Verdrahtung von Schaltschrank & Co. blitzschnell konfektionieren
Flexibel und schnell verdrahten mit dem neuen Wire Terminal von Rittal
Zugriffe: –Aktualisiert: 10.05.2026
Zur vollautomatischen Drahtkonfektionierung bietet Rittaldie Wire Terminals WT C5 und C10 und ganz neu das Wire Handling System. Drähte für Kabel und Leitungen sind damit zehnmal schneller konfektionierbar als von Hand. Vernetzt vom Elektrotechnik Engineering bis in die Fertigung profitieren Anwender von dieser prozessübergreifenden Lösung für die effiziente Verdrahtung. Der modulare Aufbau bietet zahlreiche Optionspakete. Mit ihnen erhalten Hersteller von Steuerung und Schaltanlagen eine Automatisierungslösung, die zukunftsorientiert ist.
Vollautomatische Drahtkonfektionierung
Die Verdrahtung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau erfordert etwa 50 % der Verarbeitungszeit beim Verlegen von Kabel und Leitungen. Deswegen ist es ein großes Pfund, wenn Unternehmen die Konfektionierung und elektrische Verdrahtung bei der Verkabelung beschleunigen können und zudem bei gleicher Qualität auch noch Kosten sparen. Rittal bietet hierfür Lösungen:
Automatisierte Drahtkonfektionierung für kleinere Steuerungsbauer
Mit dem neuen Wire Terminal WT L für kleine und mittlere Betriebe beschleunigt Rittal die Drahtkonfektionierung um das bis zu 11-Fache.
11.05.2026 | Rittal Automation Systems erweitert sein Portfolio für den automatisierten Steuerungs- und Schaltanlagenbau um den Wire Terminal WT L. Der neue Drahtkonfektionier-Vollautomat basiert auf der Plattform des größeren Wire Terminal WT C, ist jedoch kompakter ausgelegt und richtet sich gezielt an kleinere und mittlere Betriebe. Damit wird die automatisierte Drahtherstellung bereits bei geringeren Durchsätzen wirtschaftlich interessant.
Vorgestellt wurde die neue Lösung auf der Hannover Messe 2026. Laut Rittal beschleunigt der Wire Terminal WT L die Drahtkonfektionierung um das bis zu 11-Fache. Die Maschine übernimmt das Ablängen, Beschriften und die Aderendbehandlung der Drähte vollautomatisch.
Dadurch sinken Durchlaufzeiten und Prozesskosten, während Fachkräfte von wiederkehrenden manuellen Tätigkeiten entlastet werden. Eine Amortisation gibt Rittal bereits ab rund 150 Schaltschränken pro Jahr mit jeweils 500 Drähten an; die kalkulierte Amortisationszeit liegt dann bei etwa 2,5 Jahren.
„Der Bedarf an Prozessoptimierung ist unabhängig von der Betriebsgröße, genau wie die Knappheit an Fachkräften. Mit Rittal Automation Systems sehen wir uns in der Verantwortung, auch kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit zu geben, fit für den hohen, digital getriebenen Automatisierungsgrad des zukünftigen Steuerungsbaus zu werden“.
– Thorsten Eberz, Leiter Product Management bei Rittal Automation Systems
Kompakter Aufbau mit bewährter Technologie
Der Wire Terminal WT L nutzt zentrale Technologien des etablierten WT C. Dazu gehören u. a. das servomotorische Crimpmodul sowie die präzise Drahteinführung mit RFID-gestütztem Drahteinzug. Gleichzeitig wurde das System auf kleinere Fertigungen angepasst. Die Stellfläche beträgt rund 2 m². Ein 12-facher Drahteinzug und ein einzelnes Drahtausgabesystem reduzieren Komplexität und Investitionskosten, ohne die wesentlichen Vorteile der automatisierten Drahtkonfektionierung aufzugeben.
Rittal bietet den neuen Vollautomaten in zwei Varianten an. Das Wire Terminal WT L5 verarbeitet Leiterquerschnitte von 0,5 bis 2,5 mm² und führt Aderendhülsen mit Kunststoffkragen aus fünf Fördertöpfen zu. Das Wire Terminal WT L10 ist für Querschnitte von 0,5 bis 6 mm² ausgelegt und verfügt über zehn Fördertöpfe.
Die Ausgabe der vorkonfektionierten Drähte erfolgt wahlweise in ein 5-faches Drahtschienensystem, in einen Drahtkettenbündler oder direkt in die Drahtfördereinheit des neuen Wire Handling Systems. Dieses transportiert die Drähte per Druckluft just-in-time und just-in-sequence vom Wire Terminal an bis zu vier Arbeitsplätze. Dadurch lässt sich der Materialfluss in der Verdrahtung weiter automatisieren.
Digitale Daten aus Eplan für die Fertigung
Wie das größere Wire Terminal WT C nutzt auch der Wire Terminal WT L die Drahtinformationen aus Eplan. Die Daten aus dem Engineering werden direkt für die Fertigung verwendet – vom Ablängen über die Beschriftung bis zum Crimpen. Damit wird der digitale Zwilling aus der Planung konsequent in die Produktion übertragen. In Verbindung mit Eplan Smart Production, dem RiPanel Processing Center und dem Wire Handling System lässt sich der Fertigungsprozess im Steuerungsbau weiter digitalisieren.
Effizientere Verdrahtung mit neuem Wire Handling System
Rittal präsentiert zur SPS sein neues Wire Handling System WHS. (Bild SPS 2024)
27.10.2025 | Mit dem neuen Wire Handling System (WHS) erweitert Rittal Automation Systems das Automatisierungsportfolio rund um den Drahtkonfektionier-Vollautomaten Wire Terminal WT und steigert damit Effizienz, Flexibilität und Prozesssicherheit in der Schaltschrankfertigung.
