klimawandel und unternehmerisches Klimaschutz Engagement
- Workshop 2: Unternehmerische Klimaziele definieren – Einführung in die Welt der Science-Based Targets (SBTs)
CO2 Fußabdruck Nachweis für Tribo Gleitlager

26.10.2022 | Wie viel CO2 gelangt durch die Produktion eines Kunststoffgleitlagers in die Atmosphäre? Igus veröffentlicht erstmals den genauen CO2-Fußabdruck für viele schmierfreie und wartungsfreie Iglidur Polymergleitlager.
Dassault Systèmes ist Gründungsmitglied der EGDC

07.04.2021 | Dassault Systèmes ist Gründungsmitglied der European Green Digital Coalition (EGDC). Der Zusammenschluss führender Technologieunternehmen verfolgt die gemeinsame Mission, die grüne und digitale Transformation der Wirtschaft in- und außerhalb Europas zu unterstützen.
Servohydraulik CO2 Einsparung online berechnen

26.01.2022 | Mit einem Wechsel von Hydraulik auf Servohydraulik Antriebe lassen sich abhängig von den Anwendungen bei einer hydraulischen Maschine mehr als 50 % Energie (kWh) pro Zyklus sparen. Baumüller präsentiert dazu einen Energie-Rechner.
Produkte und Verfahren, die CO2-Ausstoß verringern
Viele Unternehmen erfassen bei ihren Neuentwicklungen bereits den ökologischen Fußabdruck. Der CO2-Fußabdruck bzw. Product Carbon Footprint eines Produktes verdeutlicht, welche CO 2-Emissionen bzw. welcher CO2 -Ausstoß in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklusses von Produkten anfallen – von der Rohstoffgewinnung über Transport, Produktion, Nutzung und End of Life-Szenario. Mit folgenden Produkten und Lösungen kommen Sie Ihren Klimaschutz-Zielen einen Schritt näher:
Kooperation für Grünen Stahl spart 80 % CO2

13.06.2023 | Die Zusammenarbeit zwischen Arcelor Mittal, Finkernagel und Ejot ist eine Premiere in Form einer Kooperation von Hersteller, Weiterverarbeiter und Endprodukthersteller zur Reduzierung von Umweltauswirkungen.
Arcelor Mittal Hamburg produziert hochgradig CO2-reduzierten XCarb-Stahl aus recyceltem und erneuerbarem Material mit deutlich geringerem CO2-Fußabdruck als konventionell hergestellter Stahl. Das Drahtwerk Finkernagel verarbeitet den Stahl. Ejot stellt aus dem gezogenen Draht in Kaltumformung Schrauben her für die Batterien in Elektroautos oder zur Befestigung von Solarmodulen.
Durch den Einsatz von XCarb-Stahl liegen die CO2-Einsparungen bei insgesamt 80 % verglichen mit der Herstellung von konventionellem Stahl. Zudem kommt der CO2-reduzierte Stahl in den Solarmodulen und Elektroautos ein zweites Mal der Energiewende zugute.
Grüner Stahl von Arcelor Mittal
Seit 2021 bündelt Arcelor Mittal mit der Dachmarke XCarb die Bestrebungen in Richtung klimaneutrale Stahlproduktion. Das Unternehmen investiert in Technologien und Start-ups, vergibt Zertifikate für CO2-Einsparungen in der Stahlherstellung und widmet sich besonders kohlenstoffarmen Herstellungsvarianten.
Der XCarb-Stahl aus recyceltem und erneuerbarem Material wird in einem Elektrolichtbogenofen unter Verwendung von 100 % erneuerbarem Strom und abhängig von der Stahlsorte bis zu 100 % Schrott hergestellt.
Bei diesen Stahlprodukten liegen die Emissionen teilweise bei bis zu 333 kg CO₂-Äquivalenten pro Tonne des Endprodukts. Durch den bei Finkernagel bzw. Ejot eingesetzten grünen Stahl reduzieren sich die Scope 3-Emissionen beider Unternehmen deutlich.
CO2 Ziele der Kooperationspartner
Die Ejot Gruppe will ihre CO 2-Emissionen von derzeit ca. 190.000 t/Jahr bis 2035 auf Null senken.
Neben vielfältigen eigenen Maßnahmen zur Reduzierung der CO 2 Emissionen (Scope 1 und Scope 2) setzt Finkernagel vor allem auf die Nutzung eines CO2-armen Stahl-Vormaterials.
Arcelor Mittal will nach seiner Dekarbonisierungsstrategie bis 2050 weltweit netto-Null Emissionen erreichen.
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Arcelor Mittal, Baumüller, Dassault Systèmes, Ecospeed, Emerson, First Climate, Hardt Hyperloop, Igus, Harting, Michael Koch, NSK, Rampf, Schaeffler, Schmersal, Siemens, Tata Steel

















