Flüsterleise Aufzugsbremse sichert Aufzüge und Fahrtreppen

Mayr Aufzugsbremsen
Tausendfach bewährt schützt die Mayr Aufzugsbremse kleine und große Menschen zu einhundert Prozent.

Die Fahrgast Sicherheit hat oberste Priorität, wenn Menschen mit Aufzügen transportiert werden. Sicherheitsrelevante Bauteile wie die Aufzugsbremse müssen daher höchste Qualitätsanforderungen erfüllen. Auf der zu Ende gegangenen Interlift hat Mayr Antriebstechnik seine ganze Bandbreite der bewährten Aufzugsbremsen präsentiert wie wellenmontierte Sicherheitsbremsen und die energiegelandene Zangenbremse Roba-Diskstop. Diese und weitere Infos über die Roba Bremsen gibt es nachfolgend:

Sensorlose Überwachung dank patentiertem Dämpfungssystem

Mayr Aufzugsbremse Interlift 2025
Neue Aufzugsbremse von Mayr mit metallischer Dämpfung und sensorlosem Monitoring

26.09.2025 | Auf der Interlift 2025 in Nürnberg präsentiert Mayr Antriebstechnik eine Weiterentwicklung seiner Sicherheitsbremsen für Aufzüge. Die neue Aufzugsbremse basiert auf einem patentierten Dämpfungssystem mit einer speziell ausgelegten Geometrie der Ankerscheibe.

Die Neuentwicklung ersetzt die bisherige einstellbare Elastomer-Dämpfung und bleibt temperaturstabil bei 0° bis 80 °C. Sie altert nicht und hält das Geräuschniveau dauerhaft niedrig unter 65 dB(A) –  auch nach bis zu fünf Millionen Schaltungen. Gleichzeitig steigt die Leistungsdichte, während Energie- und Materialeinsatz sinken und mechanische Nachjustagen entfallen.

Mit Blick auf die EN ISO 8100-1/2:2025 (Ablösung der EN 81-20/50:2020) und die diskutierten täglichen Bremskraftmessungen adressiert die metallische Dämpfung typische Schwächen elastomerbasierter Systeme wie Temperaturalterung und Drift. Ergebnis sind langzeitstabile akustische und funktionale Eigenschaften, die Prüfprozesse vereinfachen und die Sicherheit über die Lebensdauer gewährleisten.

Für die Zustandsüberwachung bietet Mayr ein intelligentes, sensorloses Bremsenmonitoring: Der Roba Brake-Checker wird in die Spannungsversorgung geklemmt und erkennt aus Strom-/Spannungssignaturen Schaltzustand, Ankerscheiben-Bewegung, Spulentemperatur, Verschleiß und Funktionsreserve. In der erweiterten Ausführung stehen über eine kundenspezifische Schnittstelle (z. B. Ethernet) detaillierte Daten zu Schaltzeit, Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und Reserve für Trendanalysen, Fernwartung und planbare Instandhaltung bereit. Eine Nachrüstung ist möglich. Alternativ lässt sich die Brake-Checker-Logik als Software in bestehende Steuerungen integrieren – ohne Hardwareeingriff in Umrichter/PLC.

Aufzugsbremse für chinesische Prestige Hochhäuser

Aufzugsbremse Hochhaus Mayr
Im 2021 hat Mayr mehrere Prestige Gebäude mit der Aufzugsbremse Roba diskstop ausgestattet.

02.05.2022 | Besondere Ansprüche an Aufzugsbremsen stellen High-rise Aufzüge in Hochhäusern wie im Buddha Tower in Xian, dem World Financial Center in Shanghai sowie vielen anderen Metropolen der Welt. Der Trend zu neuen und immer höheren Gebäuden reist besonders in China nicht ab. Dort hat Mayr allein im vergangenen Jahr mehrere Prestige Gebäude mit seiner Roba-diskstop Zangenbremse ausgestattet. Diese Zangenbremsen verfügen über eine hohe Energieaufnahmefähigkeit bei dynamischen Bremsungen. Damit eignen sie sich hervorragend für den Einsatz in Fahrstühlen mit hoher Masse und Fahrgeschwindigkeit.

