Elektromagnetische Bremse | Federdruck und Permanentmagent

Elektromagnetische Bremse
Elektromagnetische Federdruckbremse Roba Servostop von Mayr

Entdecken Sie die Elektromagnetische Bremse, ihre Funktionsweise und Anwendungsbereiche. Als präzise Federdruckbremse oder effiziente Permanentmagnetbremse sind sie essenziell für die Steuerung und Sicherheit in automatisierten und manuellen Antriebssystemen. Erfahren Sie, wie diese innovativen Bremssysteme die Leistung verbessern und für einen zuverlässigen Betrieb sorgen.

Elektromagnetische Bremsen 2026 – Das Wichtigste in Kürze

Die Entwicklung elektromagnetischer Bremssysteme ist 2026 geprägt von der fortschreitenden Automatisierung und dem Bedarf an smarten Sicherheitskomponenten. Sicherheitsbremsen bilden dabei das technologische Fundament, um Anlagen in Branchen wie der Materialverarbeitung, dem Fahrzeugbau und der Robotik bei Energieausfall oder Not-Halt verzögerungsfrei und sicher in den Stillstand zu versetzen.

Vernetzung und Predictive Maintenance

Der entscheidende Trend liegt in der Digitalisierung der Hardware. Moderne Bremsmodule agieren heute als intelligente Sensoren im Antriebsstrang. Durch integriertes Condition-Monitoring werden Parameter wie Lüftweg, Verschleißzustand und Temperatur in Echtzeit erfasst. Die Datenübertragung erfolgt via IO-Link oder SPE, was eine präzise vorausschauende Wartung ermöglicht und die Gesamtanlageneffektivität (OEE) steigert.

Effizienz und Nachhaltigkeit

Im Zuge der Energiewende rückt die Energieeffizienz in den Fokus. Moderne Ansteuerungen nutzen die Übererregung zum schnellen Lüften der Bremse und senken die Haltespannung anschließend signifikant ab, was den Energieverbrauch im Dauerbetrieb drastisch reduziert. Parallel dazu gewinnen kompakte Leichtbau-Lösungen für mobile Roboter und AGVs an Bedeutung, die höchste Drehmomentdichte auf kleinstem Bauraum bieten.

Auch wird im Zuge der Energiewende zunehmend auf Nachhaltigkeit Wert gelegt, indem die in der Automobilindustrie schon übliche Bremsenergie Rekuperation auch in Industrie Antrieben eingesetzt wird. 

Neuheiten und Innovationen

Moderne Federdruckbremsen und Permanentmagnet-Bremsen bieten eine präzise Steuerung, schnelle Ansprechzeiten und eine hohe Zuverlässigkeit. Damit eignen sie sich bestens für Anwendungen, bei denen Sicherheit und Effizienz von entscheidender Bedeutung sind. Hier sind die Neuheiten:

Bremslösungen für digitale Zwillinge und Fernwartung

elektromagnetische Bremse Mayr 2025

26.10.2025 | Mayr Antriebstechnik präsentiert zur SPS 2025 sein erweitertes Programm an Sicherheitsbremsen und Monitoring-Lösungen für vertikale Achsen. Mit der neuen Generation Roba-topstop, den Modulen Roba-Brake-checker und Roba-gateway werden die Bremsen fit gemacht für smarte Produktion und digitale Wartung.

Modulare Federkraftbremse für weltweiten Einsatz

Federkraftbremse Kendrion Intorq
Federkraftbremsen BFK458-Serie von Kendrion Intorq

15.09.2025 | Elektromotoren müssen heute kompakt, effizient und zuverlässig arbeiten – oftmals unter verschärften Betriebsbedingungen. Mit der BFK458-Serie bietet Kendrion Intorq eine Federkraftbremse, die genau auf diese Marktanforderungen zugeschnitten ist. Die Serie wurde für den weltweiten Einsatz entwickelt und unterstützt Motorenhersteller mit praxisgerechten, flexiblen Lösungen.

Neben dem zunehmenden Kostendruck und den Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie stehen Hersteller vor weiteren Herausforderungen: Lieferketten sind volatil, politische Einflüsse erschweren die Planung. International einheitliche Standards sind unverzichtbar. Die BFK458-Baureihe deckt ein breites Anwendungsspektrum ab, ist TÜV-zertifiziert und damit geeignet für den Einsatz als Safety Brake in sicherheitsrelevanten Applikationen.

