GigE Vision | Kamera-Daten schnell in Echtzeit übertragen

GigE Vision Kamera von The image Source
Visus IP67-Serie von The Imaging Source zu den GigE Vision Kamera von The image Source

Eine Industriekamera mit GigE Vision Technologie bieten schnelle Datenübertragung über Ethernet und ermöglichen die nahtlose Integration in bestehende Netzwerke. Sie sind ideal für anspruchsvolle Anwendungen in der industriellen Automatisierung und Qualitätsprüfung. Lesen Sie, wie die fortschrittliche Kameratechnologie eingesetzt werden kann und informieren Sie sich über Neuheiten diverser Hersteller.

GigE Vision Kamera 2026 – Das Wichtigste in Kürze

GigE Vision gehört zu den etablierten Schnittstellen der industriellen Bildverarbeitung. Der Standard überträgt Bild- und Steuerungsdaten über Ethernet und unterstützt lange Leitungswege, Mehrkamerasysteme sowie die herstellerübergreifende Einbindung von Industriekameras und Software. GenICam vereinheitlicht die Parametrierung und den Zugriff auf Kamerafunktionen. In vielen Anwendungen reicht 1 GigE weiterhin aus. Für hochauflösende Sensoren, hohe Bildraten und 3D-Systeme kommen aber zunehmend 2,5 GigE, 5 GigE und 10 GigE zum Einsatz.

Höhere Datenraten allein reichen nicht aus

Mit steigender Auflösung wächst die Belastung des gesamten Bildverarbeitungssystems. Netzwerkschnittstelle, Switch, Arbeitsspeicher, Prozessor und Software müssen die Daten kontinuierlich und ohne Paketverluste verarbeiten. Deshalb gewinnen optimierte Treiber, direkte Speicherzugriffe und eine anwendungsgerechte Bandbreitenplanung an Bedeutung. Für zeitlich abgestimmte Mehrkamerasysteme unterstützt GigE Vision zudem die Synchronisation über IEEE 1588 PTP.

GigE Vision 3.0 markiert den nächsten Entwicklungsschritt. Die im Mai 2026 veröffentlichte Version ergänzt RoCEv2 und das GigE Vision RDMA Streaming Protocol. Bilddaten lassen sich damit weitgehend ohne zusätzliche Kopiervorgänge direkt in den Anwendungsspeicher übertragen. Das senkt CPU-Last und Latenz und schafft die Grundlage für 25 GigE und höhere Geschwindigkeiten. Besonders relevant ist dies für datenintensive Prüfaufgaben, 3D-Bildverarbeitung und große Kameraverbünde.

Von der Schnittstelle zu einer skalierbaren Infrastruktur

GigE Vision entwickelt sich von der klassischen Kameraschnittstelle zu einer skalierbaren Infrastruktur für vernetzte Bildverarbeitung. Höhere Bandbreiten treffen auf Edge Computing, KI-Auswertung und intelligentere Kameras, die Teile der Vorverarbeitung bereits im Gerät übernehmen. Künftig entscheidet daher nicht allein die maximale Datenrate, sondern das abgestimmte Zusammenspiel aus Kamera, Netzwerk, Rechenplattform und Software. Bestehende 1 GigE- bis 10 GigE-Systeme bleiben relevant, während GigE Vision 3.0 neue Leistungsklassen für besonders datenintensive Anwendungen erschließt.

Neuheiten und Innovationen

Welche innovativen GigE Vision Kameralösungen es für den Industriebedarf gibt, erfahren Sie nachfolgend:

GigE-Kamera für raue Industrieumgebungen

Visus IP67 GigE Vision
Eine der kompaktesten GigE-IP67-Kameraplattformen auf dem Markt: die Visus IP67-Serie von The Imaging Source

02.07.2026 | The Imaging Source erweitert sein Machine-Vision-Programm um die Kameraserie Visus IP67. Die kompakten GigE-Modelle sind gegen Staub und Wasser geschützt und lassen sich auch bei begrenztem Bauraum in Maschinen, Robotersysteme und automatisierte Prüfanlagen integrieren.

Die Visus IP67 wurde für die industrielle Bildverarbeitung entwickelt, bei denen robuste Anschlusstechnik, kompakte Abmessungen und ein möglichst geringer Integrationsaufwand gefragt sind. Das Gehäuse misst 43 × 43 × 34,5 mm und erfüllt nach Herstellerangaben die Schutzarten IP6K6 und IP6K7. Damit eignet sich die Kamera auch für Anwendungen, in denen Staub, Feuchtigkeit oder Reinigungsprozesse berücksichtigt werden müssen.