Auf die neuen Richtlinien und Vorgaben ist das Unternehmen übrigens bestens vorbereitet. Zum Beispiel darf aufgrund des Brexit im Vereinigten Königreich künftig nur noch eine Bremse mit UKCA-Label (UK Conformity Assessed) eingesetzt werden. In China wird es ab 2023 eine Revision des dortigen GB Standards für Aufzüge geben.

Predictive Maintenance mit intelligentem Monitoring

Mit dem intelligenten Roba-brake-checker Modul lassen sich die Aufzugsbremsen monitoren. Das Modul ist bereits für die Bremsen des Herstellers in vielen Branchen markterprobt. Auf der Interlift präsentiert das Unternehmen sein Konzept, mit dem Anwender einen technischen Industrie 4.0 Mehrwert generieren können. 

Der Roba-brake-checker macht die Wartung der Aufzugsbremse planbar, so dass Anlagenbetreiber und Anlagenhersteller die Wartung gezielt und abgestimmt auf den Arbeitsprozess vornehmen können. Die Fehlerausgabe im Problemfall gestattet hier auch eine Fernwartung. In einigen Ländern ist eine regelmäßige Wartung durch Service-Mitarbeiter durchzuführen. Dabei werden die Ergebnisse manuell dokumentiert. Entfallen solche Servicearbeiten, sparen Kunden viel Geld.

Chronologie & Archiv

Die nachfolgenden Berichte dokumentieren den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen der vergangenen Jahre (ab 2018).

Als erster Anbieter kann Mayr Antriebstechnik bereits heute die Baumusterprüfbescheinigung durch den TÜV Süd nach Richtlinie 2014/33/EU und Prüfgrundlage EN 81-50 bzw. EN 81-20 für alle betroffenen Aufzugsbremsen vorweisen.

10.12.2015 | Die neuen Aufzugsnormen EN 81-20 und EN 81-50 sollen europäischen Aufzugsanlagen künftig noch sicherer machen. Als erster Bremsen Hersteller setzt Mayr die neue Norm schon jetzt um. Für die betreffenden Aufzugsbremsen hat das Unternehmen bereits zur Interlift 2015 Produkte präsentiert, die über die ab 20. April 2016 für alle Hersteller geltende Baumusterprüfbescheinigung durch den TÜV Süd nach Richtlinie 2014/33/EU verfügen.

Das europäische Komitee für Normung (CEN) hat mit der EN 81-20 und der EN 81-50 zwei neue Normen für die Konstruktion von Aufzügen und die Prüfung von Aufzugskomponenten verabschiedet. Diese lösen verbindlich zum 1. September 2017 die bekannten Normen EN 81-1 und EN 81-2 ab und haben zum Ziel, die bereits bestehenden hohen Sicherheitsstandards bei Aufzügen – für Fahrgäste und Servicepersonal – weiter zu erhöhen. Die Norm EN 81-20 bezieht sich dabei auf die Vorgaben für die Konstruktion eines Aufzugs und die technischen Eigenschaften. Die EN 81-50 regelt, wie die Prüfung von Aufzügen und einzelnen Komponenten erfolgen muss. So werden durch die EN 81-50 unter anderem weitere Anforderungen an die Baumusterprüfung der Bremseinrichtungen als Teil der Schutzeinrichtungen für den aufwärtsfahrenden Fahrtkorb gegen Übergeschwindigkeit (SAFÜ) sowie gegen unbeabsichtigte Bewegung des Fahrkorbs (SUBF) gestellt.

Um in den Aufzügen immer größtmögliche Betriebssicherheit zu gewährleisten unterliegen alle Mayr-Sicherheitsbremsen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle. So werden vor Auslieferung alle Bremsen ausführlich auf geeichten Prüfständen getestet und funktionsrelevante Werte dokumentiert. Eine elektronische Datenbank, in der die Messwerte zusammen mit den dazugehörigen Seriennummern eines Produkts archiviert werden, gewährleistet dabei eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit.

Lebensdauer auslegen und Bremsmoment Toleranzen

„Die langjährige Erfahrung und unzählige Versuche unserer Entwicklungs- und Versuchsabteilung im Stammhaus Mauerstetten bilden die Basis für eine gewissenhafte Lebensdauerauslegung unter Berücksichtigung realistischer und verifizierter Bremsmomenttoleranzen“, erklärt Alexander Hutler, Branchenmanager Aufzüge bei Mayr in Mauerstetten.

