Multimaterial 3D-Drucker zur additiven Fertigung

Die Schaeffler Gruppe präsentierte auf der Automatica 2023 ein neuartiges System für das additive Manufacturing für die Industrie. Der Multimaterial 3D-Drucker bietet ein grenzenloses Potential für einzigartige Material-Kombinationen und Funktionsintegration, freie Design-Gestaltung und schnelle Marktreaktion in der additiven Fertigung.
Patentierte Beschichtung für pulverbettbasiertes Laserschmelzen

27.11.2023 | Durch pulverbettbasiertes Laserschmelzen lassen sich Bauteile wie Werkzeuge, Prototypen oder Kleinserien innovativer, effizienter und noch nachhaltiger herstellen.
Die patentierte Selective Powder Deposition (SPD)-Technologie von Schaeffler Aerosint ermöglicht das Auflegen homogener Schichten aus mehreren nebeneinander angeordneten Materialbereichen. So bringt der selektive Auftrag verschiedener Pulver das richtige Material in der erforderlichen Menge an die gewünschte Stelle.
Sogenannte Recoater halten dafür separat mehrere Materialpulver bereit. Vergleichbar mit dem Schlitten eines Bürodruckers appliziert dieser 3D-Bauteile in bis zu 300 μm großen Pulverpixeln. Die SPD-Technologie lässt sich auf additive Fertigungsverfahren wie Binder Jetting und Laser Powder Bed Fusion sowie auf indirekte Verfahren anwenden.
Schaeffler Special Machinery wird die SPD-Technologie in seinem Multimaterial-3D-Drucker einsetzen, der ab 2024 auf den Markt kommt. „Mit Integration dieser Zukunftstechnologie kann Schaeffler Special Machinery als Partner für Produktionsexzellenz seinen Kunden ein noch diversifizierteres Anlagenportfolio anbieten, insbesondere für die Bereiche Industrie 4.0 und Medizintechnik“, erläutert Bernd Wollenick, Leiter Schaeffler Special Machinery.
Metall-Keramik zur additiven Fertigung
13.07.2023 | Die Multimaterial-3D-Druck Anlage von Schaeffler basiert auf einem einzigartigen Konzept für die hochpräzise additive Fertigung von 3D-Druck Bauteilen in einer Kombination aus Metallen und Keramiken. Bei der Entwicklung der Anlage für additive Fertigung, die Metalle und Keramiken kombiniert drucken kann, hat Schaeffler mit einem Partner für Materialaufbring-Verfahren zusammengearbeitet.
Im Rahmen des Projekts wurde ein gesamtheitlicher Produktionsansatz verfolgt, der vom Design der 3D Geometrie bis zum fertigen Bauteil alles umfasst. Der Multimaterialdrucker stellt neben der Anlage selbst auch die Software und das Druckmaterial bereit. Ergänzt wird das Angebot durch Services wie design to print und die Vermessung sowie Kalibrierung der Anlage.
Meilenstein in der additiven Fertigung

„Unser neuentwickeltes Anlagenkonzept für den 3D-Druck mit verschiedenen Materialien ist ein Meilenstein für die Integration additiver Fertigungsverfahren in unsere Fertigungslinien“, sagt Bernd Wollenick. „Die Lösung ermöglicht Kunden innovative Materialkombinationen, neue Funktionsintegration in Bauteile und Werkzeuge sowie höhere Flexibilität bei der Gestaltung von Produkten und Werkzeugen.“
Das Multimaterial 3D Druck Verfahren
In dem innovativen 3D Druckverfahren werden die Materialschichten auf dem Druckbett aufgebracht. Aus integrierten Pulver-Reservoirs gelangen bis zu drei unterschiedliche Materialien in den Recoater, der die verschiedenen Pulver nebeneinander Schicht für Schicht auf der Bauplattform ablegt.
Mittels Laserschweißen verschmelzen die einzelnen Schichten sukzessive miteinander. Mehrere Scanner und Laserquellen übernehmen die Bearbeitung einer großen Materialien Bandbreite. In einer mit Argon-Schutzgas geschützten Prozesskammer findet der 3D Druck statt.
Die 3D Druck Bauteile können bis zu 250 x 250 x 250 mm groß sein. Sie werden mit einer Schichtdicke von 40 bis 200 µm gedruckt mit einer Präzision von 0,2 mm. Die Dichte beträgt dabei zum Beispiel bei Stahl 99,9 % oder bei Kupfer, 99 %. Die neue Multimaterial 3D Druck Anlage wird ab 2024 verfügbar sein.
Multimaterial 3D-Drucker: Was heute und vielleicht morgen möglich ist
27.06.2023 | Carsten Merklein, Leiter Advanced Manufacturing Technologies bei der Schaeffler AG in Herzogenaurach, präsentiert die neue Multimaterial 3D-Druck-Anlage, die künftig vielleicht sogar Komponenten für Elektromotoren drucken wird. Das Statement wurde auf der Automatica in München gegeben.



