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leibinger0318Label + Print Halle 4, Stand H14

Eine Mineralwasserflasche fährt beim Abfüller auf einem 36 km/h schnellen Förderband. Wenige ms später erscheint wie von Geisterhand das Mindesthaltbarkeitsdatum am Flaschenhals. Möglich macht das der industrielle Tintenstrahldrucker JET3up von Leibinger, der bis zu 2000 Produkte in der Minute mit fliegenden Tintentropfen bedruckt. 

 

Informationen wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummer und Datamatrixcodes sind fester Bestandteil von Produkten. Man findet die Kleinschriften und Grafiken auf Wasserflaschen, Milchtüten und Getränkedosen, auf Leiterplatten für Computer und auf Sichtverpackungen von Medikamenten. Rufen Hersteller Chargen zurück, müssen diese Informationen für die Verbraucher gut lesbar sein – verschmierte Schriften kann sich kein Hersteller erlauben. Die Herausforderung: Die Qualität des Aufdrucks auch bei hohen Anlagengeschwindigkeiten garantieren.

Dieser industrielle Tintenstrahldrucker hält mit Bandgeschwindigkeiten von 600 m/min Schritt. Trotz dieser hohen Bandgeschwindigkeiten ist ein außergewöhnlich gutes Schriftbild garantiert“. Zum Einsatz kommt der JET3up u. a. in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in der Elektronik- und Kabelproduktion und bei Automobilherstellern. Druckbar sind nicht nur bis zu fünfzeilige Kleinschriften, sondern auch Grafiken, Barcodes und alle gängigen Datamatrix-Codes mit einer Druckhöhe von bis zu 16 mm. Die Bedienung erfolgt über ein 10,4“-Touchscreen, das so intuitiv zu bedienen ist wie ein Smartphone. Bindet der Anwender den Drucker in das Firmennetzwerk ein, kann er das Gerät von jedem Punkt der Erde aus steuern ­und überwachen ­– mit PC, Smartphone oder Tablet.

Der JET3up druckt, ohne Produkte berühren zu müssen, mit einem zylinderförmigen Druckkopf, der neben oder über dem Förderband montiert ist. Mit der Hydraulik im Druckergehäuse ist er über eine bis zu 10 m lange Kopfleitung verbunden. Im Inneren des Druckkopfs arbeitet das Herzstück der sogenannten Continuous-Inkjekt (CIJ) Technik. 120.000 elektrisch aufgeladene Tintentropfen schießen pro Sekunde durch eine Düse in Richtung eines Auffangrohrs. Beim Drucken kommen zwei Ablenkelektroden ins Spiel. Sie verändern die Flugbahn einzelner Tropfen, sodass sie als Bildpunkt auf der Produktoberfläche landen. Die restlichen Tropfen fliegen in ein Fängerrohr und zirkulieren im System.

Das berührungslose Drucken führt stets zu guten Ergebnissen – bei konvexen und konkaven, rauen und glatten, flachen und reliefförmigen Produktoberflächen gleichermaßen. Schmieren ist ausgeschlossen, da die Tinte auf Glas, Kunststoff, Metall, Stahl und Holz in weniger als 1 s trocknet. Der JET3up ist zudem sparsam im Verbrauch. Ein Liter Tinte reicht für den Druck von bis zu 160 Millionen Zeichen.


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