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fraunhofer0712Tor oder kein Tor? Bei der Beantwortung dieser Frage will der Fußball-Weltverband Fifa künftig auf Technikunterstützung setzen. Das für Regelfragen zuständige International Football Association Board (Ifab) hat entschieden, die Torlinientechnologien „Goalref“ und „Hawk-Eye“ bei der Fifa Klub-Weltmeisterschaft und beim Confederations Cup einzusetzen. Bei erfolgreichem Ergebnis wird grünes Licht für den breiten Einsatz von Torlinientechnik gegeben.

»Die Technik funktioniert ähnlich wie der Diebstahlschutz im Kaufhaus«, erläutert René Dünkler, Sprecher des Goalref Projekts, das System. Zehn Antennen, hinter Pfosten und Querlatte liegend, erzeugen und überwachen ein schwach magnetisches Feld. Sobald sich der Ball der Torlinie nähert, wird das Feld von dünnen Spulen im Fussball beeinflusst. Ein Prozessor stellt anhand der Antennensignale eindeutig fest, ob das Leder die Torlinie mit vollem Umfang überschritten hat oder nicht.

Sobald der Ball diesen „unsichtbaren Vorhang“ komplett passiert, wird ein Tor erkannt. Diese Information sendet das System automatisch über verschlüsselte Funksignale in Echtzeit an die Schiedsrichter, deren Spezialarmbanduhren das Ereignis visuell und mittels Vibration anzeigen.

Nach einigen Fehlentscheidungen hatte die Fifa den möglichen Einsatz von technischen Hilfsmitteln untersuchen lassen. Auf der Basis eines Kriterienkatalogs konnten sich zwei Verfahren für die nächste Testphase qualifizieren – darunter auch Goalref vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

Unabhängige Tester der EMPA haben im Labor, in Feldtests, im Training und bei Live-Profispielen die beiden Systeme auf Herz und Nieren geprüft. Insgesamt wurden jeweils mehrere tausend Torschüsse ausgewertet, um die Zuverlässigkeit zu beurteilen und zu prüfen, ob die Schiedsrichter auch sekundenschnell die Benachrichtigung erhalten. Diese umfangreichen Untersuchungen hat das System Goalref erfolgreich bestanden.


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