Rittal | Die Schaltschrank-Systementwickler

Rittal News
Rittal feiert in 2021 sein 60-jähriges Firmenjubiläum.

Rittal zählt als Mitglied der Fiedhelm Loh Gruppe zu den prägenden Anbietern für Schaltschrank– und Gehäusetechnik sowie für Lösungen rund um Industrialisierung, Digitalisierung und Automatisierung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau. In diesem News-Ticker bündeln wir aktuelle Unternehmensmeldungen, Partnerschaften, Investitionen und strategische Entwicklungen – kompakt eingeordnet und mit Fokus auf Relevanz für Konstruktion, Fertigung und Betrieb.

Wer ist Rittal?

Rittal ist das größte Unternehmen innerhalb der Friedhelm Loh Gruppe. Das im Jahr 1961 gegründete Familienunternehmen hat seinen Sitz auf dem Stützelberg, 35745 Herborn. Die Schaltschrank-Komponenten und Systemlösungen werden in über 90 % aller Branchen weltweit eingesetzt. Das Produktprogramm vom Top Arbeitgeber umfasst Engineering Lösungen für Industrie- und IT-Schranksysteme, Stromverteilung, Klimatisierung und Zubehör sowie IT-Infrastrukturen sowie Software und Service der Rittal Software Systems. Weltweit arbeiten 12.600 Mitarbeitende in 13 Produktionsstätten und 95 Tochtergesellschaften. In 2024 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 3,1 Mrd. EUR.

Rittal Unternehmensmeldungen

Lesen Sie, was es Neues aus dem Hause Rittal gibt: von personeller Meldung bis Investitionen:

Rittal und Siemens schließen Partnerschaft für KI-Rechenzentren

Rittal Siemens Kooperation

19.03.2026 | Siemens und Rittal haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um die Stromverteilung in Rechenzentren im IEC-Markt weiterzuentwickeln. Im Fokus steht eine skalierbare Infrastruktur zum Ausbau von Hochleistungs-Rechenzentren für die Leistungsdichten der KI-Workloads.

Rittal zum 5. Mal TOP 100 Innovator

Rittal TOP 100 2026
Die Geschäftsführer Mario De Marco (l.) und Uwe Scharf mit der Auszeichnung „Top 100“

17.02.2026 | Rittal ist auch 2026 erneut als Top-100-Innovator ausgezeichnet worden und trägt das Siegel damit zum fünften Mal in Folge. Der Wettbewerb bewertet die Innovationsleistung mittelständischer Unternehmen anhand eines wissenschaftlichen Auswahlverfahrens und ordnet Rittal in der größten Größenklasse ein. Besonders hervorgehoben wurde die Leistung des Unternehmens in der Kategorie „Innovationsprozesse und Organisation“.

Der TOP-100-Wettbewerb (2026 zum 33. Mal) untersucht Innovationsarbeit in fünf Bereichen: innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, Innovationsprozesse und Organisation, Außenorientierung / Open Innovation sowie Innovationserfolg. Basis ist ein Kriterienkatalog mit über 100 Prüfpunkten, der über einen Fragebogen erhoben und wissenschaftlich ausgewertet wird.

Rittal positioniert die Auszeichnung als Bestätigung für die eigene Rolle als Innovationstreiber in Richtung Digitalisierung und Automatisierung – insbesondere im Zusammenspiel mit den Schwesterunternehmen Eplan und Rittal Automation Systems (RAS), etwa für durchgängige, datenbasierte Prozessketten im Steuerungs- und Schaltanlagenbau.

Rittal erhält Ecovadis-Gold für Nachhaltigkeit

Philipp Guth, CTO Rittal
Philipp Guth, Chief Technology Officer (CTO) bei Rittal

11.11.2025 | Rittal wurde von Ecovadis mit der Goldmedaille ausgezeichnet und zählt damit weltweit zu den besten 5 % aller bewerteten Unternehmen. Nach der jüngsten Auszeichnung als Fabrik des Jahres 2025 bestätigt das Ergebnis erneut die führende Rolle des Unternehmens in Sachen Effizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist bei Rittal fest in der Unternehmensstrategie verankert – vom Umwelt- und Klimaschutz über faire Lieferketten bis hin zu sozialer Verantwortung. Die Bewertung von Ecovadis basiert auf international anerkannten Standards wie dem UN Global Compact, der Global Reporting Initiative (GRI), der ISO 26000 und den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO). Bewertet werden die vier zentralen Themenfelder Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. In allen Bereichen konnte Rittal deutlich zulegen und die Gesamtbewertung um 18 Prozentpunkte verbessern.

