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Louis Meyer, Industry Sales Manager Process, FA European Business Group bei Mitsubishi Electric Europe, Ratingen

Die Automatisierung der Fertigung nimmt stetig zu, insbesondere der Bereich der Prozessindustrie ist hier führend. So ist beispielsweise Robotertechnik bereits heute aus der nachgelagerten Verpackungsindustrie nicht mehr wegzudenken. Um die wachsenden Anforderungen moderner Prozesssteuerung zu erfüllen, suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, Flexibilität, Qualität, Effizienz und Produktivität ihrer Produktion weiter zu verbessern. Dazu muss vor allem die unternehmensweite Integration überdacht werden.

mitsubishi0213Das garantiert einen reibungslosen Informationsfluss samt nahtloser Umwandlung von Informationen über alle Betriebsebenen hinweg – von der Produktion bis hin zu Systemen übergeordneter Geschäftsprozesse – zu garantieren. Unterschiedliche Aspekte wie ein ganzheitliches Energie- oder System Life Cycle Management, Compliance, IT Sicherheit und Globalisierung der Produktion müssen in die Betrachtung einfließen.

Voraussetzungen um die Herausforderungen an die Prozessindustrie in den nächsten Jahren zu meistern, sind eine durchgängig automatisierte Organisationsplanung, ein dynamisches Ablaufmanagement und voll optimierte Produktionsprozesse zur Stückkostenkontrolle.

Integration zwischen Feldebene und IT-Systemen überdenken

Dazu werden einerseits moderne Technologien benötigt, wie Advanced Process Control, Echtzeitoptimierung und der allgegenwärtige Einsatz von sogenannten Soft Sensoren. Außerdem muss die Integration zwischen Feldebene und IT-Systemen überdacht werden: In der zukünftigen Prozessindustrie werden die MES/ERP Systeme immer stärker direkt und intelligent mit den Produktionsanlagen verknüpft sein.

Ein wesentlicher Trend geht in Richtung einer umweltfreundlichen, „grünen“ Fertigung, in der der Energieverbrauch in jedem Schritt des Produktionsprozesses sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette aktiv in Echtzeit erfasst, gesteuert und optimiert wird. Anlagenbetreiber sollten in der Lage sein, den Energieverbrauch aktiv zu beeinflussen, indem sie die Energiekosten im monetären bzw. geschäftlichen Kontext anstatt in abstrakten technischen Einheiten wahrnehmen. Eine Fusion des Energiemanagements mit der Prozesssteuerung wird zukünftig die Regel sein.

Compliance aus Qualität und Sicherheit

Qualität und Sicherheit bedingen sich bereits heute gegenseitig. Bis 2020 jedoch werden beide Themen unter einer unternehmensweiten „Compliance”, also der Einhaltung interner, gesetzlicher und vertraglicher Vorgaben und Regeln, vereint sein und dabei ein breites Spektrum bis hin zur Emissionskontrolle abdecken. In der Praxis wird es daher notwendig sein, permanent sämtliche Prozessdaten zu messen, zu erfassen, zu melden, zu verbreiten und auf deren Basis zu handeln. Dabei müssen alle Werte rückverfolgbar sein.

Cyber Security ist ein weiterer Trend, der sich bis 2020 institutionalisiert haben wird. Um Sicherheitsvorschriften zu erfüllen, müssen anfällige Plattformen kommerzieller Betriebssysteme beseitigt sowie eine sichere Datenübertragung zwischen Business-Systemen auf höheren Ebenen und Steuerungen auf Feldebene hergestellt werden. Ziel ist es, die Angriffsflächen für Cyber-Attacken innerhalb der Organisation zu reduzieren.


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