Industrie aktuell

Automobilentwicklungen konventionell und E-Mobility

Fronius1Anwenderbericht

Magna Steyr produziert am automobilen Produktionsstandort Graz für die OEM der Automobilindustrie ein breites Spektrum von Bauteilen, Systemen und  kompletten Pkw. Umfangreiche Versuche und Erfahrungen haben dazu geführt, dass Magna für das Schweißen von hochwertigen Pkw auf die CMT-Technologie von Fronius setzt: Vierzig Systeme mit der Variante CMT Pulse im manuellen Betrieb und zwei mit CMT Advanced im Roboterbetrieb. Mit dieser Wahl ist Magna eindeutiger Technologievorreiter.

TRWTRW startet mit der Produktion seiner elektrischen Zahnstangen-Lenkung (Belt Drive EPS) für die europäische Ford Focus Plattform. Auf ihr werden neben der Kompaktklasse auch größere Modelle wie der Ford C-Max gebaut. Die Lenkungstechnologie – auch bekannt als „Rack Drive“ – ist 2009 bereits in Nordamerika im Ford Fusion, Mercury Milan und Lincoln MKZ in Serie gegangen. Das System ist nicht nur in der Lage, den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern ermöglicht darüber hinaus auch die Integration mit anderen elektronischen Fahrerassistenzsystemen, die Sicherheit und Fahrkomfort erhöhen.

Die Simulationslösung „PAM-CEM“ von ESI ermöglicht die Erstellung und Analyse realistischer Modelle bereits in der frühen „elektromagnetischen“ Konstruktionsphase. Dank einzigartiger Kopplungsmöglichkeiten bietet PAM-CEM die Beurteilung multiskalarer elektromagnetischer Phänomene im mittleren und hohen Frequenzbereich, wodurch Endanwender in die Lage versetzt werden, komplett ausgestattete 3-D-Modelle mit komplexen On-Board-Antennen sowie hoch entwickelten Kabelnetzen verarbeiten zu können.

Großformatige Batteriesysteme, wie sie für Elektrofahrzeuge Verwendung finden, erfordern in der Entwicklungsphase spezielle Lösungen für die Abdichtung der Prototyp-Batteriegehäuse. Diese Dichtungen müssen neben der Dichtfunktion fertigungs- und temperaturbedingte Toleranzen ausgleichen und ein optimiertes Kompressionsverhalten aufweisen, so dass sie mit nur wenigen Schrauben fixiert werden kann, dauerhaft dicht schließt und dennoch problemlos wieder zu öffnen und schließen ist. Mit einer modular aufgebauten Gehäusedichtung ist Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik ein zum Patent angemeldeter Lösungsansatz gelungen.

Zusammen mit Faurecia, Frankreich und Performance Materials Corporation (PMC), USA, hat die BASF eine Fahrzeugsitzlehne entwickelt, die neue Kunststoff-Technologien nutzt. Nachdem ein Prototyp auf der Los Angeles Motor Show Ende 2009 vorgestellt wurde, konnten die Kooperationspartner den Sitz nun noch weiter optimieren. Der von Faurecia als „Susco 1.5“ (Sustainable Comfort) vermarktete Konzept-Sitz wird voraussichtlich seinen ersten Serieneinsatz in vier Jahren haben.

Die Leichtbaukomponenten von Contitech Vibration Control haben erneut eine Auszeichnung erhalten. Der Getriebequerträger aus glasfaserverstärktem Polyamid, den BMW im 5er Gran Turismo 550i und im 750i serienmäßig einsetzt, kam unter die Top 5 beim SPE Central Europe Automotive Award in der Kategorie „Power Train“. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bauteil den ersten Platz beim Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V. (AVK) in der Kategorie Industrie erhalten. Durch den Einsatz von Kunststoff konnte das Gewicht im Vergleich zu Aluminium um 50 % reduziert werden.

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