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rovi robotics0418Hannover Messe Halle 2, Stand A52

Das Startup Rovi Robot Vision von drei Forschern der TU München hat die Hardware für Roboter jeglicher Art maßgeblich vereinfacht. Auf Basis ihrer Forschungen ist es dem Team weltweit erstmals gelungen, teure traditionelle elektronische Sensoren durch eine neue Software und gängige Kameras abzulösen. So können die Kosten von Robotern deutlich reduziert werden.

Damit Roboter sicher und autonom mit ihrer Umgebung interagieren können, sind z. B. an Roboterarmen oft über 20 einzelne Sensormodule verbaut. Dies führt zu hohen Hardware-, Integrations- und Wartungskosten. Zudem sind viele Robotersysteme auf bestimmte Anwendungen aufwendig abgestimmte Spezialisten und daher recht unflexibel im Einsatz.

Rovi bietet die weltweit einzige softwarebasierte Sensorlösung, die herkömmliche elektronische Sensoren durch Software und gängige Kameras ablöst. Roboter können nun durch das Sensorkonzept von „Fühlen durch Sehen“. Wie der Mensch mit seinen Augen, orientieren sich die Roboter mittels des Sensorkonzepts im Raum, um sich gezielt zu bewegen oder Objekte zu erfassen und zu bearbeiten.

Am Roboter selbst sind zur Messung von Kräften lediglich einfache, passive Elemente ohne integrierte Elektronik wie verformbare Elemente aus Schaumstoff nötig. Die Kontaktkräfte der Roboter führen zu charakteristischen Verformungen dieser Elemente. Die Rovi-Software misst diese Verformungen mittels intelligenter Bildanalysealgorithmen und berechnet daraus die Kontaktkräfte. Sensormodule können zudem mit 3D Druckern für einmalige Einsätze von Robotern beispielsweise in der Medizin oder im Umgang mit Lebensmitteln kostengünstig und rasch hergestellt werden.

Sämtliche für Industrie 4.0 nötigen Daten und Statistiken der Roboter und ihrer Einsätze können vor Ort oder in der Cloud verarbeitet werden. Fehleranfällige Verkabelungen von Sensoren innerhalb der Roboter werden überflüssig. Objekte unterschiedlicher Formen und Materialien können mit nur einem sich selbst anpassenden Greifer behandelt werden.


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