Software für Elektroplanung | Effizient in der Industrie
Ab der Eplan Plattform 2027 wird der Eplan Copilot in der Anwendung verfügbar sein.
Zugriffe: –Aktualisiert: 10.07.2026
Cloud-Lösungen, KI-gestütztes Engineering und durchgängige CAD-Workflows verändern derzeit in der Elektroplanung, wie Maschinen, Anlagen und Gebäude elektrisch konzipiert werden. Hersteller wie Eplan, Rittal und Siemens treiben die Entwicklung mit neuen Plattformen und intelligenten Tools voran – von automatisierten Schaltplanprozessen bis zur normenkonformen Auslegung ganzer Systeme. 2026 markiert damit den Einstieg in eine Ära, in der Software für Elektroplanung nicht nur Zeit spart, sondern aktiv mitdenkt.
Software für Elektroplanung 2026 – Das Wichtigste in Kürze
Die Elektroplanungssoftware 2026 steht ganz im Zeichen von Digitalisierung, Cloud und künstlicher Intelligenz. Nahezu alle führenden Anbieter – von Eplan, WSCAD, Hagercad, Zuken bis Siemens Electrical Designer – setzen auf durchgängige vernetzte Engineering-Prozesse.
KI-gestützte Planung: Moderne Systeme unterstützen Konstrukteure bei der automatischen Komponentenauswahl, Fehlerprüfung und Dokumentation – vom Schaltschrank über die Gebäudetechnik bis zur Serienmaschine.
Cloud und Kollaboration: Projekte lassen sich per Browser ortsunabhängig planen, prüfen und teilen. Änderungen fließen in Echtzeit in alle Beteiligten-Workflows ein.
Durchgängige CAD-Integration: Von der 2D-Verdrahtung bis zum 3D-Digital Twin verschmelzen CAD-Software und Elektroinstallationsplanung zu einer einheitlichen Datenbasis.
Normensicherheit nach DIN/VDE: Alle marktführenden Tools prüfen automatisch auf Normkonformität – etwa nach DIN EN 60204-1 oder DIN 18015.
Offene Schnittstellen: Import und Export zu ERP-, PDM- und Fertigungssystemen gewährleisten medienbruchfreie Prozesse – inklusive Datenübergabe an Roboter– oder Fräsanlagen im Schaltschrankbau.
Damit entwickelt sich die Elektroplanungssoftware 2026 zu einem zentralen Bindeglied zwischen Engineering, Fertigung und Service – branchenübergreifend, zukunftssicher und konsequent digital.
Neuheiten und Innovationen
Nachfolgend stellen wir Ihnen die Neuentwicklungen der Branche vor.
Eplan Copilot erschließt Engineering-Wissen per KI
Der Eplan Copilot verbindet Engineering‑Know‑how, Plattformfunktionalitäten und konkrete Aufgaben zu einem intelligenten Dialog.
17.06.2026 | Mit dem Eplan Copilot führt Eplan eine KI-gestützte Assistenz für die Eplan Software für Elektroplanung ein. Der Copilot soll Anwender im Engineering-Alltag dabei unterstützen, schneller auf Funktionen, Projektdaten und geprüftes Fachwissen zuzugreifen. Der Launch erfolgte im Rahmen der Eplan Next26.
Im Engineering steigt die Komplexität durch vernetzte Disziplinen, umfangreiche Projektdaten und hohe Anforderungen an Qualität und Durchgängigkeit. Der Eplan Copilot setzt hier als dialogbasierte Schnittstelle an. Anwender können Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren und erhalten kontextbezogene Antworten, Handlungsempfehlungen oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Ziel ist es dabei nicht, Entscheidungen zu ersetzen, sondern Orientierung in der funktionalen Tiefe der Plattform zu schaffen.
Ein wesentlicher Unterschied zu allgemeinen KI-Anwendungen liegt in der Datenbasis. Eplan setzt auf strukturiertes, geprüftes und für industrielle Anwendungen aufbereitetes Wissen. Dadurch soll der Copilot belastbare Informationen liefern und Engineering-Prozesse nachvollziehbar unterstützen. Perspektivisch soll er wiederkehrende Aufgaben übernehmen können wie Prüfläufe, Stücklisten, Verbindungslisten oder Verdrahtungslisten erstellen.
KI-Assistent für Plattformwissen und Projektdaten
Die KI durchsucht in der Cloud Projekte und gibt auf Eingabe der Artikelnummer direkte Links zu den Projektseiten aus.