Nachhaltigkeit messbar gemacht

Ecovadis Siegel
Ecovadis Siegel

Zu den wichtigsten Fortschritten zählen die Optimierung des internationalen Emissionsmanagements und die konsequente Reduktion des Energieverbrauchs in der Produktion. Allein durch die Temperaturabsenkung in der Lackieranlage konnten 2024 mehrere Mio kWh eingespart werden. Darüber hinaus bietet Rittal für zahlreiche Produkte einen Product Carbon Footprint (PCF) an – Kunden können die CO₂-Werte transparent online einsehen. Auch die Produkte selbst tragen zur Energieeffizienz bei: Die Blue e+ Kühlgeräte reduzieren den Energieverbrauch um bis zu 75 % und sparen pro Gerät jährlich rund 1 t CO₂.

Rittal legt großen Wert auf kontinuierliche Audits innerhalb der Unternehmensgruppe sowie bei seinen Lieferanten. Die Zertifizierung nach ISO 27001 dokumentiert zusätzlich den hohen Anspruch an Informations- und Datensicherheit. Damit unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der gesamten Wertschöpfungskette zu verstehen.

„Als Familienunternehmen und Global Player ist es unser Anspruch, verantwortungsvoll im Sinne der Menschen zu handeln und unsere Lebengrundlage auch für zukünftige Generationen zu erhalten“, unterstreicht Philipp Guth, CTO von Rittal: „Mit dieser Haltung agieren wir in den globalen Märkten und Lieferketten und stellen sicher, für unsere Kunden ein hundertprozentig verlässlicher Lieferant zu sein.“

Innovationskraft bestätigt – Viertes Top 100-Siegel in Folge

Rittal Top100 2025
Preisverleihung: Ulrich Engenhardt, Chief Business Units Officer bei Rittal (l.) und Laudator Ranga Yogeshwar

02.07.2025 | Die Rittal GmbH & Co. KG zählt auch 2025 wieder zu den führenden Innovationsunternehmen im deutschen Mittelstand. Im Rahmen des Wettbewerbs Top 100 wurde der Spezialist für Schaltschrank- und Systemtechnik zum vierten Mal in Serie ausgezeichnet – ein deutlicher Beleg für die technologische Weitsicht und Entwicklungskraft innerhalb der Friedhelm Loh Group. Ein zentraler Treiber: der gezielte Einsatz künstlicher Intelligenz.

„Innovation heißt Agieren anstatt Reagieren. Es bedeutet, die Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt zu hoffen, dass sich nichts ändert“, erklärt Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke. Die Bewertung basiert auf über 100 Kriterien in fünf Kategorien. Besonders überzeugte Rittal in der Disziplin „Innovative Prozesse & Organisation“, was auf eine strukturell verankerte Innovationskultur hinweist.

KI-gestützte Digitalisierung als Wachstumsfaktor

Rittal zeigt seit Jahrzehnten, wie sich technische Innovation wirtschaftlich nutzen lässt. Gemeinsam mit Eplan und Rittal Automation Systems (RAS) beschleunigt das Unternehmen die industrielle Transformation. Der Fokus liegt auf durchgängigen Datenflüssen, automatisierter Fertigung und der intelligenten Nutzung von KI – etwa zur Optimierung von Engineering- und Produktionsprozessen.

Rittal, Eplan und RAS bieten eine durchgängige Prozessintegration vom Engineering bis zum laufenden Betrieb. Die Kombination aus Branchenerfahrung, Automatisierungstechnik und digitalen Tools sorgt für messbare Effizienzgewinne bei Anwendern.

Beispiele aus dem Portfolio unterstreichen das Innovationsniveau:

  • Blue e+ Kühlsysteme reduzieren den Energieverbrauch um bis zu 75 %.
  • Rilinex Stromverteilung spart bis zu 75 % Montagezeit.
  • Neue Coolant Distribution Unit für Rechenzentren ermöglicht Flüssigkühlung bis 1 MW direkt auf Chipebene – ideal für Hochleistungsanwendungen und KI-Prozesse.

