Spanntechnik | Intelligent, sicher, effizient!

Die hier vorgestelle Spanntechnik dient zum Fixieren und Halten eines Werkstücks in Vorrichtungen, Werkzeug-Maschinen oder Bearbeitungszentren. Spannbacke, Spannzange, Schnellspanner, Spannplatte, Spanndorn & Co. müssen sicher, präzise und zuverlässig beim Fräsen, Drehen, Schleifen und sonstigen Bearbeiten von Werkstücken funktionieren. Nachfolgend finden Sie Neuentwicklungen verschiedener Hersteller:
Schnellspanner für die optische Messtechnik
21.11.2023 | Das Heinrich Kipp Werk präsentiert zwei neue Schnell- und Kraftspanner mit schwarzer Oberfläche. Konzipiert für den Einsatz in der optischen Messtechnik fixieren sie das Werkstück während der photometrischen Messung.
Die mattschwarze Oberfläche verhindert Reflektionen beim optischen Fotografieren und Vermessen. Äußere Lichteinflüsse, die während des Messvorgangs zu Spiegelungen führen können, werden kompensiert. Die Spannspanner sind aus brüniertem Stahl gefertigt.
Mit einem Griff aus schwarzem ölbeständigen Kunststoff werden sie geöffnet und geschlossen. Ihr Einsatz kann horizontal oder vertikal erfolgen. Beide Bauformen gibt es in jeweils drei Größen mit einem waagerechten Fuß und einer verstellbaren Andruckspindel.
Schubstangenspanner, Pneumatikspanner, Kniehebelspanner
Das Portfolio der Kipp Schnell- und Kraftspanner enthält Schubstangenspanner, Pneumatikspanner, Kniehebelspanner und inhouse entwickelte Schnellspanner. Die langlebigen Schnellspanner haben einen ergonomischen und bedienerfreundlichen Griff. Die spezielle Oberfläche macht die Spanntechnik beständig gegen Korrosion. Mit dem konischen Spannarm im U-Profil ist die besonders stabil. Die innovativen Schnellspanner gibt es auch mit Sicherheitsverriegelung, die dafür sorgt, dass sich der Griff erst nach dem Lösen der Verriegelung betätigen lässt.
Das Zubehör umfasst u. a. verstellbare Spannstücke für Schnellspanner mit Kraftsensor, Steckverbinder mit Schraubanschluss, Befestigungswinkel, Kunststoffgriffe und Schutzkappen, Adapterblöcke und Adapterplatten sowie Klemmscheiben für Andruckspindeln.
Spanndorne zum sicheren und steifen Spannen

05.09.2023 | Die Spanntop Spannfutter-Technologie, die in den 1970er Jahren von Hainbuch erfunden wurde, revolutionierte die Welt der Werkstückspannung und setzte neue Maßstäbe. Heute folgen viele Anbieter diesem Vorbild.
Die sechseckige Geometrie des Toplus Spannfutters haben die Entwickler dann auch auf den Spanndorn Maxxos übertragen, um eine noch größere Steifigkeit bei höheren Übertragungskräften zu gewährleisten. Hainbuch führt die Innovation weiter und stellt auf der EMO Messe erstmals den Maxxos T212 Spanndorn vor.
Im Unterschied zum bewährten Vorgängermodell Maxxos T211 kommt der Spanndorn T212 ohne Zugbolzen aus. Das prädestiniert ihn besonders für Werkstücke mit Sacklochbohrungen oder begrenzten Spannlängen. Durch den Verzicht auf einen Zugbolzen bleibt mehr Spannlänge erhalten.
Mit seiner sechseckigen Pyramidenstumpf-Form bietet der Maxxos T212 gegenüber runden Spanndornen nicht nur eine um 25 % höhere Haltekraft, sondern auch eine teilweise verdoppelte Drehmomentübertragung. Diese Weiterentwicklung ist ideal für höchste Anforderungen in der Zerspanungstechnik.
Sensor erkennt Zustand der Spannsysteme