Der Eplan Copilot verbindet Wissensmanagement, Plattformfunktionen und konkrete Engineering-Aufgaben. Er kann Anwender durch Funktionen führen oder Informationen aus der Eplan Umgebung zugänglich machen. Zudem kann der KI Assistent Zusammenhänge zwischen Projekten, Artikeln und Anwendungen herstellen.
Ein Beispiel ist der Artikelverwendungs-Nachweis. Gibt ein Konstrukteur eine Artikelnummer ein, durchsucht der Copilot Cloud-Projekte und liefert direkte Links zu den Projektseiten, auf denen die Komponente verwendet wird. Damit wird Engineering-Wissen nicht nur gespeichert, sondern im Arbeitsprozess schneller nutzbar.
Cloud-Service mit Sicherheitsarchitektur
„Wir haben bewusst an einem starken und vor allem sicheren Fundament für unseren Copilot gearbeitet. Denn während KI im Alltag häufig ohne die nötige Sorgfalt im Bereich der Datensicherheit genutzt wird, gelten im Engineering andere Maßstäbe. In der industriellen Anwendung sind zertifizierte, verlässliche Architekturen gefragt“.
– Sebastian Seitz, CEO Eplan
Technologisch ist der Copilot als skalierbarer Cloud-Service angelegt. Er soll schrittweise das Eplan Ökosystem einbinden, vom Data Portal über Cloud-Services bis hin zu projektbezogenen Anwendungen. Auch Partnerdaten sollen perspektivisch integriert werden. Das zeigte Eplan auf der Next26 am Beispiel von Rittal Kühlgeräten anschaulich.
Für den industriellen Einsatz hebt Eplan die Sicherheitsarchitektur hervor. Die Datenübertragung aus der lokalen Kundenumgebung zur KI erfolgt verschlüsselt. Die Cloud-Infrastruktur ist nach Angaben des Unternehmens u. a. durch Zertifizierungen wie ISO 27001, TISAX, SOC 2 und MLPS 2.0 abgesichert.
Mit dem Copilot erweitert Eplan seine Plattform um eine neue Bedien- und Wissensebene. Aus der KI-Assistenz soll langfristig ein stärker handlungsfähiges System entstehen, das Anwender nicht nur informiert, sondern Engineering-Aufgaben zunehmend automatisiert unterstützt.
Software für Elektroplanung halbiert Engineering-Zeit
Siemens präsentiert mit Electrical Designer neue Software für Elektroplanung.
03.11.2025 | Mit dem Electrical Designer erweitert Siemens seine TIA Selection Tool Cloud um eine intelligente Lösung für die normgerechte Auslegung elektrischer Ausrüstungen in Maschinen. Die Software automatisiert zentrale Arbeitsschritte von der Auswahl geeigneter Schaltgeräte über die Leitungsdimensionierung bis zur Dokumentation.
Damit wird der Planungsaufwand erheblich reduziert: Mit dem Electrical Designer in der TIA Selection Tool Cloud ist, was bisher Stunden gedauert hat, jetzt in weniger als der Hälfte der Zeit erledigt. Zudem werden Fehler vermieden und die Planungsqualität verbessert.
Normenkonform planen, schneller konstruieren
Siemens vereinfacht die Elektroplanung mit neuer Cloud-Software „Electrical Designer“.
Bei der Auslegung elektrischer Systeme nach IEC 60204-1 greifen Planer bislang häufig auf manuelle Berechnungen oder ältere Vorlagen zurück. Der Electrical Designer schließt diese Lücke: Er analysiert Lastdaten, wählt automatisch passende Komponenten aus, berechnet Kurzschlussströme und prüft die Kurzschlussfestigkeit nach IEC-Norm. Zudem erstellt er die vollständige Projektdokumentation – alles in einem einzigen durchgängigen Workflow.
Cloudbasiert, kollaborativ und immer aktuell
Als browserbasierte Anwendung arbeitet der Electrical Designer vollständig in der Cloud. Installationen oder Updates entfallen – Nutzer greifen jederzeit auf die aktuelle Softwareversion zu. Teams können ortsunabhängig und gleichzeitig an Projekten arbeiten, was die Zusammenarbeit und Datenkonsistenz deutlich verbessert.