Allianz für zukunftsfähige Stromverteilung & smarte Antriebstechnik

Rittal Lenze

19.05.2025 | Lenze und Rittal schließen Technologiepartnerschaft, um die Stromverteilung und Antriebstechnik im Schaltschrank von Maschinen- und Anlagen effizienter und zukunftssicher zu gestalten.

Prof. Friedhelm Loh begeht 50. Dienstjubiläum

Friedhelm Loh 50 Jahre
v. l.: Ralph Lindackers, Vorstandsmitglied Friedhelm Loh Group, Prof. Friedhelm Loh, Markus Asch, CEO Rittal

25.01.2024 | Ein halbes Jahrhundert Unternehmer mit Verantwortung und Leidenschaft: Darauf blickt Prof. Friedhelm Loh dieser Tage. 

Was 1974 mit dem Einstieg in die Geschäftsführung von Rittal begann, führte der Unternehmer fünf Jahrzehnte lang erfolgreich fort. In dieser Zeit führte er die Friedhelm Loh Group auf der Basis starker Werte und mit Leidenschaft für Kunden sowie die Menschen in der Region zu einem Innovationsführer und erfolgreichen Global Player.

In einer besonderen Feierstunde haben die Geschäftsführung, das Top Management von Rittal und der Friedhelm Loh Group sowie langjährige Unterstützer den außergewöhnlichen Jubilar geehrt.

„Die Verantwortung für die vielen Menschen im Unternehmen und deren Familien zu tragen, liegt mir am Herzen, treibt mich an und erfüllt mich mit großer Demut. Ich tue dies mit der Hilfe Gottes in meinem Leben, auch dafür bin ich zutiefst dankbar“, ist die Botschaft von Prof. Loh nach einer Reihe von Würdigungen durch den Mitarbeiter der ersten Stunde Norbert Müller, Vorstandsmitglied Ralpf Lindackers und CEO Markus Asch.

Rittal Application Center in Gera eröffnet

Bei der Eröffnung des Rittal Application Centers in Gera teilten Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, seine Frau Debora Loh und die Rittal Geschäftsführung gemeinsam das rote Band.

25.09.2023 | Am 21. September hat Rittal das neue Application Center in Gera für Kunden geöffnet. Seit April betreibt der Schaltschrank Hersteller hier bereits ein Vormontagezentrum und unterstützt damit die Anwender mit vormontierten VX25 Ri4Power Stromverteilungssystemen und konfektionierten Kupferschienen beim schnellen Aufbau ihrer Anlagen.

„Das neue Rittal Application Center ist ein Kompetenzcenter für ganzheitliche Lösungen. Kunden können dort nicht nur konfektionierte Kupferschienen als Arbeitsergebnisse der Maschinen bestellen, sondern sich bei einem Besuch auch mit dem Herstellungsprozess und den Möglichkeiten auf ihrem eigenen Shopfloor befassen“, sagt Uwe Scharf, Geschäftsführer Rittal Vertrieb Deutschland. Rittal Automation Systems und Kupfer-Spezialist Ehrt aus der Unternehmensgruppe bieten die Maschinen in Verbindung mit Eplan auch als Automatisierungslösungen für den Shopfloor der Schaltanlagenbauer an.

In Gera ermitteln die Besucher mit den Fachleuten von Rittal, Eplan und Ehrt, welche Automatisierungsschritte in ihrer eigenen Fertigung beim Aufbau von Schaltanlagen den besten Effekt erzielen. An den live arbeitenden Maschinen können sie es direkt mit eigenen Projekten testen.

Wertschöpfung live erleben

Die Rittal Application Center gehen derzeit weltweit als „Fitness-Camps“ für Steuerungs- und Schaltanlagenbauer unter dem Motto Join. Apply. Grow. an den Start. Anwender können hier gemeinsam mit Experten von Rittal, Eplan und Rittal Automation Systems an ihren Projekten arbeiten. Sie lernen neue Technologien kennen, die sie einfach an ihren eigenen Projekte ausprobieren können. In realen Werkstattumgebungen lassen sich neue Workflows auf Effizienz testen und Vorteile von Softwarelösungen und Automatisierungstechnik erleben.

Chronologie & Archiv

Die nachfolgenden Berichte dokumentieren die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2018).

Rittal Flutkatastrophe Spende
Rittal verzeichnet mit 930.000 EUR für die Flutopfer das größte Ergebnis einer Spendenaktion in der Unternehmensgeschichte.

