Kompaktes Infrarot Thermometer mit Smartphone & Tablet App

Pyrometer CTi1 LTfast Optris
Optris erweitert CTi-Pyrometer-Serie mit der Einführung neuer Modelle.

Optris bietet mehrere kompakte und Hochleistungs-Infrarot Thermometer Ausführungen für die industrielle Temperaturmessung an. Diese lassen sich über den PC und per App bedienen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die neuen Entwicklungen dieser Infrarot-Pyrometer vor, darunter u. a. die neue modular aufgebaute CTi-Plattform, das Quotientenpyrometer CS Cision und die Pyrometer CT Laser 4M und CT 4M für Anwendungen unter Hochgeschwindigkeit.

Infrarot Thermometer für industrielle Fertigungsprozesse

Die Infrarot Thermometer von Optris dienen der präzisen Überwachung von Temperaturen in der industriellen Fertigung. Sind finden zudem Einsatz in Forschung & Entwicklung, in der Versuchsabteilung und für die Funktionskontrolle von Maschinen, Anlagen und Geräten. Optris bietet hierfür Handthermometer, eine Kompaktserie und eine Hochleistungsserie.

Infrarot Thermometer an PC, Mobiltelefon oder per App bedienen

Die Pyrometer von Optris lassen sich auch ganz einfach mit einem Smartphone oder einem Tablet bedienen. Dazu hat der Spezialist für Infrarotmesstechnik die IR mobile App für Android entwickelt. Diese steht im Google Play Store zur Verfügung. Das umständliche Hantieren mit einem Laptop etwa während der Einrichtung kann so in vielen Anwendungen entfallen.

Für Pyrometer ist die Unterstützung bei der Ausrichtung besonders hilfreich. Alle Parameter, die im Sensor gespeichert werden, können über die App eingestellt werden. So lassen sich z. B.  der Analogausgang und ggf. eine Alarmschwelle sehr schnell ändern und so an die Anwendung anpassen.

Die Einstellung von Emissionsgrad und anderen wichtigen Parametern sorgt für optimale Messergebnisse. Messungen können in Form von Temperatur-Zeit-Diagrammen aufgenommen, abgespeichert und wieder geladen werden. 

Das Pyrometer wird über den Micro-USB– oder USB-C-Port an das Android-Gerät angeschlossen – anschließend startet die App automatisch. Die Spannungsversorgung geschieht dabei über den USB-Anschluss.

Um die App ausführlich testen zu können, ist eine Art Simulator enthalten. Mit diesem lassen sich die meisten Funktionen ausprobieren, ohne dass ein Pyrometer oder eine Infrarotkamera angeschlossen sein muss. Die Thermometer App eignet sich für die meisten Android-Geräte mit einem Micro-USB- oder USB-C-Anschluss, die USB-OTG (On-The-Go) unterstützen.

Neuheiten und Innovationen

Nachfolgend präsentieren wir die Neuentwicklungen, praktisch untermauert mit Anwendungsbeispielen:

CTi-Pyrometer erhalten Ethercat und IO-Link-Schnittstellen

Pyrometer IO-Link Ethercat
Optris hat die CTi IR Thermometer mit Ethercat und IO-Link Schnittstellen ausgestattet.

27.05.2026 | Optris erweitert die CTi-Pyrometer-Serie um die digitalen Schnittstellen Ethercat und IO-Link. Damit lassen sich die kompakten, modular aufgebauten Infrarot-Pyrometer einfacher in moderne Automatisierungs-Umgebungen einbinden. Gleichzeitig verbessern sich Reaktionsgeschwindigkeit, Diagnose-Möglichkeiten und die Integration in vernetzte Produktionsprozesse.

Ethercat für hoch dynamische Anwendungen

Mit Ethercat richtet sich Optris vor allem an Anwendungen mit hohen Anforderungen an Dynamik und Synchronisation. Die Schnittstelle ermöglicht kurze Reaktionszeiten und eine präzise Temperaturregelung in Echtzeit. Das ist besonders relevant bei schnellen Prozessen in der Metallverarbeitung, in automatisierten Fertigungslinien oder überall dort, wo Temperaturwerte unmittelbar in die Prozesssteuerung einfließen.

Die Ethercat-Anbindung entlastet zudem das Steuerungssystem und unterstützt hohe Übertragungs-Geschwindigkeiten sowie kurze Zykluszeiten. Flexible Topologien erleichtern die Integration der CTi-Pyrometer in bestehende Maschinenkonzepte. Funktionen wie automatische Adressvergabe, hohe Störfestigkeit und schnelle Fehlerlokalisierung reduzieren den Aufwand bei Inbetriebnahme, Service und Wartung.