05.05.2023 | Mit dem Vero-S Baukasten von Schunk können Werkstück und Spannvorrichtung voll automatisiert und schnell in der Maschine fixiert, positioniert und gespannt werden. Der Abfragesensor Vero-S AFS3 IOL gibt dabei Auskunft über drei Spannzustände der Module.
Beim automatisierten Spannen hilft der neue Sensor über Unsicherheiten hinweg, indem er mehr Transparenz in den Spannvorgang bringt. Über ein IO-Link-Signal meldet der Sensor zuverlässig, wie es um die Spannschieberstellung steht.
Der Anwender erfährt, ob das Modul „geöffnet“, „gespannt ohne Spannbolzen“ oder „gespannt mit Spannbolzen“ ist. Eine LED-Leuchte visualisiert den Spannzustand der Spannsysteme und bietet zusätzliche Bediensicherheit.
Die Komponente ist mit Spannmodulen der Serien NSE3 138, NSE3 99 und NSE3 100-75 kombinierbar. Ein induktiver Näherungssensor zeigt an, ob sich über den Modulen eine Palette befindet. Dieses smarte Zusammenspiel des elektronischen Abfragesystems bietet Anwendern die Sicherheit, die sie beim automatisierten Werkstück einspannen benötigen. Eine pneumatische Spannschieberabfrage ist nicht nötig.
Neben der bequemen Visualisierung des Satus der Spannwerkzeuge sind diese einfach programmierbar: Der Teachvorgang des Vero-S AFS3 IOL erfolgt über die standardisierte IO-Link-Schnittstelle und geht schnell. Auch lassen sich viele Prozessdaten über die Schnittstelle erfassen. Dabei arbeitet der Sensor mit einer Nenn-Spannung von 24 V. Er ist einfach montierbar außerhalb der Spannmodul-Auflage.
Hochflexible Spannbacke für jede Geometrie

02.09.2022 | Der IMI plc Bereich Norgren präsentiert die hochflexible Spannbacke Adaptix. Die neue Spanntechnik ist einfach und schnell an jede Teilegeometrie anpassbar und überträgt dabei die notwendigen Spannkräfte. Dadurch und durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten mittels verschiedenster Fingeraufsätze und Spannstifte reduzieren sich die Rüstzeiten erheblich.
Die Spannbacke ist frei konfigurierbar und bietet je nach Einsatz und Material viele Spannmöglichkeiten für fast jede Fertigung. Alexander Mokry, Solution Engineer bei Adaptix meint: „Gerade im Prototypenbereich und in der Einzelfertigung ist oft ein hoher Aufwand zum prozesssicheren Spannen eines Werkstücks nötig. Bei entsprechendem Teilespektrum lassen sich mit der Adaptix Spannbacke enorme Rüstzeiten einsparen.“
Das Spannsystem sei die erste universelle Lösung, welche sich an jede Teileform anpassen lässt und dabei dieselben Spannkräfte und Wiederholgenauigkeit wie ein herkömmliches Spannsystem bietet. Der Bedarf an einem umfangreichen Backenbestand wird eliminiert. Alle Fingeraufsätze und Spannmaterialien sind vollständig austauschbar.
Mehrfach Spannsystem für unterschiedliche Werkstücke

17.08.2022 | Das Mehrfach Spannsystem von Kipp dient dem zuverlässigen Spannen unterschiedlicher Werkstücke. Es gestattet sehr hohe Spannkräfte und eignet sich für alle Losgrößen. Die Präzisionsverzahnung bietet eine exakte Wiederholgenauigkeit. Ein Umbau von Einfach- zu Mehrfachaufspannungen ist schnell und einfach möglich. Auf der AMB 2022 wird der Mehrfachspanner Systembreite 50 vorgestellt.
Das Mehrfach Spannsystem besteht aus variablen Elementen wie Anschlägen, Spannschienen und Keilspannern mit oder ohne Festbacke. Diese sind miteinander kombinierbar. Spannschienen gibt es in 130, 300, 400, 500, 600 und 700 mm Länge. Mehrere Spannschienen hintereinander erweitern Spannbereiche in der Länge. Bei einer Montage nebeneinander hingegen können Spannbereiche für große Werkstücke verbreitert werden.
Mit Keilspannern lassen sich Werkstücke doppelseitig, Modelle mit Festanschlageinseitig spannen. Dank Präzisionsverzahnung können Festbacken hochgenau positioniert sowie sicher und exakt befestigt werden. Mittels Anziehen der Befestigungsschraube wird die Spannschiene formschlüssig verbunden. Festbacken gibt es in geriffelten, glatten und abgesetzten Varianten. Das Spannsystem ES ist schmal gebaut und prädestiniert für Aufspannungen mit kleineren Werkstücken und größeren Stückzahlen. Festbacken vom Typs DS haben zwei Befestigungsschrauben und finden Einsatz bei größeren Bearbeitungskräften.
Spannschienen lassen sich über verschiedene Schnittstellen befestigen. Es gibt einen seitlichen Spannrand für Spannpratzen, welche sich an jeder beliebigen Position befestigen lassen. Zudem sind Durchgangsbohrungen für genormte Zylinderschrauben und Aufnahmebohrungen für gängige Nullpunkt Spannsysteme mit Systemabständen von 96 und 200 mm vorgesehen. Die Befestigung über Richtnuten ist für T-Nutentische über Passbohrungen für Rastersysteme mit Bohrungsabstand 40 und 50 mm vorgesehen. Ein umfangreiches Zubehör steht zur Verfügung wie Auflageleisten, Aufsatzbacken oder Werkstückanschläge.
Chronologie & Archiv
Die nachfolgenden Berichte dokumentieren die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2016).