03.09.2021 | Mitarbeitende und Inhaber der Friedhelm Loh Group spendeten binnen kurzer Zeit eine Summe von 930.000 Euro für Betroffene der Flut, die durch den Starkregen im Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst wurde. Die Spenden kommen pragmatisch und kurzfristig Hilfsprojekten in Kitas und Schulen, Jugendhilfe und Altenhilfe sowie über Spendenkonten Privatpersonen zugute.

Als Familienunternehmen steht für die Friedhelm Loh Group außer Frage, diejenigen zu unterstützen, die in Not geraten sind. Die enorme Spendenbereitschaft der Mitarbeitenden hat Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, noch einmal verdreifacht. Zusammen mit den Spenden der Unternehmerfamilie kam damit die höchste Spendensumme in der Geschichte des Unternehmens zusammen:

Solidarität der Mitarbeiter

„Sie haben Zeichen gesetzt: Zeichen der Anteilnahme und darüber hinaus ein bewegendes Zeichen der Bereitschaft zur Hilfe für Menschen in einer dramatischen Notlage“, bedankte sich Prof. Friedhelm Loh bei allen Mitarbeitern für ihre Solidarität. Viele von ihnen fuhren zudem in die Flutgebiete, um vor Ort zu helfen. Auch haben sie Hilfsaktionen für die betroffenen Menschen organisiert: „Ihr Vorbild ist beispielhaft“, so Prof. Friedhelm Loh.

Die Hilfsgelder werden über die Rittal Foundation, gemeinnützige Stiftung der Friedhelm Loh Gruppe, verteilt. Die Beiträge werden anteilig an Projekte und soziale Institutionen vor Ort gespendet. Dazu steht die Stiftung in engem Kontakt zu den Betroffenen, um sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden sowie den erforderlichen Hilfsmaßnahmen und Anschaffungen zu machen.

Rittal 60 Jahre
60 Jahre Rittal: Vom Blechbearbeiter zum globalen Digitalunternehmen

01.04.2021 | Am 1. April 1961 beginnt mit der Standardisierung von Schaltschränken die internationale Erfolgsgeschichte von Rittal in einer kleinen Weberei in Mittelhessen. Rudolf Loh gründet die Firma Rittal und verändert mit einer Idee die Industrie. Heute steckt der Standard Schaltschrank in Millionen von Systemlösungen in über 90 % aller Branchen weltweit. 

Der Innovations- und Weltmarktführer für Schaltschranktechnik und IT-Infrastruktur beschäftigt im 60. Jahr seines Bestehens 9100 Mitarbeitende weltweit. Aus einem kleinen blechverarbeitenden Betrieb ist ein globales Digitalunternehmen, ein Systemanbieter geworden. Es hat sich viel verändert in den 60 Jahren, aber eines ist immer gleichgeblieben bis heute: Rittal ist ein Familienunternehmen mit Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaftssinn und sozialem Engagement.

Was der Name Rittal bedeutet

Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group und Sohn des Firmengründers wurde am 16. August 2021 75 Jahre alt.

Die kleine hessische Gemeinde Rittershausen im Dietzhölztal ist der Namensgeber. Der Firmengründer Rudolf Loh kaufte hier eine alte Weberei und gründete Rittal. Seine  Idee war es, Standard Schaltschränke in Serie zu bauen, sie sofort ab Lager verfügbar zu machen – und zwar schneller und besser als die damals einzeln angefertigten Blechschränke für Steuerungskomponenten von Maschinen.

Lange Lieferzeiten und Qualitätsmängel gehörten damit der Vergangenheit an. Denn der Boom der Nachkriegsjahre hatte die industrielle Fertigung verändert. Maschinen wurden miteinander verkettet und produzierten im Zuge des wachsenden Konsums an Produkten in Großserien. Die Idee von Rudolf Loh kam also gerade richtig.

System Schaltschränke für Industrie 4.0

Im Zuge der Industrieautomatisierung entwickelte Rittal den Schaltschrank zu einem ganzen Schaltschrank System mit Lösungen für Klimatisierung und Stromverteilung. Parallel investierte der Systemanbieter Mitte der 80er in ein kleines Unternehmen mit zwei Mitarbeitern namens Eplan. Zu diesem Zeitpunkt dachte kaum jemand an Softwarelösungen für Schaltschranktechnik. Über die nächsten Jahre und Jahrzehnte entstand ein breites Spektrum an Software und Services rund um das Engineering. Heute ist das Schwesterunternehmen von Rittal weltweit einer der führenden Software Anbieter für Elektro Engineering. 