IO-Link für das Feld und Zustandsüberwachung

Mit IO-Link ergänzt Optris die CTi-Serie um eine feldnahe, standardisierte Kommunikations-Schnittstelle. Die Verbindung über 3-adrige Standardleitungen vereinfacht die Verdrahtung. Gleichzeitig ermöglicht die automatische Parametrierung über den IO-Link-Master einen schnellen Sensortausch, ohne dass Einstellungen manuell neu übertragen werden müssen.

Zusätzliche Diagnosefunktionen und kontinuierliche Zustandsinformationen unterstützen die Anlagenüberwachung. Parameter lassen sich aus der Ferne anpassen, was besonders bei schwer zugänglichen oder sicherheitskritischen Messstellen Vorteile bietet. Die digitale Datenübertragung trägt zudem zu stabilen und reproduzierbaren Messwerten bei.

„Mit Ethercat und IO-Link heben wir die CTi-Plattform auf das nächste Level. Unsere Kunden profitieren von noch schnellerer Integration, höherer Prozesssicherheit und maximaler Flexibilität in ihren Anwendungen“

– Andreas Rotärmel, Produktmanager bei Optris

Die CTi-Pyrometer verbinden damit berührungslose Temperaturmessung mit modernen Kommunikations-Standards für Industrie-4.0-Anwendungen. Die robuste Bauweise, die getrennte Elektronikbox mit Display und die erweiterten Schnittstellen machen die Serie vielseitig.

Infrarotpyrometer für Glas und dünne Kunststofffolien

Pyrometer Glas und Kunststoff Optris
Spezialisierte Infrarotsensoren liefern maximale Präzision in der Glas- und Kunststofffertigung.

10.04.2026 | Optris baut seine CTi-Serie weiter aus und ergänzt das Portfolio um drei spezialisierte Infrarotsensoren für anspruchsvolle Industrieprozesse. Neu hinzu kommen die Modelle CTi G5, CTi P3 und CTi P7. Diese sind gezielt auf Anwendungen in der Glasfertigung sowie in der Verarbeitung dünner Kunststoffmaterialien ausgelegt. Ziel ist eine präzise, berührungslose Temperaturmessung auch bei dynamischen Prozessen und materialspezifischen Anforderungen.

Die neuen Pyrometer arbeiten mit angepassten Spektralbereichen, kurzen Reaktionszeiten und verschiedenen Schnittstellenoptionen, darunter auch USB. Damit lassen sie sich flexibel in bestehende Automatisierungsumgebungen einbinden.

CTi G5 für Prozesse in der Glasindustrie

Das CTi G5 wurde vor allem für Anwendungen in der Herstellung von Behälterglas, Flachglas, Automobilglas und Photovoltaikglas konzipiert. Der Sensor arbeitet bei 5 µm und ist auf eine stabile Emissionsgradbewertung in Glasprozessen ausgelegt. Je nach Ausführung deckt er Temperaturbereiche von 50 bis 1650 °C ab. Die Reaktionszeit liegt bei bis zu 70 ms, die Messunsicherheit bei ± (1 % vom Messwert + 1,5 °C).

Der Sensorkopf aus Edelstahl ist für Umgebungstemperaturen bis 85 °C ohne zusätzliche Kühlung ausgelegt. Das zweiteilige Gerätekonzept mit Display und Programmiertasten soll die Inbetriebnahme vereinfachen. Hinzu kommen analoge und digitale Schnittstellen für die Anbindung an industrielle Steuerungsstrukturen.

CTi P3 und CTi P7 für dünne Kunststoffmaterialien

Für die Temperaturmessung dünner Kunststofffolien bringt Optris mit dem CTi P3 und dem CTi P7 zwei weitere spezialisierte Varianten auf den Markt: Der CTi P3 arbeitet bei 3,43 µm und erfasst Temperaturen von 35 bis 600 °C. Mit einer Reaktionszeit von 15 ms ist das Gerät besonders für schnelle Produktionsprozesse in der Folienfertigung ausgelegt.

Der CTi P7 ergänzt die Serie um einen Sensor mit 7,9 µm Spektralbereich. Dieser ist auf materialspezifische Absorptionsbänder abgestimmt und eignet sich für dünne Folien aus PET, PVC oder Polyimid. Der Messbereich reicht von 0 bis 710 °C. Optris gibt zudem eine typische NETD von 45 mK an. Das Gerät ist in Schutzart IP65 ausgeführt und für den stabilen Einsatz in industriellen Umgebungen konzipiert.

