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harting0218Die Baumaßnahmen am Harting Logistikzentrum „European Distribution Center“ (EDC), der größten Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte, kommen zügig voran. Am Tag der Bestellung bereits auf dem Weg zum Kunden: Das ist das Ziel, welches mit der größten Einzelinvestition des Unternehmens umgesetzt werden soll.

„Die beteiligten Bauunternehmen arbeiten minutiös zusammen. Momentan liegen wir gut zwei Wochen vor unserem ursprünglichen Zeitplan“, freut sich Achim Meyer, Geschäftsführer Harting Logistics, der für das 40-Mio-Euro-Projekt verantwortlich ist. Mit dem neuen Distributionszentrum verfolgt das Unternehmen das klare Ziel, die Liefer-Performance weiter zu verbessern und die Grundlage für weiteres Wachstum der Unternehmensgruppe zu schaffen. „Wenn alles fertig ist, sollen die Waren noch am selben Tag der Bestellung unser Distributionszentrum in Richtung unserer europäischen Kunden verlassen“, sagt Achim Meyer.

harting10218In den vergangenen Tagen wurde der Stahlbau für das Palettenlager sowie für die zwei Hubbalkenspeicher und für den Shuttle-Konsolidierungspuffer fertiggestellt. Parallel dazu laufen die Arbeiten zur Errichtung des automatischen Kleinteilelagers und der Kommissionier- und Verpackungsplätze, die im Vorfeld gemeinsam mit Ergonomie-Spezialisten aus dem Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Rahmen eines Cardboard-Engineerings entworfen wurden. „Die dynamischen Lagerbereiche sowie die hochautomatisierte Kommissionierung sind die beiden Herzkammern des neuen EDC. Dadurch bekommt der gesamte Logistikprozess sein Tempo“, erklärt der Geschäftsführer.

Das Hochregallager bietet auf einer Fläche von 4500 m² Platz für 6900 Paletten und rund 120.000 Lagerbehälter und wird vollautomatisch und beleglos gesteuert. Ein großer Teil der Materialbewegungen zwischen den Hallen erfolgen mit fahrerlosen Transportsystemen. Der Bereich der Kommissionierung umfasst eine Fläche von ca. 6500 m². Hier sollen zukünftig täglich 20.000 Kundenauftrags-Positionen individuell nach Kundenbedürfnis kommissioniert und verpackt werden. Mit bis zu 110 Lkw und Kleintransportern verlassen dann 10.000 Pakete als „sichere Luftfracht“ sowie auf dem See- und Landweg das „European Distribution Center“ (EDC), um Kunden in kürzester Zeit zu versorgen.

Achim Meyer hatte vor Baubeginn zahlreiche Logistikzentren anderer Unternehmen besucht und deren Warenumschlag immer unter anderen Perspektiven angeschaut. „Mal schauten wir, wie die Digitalisierung die Logistikprozesse unterstützt. Beim nächsten Unternehmen, wie die Lkw be- und entladen werden. Bei anderen Logistikzentren fokussierten wir uns eher auf die baulichen Rahmenbedingungen. Dies immer mit dem Ziel, die Prozesse mit dem besten Automatisierungsgrad und dem besten Umfeld optimal zu unterstützen“, führt er weiter aus.

Beim EDC setzt der Globalplayer auf Digitalisierung. „Die Waren laufen vollkommen beleglos mittels Barcode und RFID durch das Distributionszentrum. Damit dies mit geringstem Ressourcenaufwand erfolgen kann, werden Energie- und Maschinendaten mit der Harting „Mica erfasst, ausgewertet und zur Steuerung der Prozesse sowie zur vorbeugenden Instandsetzung eingesetzt. Hierdurch können minimale Betriebsunterbrechungszeiten erreicht werden.  

Auch Umweltaspekte wurden bei der Planung berücksichtigt. Im EDC wird Erdwärme genutzt. Für die Geothermieanlage wurden 36 Bohrungen niedergebracht, jede in eine Tiefe von 150 m.


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