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Harting0519Bahnreisende erwarten heute leistungsfähige Internetzugänge: Sie wollen während der Bahnfahrt privat surfen oder das Abteil als mobilen Arbeitsplatz nutzen. Die Bahnbetreiber müssen also eine entsprechende Dateninfrastruktur anbieten, um den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Hierfür sind neue Verkabelungssysteme notwendig. Harting hat für die Verkehrstechnik Lösungen entwickelt.

Mit dem „Prelink“-System und den speziell für die Bahnanforderungen ausgelegten „Etherrail“-Kabeln können die Datennetzwerke in der Bahntechnik zukunftssicher aufgebaut werden. Mit Ethernet über nur noch ein Adernpaar können Bahnbetreiber ihre Betriebskosten senken und mit dem werkzeuglosen „Pushpull“-System ihre Fertigung optimieren.

Zentrale Komponente des Prelink-Systems ist der Abschlussblock mit dem der Kabelanschluss schnell, einfach und prozesssicher realisiert wird. Die kleine Baugröße des Kontaktblocks macht es möglich, die Datenkabel außerhalb des Wagen einsatzfertig vorzufertigen und dann in die Wagen einzubauen. Hierfür reicht zum Einziehen ein minimaler Lochdurchmesser von nur 12 mm aus. Nach der Verlegung der Kabel wird je nach anzuschließendem Netzwerkgerät der passende Steckverbinder montiert. Hierfür stehen RJ45 und M12 D- oder X-kodierte Steckverbinder (Buchse oder Stift) für bis zu 10 Gbit/s Datenübertragung zur Verfügung.

Diese große Vielfalt der Steckgesichter mit der immer gleichen Prelink-Anschlusstechnik bietet insbesondere für die langen Nutzungsperioden in der Bahntechnik eine einzigartige Flexibilität und Investitionssicherheit.

Eine aktuelle Neuerung sind die M12-Buchsen, welche sich nun auch über Prelink anschließen lassen. Die neukonstruierten Buchsen können als lose Kabelkupplung und Gehäusedurchführung verwendet und hier sicher verschraubt werden. Die zweite Neuerung ist eine Prelink-Leiterplattenbuchse, mit der sich vorkonfektionierte Prelink-Kabel direkt auf der Leiterplatte anschließen lassen. Die Kombination aus dem modularen Prelink-System und dem Etherrail-Kabel sind die ideale Kombination für die Verkabelung von rollendem Material.

Gewichtsersparnis bei gleicher Performance, das ist das Ziel von Ethernet über nur noch ein Single Twisted Pair Kabel und kleine Steckverbinder nach IEC 63171-3. Bei Leitungslängen bis zu 40 m können nach IEEE 802.3bp (1000 BASE-T1) 1Gbit/s übertragen werden, während die Kabelstrecke etwa ein Drittel leichter ausfällt als herkömmliche 8-adrige Ethernetkabel. Ein handelsübliches Ethernetkabel mit vier Aderpaaren für 1/10Gbit/s Ethernet wiegt pro km etwa 45 kg. Ein einpaariges Kabel mit gleicher Bandbreite hingegen wiegt pro km nur 30 kg. Da allein in den Waggons von Personenzügen mehrere km Kabel verbaut werden, besteht hier ein erhebliches Einsparpotenzial.


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