Industrie aktuell

Effiziente Antriebstechnik für Industrie 4.0

mayr10119Fachartikel

Hannover Messe Halle 25, Stand D30

Mayr Antriebstechnik reagiert auf den anhaltenden Trend zur Automatisierung und hat daher das Leistungsspektrum seiner Kupplungen und Bremsen deutlich erweitert. Neue Ausführungen des intelligenten Moduls „Roba-brake-checker“ zur sensorlosen Überwachung und Versorgung von Sicherheitsbremsen eröffnen neue Möglichkeiten für das Bremsenmonitoring – insbesondere auch für Anwendungen in Robotik und Automation.

Der Automatisierungsgrad steigt, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter wird immer enger – in allen wichtigen Industriebranchen sind die Roboter auf dem Vormarsch. Maschinen und Anlagen werden immer leistungsdichter, immer schneller. Die damit steigenden Anforderungen an die einzelnen Antriebs-Komponenten erfüllt der Spezialist aus Mauerstetten im Allgäu mit seinen Sicherheitsbremsen, Sicherheitskupplungen und Wellenkupplungen.

Schlank - fluidfrei - überwachbar

So sind zum Beispiel die kleinen, leistungsstarken Sicherheitsbremsen der „Roba-servostop“-Baureihe mit ihrer schlanken Bauform und dem geringen Gewicht auf die Anforderungen der Robotik zugeschnitten. Die fluidfreie Linearbremse „Roba-linearstop“ in elektromagnetischer Ausführung wurde zur Absicherung schwerkraftbelasteter Vertikalachsen in Anwendungen konzipiert, bei denen keine Kompressoren bzw. Aggregate für Druckluft oder Ölhydraulik in Frage kommen – wie in Medizintechnik oder Lebensmittel- und Pharmaindustrie mit hohen Hygienestandards.

Ebenfalls für diese Bereiche eröffnen sich mit dem intelligenten Modul Roba-brake-checker neue Möglichkeiten für das Bremsenmonitoring. Denn mit einer neuen Ausführung des Moduls können jetzt dank noch feinerer Auswertung auch kleine Bremsengrößen ab einem Bremsmoment von 0,7 Nm versorgt und überwacht werden. Die Roba-linearstop ist damit heute nicht nur die einzige elektromagnetische Stangenbremse auf dem Markt, sondern jetzt mit Hilfe des Moduls auch in den kleinen Baugrößen überwachbar.

Sensorloses Bremsenmonitoring

mayr40119Das intelligente Modul Roba-brake-checker arbeitet ohne Sensoren. Stattdessen erkennt es durch die Analyse von Strom und Spannung die Bewegung der Ankerscheibe und weiß zu jedem Zeitpunkt, in welchem Zustand sich die Bremse befindet. Es überwacht neben Schaltzustand, Temperatur und Verschleiß auch Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen. Mit dem Modul bietet der Antriebsspezialist als einziges Unternehmen im Standard eine intelligente Lösung für die sensorlose Überwachung elektromagnetischer Bremsen an.

Der Roba-brake-checker lässt sich einfach und schnell in Maschinen und Anlagen integrieren und auch bestehende Installationen können problemlos nachgerüstet werden. Gerade auch bei kleinen Stückzahlen ist das Modul eine kostengünstige Lösung. Dass beim Monitoring mit dem Roba-brake-checker die Bremsen in Standardausführung zum Einsatz kommen, bietet nicht nur Vorteile in Hinblick auf Kosten und Lieferzeit, sondern kommt zum Beispiel auch beim Korrosionsschutz zum Tragen. Denn die Bremsen können einfach, schnell und sicher überlackiert werden – zum Beispiel wenn die Korrosionsbelastung sehr stark ist und gemäß der Norm DIN EN ISO 12944 Schutzmaßnahmen erforderlich sind, z. B. bei Windkraftanlagen oder Anwendungen im maritimen Bereich.

Elemente-, Freischalt- und Wellenkupplungen

mayr20119Neben Sicherheitsbremsen und den dazugehörigen Ansteuer- und Überwachungsmodulen entwickelt und fertigt Mayr seit Jahrzehnten bewährte Sicherheitskupplungen und Wellenkupplungen und steht für zuverlässige Komplettlösungen aus einer Hand. Und so hat das Unternehmen auch das Leistungsspektrum seiner Sicherheitskupplungen deutlich erweitert. So wurde die Leistungsdichte mit der neuen Baureihe „EAS-HT High-torque“-Elementekupplungen verbessert und die Auswahl an möglichen Bohrungen deutlich erweitert.

Dazu kommt eine neue Baureihe der „EAS-compact“-Freischaltkupplung, in die das Unternehmen seine jahrelange Erfahrung und die Erkenntnisse aus zahlreichen Versuchsreihen einfließen hat lassen. Die Kupplungen tragen damit den stetig steigenden Anforderungen an Drehzahl und Dynamik Rechnung. Zudem wurden die „EAS-HSE“-Highspeed-Elementekupplungen für Hochgeschwindigkeits-Anwendungen um zwei kleine Baugrößen erweitert.

mayr30119Im Bereich der Wellenkupplungen haben die Ingenieure u. a.  den Drehmomentbereich der großen „Roba-DS“-Lamellenpaketkupplungen erweitert und bieten damit auch für Bereiche größer 100.000 Nm zuverlässige Anbindungen für Messflansche. Nicht zuletzt wurde der Standardbaukasten bei den spielfreien, leistungsstarken Servokupplungen vergrößert. Neue, moderne Fertigungsverfahren sorgen zudem für günstige Preise und kurze Lieferzeiten.


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