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ifm01171Auch Sensoren müssen in der Industrie 4.0 Entwicklung immer kommunikativer werden. Eine nahtlose Kommunikation von der Feldebene über Steuerungs-, Leit- und Betriebsleitebene bis hin zur Unternehmensebene sollte möglich sein. IFM Electronic hat mit der „Y-Kommunikation“ einen direkten Weg der Sensordaten unter Umgehung der Steuerungsebene geschaffen. Damit gelangen Daten zur SPS und parallel direkt in die Unternehmensleitebene.

In der Regel verarbeitet eine SPS beispielsweise in einer Produktionsmaschine die Daten der angeschlossenen Sensoren, eine Weiterleitung dieser Daten an die Leitebene ist aber meist nicht vorgesehen. Will man eine solche Weiterleitung implementieren, muss das SPS-Programm geändert werden. Um dies zu vermeiden, können Daten von Sensoren, die über eine IO-Link-Schnittstelle verfügen, direkt an übergeordnete Systeme weitergereicht werden.

ifm20117Hierzu ist ein Werkzeug wie das Linerecorder-Framework notwendig, das verschiedene Datenquellen verarbeiten und mit allen üblichen Protokollen zusammenarbeiten kann. Das System besteht aus mehreren Software-Modulen, mit denen sich eine durchgängige Kommunikation realisieren lässt. Der Linerecorder Agent Connectivity Port ist zum Beispiel ein Software-Gateway, das eine bidirektionale Kommunikation zwischen einer großen Zahl unterschiedlicher Schnittstellen erlaubt. Damit ist eine Kommunikation zwischen SAP-Systemen und den Daten der Geräte aus der Feld-, Steuerungs- und Leitebene möglich.

Viele Sensorinformationen, die für vorausschauende Wartung oder Energieverbrauchsmessung benötigt werden, sind für die Steuerungsaufgaben in der Maschine unnötig und daher in der SPS nicht verfügbar. Aus diesem Grund hat der Automatisierer einen zweiten Kommunikationsweg geöffnet. Diesen direkten Weg der Sensordaten unter Umgehung der Steuerungsebene bezeichnet der Hersteller als Y-Kommunikation, da die Daten wie in den beiden Armen des Buchstaben Y einmal zur SPS gelangen und auf der anderen Seite direkt in die Unternehmensleitebene.

In dem Software-Framework ist mit dem Linerecorder Smartobserver auch ein System zur Visualisierung enthalten, mit dem der Anwender den Zustand von Maschinen und Anlagen einfach überwachen kann. Die Visualisierung des Smartobservers lässt sich sehr einfach entsprechend der Nutzerwünsche anpassen.

Das Linerecorder-Framework macht viele Anwendungen möglich, bei denen Sensordaten eine Rolle spielen. Typisches Beispiel ist die zustandsorientierte Wartung von Maschinen. Sensoren erfassen dabei Vibrationen, die den Verschleiß eines Lagers innerhalb der Maschine ankündigen. Aufgrund der Sensordaten lässt sich der Austausch des Lagers rechtzeitig planen.

Ein anderes Beispiel ist die Überwachung von Druckluftanlagen. Sensoren, die den Druckluftverbrauch messen, sind in vielen Maschinen bereits vorhanden, um den Betrieb sicherzustellen. Die Daten dieser Sensoren können verwendet werden, um Druckluftlecks zu erkennen und so beheben zu können. Dies funktioniert aber nur, wenn die Sensordaten an einem übergeordneten System zur Verfügung stehen, was mit der Kommunikation über den Y-Weg und dem Linerecorder-Framework problemlos möglich ist.



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