Industrie aktuell

Angewandte Forschung aus Instituten und Universitäten

smartfactory1118SPS IPC Drives Halle 5, Stand 446

Die drahtlose Kommunikation per 5G wird in der Industrie eine maßgebliche Rolle bei innovativen Themen wie smarte Produktion, vernetzte Maschinen, drahtlose Sensorik oder auch intelligente Mobilität spielen. Bereits seit einigen Monaten testet Smartfactory-KL an einer Industrie 4.0 Demo-Anlage den Einsatz der Mobilfunkgeneration 5G für die Echtzeitübertragung großer Datenmengen.

„Wir müssen schnell handeln, Anfang nächsten Jahres werden die 5G-Frequenzen vergeben und es werden die ersten nahezu serienreifen Produkte auf den Markt kommen. Damit muss man schnellstens Erfahrungen sammeln. Denn wenn wir nicht schnell genug sind, verlieren wir im Industrie 4.0-Umfeld einen wichtigen Technologiebereich“, so Prof. Dr. Detlef Zühlke, Vorstandsvorsitzender der Smartfactory-KL, über die Mobilfunkgeneration 5G.

Aus diesem Grund beschäftigt sich die Technologie-Initiative gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen intensiv mit 5G. Eine der Zielgruppen dieser Aktivitäten ist der für die deutsche Industrie so wichtige Mittelstand, der solche Lösungen nicht alleine umsetzen kann. „Eine Lösung könnte ein Campus-Modell sein, in dem mehrere ansässige Mittelständler sich eine Lizenz ‚teilen‘. Diese und weitere Lösungen müssen gemeinsam entwickelt werden. Hier beteiligen wir uns mit unserem Netzwerk“, erklärt Zühlke.

Seit dem Frühjahr kommt 5G an der Industrie 4.0-Anlage der Smartfactory-KL zum Einsatz. Gemeinsam mit einem internationalen Telekommunikationspartner laufen Tests zur Übertragung großer Datenmengen und deren Auswertung in der Cloud. Dies ist dank der realitätsnahen Fabrikumgebung der Demoanlage möglich. „Gemeinsam arbeiten wir daran, weitere Nutzungsszenarien für 5G in der Produktionsumgebung zu entwickeln und zu bewerten“, so Prof. Dr. Martin Ruskowski, Forschungsbereichsleiter Innovative Fabriksysteme am DFKI.

Anhand des Flexiblen Transportsystems (FTS) wird auf der Messe u. a. gezeigt, wie die Kommunikation mit einem ortsungebundenen Roboter über die Mobilfunktechnologie 5G realisiert wird. Dabei ist besonders die Übertragung der auf Profisafe basierenden Safety-Pakete interessant: Sie demonstriert die geringen Latenzzeiten und Jitter, welche 5G als Mittel zur drahtlosen Kommunikation in der Fabrik der Zukunft qualifizieren. Durch die Übertragung der Safety-Daten mittels 5G ist es möglich, das Flexible Transportsystem in die Safety-Logik der Gesamtanlage zu integrieren. Dabei wird das FTS positionsabhängig einer Produktionslinie zugeordnet und damit Bestandteil eines Nothaltkreises.


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