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Auf der Automatica haben ABB und Kawasaki Heavy Industries die erste einheitliche Bedienoberfläche für kollaborative Roboter (Cobots) weltweit präsentiert. Diese soll u. a. dabei helfen, dem Fachkräftemangel in vielen Industrien zu begegnen. So wird in Japan zum Beispiel einer von fünf Mitarbeitern innerhalb der nächsten zehn Jahre in den Ruhestand gehen.

Die Tatsache, dass kollaborative Roboter von Menschen ohne spezielle Schulung programmiert und bedient werden können, bietet besonders kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, die mit Industrierobotern verbundenen, normalerweise deutlich längeren Lernkurven zu überspringen.

 „Die moderne Bedienoberfläche orientiert sich an Branchenstandards und wird das rasante Wachstum im Bereich der kollaborativen Roboter weiter beschleunigen“, sagt Per Vegard Nerseth, Managing Director von ABB Robotics. „Sie wird vielen neuen Herstellern die notwendige Flexibilität und Skalierbarkeit bieten und gleichzeitig den für die weltweite Industrie wichtigen Beschäftigten interessantere Jobs sichern.“

Die Bedienoberfläche ist das Ergebnis der im November 2017 bekannt gegebenen Zusammenarbeit zwischen ABB und Kawasaki. Ziel der Kooperation ist es, Wissen auszutauschen und den Nutzen der kollaborativen Automatisierung, insbesondere von kollaborativen Zweiarmrobotern, stärker in das Bewusstsein zu rücken. Dazu gehört auch die Entwicklung einer vereinfachten Mensch-Roboter-Schnittstelle mit intuitiver, Smartphone-ähnlicher Navigation und Symbolik.

Yasuhiko Hashimoto, Managing Executive Officer und Präsident der Precision Machinery und Robot Company, Kawasaki Heavy Industries, Ltd., sagt: „Wir sind stolz, diesen ersten großen Schritt gemeinsam mit ABB zu machen, und es ist nur passend, dass wir mit einem kollaborativen Ansatz ein neues Zeitalter der kollaborativen Automatisierung einläuten. Kollaborative Roboter werden einen großen Beitrag für die Gesellschaft leisten, indem sie die Fertigung flexibler und effizienter machen und dafür sorgen, dass unsere Fabriken ihre Produktivität trotz schrumpfender Belegschaften erhalten.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit neben der Weiterentwicklung der Bedienoberfläche ist die Entwicklung einheitlicher Sicherheitsstandards.


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