17.08.2022 | Der Kippflexx Spanner ist als „Zwei in Eins“ Spannsystem als Rohteil und für die Niederzugspannung einsetzbar. Die patentierte Niederzugfunktion eignet sich für vorbearbeitete Werkstücke. Durch den symmetrischen Aufbau der Spanntechnik zentriert sich das Werkstück mittig. Das ergibt eine hohe Wiederholgenauigkeit.
Das Spannsystem lässt sich wie ein Standard Schraubstock einsetzen. Ein besonderes Merkmal ist die bedienerfreundliche Schnellverstellung über Handkurbeln. Beim Rohteil drücken sich Spannbacken mit Pins formschlüssig in das Material und spannen das Werkstück. Zeitintensives Vorprägen entfällt.
Zwei Ausführungen stehen zur Verfügung. In dem neuen Spannsystem mit einer Breite von 90 Millimeter für kleinere Maschinentische lassen sich Werkstücke mit Abmessungen um die 100 mm frei zugänglich an der Außenkontur bearbeiten. Die Auflagehöhe beträgt hier 155 mm. Der größere 125 mm breite Spanner hat eine Auflagehöhe von 180 Millimeter.
Der Zentrischspanner eignet sich damit optimal für das Werkzeug auf 5-Achs-Fräsmaschinen. Eine Flachführung macht das Spannelement mit einer außergewöhnlich hohen Spannkraft von 52 kN stabil und steif. Für den Spannbereich auf einer Grundplatte benötigt der Anwender drei Adapterwellen und eine Welle zur Verlängerung. Mittels weiterer Grundplatte und Verlängerungswellen lässt sich der Spannbereich wesentlich erweitern. Sind größere Werkstücke zu fixieren, lassen sich auch zwei Spanner nebeneinander setzen. Eine große Auswahl an verschiedenen Spannbacken in den Ausführungen glatt, mit Pins, als Kombi-Stufenbacke oder auch mit Bearbeitungszugabe sind vorhanden.
Der Kippflexx eignet sich aber auch für den Werkzeug und Formenbau sowie den Sondermaschinenbau.

06.07.2022 | Andreas Maier (AMF) präsentiert eine neue Spannzange für das Innenspannen. Diese besteht aus einem Basiselement und einem Aufsatz für die Innenspannung.
„Durch die seitlich angebrachte Spannschraube können Anwender auch Werkstücke, die kein Durchgangsloch haben, innenspannen. Das ist genauso überzeugend wie unsere einzigartige Spannkontrolle“, betont Silvia Herold, Produktmanagerin der Andreas Maier GmbH & Co. KG in Fellbach.
Das Basiselement kann mit vier verschiedenen Möglichkeiten auf dem Maschinentisch aufgespannt werden. Der Spannzangenaufsatz besteht aus Aluminium und ist harteloxiert. Zwei Größen mit Außendurchmesser 70 oder 99 Millimeterstehe zur Verfügung.
Den Spannzangenaufsatz können Anwender zerspanend bearbeiten und so an die Innenkontur ihres zu spannendem Werkstück anpassen. Dadurch können Freiform Konturen sicher und schonend gespannt werden. Das Werkstück benötigt zudem kein Durchgangsloch mehr, um eine Innenspannung sicherzustellen. Über eine mechanische seitliche Betätigung lässt sich auch ein Werkstück mit einem Sackloch spannen. Mittels der Spannkontrolle aus rostfreiem Stahl erkennen Anwender, ob dieses auch wirklich gespannt ist.
Das Basiselement verfügt zur Befestigung auf dem Maschinentisch über einen umlaufenden Spannrand. Seitliche plane Flächen gestatten die Aufnahme im Maschinenschraubstock. Alternativ kann in T-Nuten auf dem Maschinentisch fixiert werden. An der Unterseite sind Aufnahmen für das AMF Zero-Point-System in den Größen K10 und K20 sowie Nuten zur Positionierung auf Nullpunktspannmodulen mit Indexierung eingearbeitet. Die Mechanik ist gegen Schmutz und Kühlwasser geschützt.

