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Logimat Halle 3, Stand B08

Anwenderbericht

Um eine möglichst hundertprozentige Lesewahrscheinlichkeit zu erreichen, ist es notwendig, den optimalen Schreib-/Lesekopf und Transponder für eine Applikation auszuwählen. Bei einem Reifenhersteller ist es Pepperl+Fuchs gelungen, die Verfolgbarkeit von Halbfertigprodukten sicherzustellen.

 

Viele Faktoren nehmen Einfluss auf die Performance des RFID-Systems, so zum Beispiel die gewünschte Reichweite, die Größe und Form des zu identifizierenden Objekts, Objektgeschwindigkeit versus Übertragungsrate, Objektumgebung – vieles weitere mehr und nicht zuletzt auch der Faktor Mensch. Ziel von Pepperl+Fuchs ist es daher, die optimale Lösung für den Kunden zu finden.

Der Automatisierer besitzt eine flexible RFID-Produktplattform, die es zusammen mit modernen Produktionstechniken wie 3D-Druck und Hotmelt-Verfahren ermöglicht, Prototypen sehr schnell zu realisieren. Da es sich hierbei aber nicht nur um ein reines Produktionsproblem handelt, kann ein maßgeschneiderter Schreib-/Lesekopf nicht für die Stückzahl 1 angeboten werden. So sind z. B. meist Vorortbesuche oder auch spezielle Funkzulassungen für den Schreib-/Lesekopf notwendig.

Nachverfolgung auf den Spulenkörpern

Das Ergebnis eines solchen kundenspezifischen Projektes ist der HF-Schreib-/Lesekopf IQH1-F198-V1, der speziell für die Verfolgbarkeit von Halbfertigprodukten in der Reifenherstellung entwickelt wurde. Der Schreib-/Lesekopf wird hierzu in sogenannten Cap Strip und Tire Building Maschinen verbaut, um die Halbfertigprodukte auf den Spulenkörpern nachzuverfolgen. Die besondere Herausforderung hierbei ist, dass sich die metallische Halterung des Spulenkörpers im Feld des Schreib-/Lesekopfes befindet und dass die Position des am Spulenkörper befestigten RFID-Transponders beim Wechsel des Spulenkörpers nicht festliegt, sondern sich an variierender Stelle auf einem Kreissegment um die Spulenhalterung befindet.

Zur optimalen Lösung wurde ein ringförmiger HF-Schreib-/Lesekopf realisiert, so dass die Spulenhalterung durch den Schreib-/Lesekopf geführt werden kann und der RFID-Transponder immer im Lesebereich des Readers zum Liegen kommt. Somit muss der Arbeiter beim Spulenwechsel nicht auf die Lage des RFID-Transponders achten. Da dieser sich unabhängig von der Lage des Spulenkörpers stets im Feld des Schreib-/Lesekopfes befindet, kann der RFID-Transponder nicht nur im Stillstand sondern auch während der Drehung der Spulenkörpers gelesen und beschrieben werden. So sind ein zuverlässiger Prozessablauf und auch die Nachverfolgbarkeit der Halbfertigprodukte jederzeit sichergestellt.


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