Das System transportiert die am Wire Terminal vorkonfektionierten Drähte automatisch per Druckluft an mehrere, auch räumlich entfernte Arbeitsplätze. In Kombination mit dem digitalen Assistenzsystem Eplan Smart Wiring können Monteure die Verdrahtung nun deutlich einfacher und fehlerfrei umsetzen: Mit einem Knopfdruck fordern sie den exakt passenden Draht an – Verwechslungen sind ausgeschlossen.
Ein weiterer Vorteil: Ein einziges Wire Terminal kann parallel mehrere Projekte und Arbeitsplätze bedienen. Das senkt die Stillstandzeiten und sorgt für eine gleichmäßige Auslastung in der Produktion. Die Kombination aus präziser Datenbasis in Eplan und den automatisierten Lösungen von Rittal Automation Systems schafft so den direkten Weg in die robotergestützte Verdrahtung der Zukunft.
Rittal zeigt das neue Wire Handling System erstmals zur SPS 2025 in Nürnberg – als weiteren Schritt hin zur vollintegrierten, digitalisierten Fertigung im Schaltschrankbau.
Konfektionierung und Verdrahtung beschleunigen
22.11.2022 | Die Verdrahtung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau erfordert etwa 50 % der Verarbeitungszeit beim Verlegen von Kabel und Leitungen. Deswegen ist es ein großes Pfund, wenn Unternehmen die Konfektionierung und elektrische Verdrahtung bei der Verkabelung beschleunigen können und zudem bei gleicher Qualität auch noch Kosten sparen. Möglich wird das mit dem neuen Vollautomaten zur Draht Konfektion, dem Terminal WT C5 und C10. Mit ihm lassen sich Drähte zehn Mal schneller individuell in schwarz, weiß und hellblau bedrucken und kommissionieren als von Hand.
Die Vorteile der Verdrahtung sind:
Kombinationsvielfalt der Komponenten
unterschiedliche Wege der Draht Ausgabe
Unterstützung der nachgelagerten, digital durchgängigen und automatisierten Prozesse, Beispiele: Beschriftung, Sortierung und Transport.
Auf Basis des modularen Systemaufbaus ist die Konfiguration zum Verdrahten hard- und softwareseitig individuell anpass- und erweiterbar. Die Amortisationszeit beträgt ab 300 Schaltschränke im Jahr nur 2,5 Jahre.
Das Wire Terminal WT gibt es in zwei Ausführungen und flexiblen Ausbaustufen. Die WT C5 dient als Einstieg in die Drahtkonfektionierung. Sie verfügt über fünf Fördertöpfe für Aderendhülsen. Sie bietet eine Aderendbehandlung für Drahtquerschnitte von 0,5 bis 2,5 mm2 einschließlich Ablängen, Beschriften und Crimpen. Die WT C10 hat zehn Fördertöpfe für Aderendhülsen mit Drahtquerschnitten bis zu 6 mm². Beide Varianten können bis hin zum vollen Funktionsumfang in der jeweiligen Drahtanwendung ausgebaut werden.
Schnellwechselsystem für Drähte
Der Vollautomat lässt sich leicht über das 24“ Touchdisplay bedienen. Die sichere Drahtzuführung und das einfache, schnelle Umrüsten auf andere Drähte geschieht über ein neuartiges System zur Drahtführung mit drei Einzugsblöcken für maximal 36 Drähte. Pro Block können 12 Drahttypen geführt werden. Mit dem Schnellwechselsystem lassen sich die Einzugsblöcke flexibel rüsten und wechseln. Ein RFID Transponder sichert automatisch die Drahtrüstung. Ein einfacher Wechsel kompletter Drahtlager ist damit möglich.
Bis zu zehn Fördertöpfe stehen für die prozesssichere Zuführung von losen Aderendhülsen zur Verfügung, die sich einfach nachfüllen lassen. Damit bietet der WT C10 maximale Flexibilität. Die Aderendbehandlung erfordert weniger Rüstaufwand als bei der Vorgängerversion. Ein neuer servomotorischer Crimper gestattet die Bearbeitung von unterschiedlichen Längen der Aderendhülsen von 8 bis 18 mm. Das Abisolieren der Drähte ist wählbar zwischen stufenlosen Teil- und Vollabzug bis 20 mm.
Drei verschiedene Draht Ausgaben
Für die Ausgabe der Drähte stehen folgende drei Möglichkeiten zur Verfügung: per Auswurf, Schienensystem oder Kettenbündler. Mit dem patentierten Schienensystem lassen sich bis zu 2100 Drähte aufnehmen. Eine Drahtsortierung wird nicht benötigt, weil die konfektionierten Drähte in Drahtschienen auftragsbezogen in Reihe angefertigt werden. So lassen sich die angereihten Drähte effizient abarbeiten. Ideal ist die Verbindung mit dem Drahtschienenwagen Wire Cart für eine bessere Arbeitsplatz Kommissionierung. Für eine effizientere Verdrahtung ist die Herstellung von Kettenbündeln möglich: Dabei werden Drähte sequenziell in der gewählten Reihenfolge angeordnet.
Unternehmen können so flexibel als Dienstleister agieren. Die drei flexiblen Ausgabemöglichkeiten sind in einem Wire Terminal durchführbar. Zusammen mit der Software Eplan Smart Wiring führt das zur einer effektiven Wertschöpfung der Installation, wenn der Schaltschrank verdrahtet wird.
Autor
Angela Struck
Chefredakteurin des developmentscouts und freie Journalistin sowie Geschäftsführerin der German Online Publisher GbR in Ried.