03.02.2022 | Das Heinrich Kipp Werk bietet flexible Schnellspanner zum Werkstück-Halten und -Spannen in eine Vielzahl von Ausführungen. Eigenentwicklungen darunter werden unter den Namen Kipplock und Kipplock+ angeboten. Ableitfähige ESD-Schnellspanner und smarte Zustandssensoren lassen den Betätigungszustand erkennen.
Elektrische Entladungen führen in Produktionsumgebungen zur Beschädigung oder Zerstörung von Bauteilen. Um das zu vermeiden, müssen Arbeitsplätze in ESD-Zonen (Electrostatic Discharge) normgerecht ausgerüstet sein. Bei den sicheren ESD Schnellspannern wird die per Norm vorgeschriebene Ableitfähigkeit mit Griffelementen oder Schongummis aus elektrisch leitendem Polyamid bzw. Elastomer gewährleistet. So wird die Spannung weitergegeben und über das Stahlgestell abgeführt.
Neue Zustandssensoren für Schnellspanner ermöglichen die automatische Abfrage des Betätigungszustands. Der Sensor erkennt, ob der Schnellspanner offen oder geschlossen ist. Die Informationen werden elektronisch verarbeitet. Vorhandene Schnellspanner lassen sich mit dieser Lösung aus der Produktlinie Featuregrip einfach nachrüsten.
Als Werkstoffe für die Schnellspanner werden Stahl und Edelstahl verwendet. Es gibt drei Bauformen: horizontale, vertikale Schnellspanner und Schubstangenspanner. Die einhändige Verriegelung im Griff und die Klemmung der Werkstücke per Kniehebelprinzip zeichnen die Spannelemente aus. Ausführungen mit senkrechtem oder waagerechten Fuß passen das Spannsystem an die Montageanforderung an.
Die Schnellspanner der Baureihen Kipplock und Kipplock+ bieten einen ergonomischen Griff und sind besonders bedienerfreundlich. Die hochwertigen Materialien, innovativen Gelenkbuchsen und korrosionsbeständigen Oberflächen überstehen mühelos 300.000 Spannzyklen.
Das Spannelement Kipplock+ verfügt zudem über eine integrierte Sicherheitsverriegelung. Die innenliegende Stabverriegelung hat eine automatische Sicherung, an der nichts hängen bleiben oder sich verfangen kann. Bedienen lässt sich das Spannsystem sogar mit Arbeitshandschuhen.

14.09.2021 | Um zwei Bauteile werkzeuglos miteinander zusammenzuspannen hat Kipp neue Spanndorne im Portfolio. Mit ihnen werden die Werkstücke über Bohrungen positioniert und fixiert. Bedient wird der Spanndorn über einen Exzenterhebel. Dabei kann der Anwender Spannbereich und Haltekraft stufenlos einstellen.
Aufgrund der kompakten Bauform lässt sich der Spanndorn in Durchgangsbohrungen oder Sacklochbohrungen einsetzen. Die Bohrungen müssen hinsichtlich Abmessung, Oberfläche und Form keine hohen Ansprüche erfüllen. Es gibt die Spanndorne in Durchmessern 10, 12 und 14 mm, optional auch in anderen Größen.
Der Spanndorn wird in geöffnetem Zustand in der Bohrung platziert. Am Anfang des Schließvorgangs spreizt sich der Spanndorn und fixiert sich im unteren Bauteil. Das integrierte Tellerfederpaket verursacht einen Niederzugeffekt. Dadurch werden die beiden Bauteile am Ende des Schließvorgangs zusätzlich gespannt und somit sicher verbunden.
Entsprechend des Durchmessers vom Spanndorn lassen sich Haltekräfte von bis zu 3,3 kN erzielen. Der Exzenterhebel dient der schnellen Fixierung der Spanntechnik. Der Spannvorgang erfolgt über Flächenpressung. Das schont die Werkstückoberfläche. Das Spannmittel eignet sich für Vorrichtungen und für die Bearbeitung in Werkzeugmaschinen. Ein Anwendungsbeispiel ist das schnelle Fixieren von Montageplatten.