Beide Kunststoffsensoren bieten einstellbare Emissionsgrade, Signalverarbeitungsfunktionen und verschiedene industrielle Kommunikationsschnittstellen. Damit sollen sie eine zuverlässige Prozessüberwachung und Qualitätssicherung in der Kunststoffverarbeitung unterstützen.

Pyrometer mit neuen Kurzwellensensoren und für schnelle Prozesse

Infrarot Pyrometrie Optris
Die CTi LT Pyrometer-Reihe von Optris setzt neue Maßstäbe in der stationären Infrarot-Pyrometrie.

18.03.2026 | Nachdem Optris im Vorjahr mit dem CTi LT die modular aufgebaute CTi-Plattform im kompakten Format vorgestellt hat, erweitert das Unternehmen das Portfolio nun um drei Modelle für zusätzliche Einsatzfelder: den Kurzwellensensoren für Metall- und Hochtemperatur-Anwendungen CTi 1M, CTi 2M sowie der Variante für dynamische Regel- und Überwachungsaufgaben CTi LT fast.

Kurzwellsensoren für Metalle und Hochtemperaturen

CTi 1M und CTi 2M sind für anspruchsvolle Industrieumgebungen ausgelegt und setzen auf kurzwellige Messung.

Der CTi 1M arbeitet bei 1,0 µm und deckt 350 bis 2200 °C ab. Typische Anwendungsfelder sind u. a. Stahl, Wolfram, Eisen sowie Halbleiterprozesse. Für schnelle thermische Vorgänge ist der Sensor auf kurze Zeiten ausgelegt: Erfassungszeit 110 µs, Reaktionszeit 320 µs. Dazu kommt eine optische Auflösung bis 75:1, um auch aus größeren Distanzen präzise messen zu können.

Der CTi 2M ergänzt mit einem Spektralbereich von 1,6 µm und ist auf niedrigere Metall-Temperaturen von 150 bis 2000 °C optimiert. Das Kurzwellendesign soll Messabweichungen durch Emissionsgradänderungen und Reflexionen reduzieren und damit stabilere Messergebnisse unter realen Produktionsbedingungen unterstützen.

Mechanisch setzt Optris auf einen miniaturisierten Sensorkopf und eine robuste Edelstahlkonstruktion, um den Einbau auch in beengten Maschineninstallationen zu erleichtern. Beide CTi-M-Modelle verfügen zudem über eine niedrigere Starttemperatur als die bisherigen Modelle der Vorgänger-Serie CT.

Temperatursensor für hochdynamische Termperaturverläufe

Für Applikationen mit besonders dynamischen Temperaturverläufen präsentiert Optris den CTi LT fast. Der Sensor wurde für schnelle Regelungs- und Überwachungsaufgaben konzipiert, arbeitet im Spektralbereich 8 bis 14 µm und deckt Temperaturen von -50 bis 1050 °C bei Reaktionszeiten bis 6 ms ab.

Damit richtet sich LT fast vor allem an Messobjekte mit hohem Emissionsgrad sowie an niedrigere Temperaturbereiche, etwa in Kunststoffverarbeitung, Automatisierungssystemen und schnellen Produktionslinien. Der Sensorkopf ist für Umgebungstemperaturen bis 125 °C ohne zusätzliche Kühlung ausgelegt.

Alle neuen CTi-Modelle folgen dem bekannten zweigeteilten Plattformdesign mit getrennten Elektronikeinheiten sowie integriertem Display und leicht zugänglichen Programmiertasten. Für die Integration in Automatisierungs-Umgebungen stehen umfangreiche Schnittstellenoptionen bereit, darunter analoge Ausgänge, eine integrierte USB-Schnittstelle, RS485, Ethernet-basierte Protokolle sowie industrielle Feldbussysteme.

„Mit den neuen Modellen erweitern wir die Flexibilität unserer CTi-Plattform erheblich“, sagt Torsten Czech, Head of Marketing bei Optris. „Kunden profitieren von einer optimierten Wellenlängenauswahl, extrem schnellen Reaktionszeiten sowie einem kompakten und robusten Design, das eine zuverlässige Temperaturmessung in einer Vielzahl industrieller Anwendungen ermöglicht.“

Pyrometer mit modularem Sensor-Konzept

CTi LT Pyrometer Optris
Die neue Pyrometer-Serie arbeitet mit einem der kleinsten IR-Sensorköpfe am Markt.

08.12.2025 | Optris hat mit dem CTi LT Pyrometer die nächste Generation der kompakten Infrarot-Pyrometer vorgestellt. Das neue Gerät knüpft konstruktiv an die etablierte CT LT Serie an, bringt aber eine modernisierte Elektronik, ein modulares Sensorkopf-Konzept und erweiterte Schnittstellen mit. Damit ist es auf langfristige Verfügbarkeit und einfache Integration in industrielle Mess- und Automatisierungsumgebungen ausgelegt.