Je nach Ausführung arbeitet die Serie mit Bildsensoren von Sony oder Onsemi. Verfügbar sind Global-Shutter- und Rolling-Shutter-Varianten mit Auflösungen zwischen 3,1 und 20 Megapixeln. Das ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Detailerkennung, Bewegungsaufnahme und Bildfeld.

Industrielle Anschlüsse für Daten und Signale

Die Bildübertragung erfolgt über Gigabit Ethernet und einen X-kodierten M12-Anschluss. Power over Ethernet versorgt die Kamera gleichzeitig über das Datenkabel mit Energie und kann dadurch die Verkabelung innerhalb der Maschine vereinfachen.

Für digitale Signale und eine zusätzliche Stromversorgung steht ein A-kodierter M8-Anschluss zur Verfügung. Ein Triggereingang ermöglicht die ereignisgesteuerte Bildaufnahme, während zwei digitale Ausgänge beispielsweise Beleuchtung, Steuerung oder weitere Komponenten des Prüfsystems ansprechen können.

Typische Anwendungen finden sich in Robotik, Fabrikautomation, Intralogistik, Lebensmittelverarbeitung, Landwirtschaft und Automobilproduktion. Dort übernimmt die Kamera u. a. das Lesen von Barcodes und QR-Codes, die Roboterführung, die Kontrolle von Montageprozessen sowie die Inspektion von Produkten, Verpackungen und Bauteilen.

Zur Serie bietet The Imaging Source IP67-geschützte Daten- und I/O-Kabel, Objektivtuben sowie S-Mount-Objektive mit M12-Gewinde an.

Robuste hochauflösende GigE Kamera erkennt feinste Details

Baumer GigE Kamera
Die neuen 10 GigE Kamera Modelle von Baumer bieten Detailgenauigkeit und Durchsatz.

19.10.2020 | Baumer erweitert seine 10 GigE Kamera LX-Serie um vier neue Modelle für die industrielle Bildverarbeitung. Diese unterstützen Applikationen mit sehr hohen Anforderungen an Auflösung und Bildqualität. So lassen sich kleinste Details und Abweichungen sicher erkennen. Zudem bieten sie für die Durchsatz Steigerung über eine sehr hohe Bildrate.

Die Kameras mit Sony Pregius S Sensoren liefern 50 Bilder pro Sekunde bei 24 Megapixel. Eine noch höhere Auflösung bieten die 65 Megapixel Gpixel Modelle mit 18 Bildern pro Sekunde. Die neuen Modelle eignen sich besonders für Anwendungen wie die Inspektion von Leiterplatten, Displays, Halbleitern sowie 3D-Messtechnik und Track & Trace.

Applikationen mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wie im Sport oder Schienenverkehr, kurz Outdoor-Bereich, werden mit den robusten GigE ebenfalls unterstützt, die zudem einen großen Funktionsumfang bieten. Die Serienproduktion der neuen Modelle startet noch in 2020.

GigE mit einen Sony Pregius S IMX530 Sensor

Die Modelle mit Sony Pregius S IMX530 Sensor basieren auf einer Backside-Illumination-Pixel-Architektur. Diese ermöglicht reduzierte Shading-Effekte und eine exzellente Bildqualität für stabile Auswertungen. Das sehr kompakte optische Format von 4/3’’ ermöglicht die kleine Pixelgröße von nur 2,74 µm.

Bestehende Anlagen können mit einer wesentlich höheren Auflösung ausgestattet werden, ohne das optische Setup zu ändern. Mit C-Mount steht für jede Anwendung eine Vielfalt preiswerter Standard-Objektive bereit. Für eine noch bessere Bildqualität ist auch die Nutzung von TFL-Mount Objektiven flexibel möglich.

GigE mit Gpixel GMAX3265 Sensor

Der bei den 65 Megapixel Modellen eingesetzte GMAX3265 Sensor von Gpixel bietet eine hervorragende Bildqualität und hohe Dynamik von 66 dB. Die kleine Pixelgrösse von 3,2 µm führt zu einem kompakten optischen Format mit einer Diagonale von 37 mm. Dies reduziert Randabschattungen und vereinfacht die Objektivauswahl auf Basis des M58-Mounts.

