Industrie aktuell

Keramik- und Glas-Werkstoffe fĂŒr den industriellen Einsatz

schott1012Glasstec Halle 11, Stand A20

Schott bietet unter dem Markennamen "Nexterma" ein Portfolio an performanten Glaskeramiken an. Das Hochleistungsmaterial eröffnet Ingenieuren und Designern neue Anwendungsbereiche, bei denen herkömmliche Materialien wie Kunststoff, Glas oder Metall an ihre Grenzen stoßen. Der Name leitet sich von „Next Extreme Material“ ab. Das Material bietet eine hohetechnische Performanz besonders in Hoch-Temperatur-Umgebungen zwischen 400° und 950 °C.

schott0812Die ultradĂŒnnen GlĂ€ser von Schott gibt es in den unterschiedlichsten AusfĂŒhrungen fĂŒr Anwendungen beispielsweise in Bildsensoren von Handykameras, bei Drucksensoren in der Automobilindustrie, als Display Frontscheiben von Touch Panels in NavigationsgerĂ€ten oder als Glaskomponenten in DVD-Playern und CD-AbspielgerĂ€ten. Eines der neu entwickelten Produkte ist „MEM Pax“.

sembach0512Sensor+Test Halle 12, Stand 444

Sembach gelang es jĂŒngst die Grenzen der technischen Realisierbarkeit signifikant zu verschieben, indem es keramische Bauteile mit WandstĂ€rken von 0,25 mm zur Serienreife brachte. Konkrete Anwendung finden die hauchdĂŒnnen Aluminiumoxidbauteile bereits im Bereich der Abgastemperaturmessung. Die geringe WandstĂ€rke hat den entscheidenden Vorteil, dass die eingebauten Sensoren schnellere Reaktionszeiten liefern.

KagerWenn Konstrukteure und Entwicklungsingenieure mit Metallen und Kunststoffen nicht so recht weiter kommen, greifen sie oft zu technischen Keramik-Werkstoffen. Insbesondere fĂŒr den Einsatz in Prototypenbau und Kleinserien-Fertigung hat das Handelshaus Kager deshalb verschiedene Keramik-Halbzeug im Programm. Herausragend ist dabei das Aluminiumoxid 9600. Es ist bis 1700 °C temperaturbestĂ€ndig und lĂ€sst sich mechanisch gut bearbeiten. Moderne Keramik-Werkstoffe, beispielsweise fĂŒr den Einsatz in Schweiß-, Kraftwerks- oder Isolationstechnik bieten hohe Schmelzpunkte, thermodynamische Festigkeit und geringe WĂ€rmeleitfĂ€higkeit.

wzr1Expertenwissen

Prof. Dr. Wolfgang Kollenberg, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Werstoffzentrum Rheinbach GmbH, Rheinbach 

Hochtemperatur-Anwendungen gelten zwar als bevorzugtes Einsatzgebiet fĂŒr keramische Werkstoffe. Als Alternative zu Stahl und Eisen aber wecken insbesondere Oxidkeramiken zunehmend auch das Interesse der Konstrukteure im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Mit dem Niederdruck-Spritzgießen und der mechanischen Bearbeitung stellt das Werkstoffzentrum Rheinbach WZR zwei Wege zur wirtschaftlichen Herstellung von Kleinserien-Bauteilen aus Keramik vor.

ceramtecDer Ceramtec ist es gelungen die besonders wĂ€rmeleitfĂ€hige Aluminiumnitrid Keramik serienmĂ€ĂŸig zu extrudieren. Das Verfahren ist weltweit bislang einzigartig und ermöglicht stabförmige Körper und Rohrsysteme aus Keramik mit einer WĂ€rmeleitfĂ€higkeit von ≄ 170W/mK, hoher mechanischer StabilitĂ€t und Durchschlagsfestigkeit. Mit der Serienreife wurde neben der technischen Reproduzierbarkeit ein effizientes Fertigungsverfahren auch großer StĂŒckzahlen erreicht.

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