leiberDer Spezialist für Leichtbau Leiber hat eine neuartige Hybridschmiedetechnologie entwickelt, mit der sich unterschiedliche Materialien in Mischbauteilen verbinden lassen. Damit kann eine optimale Materialbeschaffenheit erzielt werden. Kennzeichnend ist die perfekte Verbindung verschiedener Materialien wie Aluminium und Stahl, so dass sich Leichtigkeit und Festigkeit optimal ergänzen. Gegenüber traditionellen Fügetechniken ist die Hybridschmiedetechnologie weniger aufwendig und günstiger. Durch die Gewichtsreduktion wird Energie gespart und Kosten werden gesenkt.

Konstrukteure und Entwickler in Automobilindustrie, Flugzeugbau, Maschinenbau und anderen Industriebranchen stehen vor der Herausforderung, ständig neue Umweltrichtlinien, Gesetzesvorschriften und ökonomische Gegebenheiten als Rahmenbedingungen berücksichtigen zu müssen. Zielkonflikte bestehen vor allem zwischen den Faktoren Sicherheit, Stabilität, Kosten, Festigkeit und Komfort. Insbesondere Sicherheitsbauteile, die für Fahrzeugbau und Luftfahrt besonders relevant sind, fordern neue Technologien und Werkstoffeigenschaften.
Die Hybridschmiedetechnologie ermöglicht es erstmals, verschiedene Materialien in einem Bauteil zu verbinden und erlaubt es, Werkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften so zu kombinieren, dass die Materialbeschaffenheit des Mischbauteils optimal ist. Die Technologie bringt den Leichtbau in Komponenten und Bauteilen voran, bei denen bisher andere Werkstoffe zum Standard gehörten und dem Fortschritt Grenzen gesetzt waren. Geschäftsführer Dr. Rolf Leiber bringt die Vorteile der Entwicklung auf den Punkt: „Hybridschmieden eröffnet dem Leichtbau in den Bereichen eine Chance, die bisher schweren Werkstoffen, also meistens Stählen, vorbehalten waren. Dabei verbinden wir die Metalle so, dass der richtige Werkstoff an der richtigen Stelle zum Einsatz kommt.“

Der klare Vorteil geschmiedeter Bauteile ist die hohe Stabilität und damit die Sicherheit. Im Gussverfahren besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich Poren im Inneren des Bauteils bilden, wodurch die Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Geschmiedete Knetlegierungen schließen diese Gefahr aus und sind deshalb insbesondere für Sicherheitsteile wie Sitzfüße in Flugzeugen, Bremsvorrichtungen und Motorradfußrasten oder hochdruckbeanspruchte Komponenten wie zum Beispiel Pumpen und Hydraulikbauteile eine zuverlässige Alternative zum Gussverfahren.
Ein weiteres Argument für die Schmiedetechnologie sind die Kosten. Während bei traditionellen Fügetechniken die Stoßkanten aufwendig vorbereitet werden müssen, kann beim Hybridschmieden mit zwei grobschlächtigen Teilen ohne entsprechende Vorbehandlung gearbeitet werden. Ohne grundlegende Bearbeitungsschritte werden im Hybridschmiedevorgang beispielsweise Stahlbolzen und Aluminiumabschnitt zusammengepresst und miteinander verbunden.


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