Kern des Systemkonzepts ist die Trennung von Elektronikmodul und Sensorkopf: Jede CTi LT Elektronik lässt sich mit jedem LT-Sensorkopf kombinieren, ohne Abstriche bei Genauigkeit oder Reproduzierbarkeit. Für Maschinenbauer und Systemintegratoren bedeutet das: Einmal installierte Elektronik kann im Feld weiter genutzt werden, während Messköpfe je nach Applikation, Temperaturbereich oder Einbausituation flexibel gewechselt werden. Inbetriebnahme, Service und Retrofit werden damit deutlich vereinfacht.

Software für die Prozesseinbindung

Für die Einbindung in Prozesse hat Optris die Software überarbeitet: Die neue Konfigurations- und Monitoring-Software Compact Plus Connect bietet eine modernisierte Benutzeroberfläche und zusätzliche Funktionen für Parametrierung, Visualisierung und Diagnose. Gleichzeitig verfügt jedes CTi LT serienmäßig über eine USB-Schnittstelle, über die sich das Gerät direkt vor Ort konfigurieren lässt – etwa im Schaltschrank oder an der Maschine, ohne zusätzlichen Programmieradapter.

Die Elektronikplattform selbst wurde auf höhere Performance ausgelegt. Eine neue Architektur erhöht Abtastraten und Verarbeitungsgeschwindigkeit, wodurch schnelle Temperaturänderungen besser nachverfolgt werden können und Regelkreise mit kürzeren Zykluszeiten realisierbar sind. Gleichzeitig versteht Optris das CTi LT als zukunftsorientierte Basis: Kommende Sensorkopf-Varianten sollen sich ohne Änderung des Formfaktors anbinden lassen.

Kleinste IR-Sensorköpfe

Das CTi LT wurde für anspruchsvolle Industrieumgebungen entwickelt. Die Serie arbeitet mit einem der kleinsten IR-Sensorköpfe am Markt und erreicht optische Auflösungen bis 22:1. Die Messköpfe sind für Umgebungstemperaturen bis 180 °C ohne zusätzliche Kühlung ausgelegt. Das erleichtert den Einsatz in beengten, thermisch belasteten Anlagenbereichen. Wie bei der Vorgängergeneration kommt ein Thermosäulen-Detektor im Spektralbereich von 8 bis 14 µm zum Einsatz, der für hoch emittierende Materialien in stationären Anwendungen ausgelegt ist.

Für die Einbindung in übergeordnete Steuerungs- und Leitsysteme gibt es eine breite Palette analoger und digitaler Schnittstellen zur Verfügung. Neben klassischen Signalen wie 4–20 mA und 0–10 V werden USB, RS485 sowie Industrial-Ethernet-Protokolle unterstützt, darunter Modbus TCP, Ethernet TCP, Profibus DP, Profinet und Ethernet/IP. Damit ermöglicht das Pyrometer eine kontinuierliche Echtzeit-Überwachung der Prozesstemperaturen.

Integrierte Industrieprotokolle für vernetzte Temperaturmessung

Optris neue Interfaces
Optris erweitert seine IR-Temperaturmessgeräte um netzwerkfähige Protokolle.

31.03.2025 | Optris hat seine Infrarot-Temperaturmessgeräte der Serien CT, CTlaser, CTratio, CSvision sowie die Ethernet-basierten Xi-Kameras (ETH) um digitale Schnittstellen für gängige Industrial-Ethernet-Protokolle erweitert. Damit lassen sich die Systeme nahtlos in bestehende Umgebungen der Prozessautomatisierung integrieren.

Die neuen Schnittstellen-Module unterstützen Profinet, Ethernet/IP, Modbus TCP und Ethernet TCP/IP. Diese Protokolle ermöglichen die zuverlässige und latenzarme Übertragung von Temperatur-Daten in Steuerungssysteme – eine Voraussetzung für präzise Prozessüberwachung und schnelle Regelungsprozesse.

Bei den Pyrometern der CT-Serie erfolgt die Integration der Module direkt in die vorhandene Elektronik-Einheit. Die Verbindung wird über eine D-kodierte 4-Pin-Buchse mit IP67-Schutzart hergestellt, was den Einsatz unter industriellen Bedingungen ermöglicht. Für die Serien CSvision und Xi ETH steht ein separates Interface-Modul zur Verfügung – ebenfalls mit IP67-Zertifizierung und in verschiedenen Kabellängen erhältlich.