Die modulare Konstruktion eröffnet nahezu unbegrenzte Konfigurations-Möglichkeiten. Anwender können Komponenten exakt auf Leistung, Einbauumgebung oder spezifische Normen abstimmen. Ein innovatives Montagekonzept erlaubt die flexible Fertigung – von Großserien bis zu individuellen Sonderlösungen. Die Bremsen werden in Deutschland, den USA, Indien und China unter identischen Qualitätsstandards produziert und sind über ein globales Distributoren-Netzwerk schnell verfügbar.

Technische Merkmale im Überblick

  • Anpassungsfähigkeit an internationale Normen und regionale Anforderungen.
  • Neun Baugrößen mit einem Drehmomentbereich von 1,5 bis 720 Nm
  • Kompakte Bauweise mit hoher Leistungsdichte
  • Geringer Energieverbrauch dank Haltestromabsenkung

Maßgeschneiderte Bremsen für autonome Gabelstapler

Kendrion Bastian elektromagnetische Bremse

24.04.2024 | Kendrion Intorq hat mit Bastian Solutions vom Toyota-Konzern eine innovative Bremstechnologie für den neu entwickelten autonomen Gabelstapler Bastian Solutions CB18 entwickelt. Die spezialisierte Federkraftbremsen-Lösung zeichnet sich durch präzise angepasste Bremsmomente aus, die entscheidend zur Sicherheit und Effizienz der Fahrzeuge beitragen.

Federkraftbremse beflügelt die Energiewende

Schematische Darstellung: Wie die Federkraftbremse die Energiewende fördert

07.12.2023 | Bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten versorgen die Federkraftbremsen von Kendrion Intorq Elektromotoren in Flurförderzeugen aller Art mit einer sicheren Bremsfunktion. Im Zuge der Energiewende und der damit einhergehenden Elektrifizierung des Verkehrssektors haben die Aerzener Bremsenspezialisten ihr Einsatzgebiet deutlich vergrößert und stellen ihre Expertise jetzt auch im steigenden Maße für den Bereich E-Mobilität zur Verfügung.

Die Fahrzeughersteller profitieren dabei nicht nur von erprobter Qualität und einem kundenoptimierten Bremsendesign, sondern auch von der energieeffizienten Technologie aus dem Haus Kendrion Intorq, die in einem nachhaltigen Produktionsprozess gefertigt wird.

„Die Elektrifizierung von Fahr- und Förderzeugen vollzieht sich gerade mit großer Geschwindigkeit“, beschreibt Marco Vollrath, Sales Manager bei Kendrion Intorq seine Beobachtungen. „Unter anderem sehen wir diesen Trend in der Landwirtschaft, im Bausektor und natürlich in der Automobilindustrie. Hinzu kommt der wachsende Markt der Fahrerlosen Transportsysteme (FTS/AGV). Umso wichtiger wird unsere langjährige Bremsen-Expertise im Bereich der Elektromotoren. Wir wissen, was diese Bremsen leisten müssen, und können unsere Kunden in den verschiedenen Bereichen so spezialisiert, wie sie es brauchen, beraten und beliefern.“

Einsatzgebiete für die Federkraftbremse – gestern und heute

Marco Vollrath, Sales Manager bei Kendrion Intorq

Seine erste Federkraftbremse entwickelte Kendrion Intorq 1971 für ein Gabelstaplermodell. Heute dominiert das Unternehmen das Marktsegment Flurförderzeuge weltweit. Resultierend aus der Notwendigkeit in Hallen und geschlossenen Bereichen emissionsfrei zu fahren, ist der elektrische Betrieb von Flurförderzeugen in vielen Fällen alternativlos. Entsprechend verfügen zwei von drei dieser Fahrzeuge heute über einen Elektroantrieb. Parallel wurde die eingesetzte Motor-, Bremsen- und Akku-Technologie über die Jahrzehnte immer wieder angepasst und optimiert – ein Technologievorsprung, von dem Automobil- und Nutzfahrzeughersteller aktuell bei der Elektrifizierung ihrer Antriebstechnik profitieren können.

Auch die Federkraftbremsen von Kendrion Intorq wurden über die Jahre in punkto Funktionalität und Energieeffizienz immer weiter perfektioniert. So kann die Bremse nach dem Öffnen durch eine optimal abgestimmte Haltestromabsenkung mit einem sehr geringen Energiebedarf offen gehalten werden. „Darüber hinaus beraten wir unsere Kunden immer so, dass die individuelle Bremsen-Lösung nur so groß wie nötig und dabei so klein wie möglich ist“, erklärt Marco Vollrath. „Auf diese Weise reduzieren wird den Energieverbrauch auf das notwendige Minimum.“

