mayr10919FMB, Halle 20, Stand C31

Titelstory

Das traditionsreiche Familienunternehmen Beyer Maschinenbau plant, entwickelt und baut effiziente Pack- und Palettieranlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die patentierten „Roba-DS“ Lamellenpaketkupplungen von Mayr Antriebstechnik übertragen in diesen Anlagen präzise Drehmomente. In Hubanwendungen sorgen die „Roba-linearstop“ Sicherheitsbremsen zuverlässig für die Sicherheit von Mensch und Material.

Das beliebteste alkoholfreie Kaltgetränk der Deutschen ist natürliches Mineralwasser. Pro Kopf trank jeder Bundesbürger im Jahr 2018 durchschnittlich rund 145 l. Bei den alkoholischen Getränken greifen die Deutschen tatsächlich am Liebsten zum Bier. Hier liegt der Jahresverbrauch im Durchschnitt bei 110 Litern pro Kopf. Fürs effiziente und schnelle Verpacken, Transport und Sortieren von Getränkeflaschen effizient und schnell zu verpacken, zu transportieren oder zu sortieren, sind intelligente und leistungsstarke Maschinen erforderlich.

mayr30919Beyer Maschinenbau aus dem sächsischen Roßwein hat sich auf die Entwicklung und Konstruktion von Pack- und Palettieranlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie spezialisiert. Zu den Kunden zählen dabei nicht nur namhafte Mineralbrunnen und Brauereien, sondern auch andere renommierte Getränkehersteller. „Egal ob große Brauerei oder kleiner Familienbetrieb, wir planen und bauen Förder- und Verpackungstechnik, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt ist – von der einzelnen Maschine bis hin zu kompletten Anlagen“, erklärt Till Beyer, der das Unternehmen heute in der vierten Generation führt. Die Pack- und Palettieranlagen müssen dabei zum Teil sehr hohe Gewichte heben und diese positionsgenau verladen. Deshalb setzt der Maschinenbauer in den Anlagen auf die robusten und leistungsstarken Roba-DS Lamellenpaketkupplungen von Mayr aus Mauerstetten. Die bewährten Roba-linearstop Sicherheitsbremsen in pneumatischer Ausführung sorgen zudem für die Sicherheit von Personen und Material.

Palettiertechnik in mehreren Achsen

mayr20919Mit der Palettiererfamilie „Multipal“ bietet Beyer ein breites Spektrum an verschiedenen Säulen- und Portalpalettierern sowie Industrierobotern, die je nach Anwendung und Aufgabenstellung mit bis zu drei, vier oder sechs Achsen ausgelegt sein können. „Die Multipal-Maschinen entpalettieren Paletten zum Beispiel mit leeren Getränkekisten lagenweise. Dabei hebt der Greiferkopf immer eine Lage mit acht oder 16 Kisten von der Palette ab und setzt sie auf ein Transportband“, beschreibt Till Beyer eine der möglichen Anwendungen.

Danach fahren die Kisten über das Transportband zum Beispiel in die Reinigungs- bzw. Abfüllanlage. Befüllt kommen die Kisten anschließend wieder zurück, werden vom Palettierer lagen- bzw. reihenweise auf die Paletten gestapelt und sind dann fertig zum Abtransport. „Je nach Anwendung können unsere Palettierer Traglasten bis zu 700 Kilogramm heben und bis zu 4000 Kisten in der Stunde verarbeiten“, erläutert Till Beyer. Damit der Betrieb auch bei diesen Leistungen immer reibungslos verläuft, müssen alle Bewegungen hoch präzise erfolgen, d. h. die Kisten müssen exakt aufeinandergestapelt oder Flaschen genau in die vorgesehenen Gefache der Kisten positioniert werden.