Einfache Implementierung durch vorkonfigurierte Dateien

Für die schnelle Einbindung in Steuerungssysteme stellt Optris vorkonfigurierte EDS- und GSD-Dateien bereit. Dadurch wird der Integrationsaufwand reduziert und die Kompatibilität mit bestehenden Automatisierungssystemen erleichtert. Die neuen Schnittstellenmodule sind gemäß den Anforderungen industrieller Netzwerk-Infrastrukturen zertifiziert.

Die netzwerkfähigen Geräte tragen zur Optimierung industrieller Prozesse bei. Durch die verbesserte Integration lassen sich Temperaturwerte in Echtzeit erfassen, analysieren und zur Prozessregelung nutzen. Dies senkt Ausfallrisiken und erhöht die Betriebssicherheit in automatisierten Fertigungsumgebungen.

Chronologie & Archiv

Die nachfolgenden Berichte dokumentieren die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2019).

Pyrometer zur robusten Prozessüberwachung in Echtzeit

04.03.2023 | Die neue Quotientenpyrometer Baureihe CS Vision von Optris misst Temperaturen von 300° bis 3000 °C von Metallen, Schmelzen oder Keramik berührungslos, sicher und zuverlässig aus unterschiedlichen Entfernungen.

Infrarot-Thermometer haben mitunter große Herausforderungen zu erfüllen: Speziell in der Metallurgie sind ihre Einsatzbedingungen oft widrig und dennoch müssen sie jederzeit zuverlässige Ergebnisse liefern. Rauch, Dampf oder Staub versperren hier die freie Sicht auf das Messobjekt und beeinflussen das Messsignal. Quotientenpyrometer liefern im Vergleich zu Einkanalpyrometern unter diesen Bedingungen trotzdem stabile Messwerte – auch bei verschmutzter Optik oder bei Objekten, die sich innerhalb des Messfeldes bewegen wie z. B. Metallstäbe oder Metalldrähte.

Das Infrarot Thermometer CS Vision hat ein Smart Ratio Mode (SRM), mit dem es auch ein veränderliches Emissionsgradverhältnis meistert. Über das eingebaute Videovisier und den per Software oder App bedienbaren Motorfokus lässt sich das Messgerät komfortabel auf das jeweilige Objekt fokussieren. Der schaltbare zweistufige Helligkeitsreduzierungs-Filter sorgt auch bei sehr heißen und damit hellen Objekten für optimale Sicht. Zusammen mit dem serienmäßigen Fadenkreuzlaser ist der Sensor leicht ausrichtbar.

Zwei Infrarot Pyrometer für passgenauen Einsatz

Optris Quotientenpyrometer CSvision
Das CS Vision Infrarot Thermometer haben eine Schnittstelle zur IR mobile Android App.

Das Infrarot-Thermometer CS Vision R1M bietet eine optische Auflösung von bis zu 150:1. Der Messbereich reicht von 600° bis 3000 °C bei einem Spektralbereich von 0,8 bis 1,1 µm. Dabei ist eine Industrieumgebung bis zu 65 °C kühlungsfrei möglich. Beim CS Vision R2M ist die optische Auflösung 75:1, Der Spektralbereich umfasst 1,45 bis 1,75 µm. Damit können Temperaturen ab 300° bis 1400 °C gemessen werden, und zwar bis zu 60 °C ohne Kühlung.

Die CS Vision Serie lässt sich einfach handhaben und schnell und unkompliziert einrichten. Die Infrarot-Thermometer haben eine Schnittstelle zur IR mobile Android App und der Compact Plus Connect Software. Das gestattet eine Prozessüberwachung in Echtzeit und eine einfache Videoausrichtung. Für die Prozessintegration gibt es Digitalschnittstellen RS485 oder Modbus RTU und zwei Analogausgänge. Ein variabel programmierbarer I/O Pin kann wahlweise als Alarmausgang, zur Signaltriggerung oder für externe Emissionsgrad-/Slope-Einstellungen genutzt werden.

Optris Infrarot Thermometer
Die Infrarot Thermometer CT Laser 4M bei der Temperaturmessung an schnellen Schienenfahrzeugen

23.08.2021 | Sehr schnelle Prozesse mit teilweise extrem kurzen Taktzeiten stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Messgeräte zur Temperatur Messung. So werden zum Beispiel bei schnellen Schienenfahrzeugen, wo die Temperatur der Radsatzlager im Vorbeifahren zu messens ist, Infrarot Thermometer mit sehr kurzen Erfassungszeiten eingesetzt. 