Mit regenerativer Energie produziert

Die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit spielen nicht nur beim Betrieb der Bremsen von Kendrion INTORQ eine Rolle, sondern werden bereits bei deren Produktion berücksichtigt. So deckt das Unternehmen einen Teil seines Strombedarfs über eine PV-Anlage und beheizt seine Produktionshallen über Nahwärme aus einer benachbarten Biogasanlage. „Außerdem kommen unsere Bremsen schon seit vielen Jahren in Windkraftanlagen zum Einsatz“, resümiert Marco Vollrath. „Damit schließen wir den Kreislauf – denn dort wird die Energie produziert, die die Elektromotoren antreibt, die wiederum von unseren Federkraftbremsen gestoppt werden.“

Federdruckbremsen für Roboterarme

Mayr Roboterbremse

05.10.2023 | Mit dem neuen Standardbaukasten für Roboterbremsen schafft Mayr die Basis für Lösungen auf einem attraktiven Preisniveau. Auf der SPS 2023 in Nürnberg zeigt das Unternehmen, wie intelligente, sprechende Bremsen und Wellen-Kupplung clever zu Prozessüberwachung eingesetzt werden können.

Elektromagnetische Bremsen für vertikale Achsen

Mayr Sicherheitsbremsen

16.08.2023 | Mayr präsentiert zur EMO 2023 sein Portfolio an Sicherheitsbremsen für die Absicherung vertikaler Achsen in WZM und Bearbeitungszentren. Diese Vertikalachsenbremsen sichern alle Gefährdungssituationen ab, die beim Betrieb von schwerkraftbelasteten Achsen auftreten können.

Chronologie & Archiv

Die nachfolgenden Berichte dokumentieren die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2011).

Stangenbremse mit Feder-Energiespeicher von Hema

28.11.2011 | Mit der HMSB hat Hema eine Stangenbremse entwickelt, die mit einem Feder-Energiespeicher nach dem Prinzip der bewährten Feder arbeitet und daher nicht nur als Betriebs- und Haltebremse, sondern auch als Notstoppbremse eingesetzt werden kann. Durch die elektromagnetische Arbeitsweise benötigt die kompakte HMSB für den kleinen Bauraum keinen hydraulischen oder pneumatischen Anschluss.

Da lediglich ein Stromanschluss mit 400 V AC Nennleistung vorhanden sein muss und die elektronische Steuerung bereits integriert ist, lässt sich die HMSB einfach montieren oder nachrüsten.

Liegt an der Bremse keine Spannung an, wird durch die Federkraft eine konische Buchse axial in eine ebenfalls konische Bohrung des Gehäuses gepresst. Dadurch wird der Querschnitt am Innendurchmesser der Buchse verengt, so dass diese auf der mittig durchlaufenden Rundstange mit hoher Kraft (8 bis 14 kN) klemmt. Die Federkraft wird dabei über den Kegelwinkel der Buchse verstärkt. Zum Öffnen der Bremse wird die HMSB mit Strom beaufschlagt, wodurch ein integrierter starker Elektromagnet einen Flachanker anzieht, der die Klemmbuchse entgegen der Federkraft aus dem Konussitz drückt. Nach der Anzugsphase beträgt die Leistungsaufnahme der Bremse weniger als 15 VA. Mit 199 x 120 x 152 mm ist die Bremse sehr kompakt konstruiert und dank Schutzart IP65 auch in rauen Umgebungen einsetzbar.

In der Ausführung als Bremse ist die auf der Stange klemmende Konusbuchse nicht fest mit dem Gehäuse verbunden. Daher wirkt die am Gehäuse befestigte Masse Bremskraft verstärkend, weil sie zu einem weiteren Verkeilen der Buchse führt (Haltekraft 14 kN). Diese Verschiebbarkeit der Buchse gegenüber dem Gehäuse verhindert zwar ein genaues Positionieren, was beim Abbremsen aber auch nicht notwendig ist.

Für Anwendungen hingegen, die ein punktgenaues Positionieren ohne Bremswirkung erfordern, gibt es eine Ausführung als Stangenklemmung an (Haltekraft 8 kN). Bei dieser ist die Konusbuchse fest mit dem Gehäuse verbunden und dadurch nicht wie bei der Ausführung als Bremse leicht verschiebbar – ideal für ein exaktes Positionieren. Die Feder drückt während des Klemmens auf eine frei bewegliche Nabe mit Innenkonus, auf die dann auch die Magnetkraft zum Öffnen wirkt.

Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Hema, Kendrion, Mayr Antriebstechnik,

Häufige Fragen

Autor
Angela Struck

Angela Struck

Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.

Zur Website

Nach oben scrollen