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Maßgebliche Initiativen bei der Optimierung der Wertschöpfungskette der Produktion sind das US-amerikanische „Industrial Internet Consortium“ (IIC), die japanische „Robot Revolution Initiative“ (RRI) sowie insbesondere „Industrie 4.0“ (I40) aus Deutschland. Mitsubishi Electric beteiligt sich gemeinsam mit Partnern der e-F@ctory Alliance in allen drei Initiativen aktiv an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Produktion.



Der deutsche Mittelstand weiß um die Relevanz von Industrie 4.0 und anderen Initiativen für die Zukunftsfähigkeit seiner Betriebe. Dennoch scheitern Vorhaben häufig an den Investitionskosten. Wichtig ist es, zumindest schrittweise auf die Umsetzung von Industrie 4.0 hinzuwirken, weiß Thomas Lantermann, Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe B.V.: „Um große Visionen zu realisieren, sind viele kleine Schritte nötig. Das entspricht dem japanischen Kaizen Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung. Auch der Mittelstand sollte dies beherzigen. Bei der Umsetzung können Mitsubishi Electric und die Partner der e-F@ctory Alliance unterstützen. Ein Grundbaustein ist sicherlich die Anbindung der Produktion an ein MES- oder ERP-System. Sie sorgt für transparente Daten, auf deren Basis sich Effizienz, Flexibilität und Qualität steigern lassen.“

Industrie 4.0 in der eigenen Produktion

Mitsubishi Electric verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Umsetzung von Industrie 4.0, nicht zuletzt aus der eigenen Produktion. Bereits seit 2003 sorgt das MES-Modul in der Servomotoren-Großproduktion in Nagoya Works für eine direkte Verbindung von Produktion und Unternehmensebene. Durch weitere Optimierung gemeinsam mit e-F@ctory Alliance Partnern konnten die Produktivität des Werks um 180 % gesteigert sowie die Produktionszyklen um 60 % und Verarbeitungszeiten um 40 % reduziert werden.

Erfolgsstory Leistungsschalter

In einem jüngsten Gemeinschaftsprojekt der e-F@ctory Alliance entstand am Mitsubishi Electric Werk Kani eine hochflexible Produktion von Leistungsschaltern. Von zuvor 50 Stationen teilen sich nunmehr sechs Roboterzellen die unterschiedlichen Prozessschritte. So konnten die Prozessabläufe um 55 % und die Flächennutzung um 85 % reduziert werden. Die neuen roboter- und sensorgestützten Systeme haben zu einer Produktivitätssteigerung von 30 % und einer Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit um 60 % beigetragen. Die erfassten Produktionsdaten werden in einem cyberphysikalischen System permanent in Echtzeit mit den virtuell hinterlegten Daten verglichen. Bei einer Abweichung reagieren die Anlagen umgehend, was sich positiv auf die Produktqualität auswirkt.

3000 Partner weltweit

Der Initiator der e-F@ctory Alliance arbeitet in diesem Rahmen mit weltweit über 3000 Partnern aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, die jeweils über umfangreiche Erfahrung in ihren Spezialgebieten verfügen, beispielsweise in der Sensortechnologie. Zentrales Element dieser Allianz sind offene Schnittstellen, über die sich Komponenten unterschiedlicher Hersteller in allen weltweit gängigen Netzwerken einfach miteinander verbinden lassen. Das Ergebnis sind bestmögliche Lösungen für jede Kundenanforderung. Thomas Lantermann erklärt: „In der Produktion gilt es nach wie vor, die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und zu erhöhen. Dazu müssen die Produktionseffizienz und -flexibilität gesteigert sowie Markteinführungszeiten verkürzt werden. Diese Herausforderungen lassen sich mit Lösungen der e-F@ctory Alliance im Sinne von Industrie 4.0 sehr gut meistern.“ Die Forschung und Entwicklung nach Lösungen im Sinne von Industrie 4.0 wird maßgeblich im europäischen Entwicklungszentrum des Automatisierers in Ratingen vorangetrieben.
weiterer Beitrag des Herstellers          Automatisierungslösungen         Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!