Für diese Anwendungen präsentiert Optris das Hochgeschwindigkeits Pyrometer CT Laser 4M. Es bietet eine ultraschnelle Erfassungszeit von nur 90 µs bei einer optische Auflösung von 33:1 mit verschiedenen Fokus Varianten. Mit dem integrierten Doppellaser Visier lässt sich das Infrarot Thermometer bei größeren Entfernungen zum Messbereich problemlos auf das Objekt ausrichten.

Das CT Laser 4M misst im Spektralbereich von 2,2 µm bis 6,0 µm. Daher eignet sich das Temperaturmessgerät sehr gut zur Messung der Temperatur im Bereich 0° bis 500 °C an Metallen, Metalloxiden, Keramiken oder für Materialien mit sich änderndem oder unbekanntem Emissionsgrad. Der Messkopf ist bis zu Umgebungstemperaturen von 70 Grad Celsius einsetzbar. Für den Einsatz unter höheren Temperaturen von bis zu 175 Grad Celsius steht ein Kühlgehäuse zur Verfügung. Die abgesetzte Elektronik ist über ein bis zu 15 m langes Kabel mit dem Sensorkopf verbunden. Wichtige Parameter lassen sich über drei Tasten und ein beleuchtetes Display einstellen.

Optris Infrarot Temperaturmessgeraet
Hochgeschwindigkeits Pyrometer CT 4M misst die Temperatur der Radsatzlager im Vorbeifahren.

Über die integrierte USB Schnittstelle lässt sich das CT Laser 4M an einen PC anschließen. Hier können mit der Software Compact plus Connect alle Einstellungen vorgenommen werden. Mit ihr lassen sich auch Daten aufnehmen und aufzeichnen. Weitere serielle und eine Ethernet Schnittstelle stehen optional zur Verfügung.

Das Pyrometer ist statt an einen PC auch an ein Android Mobiltelefon anschließbar. Über die kostenfreie App IR mobile lässt es sich bei der Inbetriebnahme oder bei Wartungsarbeiten direkt vor Ort sehr komfortabel bedienen. Zwei skalierbare Analogausgänge und drei programmierbare I/O-Pins (Ein-/Ausgänge) stehen für die Einbindung des CT Laser 4M in den Prozess bereit.

Optris Infrarot Thermometer CT4M
Das Pyrometer CT 4M eignet sich optimal für schnelle, hochvolumige Prozesse wie beim Blasformen von PET Flaschen.

18.01.2021 | Das Pyrometer CT 4M ist ein Infrarot Thermometer ohne Laser. Es eignet sich ebenfalls für den Einsatz in sehr schnellen Prozessen. Typische Beispiele für den Einsatz solcher Pyrometer zur Infrarot Temperatur Messung sind Maschinen in der Kunststoffverarbeitung. Zum Beispiel arbeiten Maschinen zum Blasformen von PET-Flaschen mit sehr kurzen Taktzeiten.

Auch die Überwachung von Schienenfahrzeugen ist hier eine Anwendung. Die Infrarot Thermometer für die berührungslose Temperatur Messung erkennen so Heißläufer rechtzeitig. Die Erfassungszeit des im Spektralbereich von 2,2 bis 6,0 µm messenden Therometers beträgt nur 90 µs. Wie das mit Laser ausgestattete Pyrometer eignet sich das CT 4M ebenfalls zur Messung von niedriger Temperatur an Metall, Metalloxid, Keramik und für Materialien mit unbekanntem oder sich änderndem Emissionsgrad.

Der Messbereich der Nieder Temperatur umfasst 0° bis 500 °C. Der Sensorkopf ist sehr kompakt. Mit Durchmesser 14 mm und Länge 28 mm ist er auch unter engen Platzverhältnissen einfach z. B. direkt in einer Maschine einbaubar. Die abgesetzte Elektronik ist über ein bis 15 m langes Kabel mit dem Sensorkopf verbunden. Für die Einstellung der Parameter gibt es drei Tasten und ein beleuchtetes Display.

Integrierte USB Schnittstelle, Compact plus Connect Software sowie weitere serielle und eine Ethernet Schnittstelle gibt es optional. Das Infrarot Temperaturmessgerät lässt sich auch an ein Android-Mobiltelefon mit der IR mobile App anschließen. Es gibt zwei skalierbare Analogausgänge und drei I/O-Pins. 

Infrarotthermometer für die Miniaturisierung

Optris Pyrometer
Sensorkopf und Elektronik vom Infrarot Thermometer CS Micro LTH

Die kompakten Infrarot-Thermometer CS Micro von Optris sind schnell und flexibel. Auch dieses Messgerät für die berührungslose Temperatur Messung kann mit der Android-App IR mobile über Smartphones und Tablets genutzt werden.