Den technologischen Wandel in der Industrie weltweit mitgestalten und Verantwortung für die Heimat in Mittelhessen übernehmen – das war das Ziel von Rittal bei der Investition in den Neubau des modernsten Kompakt-Gehäuse und Kleingehäuse-Fertigung der Welt nach Industrie 4.0 Standards in Haiger vor fünf Jahren. 2020 ging das Werk an den Start, welches durch die Vernetzung hochkomplexer Prozesse hervorsticht. Im Zuge dessen schuf Rittal mit ihrem Schwester-Startup German Edge Cloud intelligente Edge- und Cloud-Lösungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Industrie 4.0, untergebracht im eigenen Rechenzentrum, erprobt im eigenen Unternehmen. 

Markus Asch Rittal
Markus Asch, CEO Rittal International Stiftung & Co. KG, Herborn

12.02.2021 | Zum 1. Februar 2021 wurde Markus Asch (49) zum CEO der Rittal International Stiftung & Co. KG sowie zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Rittal GmbH & Co. KG berufen. Er trägt damit die Verantwortung für alle Geschäftsbereiche des weltweit führenden Systemanbieters für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur, Software und Service. 

Herr Asch übernimmt zudem die übergreifende Verantwortung für Rittal Software & Service (RSS) International mit den Einheiten Eplan und Cideon. Mit Software-Lösungen, Systemtechnik und Maschinen zur Automatisierung optimieren die drei Unternehmen der Friedhelm Loh Group die Prozesse ihrer Kunden im Steuerungs- und Schaltanlagenbau übergreifend und treiben zukünftige Geschäftsfelder voran.

In den letzten 25 Jahren war Markus Asch in verschiedenen Management Positionen bei Alfred Kärcher SE & Co. KG tätig, zuletzt als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CTO. Unter seiner Führung entwickelte sich Kärcher Professional im B2B-Bereich zum klaren Technologie- und Marktführer. 

Rittal Iotos
Rittal, German Edge Cloud, Iotos und Bosch Connected Industry bieten mit Oncite die erste Komplettlösung zur Integration, Harmonisierung und Analyse industrieller Produktionsdaten.

03.02.2021 | Das Start-Up Iotos gehört jetzt zur Friedhelm Loh Gruppe. Die 100-prozentige Übernahme gab das Unternehmen jetzt bekannt. Rittal, German Edge Cloud und Iotos arbeiten nun künftig noch enger zusammen. Mit Bosch Connected Industry bieten sie die erste Komplettlösung namens Onicite zur Integration, Harmonisierung und Analyse industrieller Produktionsdaten. 

Iotos ergänzt das Angebot im Verbund um industrielle IoT Anwendungen für die intelligente Fabrik der Kunden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Daten sind der neue Rohstoff, hat Dr. Friedhelm Loh bereits 2016 bei der Grundsteinlegung des neuen Rittal Werks in Haiger formuliert. Die weltweit modernste automatisierte und digital integrierte Produktion von Klein- und Kompaktgehäusen läuft derzeit an und produziert täglich bereits 18 Tera­byte Daten.

Die drei Tochtergesellschaften bieten die erste echtzeitfähige Komplettlösung zum Edge-Cloud basierten Datenmanagement und zur Verfügbarkeit der Daten entlang der gesamten Lieferkette. Von der Nutzung über intelligente Analysen erfolgt die Übertragung der Daten sicher und kontrollierbar in einer hocheffizienten Gesamtumgebung.

Komplettlösung für industrielle Produktionsdaten

Oncite heißt das Produkt (Industrial Edge Cloud Appliance). „Es ist die Antwort auf die Frage, wie produzierende Industriekunden künftig mit der steigenden Komplexität in der Verarbeitung von Produktionsdaten schnell und einfach umgehen können“, sagt Prof. Friedhelm Loh und weiter: „Die Automobilindustrie hat mit der Digitalisierungsoffensive von VW und BMW als erste Branche die vollständige Datenverfügbarkeit entlang der gesamten Lieferkette von der produzierenden Industrie gefordert. Weitere werden folgen. Auf diese Anforderungen der Zukunft muss sich der Mittelstand heute schon einstellen.“

Oncite besteht aus Edge-Cloud-Infrastrukturen (IaaS) auf Basis flexibel skalierbarer Edge Cloud Rechenzentren von Rittal, Systemplattform für Datenanalyse (PaaS) und industriespezifische KI-Anwendungen (SaaS) inklusive vollumfänglichem Service. Iotos bietet Softwarelösungen beispielsweise zur Vernetzung von Geräten und Maschinen, Real-Time-Analytics und der Nachverfolgbarkeit aller Komponenten in der Lieferkette.

