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schaeffler0613nachrichtWälzlager verschiedenster Bauarten und Größe werden bei Schaeffler vom Greifarm des Baggers unter lautem Getöse in die Schrottpresse befördert. Heraus kommen die Lager zerhackt und zerbrochen oder zumindest soweit beschädigt, dass sie für eine weitere Verwendung unbrauchbar sind. Den Großlagern mit einem Außendurchmesser von über einem Meter, vor denen selbst die Schrottpresse kapituliert, rückt man mit dem Schneidbrenner zu Leibe. Es handelt sich bei allen Lagern um gefälschte Produkte mit den Markenaufdrucken INA und FAG.

Nach einer spektakulären Aktion im Jahr 2007, bei der rund 40 t gefälschte Lager auf dem Schaeffler-Werksgelände in Schweinfurt zerstört wurden und zahlreichen weiteren Vernichtungsaktionen weltweit, sind es diesmal rund 26 t gefälschte Lager im Nominalwert von über einer Million Euro. Die Plagiate stammen zum Großteil aus Razzien bei Lager-Händlern in Europa, unter anderem aus Italien und Großbritannien. Aber auch gefälschte Lager aus Deutschland sind dabei: „Marken- und Produktpiraterie ist kein Phänomen, das sich auf China oder Südosteuropa beschränkt. Es findet auch hier vor unserer Haustür statt“, so Ingrid Bichelmeir-Böhn, Leiterin des Global Brand Protection Teams bei Schaeffler. „Es sind nicht mehr nur gefälschte Luxus- oder Konsumgüter, die den deutschen und europäischen Markt überschwemmen, sondern zunehmend auch sicherheitsrelevante Industrieprodukte wie Wälzlager“.

Die bei dieser Aktion verschrotteten Spindel-, Pendelrollen-, Kugel- und Nadellager stellen nur einen Teil der beschlagnahmten Fälschungen dar. Der Großteil wurde jeweils vor Ort unter Aufsicht der jeweiligen Landesbehörden entsorgt.


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