Effiziente Pasteurisierung mit Jumo Regeltechnik

In der Pasteurisierung entscheidet eine stabile Temperaturführung über Produktsicherheit, Qualität und Auditfähigkeit. In einer Verarbeitungsanlage eines Lebensmittelherstellers in Indien war die Prozessüberwachung jedoch auf mehrere Geräte verteilt. Das machte Bedienung und Reporting unnötig komplex. Mit Jumo Regelungstechnik konnte die chargenbezogene Dokumentation deutlich vereinfacht werden. Der Dicon touch bündelt Messung, Regelung und Aufzeichnung in einem System.
Pasteurisierung soll effizienter werden

In der Lebensmittel– und Getränkeproduktion ist die Pasteurisierung ein Prozessschritt, bei dem es praktisch keine Toleranz für Unklarheiten gibt. Die Temperatur muss nicht nur eingehalten, sondern entlang des gesamten Ablaufs nachvollziehbar dokumentiert werden – als Grundlage für Produktsicherheit, Qualitätsfreigaben und Audits. In einer Verarbeitungsanlage eines Lebensmittelherstellers in Indien stand das Team genau vor dieser Herausforderung: Die Linie lief, aber die Temperaturführung und die Nachweisführung waren unnötig aufwendig organisiert.
Ausgangslage: mehrere Geräte, hohe Komplexität, Reporting als Zeitfresser
Die vorhandene Lösung stützte sich auf mehrere Einzelgeräte für Steuerung, Aufzeichnung und Anzeige der Prozessdaten. Das bedeutete für die Betreiber: mehr Schnittstellen, mehr Bedienaufwand und mehr Fehlerpotenzial. Besonders dann, wenn für Qualitätsprüfungen oder Audits Chargenberichte benötigt wurden, war das Erstellen maßgeschneiderter Reports entsprechend zeitintensiv.
Zusätzlich musste die Lösung flexibel zu unterschiedlichen Pasteurisierungs-Aufbauten passen. Je nach Linie und Produkt gab es Pasteure mit 4, 6 oder 8 Überwachungspunkten. Erwartet wurde daher ein System, das diese Kanalanzahl variabel abbildet, welches dabei eine konsistente Bedienung und Datenstruktur liefert – unabhängig davon, wie viele Messstellen im konkreten Prozess aktiv sind. Neben präziser Regelung forderte der Kunde einen schnellen, einfachen Zugriff auf Trendverläufe und Historien, idealerweise inklusive automatisierter Berichtserstellung nach den internen Qualitätsstandards.
Ziel: Ein System für Messen, Überwachen, Regeln und Dokumentieren

Der Betreiber wollte die Pasteurisierung aus einer Hand betreiben. Eine Plattform sollte die Temperaturwerte zuverlässig erfassen, den Prozess regeln, Daten in Echtzeit aufzeichnen und daraus ohne Zusatzaufwand die Dokumentation für jede Charge erzeugen. Dazu sollte die Bedienung so intuitiv sein, dass der Schulungsaufwand gering ist und die Linie nicht von einzelnen Spezialisten abhängig wird.
Lösung: Jumo Dicon touch als Prozessregler und Bildschirmschreiber
Jumo empfahl für diese Konstellation den Dicon touch, einen Prozessregler mit Touch-Oberfläche und integrierter Aufzeichnungsfunktion. Entscheidend war dabei die Konsolidierung: Statt Messung, Anzeige, Regelung und Schreibertechnik auf mehrere Geräte zu verteilen, sollten die Funktionen in einem Gerät zusammenlaufen.
In der Linie übernimmt der Dicon touch die präzise Temperaturmessung über 4, 6 oder 8 Kanäle (je nach Aufbau). Die Prozessdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet, parallel regelt das System die Pasteurisierungstemperatur, um die definierten Sollwerte stabil zu halten. Für die Qualitätssicherung gibt es die integrierte Reporting-Funktion: Die Prozessdokumentation kann automatisch pro Produktionscharge erstellt werden, wodurch manuelle Aufzeichnungen entfallen. Bediener erhalten direkten Zugriff auf Trends, Datenhistorien und Grenzwertverläufe und können damit schnell prüfen, ob alle Parameter im festgelegten Bereich lagen.
Umsetzung: Konfiguration für die Anlage, schnelle Akzeptanz im Betrieb

Für die Einführung arbeiteten die Anwendungsingenieure von Jumo mit dem technischen Team des Kunden zusammen, um das Gerät exakt auf die Pasteurisierungsanlage zu parametrieren. Die Integration verlief laut Beschreibung reibungslos. Die Bedienoberfläche erwies sich im Alltag als entscheidender Hebel: Mit wenigen Eingaben lassen sich Temperaturkanäle anzeigen, aufgezeichnete Daten prüfen, Einstellungen anpassen und Kontrollparameter verifizieren. Aufgaben, die zuvor zwischen mehreren Geräten verteilt waren, wurden damit auf eine zentrale Bedien- und Auswerteebene zusammengeführt.
Ergebnisse: weniger Geräte, bessere Nachweisführung, höhere Transparenz
Die Effekte zeigten sich unmittelbar im Prozessalltag. Durch die Bündelung in einem System wurde das Prozessmanagement deutlich einfacher, weil Bedienung, Regelung und Dokumentation nicht mehr über mehrere Komponenten koordiniert werden mussten. Gleichzeitig sorgt die präzise Temperaturregelung dafür, dass Produktsicherheit und Qualität konsistent eingehalten werden.
ür Audits und interne Qualitätssicherung ist vor allem die automatisierte, anpassbare Berichterstellung relevant: Chargenberichte entstehen ohne manuelle Nacharbeit und reduzieren Vorbereitungszeiten. Die Rückverfolgbarkeit verbessert sich durch die sichere Datenspeicherung je Charge. Zusätzlich sinken Hardware- und Wartungsaufwand, weil weniger Geräte und Verdrahtung erforderlich sind und Schnittstellen im System verbleiben.
Auch die Nachhaltigkeit punktet: Ein Gerät statt mehrerer Komponenten bedeutet weniger Energiebedarf und weniger Installationsaufwand. Zugleich erhält der Anwender eine aufgeräumtere, besser strukturierte Produktionsumgebung.
Fazit
Für den Lebensmittelproduzenten in Indien war die Einführung des Jumo Dicon touch ein Schritt hin zu einer einfacheren Pasteurisierung: Temperaturmessung, -überwachung, -regelung und -aufzeichnung wurden in einer Plattform zusammengeführt, ergänzt um eine automatisierte, chargenbezogene Dokumentation. In einem Prozess, in dem jedes Grad zählt, reduziert diese Zentralisierung die Komplexität im Betrieb und stärkt gleichzeitig Nachweisfähigkeit und Prozesssicherheit.



