IgusGO App: KI-gestützte Produktsuche für nachhaltiges Engineering

IgusGo App Produktsuche
Ob Werkzeugmaschine, Minivan oder Bohrturm: Das Iguverse bietet ganz neue Möglichkeiten fürs Konstruieren und Präsentieren.

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Industrie angekommen. Sie optimiert Lieferketten, entlastet Mitarbeiter von Routineaufgaben und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Etwa jedes dritte Industrieunternehmen nutzt oder plant bereits mit KI. Auch Igus nutzt dieses Potenzial und hat die IgusGO App für die Produktsuche entwickelt: Ein Foto der Anwendung genügt, und die IgusGO-Intelligenz zeigt, wie Bauteile kostengünstiger, langlebiger und wartungsfrei konstruiert werden können.

Künstliche Intelligenz für nachhaltiges Engineering

Fachkräftemangel und Kostendruck belasten viele Entwicklungsingenieure. Gleichzeitig steigen die Umweltanforderungen bei der Entwicklung von Maschinen und Fahrzeugen. Das EU-Klimaschutzpaket Fit for 55 fordert eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030.

Zulieferer wie Igus reagieren darauf mit Gleitlagern, die bis zu 94 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, oder mit smarten Sensoren für vorausschauende Wartung. Das verhindert den verfrühten Austausch von Komponenten und verbessert die Ökobilanz – etwa bei Verpackungsmaschinen mit hunderten Lagern.

Per Foto zum passenden Bauteil

Das Angebot an nachhaltigen Bauteilen wächst, doch Ingenieuren fehlt oft die Zeit für die Recherche. Hier setzt die cloudbasierte IgusGO App an. Statt Kataloge zu wälzen, fotografieren Anwender ihre Anwendung – etwa die Kinematik eines Mähtraktors – einfach mit dem Smartphone. Die App identifiziert die Situation und schlägt schmierfreie Produkte vor, die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit verbessern.

Die KI basiert auf Daten von Millionen Anwendungen der letzten Jahrzehnte. Sie zeigt Referenzen, berechnet die Lebensdauer auf Basis von Laborwerten und leitet direkt zum Online-Shop weiter. „Es ist beeindruckend, welche Rolle die KI jetzt spielt”, sagt Lars Butenschön, Geschäftsbereichsleiter Gleitlagertechnik bei Igus. „Auf einmal können wir die Erfahrung aus hunderttausenden Anwendungen in einem einfach zu nutzenden Werkzeug bündeln.”

Gamification und kontinuierliches Lernen

Die App zeigt nicht nur Referenzen vergleichbarer Anwendungen, sondern leitet den User für eine schnelle Bestellung auch direkt zum Online-Shop weiter. Das Kundenfeedback unterstreicht dabei einen interessanten Aspekt: Der Gamification-Ansatz kommt an. Anwender berichten, dass es Spaß macht, die Igus Produktwelt mit einer Künstlichen Intelligenz als Assistenten zu erkunden.

Technisch wird das System dabei stetig besser: Durch kontinuierliches Machine Learning wird die KI von IgusGO in Zukunft immer mehr Objekte identifizieren können. Die Basis dafür bilden Daten von Millionen Anwendungen aus den letzten Jahrzehnten.

Darüber hinaus stellt die App Funktionen zur Verfügung, um die Lebensdauer im jeweiligen Kundenszenario zu berechnen – fundiert durch hunderttausende Testwerte aus dem hauseigenen Labor, das Igus als das größte seiner Art weltweit bezeichnet. Ergänzend können Kunden ihre Anfrage auch direkt an den integrierten KI-Chat stellen und erhalten garantiert eine Antwort.

„Es ist beeindruckend, welche Rolle die KI jetzt spielt”, sagt Lars Butenschön, Geschäftsbereichsleiter Gleitlagertechnik bei Igus. „Auf einmal können wir die Erfahrung aus hunderttausenden Anwendungen, die über Jahrzehnte mit wartungsfreien Produkten von Igus verbessert wurden, in einem einfach zu nutzenden Werkzeug bündeln.”

Vom Sonderteil zum Standard: Smarte Zusatzfunktionen

IgusGo App Energiekette
KI kommt bei igus mittlerweile auch zum Einsatz, um Ersatzteile zu identifizieren.

Neben der reinen Identifikation bietet die App tiefgehende Analyse-Tools. So ist beispielsweise die Berechnung der Schmierstoff-Ersparnis möglich, die bei der Auswahl eines Gleitlagers oder Zahnrads direkt mitgeliefert wird.

Ein weiteres Highlight ist der KI-Service Next Best Catalogue Part. Lädt der Kunde ein von ihm konstruiertes Gleitlager – etwa für den schmierfreien Verbau in einem Fahrrad – als CAD-Datei hoch, analysiert die KI die Geometrie. Sie zeigt automatisch das Katalogteil an, das dem Sonderteil am nächsten kommt. Der Vorteil: Durch den Einsatz des Standard-Katalogteils spart der Kunde nicht nur Kosten, sondern profitiert auch von deutlich schnelleren Lieferzeiten im Vergleich zur Sonderanfertigung.

Auch im reinen Ersatzteilgeschäft greift die KI mittlerweile unterstützend ein. Fotografieren Kunden beispielsweise eine verbaute Energiekette, können sie direkt im Onlineshop den passenden Ersatz identifizieren und bestellen.

Vernetzung von Testlabor und Online-Tools

Testzentrum für Energieketten
Blick ins Igus Testlabor für Energieketten

Die KI ist Teil einer langfristigen Digitalisierungsstrategie. Über 40 Online-Tools ermöglichen es Ingenieuren, Produkte wie Energieketten eigenständig zu konfigurieren. Diese Tools sind direkt an das Igus-Testlabor gekoppelt, wodurch Nutzer auf Daten aus Milliarden Testzyklen zugreifen können. Die Lebensdauervorhersage für Chainflex-Leitungen ist mittlerweile so präzise, dass Igus eine Garantie von vier Jahren gewährt – ein Novum in der Branche, das Funktionssicherheit und Nachhaltigkeit stärkt.

Igusverse – Engineering im eigenen Metaverse

Um die Nachhaltigkeit weiter zu fördern, entwickelt Igus zudem das „Iguverse“. In diesem firmeneigenen Metaversum können Maschinen als digitale Zwillinge nachgebaut und kollaborativ entwickelt werden. Das spart CO2-intensive Reisen und ermöglicht es, Engineering-Projekte via VR und AR gemeinsam mit Kunden und Lieferanten im virtuellen Raum durchzuführen.

Metaverse | Meine erste Erfahrung mit dem Iguversum

Iguversum Igus

26.02.2023 | Neben Siemens und der Deutschen Bahn experimentiert auch der Kölner Kunststoffspezialist Igus mit dem Industrial Metaverse. Die dabei entstehenden digitalen Paralleluniversen könnten wie einst die Einführung von Fließband oder Robotik disruptiv auf Vertrieb, Engineering und Service wirken. 

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