Industrie aktuell

Angewandte Forschung aus Instituten und Universitäten

HAWK0419Die G√∂ttinger Hochschule f√ľr angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK) stellt ein Verfahren vor, das Naturfasergewebe durch Plasmabehandlung haltbarer machen soll. Unter der Leitung von Dr. Bernd Schieche und Martin Bellmann (M.Eng.) entwickelt, soll das neue Verfahren die Langzeitbest√§ndigkeit von Biohybridfaserverbundwerkstoffen erh√∂hen, beispielsweise gegen√ľber Temperaturschwankungen, Feuchtigkeitseinwirkung oder UV-Einstrahlung.

Die neue Technik wird aktuell im Rahmen eines EFRE-Projektes des Landes Niedersachsen an der Göttinger HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik entwickelt. Auf der Hannover Messe 2019 haben die Forscher gezeigt, dass der Einsatz solcher von ihnen entwickelter Werkstoffe im Automotive-Bereich grundsätzlich denkbar ist, da sie im Gegensatz zu carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) oder glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) bei einer Beschädigung nicht zum Zersplittern neigen. Das erhöht den Sicherheitsaspekt massiv.

Diese Werkstoffe, die durch Kombinationen von Naturfasern und konventionellen Carbonfasern in Biohybridfaserverbundwerkstoffen ermöglicht werden, sollen die vorteilhaften Eigenschaften der beiden Faserarten maßgeschneidert vereinigen. Eine unzureichende Langzeitbeständigkeit verhindert jedoch bislang den Einsatz von Biohybridfaserverbundwerkstoffen unter kritischen klimatischen Bedingungen.

Mittels gezielter Plasmafunktionalisierung sollen sich k√ľnftig sowohl die Eigenschaften der Matrixpolymere selbst als auch die der Faserkomponenten verbessern lassen, so dass hierdurch die fehlenden bzw. unzureichenden Materialeigenschaften ausgeglichen werden k√∂nnen. Ziel der aktuellen Forschung und Entwicklung ist ein kosteneffektives und umweltfreundliches Verfahren zur Gewebe- und Matrixbehandlung, das sich gut in bestehende Prozessketten integrieren l√§sst und die Langzeitbest√§ndigkeit des Werkstoffes und dessen mechanische Eigenschaften signifikant verbessern soll.

Die G√∂ttinger Forscher wollen mit der Plasmabehandlung von Biohybridfaserwerkstoffen eine homogene Faseroberfl√§che realisieren, die eine Verringerung beziehungsweise Vermeidung von Lufteinschl√ľssen und somit eine massive Reduzierung von Fehlstellen zur Folge hat. Das hat schlie√ülich einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer der Werkstoffe haben soll.


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