Industrie aktuell

Linearantriebe: mechanisch und elektrisch

KammererEMO Halle 7 Stand A13

Kammerer Gewindetechnik präsentiert ein neuartiges Rückführungsprinzip für Hochleistungskugelgewindetriebe in Werkzeugmaschinen (WZM). Das Rückführsystem der Kugel reduziert die Geräuschentwicklung und die interne Reibung in der Kugelkette des Gewindetriebes. Es wird im Rahmen eines Forschungskooperationsprojekts entwickelt, an dem auch das Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt ist. Ziel des Projektes ist der Aufbau von Systemkomponenten für den WZM-Bau.

Als weiterer Kooperationspartner entwickelt das Unternehmen E. Reitz Natursteintechnik einen neuartigen, zementgebundenen Beton (UHPC) als Werkstoff zur Herstellung des Maschinenbettes, auf das der Kugelgewindetrieb montiert ist. Das Zusammenwirken von Kugelgewindetrieb und Maschinenbett hinsichtlich Dämpfung, Steifigkeit, Temperaturgang und weiteren Parametern wird derzeit am KIT erforscht. Die Referenz bildet ein herkömmliches, als Stahlschweißkonstruktion ausgeführtes Maschinenbett, welches in gleicher Dimension zum Vergleich zur Verfügung steht.

„Mit der Verbindung Maschinenbett und Antriebstechnik aus einer Hand wollen wir den Anspruch einiger Maschinenhersteller erfüllen, die nach einem Komplettsystem verlangen“, erklärt Peter Kammerer, technischer Geschäftführer des Hornberger Gewindetechnikspezialisten. „Die Diskussionen in der Antriebstechnik zeigen, dass nach wie vor Entwicklungspotentiale für Kugelgewindetriebe vorhanden sind und auch wahrgenommen werden müssen, um den Kugelgewindetrieb als Antriebselement zu stärken. Denn trotz alternativer Antriebstechnik wird der Kugelgewindetrieb weiterhin als das wichtigste Antriebselement in WZM angesehen.“


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