Industrie aktuell

Neuentwicklungen aus und f√ľr die Industrie

tsubaki08131Fachartikel

Motek Halle 3, Stand 3207

Die Anf√§nge so manch einer noch heute eingesetzten Technik reichen tats√§chlich bis in die Zeit vor Anno Domini zur√ľck wie dieses Beispiel zeigt: Was unsere Vorfahren damals zum einfachen Wassersch√∂pfen erfunden haben, war so genial, dass es heute in der modernen Antriebstechnik nicht mehr wegzudenken ist. Die Rede ist von der Rollenkette, die der japanische TSUBAKIMOTO Konzern bis heute zu einem Hightech-Antriebselement entwickelt hat, das mehrfach pateniert ist und bestimmt noch einige Weiterentwicklungen vor sich hat.

 



Die erste Aufzeichnung √ľber Ketten reicht bis in das Jahr 225 vor Christi zur√ľck. Es handelt sich dabei um eine Art von Becherwerkskette, die aus Metallringen besteht, welche zum Wassersch√∂pfen verwendet wurde. Im 16. Jahrhundert fertigte Leonardo da Vinci technische Skizzen von Ketten an, die zur Leistungs√ľbertragung mittels Bolzen und Laschen konzipiert wurden. Es dauerte allerdings noch einige Jahrhunderte, bis das Konzept effizient umgesetzt wurde. Probleme in der Stahlherstellung und dessen Weiterverarbeitung verz√∂gerten die Fortentwicklung bis zum 19. Jahrhundert, in dem neue Technologien die M√∂glichkeiten dazu boten.

 

tsubaki08132Eine der ersten patentierten Bolzenkette wurde damals in Fahrr√§dern eingesetzt. Sie stammt von dem Franzosen Andr√© Galle und ist heute noch unter dem Namen Gall-Kette bekannt und verf√ľgbar. Neben weiteren Kettenvarianten revolutionierte vor allem im sp√§ten 19. Jahrhundert die Buchsenkette den Kettenmarkt. Sie stand f√ľr eine h√∂here Lebensdauer als die Bolzenkette von Gall, da die Buchse als eine Art Lager den Bolzen besser vor Verschlei√ü sch√ľtzte. Ab diesem Zeitpunkt schritt die Kettenentwicklung rasant voran. Buchsenketten aus Stahl wurden in Fahrr√§dern, in Heckantrieben der fr√ľhen Automobile und als Propellerantrieb in den Flugzeugen der Gebr√ľder Wreight eingesetzt. Bald schon folgte die Einf√ľhrung der Rollenkette, welche bis heute mannigfache Einsatzm√∂glichkeiten in der Antriebs- und F√∂rdertechnik bietet.

Grundstein gelegt

Im Jahre 1917 legte der Japaner Setsuzo Tsubakimoto Shoten den Grundstein f√ľr den heute in Tokio b√∂rsennotierten Weltkonzern TSUBAKIMOTO CHAIN Co., kurz auch als TSUBAKI bekannt. Anf√§nglich noch vorwiegend mit der Herstellung von Fahrradketten besch√§ftigt, machte TSUBAKI bereits fr√ľh durch seine hohe Fertigungsqualit√§t auf sich aufmerksam. Bald schon entwickelte und produzierte das Unternehmen gr√∂√üere und leistungsst√§rkere Ketten, die unter anderem in Schiffsmotoren eingesetzt wurden. Damit vollzog sich die Umorientierung vom reinen Fahrradkettenhersteller zum Hersteller von hochwertigen Industrieketten.

Mit der Forschung- und Entwicklung bei TSUBAKI sind heute √ľber 200 Ingenieure im Hauptwerk f√ľr Antriebsketten in Kyotanabe besch√§ftigt. Hier flie√üen die in den Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen und die sich wechselnden Anforderungen aus der Praxis in die Weiter- und Neuentwicklungen der Ketten seit Anbeginn ein. Somit entwickelt TSUBAKI seit Jahrzehnten innovative, umweltfreundliche Produkte f√ľr die Antriebstechnik.

Patentierte Kettenbeispiele

tsubaki08133Ein Beispiel ist die ‚ÄěGT4 Winner‚Äú-Rollenketten gem. DIN 8187 Standard, die es nun schon in ihrer vierten Generation gibt. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung in Leistungs√ľbertragung mittels hoher statischer und dynamischer Belastbarkeit, leichter Montierbarkeit durch patentierte Senkvernietung sowie die hohe Lebensdauer dank patentierter Schmiernuten bietet TSUBAKI eine qualitativ hochwertige Standard-Rollenkette, die in ihren Kennwerten ihresgleichen sucht.

Als zweites Beispiel baut die wartungsfreie ‚ÄěLambda‚Äú-Kette nun in der siebten Generation auf der Standard-Rollenkette auf. Die speziellen, mit Schmiermittel vakuumgetr√§nkten Sinterbuchsen erm√∂glichen eine hohe Standzeit in Anwendungen, in denen eine Nachschmierung nicht m√∂glich oder gew√ľnscht ist. Die Lambda-Kette steht damit f√ľr einen sauberen Betrieb ohne Produktverunreinigung.

Alle guten Dinge macht das dritte von vielen Beispielen komplett: Ist Korrosionsschutz bei Ketten im Au√üen- bzw. im Salzwasserbereich gefordert, bietet die ‚ÄěN.E.P.‚Äú-Kette aus Karbonstahl die gleiche Performance wie die GT4 Winner-Rollenkette mit zus√§tzlichem Korrosionsschutz.


weiterer Beitrag des Herstellers          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch√ľtzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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