rampf10218Fachartikel

Der epoxidharzgebundene Mineralguss von Rampf Epument“ hat sich im hochdynamischen Maschinenbau in Maschinenbetten und Gestellbauteilen aufgrund seiner sehr guten Dämpfungseigenschaften und sehr hohen thermischen Stabilität längst etabliert. Angesichts der weltweiten Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Industrieproduktion rückt ein weiterer Vorteil des Werkstoffes noch stärker in den Vordergrund: die Ökobilanz.

Ökologische Faktoren spielen in der industriellen Produktion eine immer größere Rolle – und das weltweit: In China wurden im vergangenen Herbst mehrere tausend Firmen geschlossen, da sie die Umweltschutzvorschriften nicht einhielten. In den USA hat sich eine breite Allianz von Bundesstaaten und großen Städten gegen den von Präsident Donald Trump beschlossenen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen formiert.

„Umweltverschmutzung, die Übernutzung von endlichen Ressourcen sowie die Entstehung von Abfällen und Abwasser beeinflussen Produktionsprozesse immer stärker“, betont Dirk Haumann, Geschäftsführer von Rampf Machine Systems, dem marktführenden Entwicklungspartner und Systemlieferanten für komplette Gestelllösungen und Maschinensysteme mit Sitz in Wangen (bei Göppingen).

Dieser Entwicklung trägt Epument Rechnung. Der von Rampf entwickelte und produzierte epoxidharzgebundene Mineralguss wird in schwingungsdämpfenden Maschinenbetten und Gestellbauteilen im hochdynamischen Maschinenbau eingesetzt und punktet mit seiner ressourcenschonenden Herstellung sowie umweltverträglichen Entsorgung und Verwertung:

Aus der Natur für die Natur

rampf20218Der Mineralguss wird kalt in Gießformen aus Holz, Stahl oder Kunststoff vergossen. Dadurch wird im Vergleich zu anderen Werkstoffen bis zu 30 % weniger Primärenergie bei der Herstellung verbraucht. Die hohe Gussgenauigkeit, gepaart mit der hochpräzisen Inhouse-Abformtechnologie des Herstellers, spart die sonst erforderlichen Transportfahrten zu externen Bearbeitern und reduziert bzw. vermeidet den Einsatz von Bearbeitungsmaschinen.

Epument Mineralguss besteht zu über 90 % aus in der Natur vorkommenden Mineralien und Gesteinen sowie einem Bindemittel auf Epoxidharzbasis. Aufgrund dieses hohen Mineralienanteils und der für die Umwelt ungefährlichen Harzverbindung kann der Werkstoff wie normaler Bauschutt entsorgt werden.

Das Zerkleinern von Mineralgussteilen in Großschredderanlagen zu Edelsplit sowie das Trennen von metallenen Einbauteilen ist erprobt. Edelsplit aus Mineralguss kann als Bauschutt-Recyclingmaterial im Straßen- und Wegebau, im Industriebau, in Oberflächenabdichtungen von Deponien oder in Grünanlagen eingebaut werden.

Darüber hinaus geht von Epument keine Gefahr für die Gesundheit aus. Der Werkstoff kann in lebensmittelnahen Umgebungen wie in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, unbedenklich und antibakteriell wirksam eingesetzt werden. Er ist nach dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes, der Bedarfsgegenständeverordnung (89/109/EWG und 90/128/EWG) sowie dem Code of Federal Regulations, Food and Drugs (FDA), zugelassen.

Der Mineralguss ist aus ausgewählten Mineralien und Gesteinen sowie hochwertigen Bindemitteln auf Epoxidharzbasis zusammengesetzt. Aus materialtechnischer Sicht besteht der wesentliche Vorteil gegenüber Grauguss und Schweißkonstruktionen in der deutlich besseren Dämpfung, was eine höhere dynamische Stabilität der Gestellstruktur in ultraschnellen und hochpräzisen Produktionsmaschinen gewährleistet.

Labortests in Japan bescheinigen Dämpfungseigenschaften

rampf30218Vergleichende Messungen des logarithmischen Dekrements als Dämpfungskenngröße zeigen, dass Mineralguss eine acht- bis zehnmal höhere Werkstoffdämpfung aufweist als metallische Werkstoffe.

In Japan wurden von Ono Sokki, einem führender Hersteller von Messinstrumenten, Labortests durchgeführt, bei denen die Dämpfungseigenschaften von Epument Mineralguss 145B mit denen von Grauguss FC 300 untersucht wurden. FC 300 ist ein in China mit HT 300, in den USA mit Nr. 45 und in Deutschland mit GG 30 vergleichbarer Werkstoff.

Epument ging aus diesem Vergleich als klarer Sieger hervor. Der Vergleich der Abklingkurven für Mineralguss und Grauguss zeigt die herausragenden Dämpfungseigenschaften des epoxidharzgebundenen Werkstoffs. Dadurch können beispielsweise Schritt- und Vorschubgeschwindigkeiten erhöht werden, die Positioniergenauigkeit nimmt zu, die Werkzeugstandzeiten verlängern sich und die erreichbaren Oberflächenqualitäten werden verbessert.

Zudem gewährleistet die geringe Wärmeleitfähigkeit eine hohe thermische Stabilität. Die hohe Isotropie und Homogenität verhindern Verformungen des Maschinengestelles bei Lasteinwirkung und der Werkstoff bietet eine hohe Medienbeständigkeit. Unkonventionelle Gestell- und Variantenstrukturen werden durch flexible Formgebung, spanloses Abformen und eine innovative Klebetechnologie erreicht. Außerdem konnte dank der Oberflächen- und Designfunktionalität eine Kostenreduzierung bei Maschinenhaube und -umgesetzt werden.

Aufgrund dieser positiven Materialeigenschaften wird der alternative Gestellwerkstoff in zahlreichen Technologiebereichen eingesetzt. Neben dem klassischen Werkzeugmaschinenbau zählen hierzu unter anderem Anwendungen in der Halbleiter-, Laser-, Medizin- und Verpackungsindustrie.

Produktion in Deutschland und China

„Die Werkstoffeigenschaften sowie die Ökobilanz von Epument sind unschlagbar“, lautet das Fazit von Fabian Werner, Geschäftsführer von Rampf China, der chinesischen Rampf-Tochtergesellschaft. „Wir schaffen unseren Kunden weltweit einen signifikanten Wettbewerbsvorteil und leisten einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt.“

Epument Mineralguss wird in Deutschland und in China (für die asiatischen und Nafta-Märkte) produziert. Die Produktionsstandards sind an allen Standorten identisch.


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