Die Vorteile auf einen Blick:
Automatische Komponentenauswahl nach IEC-Normen
Durchgängige Kurzschlussnachweise vom Verbraucher bis zur Einspeisung
Leitungsdimensionierung und Dokumentation in einem Schritt
Flexible Simulation von Netz- und Lastszenarien
Cloud-Technologie für paralleles, geräteunabhängiges Arbeiten
Elektroplanung in weniger als der halben Zeit
„Der Siemens Electrical Designer ist ein Quantensprung in der Elektroplanung. Als weltweit erste browserbasierte Lösung vereint er Normenkonformität, Kurzschlussanalyse und automatische Dimensionierung. Er halbiert die Planungszeiten, eliminiert Fehler und bietet spezifisches Normenwissen. Für uns ist das die Zukunft des Engineerings“, sagte Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure.
Mit dieser Erweiterung stärkt Siemens seine Rolle als Technologieführer im digitalen Schaltschrankbau und bietet Anwendern ein praxisnahes Werkzeug, um Planungsprozesse zu beschleunigen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Dokumentationssicherheit zu erhöhen. Der Electrical Designer wird erstmals auf der SPS 2025 vorgestellt.
AI basierte Elektro-Planungssoftware, Hardware & Automation
Die neue Eplan Plattform 2026 verstärkt Fokus auf Kunden und ihre Anforderungen im jeweiligen Marktsegment.
02.11.2025 | Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems zeigen auf der SPS 2025, wie die Industrie die Chancen der AI nutzen und damit die Automatisierung auf eine nächste Stufe bringen kann: mit durchgängigen digitalisierten Prozessen und einem intelligenten Zusammenspiel von Software, Hardware und Automation.
AI-Use-Cases verdeutlichen das wie der Eplan Copilot und Automated 3D Design, neue Ansätze unter Nutzung der Asset Administration Shell beim Thema Product Change Notification (PCN) sowie Eplan Plattform 2026, das neue Release der Elektroplanungs-Software.
Komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung mit KI
„Die großen Chancen, die wir zukünftig durch AI sehen, sind Grund, dass Anlagenbauer bei der Digitalisierung jetzt richtig Tempo machen sollten. Nur wer richtig digitalisiert, kann zukünftig effizienter automatisieren und von den Vorteilen neuer Technologien wie KI profitieren“.
– Uwe Scharf, Rittal Geschäftsführer Vertrieb Deutschland
Haben Steuerungs– und Schaltanlagenbauer den Anspruch, zukunftsfähig zu bleiben, müssen sie sich permanent technologisch weiterentwickeln. Sie müssen komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung vereinfachen und beschleunigen und Prozessschritte AI-fähig machen.
Durchgängig digitale Workflows vom Engineering über die Fertigung bis zum Service seien bei vielen Unternehmen noch kein Standard. Wählt man sie richtig aus, würden selbst kleine Digitalisierungsschritte schon unmittelbar nützen.
AI-ready in Sachen Kundennutzen
„Wir wollen AI genau dort einsetzen, wo sie Konstrukteure unterstützt und sie im Engineering-Prozess effizienter macht. Unser Ziel sind maßgeschneiderte Lösungen, die die Prozesse beim Kunden auf eine nächste Stufe heben. Der maximale und nachhaltige Nutzen ist unser Ziel und genau deshalb fokussieren wir uns darauf, per AI einen echten Mehrwert für unsere Anwender zu generieren.“
– Sebastian Seitz, CEO Eplan
Eplan und Rittal zeigen konkret, was künftig im Anlagenbau mit Künstlicher Intelligenz möglich ist. Zu sehen sind Use-Cases im Elektrotechnik-Engineering – sei es der Eplan Copilot, Automated 3D Design, Agentenkonzepte und weitere.
AI-ready mit der richtigen Datenbasis
Erstklassige Daten sind die Basis für jede Automation bis hin zum Einsatz von AI. Neue Ansätze gibt es unter Nutzung der Asset Administration Shell (Verwaltungsschale) sowie des Eclass Standards, die auf der Automatisierungsmesse vorgestellt und diskutiert werden.
Neue Perspektiven im Änderungsmanagement von Produkten schafft Eplan mit Funktionen beim Product Change Notification (PCN – interessant für Anwender der Software und Bauteile-Hersteller. Wie eine Änderung einer Komponente seitens des Herstellers direkt in Eplan angezeigt wird, können Messebesucher live sehen.
