Industrie aktuell

Sicherheitstechnik f√ľr die Safety-Automation

schmersal09191FMB Halle 21, Stand A13

Zusammen mit Akro-Plastic hat Plasmatreat ein Verfahren f√ľr hybride Spritzgussbauteile entwickelt, das eine signifikante Verbesserung der Verbundhaftung bei Kunststoff-Metall-Hybridbauteilen erm√∂glicht und in Serienanlagen integriert werden kann. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird die ‚ÄěPlasma-Sealtight‚Äú-Technologie jetzt erstmals von Schmersal bei der Produktion ihrer Sicherheitszuhaltung AZM300 angewendet.

Bei dieser Sicherheitszuhaltung ist in dem Bet√§tiger aus Kunststoff ein B√ľgel aus Metall integriert, der in das Drehkreuz der Zuhaltung einrastet und so daf√ľr sorgt, dass eine Schutzt√ľr sicher geschlossen wird.

Um aus den ungleichen Materialien Kunststoff und Metall eine Verbindung mit hoher Qualit√§t und Belastbarkeit herzustellen, ist im F√ľgeprozess ein sicherer Stoffschluss entscheidend. In einem Kunststoff-Metall-Verbund stellen Grenzfl√§chen ohne spezielle Abdichtung eine konstante Angriffsfl√§che f√ľr das Eindringen von Wasser, Luft oder anderen Medien dar.

Einen v√∂llig neuen Ansatz f√ľr einen medienresistenten und besonders haftungsstarken Hybridverbund bietet das Plasma-Versiegelungsverfahren Plasma-Sealtight. Die Zusammensetzung einer im Atmosph√§rendruck erzeugten plasmapolymeren Versiegelungsschicht, die Rezeptur des Kunststoff-Compounds und die Prozessparameter wurden bei der neuen Industriel√∂sung so aufeinander abgestimmt, dass ein langzeitstabiler, mediendichter Verbund des Bauteils entsteht.

Die Vorteile des neuen Verfahrens: Eine h√∂here Produktqualit√§t kann ebenso erzielt werden, wie ein sicherer, reproduzierbarer und wirtschaftlich effizienter Produktionsprozess ‚Äď und dies im Einklang mit der Umwelt. Denn die Plasma-Sealtight-Technologie verzichtet auf den Einsatz von kostenintensiven und umweltsch√§dlichen Chemikalien auf den Metalloberfl√§chen. Diese werden in vielen F√§llen eingesetzt, um eine stoffschl√ľssige Verbindung mit Hilfe von l√∂sungsmittelhaltigen Haftvermittlern zu erzielen.

Die Sicherheitszuhaltung AZM 300 wird inzwischen in vielen Industriezweigen eingesetzt. Zu den Merkmalen des AZM300 geh√∂rt das neuartige, patentierte Wirkprinzip mit Drehwelle und Drehkreuz. Es bietet den Vorteil, dass die Schutzt√ľr beim Schlie√üen in die Endlage gezogen und nahezu spielfrei zugehalten wird. Dabei dient die Sicherheitszuhaltung als T√ľranschlag, was den Einsatz eines separaten T√ľranschlags unn√∂tig macht. Zur sicheren Identifizierung des Bet√§tigers kommt ein RFID-Sensor zum Einsatz, der drei verschiedene Stufen der Codierung und damit auch des Manipulationsschutzes erm√∂glicht.

Wenn sich das neue Verfahren nach Beendigung einer Testphase im Rahmen des Pilotprojektes bewährt, plant Schmersal, die neue Methode sowohl bei bestehenden als auch neuen Produkte einzusetzen, um diese noch effizienter produzieren zu können.


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