Durch die kleine Belichtungszeit von 19 µs werden Bewegungsartefakte auch bei hohen Objektgeschwindigkeiten minimiert. Dank der hohen Auflösung kann die Anzahl der erforderlichen Kameras je Anwendung oft halbiert werden. Das erhöht die Ausfallsicherheit und reduziert Systemkosten sowie Integrationsaufwand.

Die neuen LX-Modelle bieten einen sehr hohen Funktionsumfang zur Lösung anspruchsvoller Anwendungen. Dazu zählen HDR, Multi ROI, Shading Correction, präzise Zeitsynchronisation nach IEEE 1588 oder die direkte Ansteuerung von Beleuchtungen. Auf Basis robuster M12-Steckverbinder in Schutzart IP 65 und IP 67 und des Temperaturbereiches von -30° bis 60 °C halten die Kameras auch schwierigen Umgebungsbedingungen stand. Durch die 10 GigE Schnittstelle lassen sich die Kameras einfach integrieren, während die Bilder mit hoher Bandbreite von 1,1 GB/s effizient übertragen werden. Das reduziert die Auswertezeit.

5 Gründe für die Baumer GigE Kameras

Das Video erklärt die fünf wichtigsten Gründe, warum eine Bildverarbeitungslösung von den vorgestellten GigE Kameras profitieren kann.

Chronologie & Archiv

Die nachfolgenden Berichte dokumentieren den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2015).

Drei GigE Vision Kameras von SVS-Vistek (v. l.) SHR Serie, HR Serie, FXO Serie

25.03.2020 | Machine Vision bzw. die Lösungen der industriellen Bildverarbeitung dringen immer weiter in Industriegebiete vor, bei denen beste Bildqualität, höchste Auflösung und hohe Geschwindigkeiten gefordert sind. SVS-Vistek stellt hierfür die neue GigE Vision Industriekamera SHR461CX aus der höchstauflösenden SHR Serie vor. 

Mit über 100 Megapixel bietet die GigE Kamera eine enorme Dynamik von 82 dB. Der neue Rolling Shutter Sensor IMX461 von Sony hat zudem eine Auflösung von 14.192 x 10.640 Pixel und damit eine überragende Bildqualität.

Die hohe Dynamik der GigE Kameras ermöglicht neben dem hervorragenden Bildsensor eine aufwendige thermische Konstruktion der GigE Kamera. Nur durch diese kann der Sensor mit diesem geringen Rauschen betrieben werden. Diese hervorragende thermische Anbindung ermöglicht auch die max. Betriebstemperatur von 70°C.

GigE Kamera für viele Objektive

Der 4:3 Halbformat Sensor mit einem 3.76 µm Pixel Pitch eignet sich mit einem M72 Mount für eine große Vielfalt an Objektiven. Die GigE Kamera ist mit Funktionen ausgestattet, mit denen sie sich schnell in eine Anwendung integrieren lässt. Das wären Lookup-Tables, ROI, eine Defect Pixel Correction  und eine Shading Correction. Der Einbau eines Sequencers und 4-Kanal Blitzcontroller sind selbstverständlich und über ein einziges GenICam Interface bedienbar.

Vier Coaxpress-6 Leitungen sorgen für eine schnelle Datenanbindung an den Host PC. Mit der Bildrate von 6.1 Bilder/s kommen so beinahe 630 MB/s zusammen. Die Coaxpress Schnittstelle garantiert dazu niedrige Latenzzeiten. Es ist auch mit Power over Coaxpress zur Versorgung der Kamera nutzbar.

Die Super High Resolution Gigabit Ethernet Kameras eignen sich für Märkte wie Display Inspection (FPN) und Oberflächeninspektion.

GigE Vision Industriekamera der LX-Serie von Baumer

02.05.2019 | Fünf neue Modelle mit 10 GigE Vision konformer Schnittstelle zur Nutzung optischer Kabel erweitern die Industriekameras der LX-Serie von Baumer. Die Kameras eignen sich für Applikationen, die eine hohe Bandbreite von 1,1 GB/s über große Distanzen benötigen. Entsprechend dem eingesetzten SFP+ Modul lassen sich Langstreckenlösungen bis 10 km realisieren – komplett ohne Medienkonverter.

Das spart in Kombination mit den preiswerten Kabeln Systemkosten. Gleichzeitig wird der Systemaufbau vereinfacht und sehr flexibel. Die Serienproduktion der neuen Modelle mit 3, 5, 9 und 12 Megapixel Auflösung startet im 3. Quartal.