„Das CS Micro ist einer unserer Topseller und hat sich speziell im OEM-Bereich tausendfach bewährt. Es bleibt jedoch unser Anspruch, auch die klassischen Sensoren weiter zu entwickeln“, erklärt Dr. Ulrich Kienitz, CEO der Optris GmbH zum Produktupdate.“

Die Pyrometer CS Micro LT, CS Micro 2M und CS Micro 3M haben miniaturisierte Edelstahlköpfe sowie eine in das Kabel eingebaute Elektronik. Dies ermöglicht eine Einbindung vom Messgerät bei beengten Platzverhältnissen sowie eine hohe Temperaturbeständigkeit des LTH Messkopfes im Messbereich bis zu 180 °C.

Die komplett überarbeitete Elektronik sorgt für geringeres Signalrauschen und kürzere Einstellzeiten im IR-Thermometer. Durch die Erweiterung der Kommandoliste sowie die Möglichkeit, alle CS Micro Infrarot-Thermometer auch in Zweileitertechnik mit mA Ausgang zu erhalten, lassen sich die Pyrometer nun noch flexibler für kundenspezifische Wünsche anpassen.

Alle Geräte der Linie CS Micro können mittels IR App Connector (USB-Adapter) über Android Smartphones und Tablets genutzt werden. Der Connector hat einen Micro-USB-Ausgang sowie Adapter für USB-C und USB-A. Die IR mobile App ermöglicht eine moderne, mobile Programmierung der Sensoren sowie eine unmittelbare Temperatur Messung und Temperatur Analyse vom zu messenden Objekt. Sie kann kostenfrei im Google Play Store heruntergeladen werden.

Optris Infrarot Thermometer
Das neue Infrarot Thermometer mit integrierter Videokamera von Optris misst kontaktlos präzise und schnell.

29.10.2020 | Misst man Temperaturen mit einem Pyrometer, geschieht das berührungslos, was ein Vorteil ist. Das Infrarot Thermometer muss dabei aber perfekt auf das Messobjekt ausgerichtet sein, was bisher schwierig war. Mit dem neuen CS Video 3M Infrarot Thermometer von Optris gelingt Ausrichten und Fokussieren optimal.

Das berührungslose Infrarot Thermometer CS Video 3M bietet einen kreuzförmigen Visier Laser und ist mit einer integrierten Videokamera ausgestattet. Damit lässt sich der Messbereich sehr genau anvisieren. Das gelingt sogar, wenn sich das kontaktlos zu messende Objekt in einem schwer zugänglichen Bereich befindet.

Das Infrarot-Thermometer CS Video 3M wurde für die berührungslose Temperaturmessung an den Oberflächen von Metallen oder Verbundwerkstoffen bzw. Composites auch bei niedrigen Temperaturen konzipiert. Es gibt zwei Varianten der Infrarot-Thermometer mit einem Messbereich von 50° bis 400 °C oder 100° bis 600 °C.

Ein Analogausgang oder ein Alarmausgang stehen zur Verfügung, dessen Funktion sich komfortabel über die Software einstellen lässt. Die eingebaute Trigger Funktion ermöglicht die Aufnahme von Zeit- oder Temperatur abhängigen Schnappschüssen für die Dokumentation der Temperaturmessung oder die Qualitätssicherung.

Optris Pyrometer
Das Pyrometer Ctratio von Optris misst maximal Temperaturen bis zu 3000 Grad.


16.01.2020 | Optris hat ein Quotientenpyrometer für Anwendungen in der Metallurgie entwickelt. Hier ist ein hohes Maß an Dämpfen, Staub und ähnlichen Störfaktoren an der Tagesordnung. Sie alle beeinträchtigen die berührungslose Temperaturmessung negativ. Das neue Pyrometer trotzt all diesen widrigen Voraussetzungen und gewährleistet eine zuverlässige Messung von Temperaturen bei Anwendungen wie Schmelzen oder an metallischen Oberflächen.

Quotientenpyrometer liefern im Vergleich zu Einkanal Pyrometern auch bei einer verschmutzten Optik oder bei Objekten, die sich innerhalb des Messfeldes bewegen, noch konstante Temperatur Messergebnisse. Das Konzept des neuen Pyrometers von Optris basiert auf dem bisherigen, in vielen Installationen bewährten Quotientenpyrometer Ctratio mit Glasfaseroptik und separater Auswerteelektronik.