„Alle Bremsenbauteile sind sicher dimensioniert und nur aus hochwertigen, bekannten und bewährten Werkstoffen gefertigt. Unsere Bremsen sind so ausgelegt, dass sie das geforderte Nennmoment unter allen auftretenden Betriebsbedingungen, unabhängig z. B. von Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit, zuverlässig erreichen.“ Die Aufzugsbremsen sind zudem mit einer patentierten Geräuschdämpfung ausgestattet. Bei geräuschoptimierten Ausführungen sind Schaltgeräusche praktisch nicht vorhanden und liegen im Neuzustand unter 50 dB(A) (Schalldruckpegelmessung).

Marketing- und Vertriebsleiter Johann Eberle (Mitte), Zhang Lexiang (rechts), Secretary General China Elevator Association

28.10.2015 | Während der Interlift 2015 besuchten Vertreter der führenden chinesischen Aufzugsverbände den deutschen Stammsitz von Mayr -Antriebstechnik, dem weltweit führenden Hersteller von Aufzugsbremsen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Sicherheit der Aufzüge in China zu erhöhen. Bei der Betriebsbesichtigung vor Ort überzeugten sich die Teilnehmer selbst davon, wie der Bremsenspezialist die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte erreicht.

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 12.000 Aufzüge neu installiert. Ein Großteil davon ist mit Sicherheitsbremsen von Mayr ausgestattet. Die Bremsen gewährleisten in den Aufzügen die Sicherheit der Fahrgäste zu jeder Zeit. In China, dem seit Jahren international wichtigsten Herstellerland und größten Absatzmarkt der Branche werden jährlich weitaus mehr Aufzüge – etwa eine halbe Millionen – neu installiert. Während der Messe nahmen sich rund 30 Vertreter der chinesischen Aufzugsverbände sowie namhafte Aufzugsbauer aus China die Zeit, das deutsche Stammhaus in Mauerstetten zu besuchen. Bei verschiedenen Vorträgen und einer Betriebsbesichtigung erhielten die Teilnehmer dabei interessante Einblicke, wie Qualität und Zuverlässigkeit sichergestellt wird.

Hundertprozentige Rückverfolgbarkeit und Qualitätskontrolle

Um in den Aufzügen immer größtmögliche Betriebssicherheit zu gewährleisten unterliegen alle Sicherheitsbremsen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle. So werden bei jeder einzelnen Bremse vor der Auslieferung alle funktionsrelevanten Werte auf Prüfständen getestet und dokumentiert. Eine elektronische Datenbank, in der die Messwerte zusammen mit den dazugehörigen Seriennummern eines Produkts archiviert werden, gewährleistet dabei eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit. Die langjährige Erfahrung und unzählige Versuche der Entwicklungs- und Versuchsabteilung im Stammhaus Mauerstetten bilden die Basis für eine gewissenhafte Lebensdauerauslegung unter Berücksichtigung realistischer und verifizierter Bremsmomenttoleranzen.

Während der Betriebsführung konnten sich die chinesischen Gäste in der hauseigenen Schallmesskabine selbst vom flüsterleisen Betrieb der Bremsen überzeugen und waren begeistert. Für den Zugang zum asiatischen Markt betreibt Mayr bereits seit 2004 ein eigenes Werk in Zhangjiagang bei Shanghai mit heute etwa 110 Mitarbeitern. „Für unser chinesisches Werk gelten dieselben Qualitätsstandards wie in Deutschland“, erklärt den Besuchern Jack Tang, Sales Manager bei Mayr China. „Das betriebliche Qualitätsmanagementsystem in Zhangjiagang ist ebenfalls nach ISO 9001 zertifiziert. Das bestätigt das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Unternehmens.“ Das Fazit für die Gäste: Produkte können zwar kopiert werden, dauerhaft notwendige Sicherheit ist aber nur mit langjähriger Erfahrung und hochqualifizierten Mitarbeiter möglich.

Autor
Simone Dauer

Simone Dauer

Leiterin Marketing und Kommunikation bei der Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Mauerstetten.

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