Durch Verwendung der im IT- und Telekommunikationsbereich bewährten Glasfasertechnologie können Applikationen erschlossen werden, die aufgrund der Beschränkungen in der Kabellänge von beispielsweise 100 m bei Gigabit Ethernet bisher nur umständlich realisiert werden konnten, z. B. in großen Produktionsanlagen, im Transportwesen oder bei der Bewegungsanalyse im Sport.

Ein weiterer Vorteil für die industrielle Bildverarbeitung ist die Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Interferenzen wie beim Einsatz direkt neben Motoren oder anderen Industriegeräten. So kann die Störempfindlichkeit der gesamten Applikation reduziert werden.

Die Kabel sind sehr robust, flexibel in der Verlegung und können stark gebogen werden, was die Integration vor allem über große Strecken vereinfacht. Gegenüber der 10GBase-T Übertragung mittels Kupferkabel weisen sie eine geringere Verlustleistung aus, so dass weniger Abwärme entsteht und Kühlmaßnahmen reduziert werden können. Durch die Unterstützung von IEEE 1588 arbeiten die LX-Kameras in Multi-Kamera-Systemen absolut zeitsynchron.

Die 10 GigE Modelle der LX-Serie eignen für anspruchsvolle Inspektionsaufgaben, die gleichzeitig hohe Anforderungen an die Detailgenauigkeit der Bilderfassung und den Durchsatz stellen. Ihr robustes industrielles Design widersteht mechanischen Belastungen und stellt eine zuverlässige, langzeitstabile Bildverarbeitung sicher. Dank Liquid Lens Unterstützung über RS232 eignen sie sich auch für Applikationen mit variierendem Arbeitsabstand, beispielsweise bei der Kontrolle von 2D-Codes auf unterschiedlich hohen Paketen.

Die Kameras verfügen über vier optoentkoppelte Power-Ausgänge mit Pulsbreitenmodulation und einer Ausgangsleistung von bis zu 120 W (max. 48 V / 2,5 A) zur direkten Ansteuerung von Beleuchtungen ohne externen Controller. Dank optionalem patentierten Tube-System bieten die Kameras Schutzart IP 65 und IP 67 ganz ohne externe Gehäuse.

Rauscher GigE NBASE T

22.08.2016 | Pleora Technologies präsentiert die erste Plattform aus Nbase-T-Produkten, die unkomprimierte GigE Vision-kompatible Bilder mit hoher Bandbreite bei Geschwindigkeiten von bis zu 5 Gb/s über kostengünstige Cat 5e-Kabel übertragen. Mit dieser Vision (Vertrieb Rauscher) können Hersteller von Kameras und Bildgebungsgeräten nun den steigenden Bandbreitenbedarf von Anwendungen in Fertigung, Medizin, Rüstung und Fahrzeugbau unterstützen.

Nbase-T ist eine Erweiterung des IEEE 802.3-Ethernet-Standards und war ursprünglich entwickelt worden, um höhere Übertragungsbandbreiten für doppeladrige Cat 5e-Kupferkabel zu ermöglichen. Die weltweit größten Technologieunternehmen – Cisco, Intel, Xilinx, Altera und viele andere – tragen zu den Standardisierungsbemühungen bei, indem sie Interoperabilität nachweisen und Produkte auf den Markt bringen. Die NBASE-T-Plattform von Pleora unterstützt Durchsätze von 1 Gb/s, 2,5 Gb/s und 5 Gb/s über weit verbreitete Cat 5e-Kupferkabel. Die Plattform eignet sich auch für Durchsätze von 10 Gb/s über Cat 6A-Kupferkabel.

Der Hersteller hat ausgewählten Herstellern und Endanwendern eine exklusive Vorschau auf seine neue Plattform gewährt. Diese sehen für die Technologie ganz klare Möglichkeiten, da der Bandbreitenbedarf wächst und die speziellen Verkabelungsanforderungen sowie die begrenzte Netzwerkfähigkeit bestehender Framegrabber Probleme in Bezug auf Kosten, Design und Leistung bedingen. Mit der Nbase-T-Plattform können die Hersteller die wachsenden Geschwindigkeitsanforderungen erfüllen und dafür die auf lange Distanzen ausgelegten, preiswerteren und feldkonfektionierbaren Kabel, das Multicasting von einem Punkt zu einer Gruppe sowie die kostengünstigeren Netzwerkkomponenten des Ethernets nutzen.