26.03.2020 | Jakob Antriebstechnik stellt seine hydromechanischen Federspannzylinder der Baureihe ZSF vor. Die robusten Spannelemente finden überall dort Einsatz, wo verschiebbare oder bewegliche Maschinenteile zeitweise geklemmt oder arretiert werden müssen. Weitere Anwendungen finden sich im Vorrichtungsbau und für die Werkstück- bzw. Werkzeugklemmung. Die Federspannsysteme arbeiten in Wechselwirkung mechanisch-hydraulisch.
Die Spannkraft wird mechanisch durch ein vorgespanntes Tellerfederpaket aufgebracht. Die Hydraulik wird nur für den Lösehub der Elemente eingesetzt, wodurch der Zuganker bzw. Druckbolzen gelüftet wird. Weil die Spannkraft unabhängig vom Öldruck oder Leckageverlusten stets in voller Höhe erhalten bleibt, ist eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet.
Bei der Arbeitsweise werden Druck- bzw. Zugkolben wechselseitig von dem Tellerfederpaket oder dem Hydraulikdruck beaufschlagt. So wird das Federpaket mit steigendem Öldruck komprimiert, die Federkraft erhöht sich. Bei Einstelldruck wird die entsprechende Nennklemmkraft als Reaktionskraft des Tellerfederpakets erreicht.
Zum Lösen der Druck- oder Zugkolben ist ein höherer Hydraulikdruck erforderlich, der bis zu einem Maximalwert proportional zum Lösehub ist. Das bedeutet, dass der Einstelldruck nur bei der Erstmontage zur exakten Kraftjustage benötigt wird. Im eigentlichen Betriebszyklus werden die Zylinder entweder drucklos oder mit Lösedruck gefahren.
Bei Federspannzylindern wird in die Gewindebohrung des Zugkolbens ein Spanndorn oder Zuganker eingeschraubt und gesichert. Für den Betrieb wird ein Hydraulikaggregat benötigt, das mit Druckbegrenzungsventil, Manometer, Schalt-Magnetventil und Druckschaltgerät ausgestattet sein sollte.

19.09.2019 | Tebis stellt auf der EMO seine neue Spannsysteme Bibliothek vor und bringt damit die digitalen Zwillinge sämtlicher Fertigungsmittel in einer Umgebung zusammen. Bisher zählen dazu bereits Bibliotheken für Werkzeuge, für Maschinen und deren Aggregate.
Nur mit Kenntnis der Spannmöglichkeiten und deren Abbildung in den CAD/CAM-Daten kann der NC-Programmierer optimal arbeiten – beispielsweise, wenn es darum geht, Aufspannlagen, geeignete Werkzeuge und Werkzeug-Anstellungen zu definieren.
Ebenso ist die reale Spannsituation für die Simulation und die Kollisionsprüfung unerlässlich. Unser Anspruch ist es, einen zuverlässigen und vollständigen Prozess rund um die optimale Auslastung hochwertiger Maschinen zu bieten.“
Die neue Spannsysteme-Bibliothek von Tebis bildet sämtliche gängige Mittel zur Fixierung der Werkstücke im Bearbeitungsprozess ab. Angefangen beim Niederzugschraubstock über die Zwingen bis hin zum Schraubstockfutter lassen sich alle gängigen Spannsysteme jetzt übersichtlich in einer Bibliothek verwalten und schnell und einfach zur realitätsgetreuen Simulation und zur Kollisionsprüfung heranziehen.
Im CAD/CAM-Modell lässt sich die genaue Aufspannlage exakt einrichten, Nullpunkt- und konventionelle Spannsysteme werden abgebildet und alle Zusammenbaumöglichkeiten werden überprüft.

