Software für Elektroplanung | Effizient in der Industrie

Software für Elektroplanung Eplan
Die neue Eplan Plattform 2026 verstärkt Fokus auf Kunden und ihre Anforderungen im jeweiligen Marktsegment.

Cloud-Lösungen, KI-gestütztes Engineering und durchgängige CAD-Workflows verändern derzeit in der Elektroplanung, wie Maschinen, Anlagen und Gebäude elektrisch konzipiert werden. Hersteller wie Eplan, Rittal und Siemens treiben die Entwicklung mit neuen Plattformen und intelligenten Tools voran – von automatisierten Schaltplanprozessen bis zur normenkonformen Auslegung ganzer Systeme. 2026 markiert damit den Einstieg in eine Ära, in der Software für Elektroplanung nicht nur Zeit spart, sondern aktiv mitdenkt.

Software für Elektroplanung 2026 – Das Wichtigste in Kürze

Die Elektroplanungssoftware 2026 steht ganz im Zeichen von Digitalisierung, Cloud und künstlicher Intelligenz. Nahezu alle führenden Anbieter – von Eplan, WSCAD, Hagercad, Zuken bis Siemens Electrical Designer – setzen auf durchgängige vernetzte Engineering-Prozesse.

  • KI-gestützte Planung: Moderne Systeme unterstützen Konstrukteure bei der automatischen Komponentenauswahl, Fehlerprüfung und Dokumentation – vom Schaltschrank über die Gebäudetechnik bis zur Serienmaschine.
  • Cloud und Kollaboration: Projekte lassen sich per Browser ortsunabhängig planen, prüfen und teilen. Änderungen fließen in Echtzeit in alle Beteiligten-Workflows ein.
  • Durchgängige CAD-Integration: Von der 2D-Verdrahtung bis zum 3D-Digital Twin verschmelzen CAD-Software und Elektroinstallationsplanung zu einer einheitlichen Datenbasis.
  • Normensicherheit nach DIN/VDE: Alle marktführenden Tools prüfen automatisch auf Normkonformität – etwa nach DIN EN 60204-1 oder DIN 18015.
  • Offene Schnittstellen: Import und Export zu ERP-, PDM- und Fertigungssystemen gewährleisten medienbruchfreie Prozesse – inklusive Datenübergabe an Roboter– oder Fräsanlagen im Schaltschrankbau.

Damit entwickelt sich die Elektroplanungssoftware 2026 zu einem zentralen Bindeglied zwischen Engineering, Fertigung und Service – branchenübergreifend, zukunftssicher und konsequent digital.

Neuheiten und Innovationen

Nachfolgend stellen wir Ihnen die Neuentwicklungen der Branche vor.

AI basierte Elektro-Planungssoftware, Hardware & Automation

Uwe Scharf Rittal
Uwe Scharf, Rittal Geschäftsführer Vertrieb Deutschland

04.11.2025 | Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems zeigen auf der SPS 2025, wie die Industrie die Chancen der AI nutzen und damit die Automatisierung auf eine nächste Stufe bringen kann: mit durchgängigen digitalisierten Prozessen und einem intelligenten Zusammenspiel von Software, Hardware und Automation.

AI-Use-Cases verdeutlichen das wie der Eplan Copilot und Automated 3D Design, neue Ansätze unter Nutzung der Asset Administration Shell beim Thema Product Change Notification (PCN) sowie Eplan Plattform 2026, das neue Release der Elektroplanungs-Software.

Komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung mit KI

Haben Steuerungs– und Schaltanlagenbauer den Anspruch, zukunftsfähig zu bleiben, müssen sie sich permanent technologisch weiterentwickeln. Sie müssen komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung vereinfachen und beschleunigen und Prozessschritte AI-fähig machen. „Die großen Chancen, die wir zukünftig durch AI sehen, sind Grund, dass Anlagenbauer bei der Digitalisierung jetzt richtig Tempo machen sollten,” sagt Uwe Scharf, Rittal Geschäftsführer Vertrieb Deutschland.

Durchgängig digitale Workflows vom Engineering über die Fertigung bis zum Service seien bei vielen Unternehmen noch kein Standard. „Nur wer richtig digitalisiert, kann zukünftig effizienter automatisieren und von den Vorteilen neuer Technologien wie KI profitieren“, erläutert Herr Scharf. Wählt man sie richtig aus, würden selbst kleine Digitalisierungsschritte schon unmittelbar nützen.

 AI-ready in Sachen Kundennutzen

Rittal Sebastian Seitz
Sebastian Seitz, CEO von Eplan

Eplan und Rittal zeigen konkret, was künftig im Anlagenbau mit Künstlicher Intelligenz möglich ist. Zu sehen sind Use-Cases im Elektrotechnik-Engineering – sei es der Eplan Copilot, Automated 3D Design, Agentenkonzepte und weitere.