„Ziel ist es, unseren Kunden Transparenz über die komplette Wertschöpfungskette zu verschaffen, ihre Produktivität zu steigern, Wartungskosten zu minimieren und gleichzeitig digitalisierte Geschäftsmodelle zu implementieren“, so Dieter Meuser, Geschäftsführer von Iotos: „Wir freuen uns, dass wir jetzt zu einer starken Unternehmensgruppe gehören, die anerkannter Vorreiter bei der Entwicklung von Lösungen für die Digitalisierung des Mittelstands ist.“

Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units IT und Industrie sowie Marketing bei Rittal

21.01.2019 | Uwe Scharf (55) wurde zum 1. Januar 2019 zum Geschäftsführer bei Rittal berufen und verantwortet die Business Units IT und Industry sowie das Marketing. Damit stärkt der Lösungsanbieter für Schaltschranksysteme und IT-Infrastrukturlösungen strategisch seinen Vertrieb.

Herr Scharf ist seit 2001 bei Rittal in Herborn. Als Geschäftsbereichsleiter Global Business Unit Industry richtete der 55-jährige Elektrotechnik-Ingenieur das Branchenmanagement und das Produktmanagement im Geschäftsbereich Industrie erfolgreich auf die Anforderungen von Kunden und der Marktsegmente aus.

„Ich freue mich über das Vertrauen, meinen Beitrag für Rittal in erweiterter Verantwortung leisten zu können. Es ist unsere Leidenschaft als Innovationsführer das Rittal Portfolio ständig zu verbessern. Damit unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei der Transformation hin zu leistungsfähigen Wertschöpfungsprozessen“, sagt Uwe Scharf.

Rittal Haiger
Rittal Haiger, die bisher größte Investition der Friedhelm Loh Gruppe, ist fertiggestellt.

16.10.2018 | Jetzt ist auch das Rittal Haiger Werk nach dem Innovation Center und dem Global Distribution Center offiziell fertiggestellt. Mit der größten Investition der Friedhelm Loh Unternehmensgeschichte wird Haiger für Systemanbieter Rittal zum Standort der Zukunft. Auf Herz und Nieren haben die Behörden das Werk Haiger geprüft – Sicherheit, Brand-Schutz, Fluchtwege. Das Ergebnis: Die Baustelle vom Rittal Werk Haiger ist offiziell keine mehr. 

Die Baumaßnahme ist offiziell abgeschlossen, die Genehmigung zum Betrieb des Werks erteilt: „Wir konnten den Bau innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenrahmens fertigstellen und von Behördenseite gab es keinerlei Beanstandungen“, berichtet Carsten Röttchen, Geschäftsführung Produktion beim Schaltschrank Spezialisten Rittal.

Innenausbau beginnt

Fertig heißt aber nicht gleich fertig: Jetzt beginnt der Innenausbau des Werks, das einmal das modernste Werks zur Produktion der Schaltschränke weltweit werden soll: „Über 100 Hightech Maschinen und Anlagenkomponenten werden wir installieren, bevor die Schaltschrank Produktion anlaufen kann – das ist die nächste Mammutaufgabe, die unser Team zu bewältigen hat“, so Röttchen.

Gemeinsam mit dem Rittal Innovation Center und dem Global Distribution Center wird Rittal Haiger Industrie 4.0 Vorzeigestandort für die Zukunft. Insgesamt werden nahezu 1000 Mitarbeiter bei Rittal Haiger beschäftigt sein. Mehr als 250 Millionen Euro, die größte Investition in der Unternehmensgeschichte, investiert Rittal mit Hauptsitz in Herborn in der Region. Und das lohnt sich: Auf 24.000 m² startet noch in 2018 die Produktion. Ab 2019 laufen rund 9000 Schaltschränke pro Tag vom Band.

Autor
Angela Struck

Angela Struck

Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.

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