Software-Suite für elektrotechnische Planung und Engineering
Eplan präsentiert die neue Plattform 2026, die noch mehr auf Kunden und ihre Anforderungen im jeweiligen Marktsegment fokussiert ist. Ein zentrales Anliegen der Entwicker war es, die Komplexität deutlich zu reduzieren. Mit dem neuen Elektroplanungssoftware wird die volle Leistungsstärke der Eplan Plattform transparenter.
Zahlreiche Erweiterungen machen sie zur umfassenden Komplettlösung in der jeweiligen Applikation. Verschiedene Engineering-Disziplinen lassen sich jetzt noch tiefer integrieren zum Aufbau eines Digitalen Zwillings für Automatisierungssysteme von Maschinen oder Anlagen.
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Eplan, Rittal, Siemens.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Elektroplan?
Ein Elektroplan ist die technische Grundlage jeder Elektroinstallation – egal ob im Maschinenbau, in der Gebäudetechnik oder im industriellen Schaltschrankbau. Er zeigt die Position, den Verlauf und die Anschlüsse aller elektrischen Komponenten wie Kabel, Steckdosen, Schalter, Leuchten oder Verteilungen. Der Plan enthält Symbole nach DIN-Normen, Schaltpläne, Verteilerpläne und oft auch einen Grundrissplan, in dem die Installationen eingezeichnet sind. Ziel ist es, dem Elektriker oder Planer eine klare, normgerechte Vorlage für die Ausführung, Prüfung und Wartung zu geben.
Was gehört alles zur Elektroplanung?
Zur Elektroplanung gehört die vollständige Erstellung und Dokumentation einer elektrischen Anlage – von der Idee bis zum fertigen Elektroinstallationsplan. Dazu zählen: – Konzeptphase: Bedarfsermittlung, Lastberechnung, Auswahl der Komponenten – Planung: Einfügen von Symbolen, Leitungsführung, Absicherung, Netz- und Verteilerpläne – Normprüfung: Kontrolle nach relevanten DIN-Normen und VDE-Vorgaben – Dokumentation: Erstellung von Schaltplänen, Stücklisten, Beschriftungen und Texten für die Montage Moderne Tools unterstützen das Entwerfen per Drag & Drop, prüfen automatisch auf Normkonformität und bieten Schnittstellen zu CAD- oder ERP-Systemen.
Welche kostenlose Software für Elektroplanung gibt es?
Für einfache Elektroinstallationspläne oder private Projekte stehen mehrere kostenlose Programme zur Verfügung – meist ohne tiefe CAD-Kenntnisse nutzbar: – RCEditor (browserbasiert): Ideal für den schnellen Einstieg; einfache Bedienung per Klick im Browser. – Jetplan: Kostenfreie Lösung von Hager für Verteilerpläne und Installationsprojekte im Wohnbau. – Hagercad Free: Einstieg in professionelle Elektroplanung mit automatischer Symbolplatzierung. – TinyCAD oder QElectroTech: Open-Source-Alternativen zur Erstellung von Schaltplänen – mit anpassbaren Symbolbibliotheken. Viele dieser Tools lassen sich auch am Tablet verwenden und sind für den schnellen Vergleich oder kleine Anpassungen unterwegs geeignet.
Welche Anbieter für Elektroplanungs-Software gibt es?
Für professionelle Anwendungen – insbesondere im industriellen oder gewerblichen Bereich – haben sich verschiedene Anbieter etabliert: – WSCAD Electrix – CAD-basierte Lösung mit umfangreichen Funktionen für Gebäudetechnik, Maschinen- und Anlagenbau. – Hager Cad – Speziell für Installations- und Verteilerplanung im Gebäudebereich. – Eplan – Industriestandard für komplexe Schaltpläne und Automatisierungsprojekte. – Siemens Electrical Designer (TIA) – browserbasierte Lösung für die normenkonforme Planung nach DIN-Normen. – Zuken – Leistungsstark in der Serienfertigung und bei umfangreichen Projekten mit vielen Schnittstellen.
Welche Rolle spielt CAD-Software in der Elektroplanung?
Moderne CAD-Software ist heute das Herzstück der professionellen Elektroplanung. Sie ermöglicht es, Elektroinstallationspläne, Schaltpläne und Verteilerpläne präzise zu entwerfen, zu prüfen und zu dokumentieren – oft per Drag & Drop und mit integrierten Symbolbibliotheken nach DIN-Normen.
Autor
Angela Struck
Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.