Von der Antriebseinheit auf den Greiferkopf

Die Kupplungen, die die Drehmomente von der Antriebseinheit zum Beispiel auf die Führung des Greiferkopfs übertragen, müssen hochpräzise arbeiten und dabei gleichzeitig den hohen Belastungen standhalten. Zum Einsatz kommen hier die Roba-DS Lamellenpaketkupplungen. Sie übertragen das Drehmoment spielfrei sowie äußerst drehsteif und gleichen radialen, axialen und winkligen Wellenversatz aus. Sie sorgen damit nicht nur für eine präzise Drehmomentübertragung, sondern schützen auch die im Wellenstrang verbauten Lager vor unerwünschten Belastungen. Die Roba DS sind robust, zuverlässig und temperaturbeständig. Außerdem arbeiten sie verschleißfrei und reduzieren dadurch den nötigen Wartungsaufwand auf ein Minimum.

Leistungsdichte kombiniert mit Spielfreiheit

Abgestimmt auf die jeweiligen Antriebseinheiten der verschiedenen Palettier- und Packmaschinen werden Roba-DS Lamellenpaketkupplungen in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Drehmomenten eingesetzt. Je nach Anwendung und Anforderung sind zum Teil Kupplungen in sehr kurzen Bauformen oder auch mit Zwischenhülsen von bis zu drei Metern nötig. Bei allen Lamellenpaketkupplungen sind die im Katalog angegebenen Nennmomente ohne jegliche Einschränkung nutzbar. Eine Reduzierung des Nennmoments aufgrund Verlagerung, Lastkollektiv oder Wuchtanforderung ist nicht notwendig. Die Kupplungen sind kompakt, leistungsdicht und bauen sehr klein. Sie übertragen Drehmomente bis zum Nennmoment absolut spielfrei und mit konstant hoher Torsionssteifigkeit. Die angegebenen Wellenversätze können in Summe zu 100% ausgeschöpft werden ohne Einfluss auf das übertragbare Drehmoment.

Sicherheit für vertikale Achsen

mayr40919Um die Sicherheit der Multipal und Multipac Palettier- und Packmaschinen zu erhöhen, hat Beyer Maschinenbau die Anlagen mit Roba-linearstop Sicherheitsbremsen von Mayr ausgerüstet. „Die Bremsen gewährleisten die Sicherheit in den Hubanwendungen“, erklärt Thomas Luckmann, Leiter Konstruktion bei Beyer Maschinenbau. „Reißt zum Beispiel ein Riemen, sorgen sie dafür, dass nichts kaputt geht. Hierbei handelt es sich um Schutzzellen, in denen sich während des Betriebs keine Personen aufhalten. Bei der Wartung allerdings müssen auch diese Bereiche betreten werden. Die Bremsen gewährleisten dann die Sicherheit des Personals.“  

Die Bremsen arbeiten nach dem „Fail-Safe“-Prinzip. Damit sie sind im energielosen Zustand geschlossen. Die Bremskraft wird durch Druckfedern erzeugt. Die Roba-linearstop wirkt auf eine separate Bremsstange. Wenn die Bremse schließt, wird die Stange spielfrei gehalten. Die Bremse arbeitet ohne selbstverstärkende Keilwirkung und wirkt damit in beide Bewegungsrichtungen.

Als kompakte Bremseinheit kann sie einfach, schnell und ohne aufwändige Einstellarbeiten auch in bereits bestehende Maschinen- und Anlagenkonstruktionen integriert werden. Es gibt sie neben der pneumatischen Version auch in elektromagnetischer und hydraulischer Ausführung. Alle Linearbremsen des Antriebsspezialisten eignen sich für Not-Halt-Bremsungen. Die pneumatische Version ist darüber hinaus auch als vollwertige dynamische Bremseinrichtung durch den TÜV geprüft und bestätigt. Sie erfüllt den Prüfgrundsatz für Notfallbremsungen mit Haltefunktion für lineare Bewegungen (GS-MF-28) des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz (BIA) problemlos. Dieser verlangt sowohl ohne als auch mit Lastübernahme 1 Million Schaltungen sowie zusätzlich 1000 dynamische Bremsungen.

Jede einzelne Sicherheitsbremse, die das Werk von Mayr verlässt, muss nach der Komplettmontage und Einstellung eine 100 %-Prüfung bestehen. Alle ermittelten Messwerte werden zusammen mit der dazugehörigen Seriennummer der Bremse in der elektronischen Datenbank archiviert. Das gewährleistet eine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit.

Roba-DS im Video

 


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