Sebastian Seitz, CEO von Eplan erläutert das Ziel: „Wir wollen AI genau dort einsetzen, wo sie Konstrukteure unterstützt und sie im Engineering-Prozess effizienter macht. Unser Ziel sind maßgeschneiderte Lösungen, die die Prozesse beim Kunden auf eine nächste Stufe heben. Der maximale und nachhaltige Nutzen ist unser Ziel und genau deshalb fokussieren wir uns darauf, per AI einen echten Mehrwert für unsere Anwender zu generieren.“

 AI-ready mit der richtigen Datenbasis

Erstklassige Daten sind die Basis für jede Automation bis hin zum Einsatz von AI. Neue Ansätze gibt es unter Nutzung der Asset Administration Shell (Verwaltungsschale) sowie des Eclass Standards, die auf der Automatisierungsmesse vorgestellt und diskutiert werden.

Neue Perspektiven im Änderungsmanagement von Produkten schafft Eplan mit Funktionen beim Product Change Notification (PCN – interessant für Anwender der Software und Bauteile-Hersteller. Wie eine Änderung einer Komponente seitens des Herstellers direkt in Eplan angezeigt wird, können Messebesucher live sehen.

Software-Suite für elektrotechnische Planung und Engineering

Eplan präsentiert die neue Plattform 2026, die noch mehr auf Kunden und ihre Anforderungen im jeweiligen Marktsegment fokussiert ist. Ein zentrales Anliegen der Entwicker war es, die Komplexität deutlich zu reduzieren. Mit dem neuen Elektroplanungssoftware wird die volle Leistungsstärke der Eplan Plattform transparenter. Zahlreiche Erweiterungen machen sie zur umfassenden Komplettlösung in der jeweiligen Applikation. Verschiedene Engineering-Disziplinen lassen sich jetzt noch tiefer integrieren zum Aufbau eines Digitalen Zwillings für Automatisierungssysteme von Maschinen oder Anlagen.

Software für Elektroplanung halbiert Engineering-Zeit

Software für Elektroplanung Siemens
Siemens präsentiert mit Electrical Designer neue Software für Elektroplanung.

03.11.2025 | Mit dem Electrical Designer erweitert Siemens seine TIA Selection Tool Cloud um eine intelligente Lösung für die normgerechte Auslegung elektrischer Ausrüstungen in Maschinen. Die Software automatisiert zentrale Arbeitsschritte von der Auswahl geeigneter Schaltgeräte über die Leitungsdimensionierung bis zur Dokumentation.

Damit wird der Planungsaufwand erheblich reduziert: Mit dem Electrical Designer in der TIA Selection Tool Cloud ist, was bisher Stunden gedauert hat, jetzt in weniger als der Hälfte der Zeit erledigt. Zudem werden Fehler vermieden und die Planungsqualität verbessert.

Normenkonform planen, schneller konstruieren

Electrical Designer Siemens
Siemens vereinfacht die Elektroplanung mit neuer Cloud-Software „Electrical Designer“.

Bei der Auslegung elektrischer Systeme nach IEC 60204-1 greifen Planer bislang häufig auf manuelle Berechnungen oder ältere Vorlagen zurück. Der Electrical Designer schließt diese Lücke: Er analysiert Lastdaten, wählt automatisch passende Komponenten aus, berechnet Kurzschlussströme und prüft die Kurzschlussfestigkeit nach IEC-Norm. Zudem erstellt er die vollständige Projektdokumentation – alles in einem einzigen durchgängigen Workflow.

Cloudbasiert, kollaborativ und immer aktuell

Als browserbasierte Anwendung arbeitet der Electrical Designer vollständig in der Cloud. Installationen oder Updates entfallen – Nutzer greifen jederzeit auf die aktuelle Softwareversion zu. Teams können ortsunabhängig und gleichzeitig an Projekten arbeiten, was die Zusammenarbeit und Datenkonsistenz deutlich verbessert.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Automatische Komponentenauswahl nach IEC-Normen
  • Durchgängige Kurzschlussnachweise vom Verbraucher bis zur Einspeisung
  • Leitungsdimensionierung und Dokumentation in einem Schritt
  • Flexible Simulation von Netz- und Lastszenarien
  • Cloud-Technologie für paralleles, geräteunabhängiges Arbeiten

Elektroplanung in weniger als der halben Zeit

„Der Siemens Electrical Designer ist ein Quantensprung in der Elektroplanung. Als weltweit erste browserbasierte Lösung vereint er Normenkonformität, Kurzschlussanalyse und automatische Dimensionierung. Er halbiert die Planungszeiten, eliminiert Fehler und bietet spezifisches Normenwissen. Für uns ist das die Zukunft des Engineerings“, sagte Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure.

Mit dieser Erweiterung stärkt Siemens seine Rolle als Technologieführer im digitalen Schaltschrankbau und bietet Anwendern ein praxisnahes Werkzeug, um Planungsprozesse zu beschleunigen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Dokumentationssicherheit zu erhöhen. Der Electrical Designer wird erstmals auf der SPS 2025 vorgestellt.

Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: Eplan, Rittal, Siemens.

Häufig gestellte Fragen

Autor
Angela Struck

Angela Struck

Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.

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