Die Erweiterung um ein Pyrometer Modell mit spektraler Empfindlichkeit bei 1,45 bis 1,75 µm (2M) ermöglicht nun bereits berührungslose Messungen ab 250 °C. Auch nach oben konnten die Modelle durch neue Kalibrierverfahren erweitert werden. Maximal lassen sich mit dem Infrarot Thermometer nun 3000 °C messen.

Das neue Pyrometer misst mit einer beachtenswerten Genauigkeit. Der Messfehler beträgt nur 0,5 %. Aufgrund der kurzen Einstellzeit von 1 ms lassen sich mit dem Infrarot-Thermometer sehr schnelle Prozesse überwachen. 

Pyrometer Temperaturmessung
Der Visierlaser des Quotientenpyrometers hat eine Wellenänge von 520 nm.

Ein Highlight des neuen Pyrometer Ctratio ist der nun verwendete Visier Laser mit einer Wellenlänge von 520 nm.

„Der integrierte grüne Ziellaser arbeitet bei einer Wellenlänge, bei der das menschliche Auge seine größte Empfindlichkeit zeigt. Damit erhöht sich die Sichtbarkeit um das bis zu achtffache gegenüber bisher üblichen roten Visier Lasern. Auf einer rotglühenden Metalloberfläche oder Schmelze ist zudem ein grüner Laser wesentlich besser erkennbar“, erkläutert Torsten Czech, Head of Product Management bei der Optris GmbH. „Dank einer separaten Elektronikbox und eines Glasfaserkabels kann unser Quotientenpyrometer auch bei einer Umgebungstemperatur von bis zu 315 °C noch ohne Kühlung arbeiten“.

Zur Temperatur Analyse liefert Optris standardmäßig die Software Ratio Connect. Sie erfasst und wertet Daten der berührungslosen Temperaturmessung zuverlässig aus. Über ein USB-Schnittstelle und die kostenlose Android-App Irmobile kann der Kunde das Quotientenpyrometer auch vor Ort parametrieren.

Für die Auswahl eines passenden Pyrometers hat Optris einen kostenlosen Produktkonfigurator entwickelt. Damit können Anwender ihre ganz individuelle Konfiguration online vornehmen.

Optris infrarot Thermometer CTlaserG7
Das Pyrometer CT Laser G7 von Optris misst bei Temperaturen bis 1200 °C.

28.10.2019 | Touchdisplays, etwa für Smartphones und Tablets, verwenden ultradünne Gläser, deren Herstellung besondere Anforderungen an die Temperaturmesstechnik stellt. Für diese Anwendung hat Optris das neue Infrarot Thermometer CT Laser G7 auf den Markt gebracht. Es misst präzise die Oberflächentemperaturen von Gläsern im Bereich von 100° bis 1200 °C.

Der normalerweise bei Flachglas optimale Spektralbereich von 5 µm kann bei extrem dünnen Gläsern aufgrund der höheren Transmission des Materials nicht verwendet werden. Das CT Laser G7 arbeitet bei einer speziellen Wellenlänge von 7,9 µm. Dieser Spektralbereich ist optimiert für die refexionsarme Messung an ultradünnem Flachglas. Messfehler, die durch Transmission von Strahlung durch das Glas verursacht werden, sind dadurch praktisch ausgeschlossen. Der Messfehler beträgt lediglich 1 % des Messwerts bzw. 1,5 °C bei niedrigen Temperaturen.

Das Infrarotthermometer hat einen integrierten Doppel Laser (Dual Laser), der die exakte Messstelle markiert, und so das Einrichten in der Anwendung erleichtert. Die kleinste Messfleckgröße bei einer Messentfernung von 70 mm beträgt nur 1,6 mm, so dass die Temperatur selbst an sehr kleinen Objekten gemessen werden kann.

Mit einem standardisierten Zwei-Draht-Interface lassen sich die Messwerte an eine übergeordnete Steuerung wie SPS sortieren und übertragen. Der Ausgang vom Infrarot Thermometer kann an die genauen Anforderungen der Anwendung angepasst werden. Mit dieser Technologie sind etwa Mittelwertbildung, Minimal- oder Maximalwerthaltung sowie eine erweiterte Haltefunktion mit Schwellwert und Hysterese möglich.

Das CT Laser G7 eignet sich für die Umgebungsbedingungen in der Glasherstellung. Es kommt bei Umgebungstemperaturen bis zu 85 °C ohne zusätzliche Kühlung aus. Für noch höhere Temperaturen gibt es ein passendes Kühlgehäuse.

Häufige Fragen

Autor
Lorenz-Oliver Riegel

Lorenz-Oliver Riegel

PR + Content Spezialist bei der Optris GmbH, Berlin.

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