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schmersal EMO Halle 25, Stand D 04

Die neue Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) gestattet die Nutzung von so genannten Sonderbetriebsarten: Unter bestimmten, exakt definierten Bedingungen darf eine Maschine beispielsweise während des Einrichtens mit geöffneter Schutztür betrieben werden. Die Schmersal-Gruppe bietet dem Maschinenbau mehrere Baureihen von Zustimmungsschaltern und ein Modul zur Geschwindigkeitsüberwachung, um diese Betriebsraten durchführen zu können.

Vor der Einführung der Maschinenrichtlinie wurden die Sonderbetriebsarten nur in C-Normen für einzelne Maschinengruppen wie in der EN 12417 für Bearbeitungszentren beschrieben. Sie erleichtern Umrüst- oder Servicearbeiten erheblich und können damit die Stillstandszeit deutlich reduzieren. Allerdings muss der Maschinenbauer zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um auch im Sonderbetrieb den richtlinienkonformen Personenschutz zu gewährleisten.

Im Zentrum stehen hier handbetätigte Zustimmungsschalter, die der Bediener in einer Mittelstellung gedrückt halten muss, wenn die Maschine in einer Sonderbetriebsart bei geöffneter Schutztür und verlangsamter Geschwindigkeit betrieben wird. Lässt er den Taster des Schalters los oder drückt ihn über eine Mittelstellung hinaus durch, wird der Steuerbefehl sicherheitsgerichtet unterbrochen. Die Zustimmungsschalter unterscheiden sich u. a. durch die Gehäusebauform und durch Zusatzfunktionalitäten, die alle normgerecht in den Sicherheitskreis integriert werden können. Darunter ist auch eine kabellose Variante, die über den sicherheitsgerichteten „Easalan Wireless“-Funkstandard kommuniziert. Das Unternehmen appeliert an die Konstrukteure des Werkzeugmaschinenbaus, die neuen Freiheiten zu nutzen und dem Anwender der Maschinen damit Vorteile zu bieten. Durch die Zustimmungsschalter ist der Bediener einer Werkzeugmaschine beispielsweise in der Lage, neue Formateinstellungen zu überprüfen oder Bewegungsabläufe exakt einzuprogrammieren bzw. zu teachen. Das erhöht den Bedienkomfort und verkürzt Umrüst- und Einrichtzeiten.

Ebenfalls für die für die Realisierung von Sonderbetriebsarten wurde das „Protect Drive Monitoring System“, kurz PDMS entwickelt. Es soll  die Geschwindigkeitsüberwachung z. B. von Spindel- oder Achsantrieben sicherstellen. Das System stellt sicher, dass bei Betriebsarten wie „Prozessbeobachtung“ oder „Einrichtbetrieb“, das heißt bei geöffneter Schutztür, die definierten Geschwindigkeiten nicht überschritten werden.


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