Baumer10417SPS IPC Drives Halle 4A, Stand 335

Baumer präsentierte gemeinsam mit Hengstler und Kübler im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Motek die offene, standardisierte Motor-Feedback-Schnittstelle „SCS open link“ erstmals der Öffentlichkeit. Die neue Schnittstelle ermöglicht den hoch performanten Austausch bidirektionaler Daten wie Positionsdaten des Encoders zwischen Motor und Drive.

Baumer und seine beiden Marktbegleiter verstehen sich als die Initiatoren einer wachsenden Community. Diese setzt sich ein für die Etablierung eines offenen Schnittstellen-Standards, um Antriebsherstellern zukünftig eine größere Flexibilität bei der Auswahl des zu ihrer Anwendung passenden Drehgebers zu ermöglichen. Durch eine neutrale Zertifizierung wird die Kompatibilität von Geräten verschiedener Hersteller untereinander sichergestellt.

Am Markt für Servoantriebe verspüre man ein starkes Bedürfnis nach kompatiblen Motor-Feedback-Systemen, mehr Flexibilität und einem zukunftssicheren, nicht-proprietären Standard. Zusammengefasst bestehe ein dringender Wunsch nach einer offenen, sicheren Ein-Kabel-Lösung. Diese Anforderungen werden durch die neue Schnittstelle SCS open link erfüllt. Zudem würden die Markttrends hinsichtlich steigender Performance und funktionaler Sicherheit nachhaltig erfüllt werden.

Der Begriff SCS open link ist bewusst gewählt. SCS steht für Single Cable Solution, eine hoch performante Ein-Kabel-Lösung realisiert über 2 Adern. Open steht für eine nicht proprietäre, offene Schnittstelle, die einen bewährten zertifizierten Standard verspricht. Link unterstreicht die Bedeutung als Motion-Protokoll für die Verbindung zwischen rotativem oder linearem Motor-Feedback-Encoder und dem Antriebsregler. Die hohe Bedeutung von Sicherheit wird dokumentiert durch die Eignung der Schnittstelle für Anwendungen bis SIL3 / PLe. Die neue Schnittstelle zeichnet sich zudem durch ein transparentes Lizenzmodell aus, das die Offenheit auch hinsichtlich möglicher weiterer Anbieter sicherstellt.

Bei dieser offenen Schnittstelle liegt der Schwerpunkt auf einer zukunftssicheren und klaren Regelung der Nutzungsrechte sowie der Möglichkeit, dass die drei Gründungsmitglieder der Erweiterung des Sensor-Hersteller-Kreises grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Ein zentraler Punkt ist die hohe Flexibilität durch Angebote verschiedener Drehgeber-Hersteller und die einfache Implementierung von SCS open link auf Basis eines Mikrokontrollers, durch die eine hohe Innovationskraft sowohl auf Maschinen- als auch Motorenebene sichergestellt wird. Die SCS open link basiert auf der von Hengstler entwickelten Schnittstelle «Acuro link», die es fortan nicht mehr geben wird. Sie ist komplett rückwärts kompatibel.

SCS open link ist als Ein-Kabel-Lösung konzipiert und unterstützt 2- und 4-Draht-Anwendungen. Die neue Schnittstelle ermöglicht Kabellängen bis 100 m, Übertragungsraten bis 10 MBaud und Reglerzyklen bis 32 KHz. Für Funktionale Sicherheit ist das Protokoll zertifiziert bis SIL3 und Kategorie 3. Die Kompatibilität von Geräten untereinander wird sichergestellt durch eine neutrale Zertifizierungsstelle. Durch eine extrem schnelle Datenübertragung sorgt SCS open link bei Antriebssystemen für eine enorm hohe Auflösung und Genauigkeit sowie für eine hohe Laufruhe und gute Rundlaufeigenschaften.

Der Zusammenschluss dreier namhafter Drehgeber-Herstellern stellt ein absolutes Novum dar, bei dem die Bedeutung des Begriffs Community im Mittelpunkt steht. Das Angebot an SCS open link fähigen Sensoren und die Marktbearbeitung wird von jedem einzelnen Mitglied separat vorangetrieben. Durch die Möglichkeiten zur Übertragung weitere Daten von Sekundärsensoren beispielsweise für die Temperaturüberwachung oder das Condition Monitoring erfüllt SCS open link zudem die heutigen und zukünftigen Anforderungen von Industrie 4.0 und IIoT.


weiterer Beitrag des Herstellers          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!