Das GigE Vision over Nbase-T Development Kit bietet Herstellern einen einfachen Ansatz für die Entwicklung von Nbase-T-Bildgebungsprodukten wie Kameras, Scannern sowie Röntgenflachdetektoren. Mit dem Entwicklungskit konzipierte Bildgebungsprodukte arbeiten nahtlos mit GigE Vision-kompatibler Hardware und Software zusammen.

Stemmer Gige Visionkamera
GigE Vision-Kamera mit CMOS Sensor von Stemmer

03.11.2015 | Die GigE Vision-Kamera für die industrielle Bildverarbeitung „Genie Nano“ von Teledyne Dalsa (Vertrieb: Stemmer Imaging) bietet ein Spektrum an Funktionen, die die Leistung steigern, während sie Komplexität und Kosten senken. Das Set an Kamera-Modi kombiniert beispiellose Bildverarbeitung mit Datentransferraten jenseits des GigE-Limits. Dem Anwender steht ein erweiterter Betriebstemperaturbereich in einem kleinen und leichtgewichtigen Gehäuse zur Verfügung.

Die beliebten Farb- und Monochrom-CMOS-Sensoren Pregius IMX174 und IMX249 von Sony bieten eine hohe Bildqualität mit außergewöhnlichen Möglichkeiten bezüglich der Datenerfassung und der Transferraten. Dank des Burst- und Cycling-Modus und Multi-ROIs lassen sich Bilddaten schneller erfassen.

Die Turbodrive-Technologie erlaubt Transferraten, die weit über die mit GigE Vision möglichen Übertragungsraten hinausgehen. Alle üblichen Vorteile der Gigabit-Ethernet-Technologie stehen weiterhin zur Verfügung wie der Datentransfer über Standard-CAT-5e- und CAT-6-Kabel über Strecken von bis zu 100 m. Durch diese leistungsstarke Kombination können Inspektionsaufgaben wesentlich schneller ausgeführt werden.

Die Pixelanalyse und Datenverarbeitungsmethode zur Bildkodierung von Turbodrive ermöglicht Datenübertragungsraten, die je nach Bild um den Faktor 2 über den Transferraten von Standard-GigE-Vision-Lösungen liegen. Die praxiserprobte Trigger to Image Reliability garantiert eine zuverlässige Aufnahmesteuerung während des gesamten Bilderfassungsprozesses und Bildverarbeitung ohne Datenverlust.

Multi-ROI und Cycling-Modus

Dank Multi-ROI lassen sich bis zu 16 ROIs definieren und das Auslesen von Bilddaten auf die wichtigen Objektbereiche eingrenzen. Dies reduziert die Verarbeitungszeit und setzt Rechenkapazität frei. Im Burst-Modus können Bilddaten jenseits der GigE-Bandbreitenbeschränkung mit der maximalen Bildfrequenz des Sensors erfasst und im Hauptspeicher der Kamera zwischengespeichert werden. Die gespeicherten Daten werden nur während der Leerlaufzeiten übertragen, beispielsweise wenn sich das Förderband mit den zu prüfenden Objekten vorwärtsbewegt und dabei keine Bilder aufgenommen werden.

Der Cycling-Modus bietet enorme Flexibilität bei der Datenverarbeitung. Mit ihm lassen sich für jedes Bild einer Sequenz die Einstellungen für verschiedene Lichtquellen, Beleuchtungswinkel, Belichtungszeiten, Gain und vieles mehr festlegen, so dass man mehr Informationen in einem einzigen Durchgang mit einer einzigen Kamera erhält. Beispielsweise lassen sich mit verschiedenen Beleuchtungseinstellungen zur Inspektion desselben Objektes die Fehlererkennung und damit die Produktionssicherheit deutlich verbessern, ohne dafür komplexe externe Komponenten einsetzen zu müssen.

Der Cycling-Modus erlaubt also einer einzigen Genie Nano die Übertragung einer großen Menge an Bildinformationen in einem einzigen Durchgang, was sonst nur mit größerem Aufwand durch den Einsatz von Multikamerasystemen oder mit Kombinationen aus Kamera und Frame Grabber möglich ist. Mit ihrem erweiterten Temperaturbereich von -20˚ bis +60 ˚C kann die Kamera in extrem rauen Umgebungen eingesetzt werden.

Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Basler, Baumer, Framos, Pleora Technologies, Rauscher, SVS Vistec, Teledyne Dalsa.

Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Baumer, Pleora Technologies, SVS-Vistec, Teledyne Dalsa, The Image Source.

Häufig gestellte Fragen

Autor
Angela Struck

Angela Struck

Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.

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