22.05.2019 | Das 5-Achs-Modul Spannsystem Größe 138 vom Heinrich Kipp Werk hat sich bei einem Einsatz mit schweren Werkstücken bewährt. Erst vor einem wurde es neu vorgestellt. Jetzt berichtet der Hersteller über den erfolgreichen Einsatz bei der Spannung eines Werkstücks mit einem Gewicht von 40 t.
Die Anforderung beim Kunden war das Werkzeug-Spannen für Spritzgießmaschinen – und zwar hochkant für die 5-Seiten-Komplettbearbeitung. Die kleinste Teilefamilie hatte Abmessungen von 2 x 2 x 0,8 m mit einem Gewicht ab 15 t. Die Größte betrug bereits 4 x 4 x 1,1 m mit einem Gewicht bis 40 t.
Für diese Anwendung ist das 5-Achs-Modul-Spannsystem in der Größe Durchmesser 138 prädestiniert. Nach Installation der Aufspannung ergab sich eine Rüstzeitoptimierung von über 300 %. Bisher hat der Kunde 90 min gerüstet, nun maximal noch 20 min. Dabei wird ein Auflagegewicht von 10 t pro Modul realisiert. Es werden immer 4 Basismodule der Größe 138 gleichzeitig eingesetzt. Die Einbringung erfolgt über eine Zentrierhilfe am Basismodul zum einfacheren Platzieren des Werkstücks via Kran.
Das Modul-Spannsystem 138 ist mit den bisherigen Größen von 50 und 80 mm kompatibel und universell einsetzbar. Als XXL-Ausführung ermöglicht es die Befestigung bis Gewinde M 60.

25.08.2016 | Ringspann stellt seinen patentierten mechanischen Dehnhülsen-Spanndorn HDDS vor. Mit dieser Weltneuheit erhalten vor allem Metallbearbeiter in Verzahnungstechnik und Feinzerspanung eine hochpräzise und wirtschaftlich attraktive Alternative zu hydraulischen Dehnspannzeugen. Der Spanndorn bietet eine Rundlaufgenauigkeit von ≤ 5 µm.
Zudem kann er ein Werkstück mit Bohrungen bis Toleranzklasse IT10 aufnehmen und reduziert beim vollautomatisierten Einsatz den Aufwand für die erforderliche Zuführ- und Positioniertechnik erheblich.
Die mehrteilige Schraubstock und Steckkonstruktion eignet sich für die Hand- oder Kraftspannung: Der Spanndorn besteht aus einem Zugbolzen, auf dem ein Paket von Spannscheiben sitzt; darüber befindet sich eine mittig geschlitzte Dehnhülse. Diese ist mit einem Flansch verschraubt. Bei axialer Betätigung des Zugbolzens werden die Spannscheiben am gesamten Umfang gleichmäßig expandiert – und gleichzeitig auch die geschlitzte Dehnhülse geweitet.
Verstärkt durch konisch verlaufende Verformungsstege verkürzt sich hierbei die Dehnhülse, wodurch das eingespannte Werkstück einen Plananzug zur Anlage erfährt. Durch eine zusätzliche Pinole oder Zentrierspitze erlangt der Dehnhülsen-Flanschdorn die benötigte Steifigkeit und Genauigkeit für die Bearbeitung.

21.01.2016 | Witte stellt mit der Gefrierspanntechnik eine neue Möglichkeit zur Werkstückspannung vor. Diese eignet sich zum Spannen auf einem Fräszentrum in der mechanischen Fertigung oder auf einer Koordinaten- Messmaschine. Hier werden die zu bearbeitenden Werkstücke, egal aus welchem Material mittels gefrorenem Wasser einfach auf der Spannplatte eines Ice-Vice-Spannsystems festgefroren.
Bei den unterschiedlichen Systemen dieser Spannmethode kann der Spannvorgang innerhalb von Sekunden erfolgen. Die Dauer zur Umwandlung des Aggregatszustandes vom Wasser zum Eis ist dabei abhängig von der Leistungsfähigkeit des Gerätes, der Art, dem Volumen und der Größe der Spannfläche.
Einsatzmöglichkeiten dieser Spannmethode finden sich bei der mechanischen Fertigung, beim Schleifen, Bohren und Fräsen in vielen Branchen. Speziell Werkstücke kleinerer Abmessungen und/oder druckempfindliche Materialien können elegant mit dieser Methode sicher gespannt werden.
Quellenangabe: Dieser Beitrag basiert auf Informationen folgender Unternehmen: AMF, Hainbuch, Heinrich Kipp Werk, Jakob Antriebstechnik, Norgren, Ringspann, Schunk, Tebis, Witte.
