„Roboter sind mehr als bewegliche Computer“ - unter diesem Motto bereitet das weltweit größte Computermuseum, das Heinz-Nixdorf-Museums-Forum (HNF) in Paderborn eine neue Dauerausstellung vor. Es werden die unterschiedlichsten Arten von Robotern zu sehen sein. Mit dabei ist der „Bio Rob“-Arm. Er stellt durch sein bionisch inspiriertes Funktionsprinzip eine völlig neue Klasse von Roboterarmen dar.
Die ultraleichte Konstruktion mit seinen elastischen Übertragungsmechanismen orientiert sich am Funktionsprinzip des menschlichen Arms. Dieses Funktionsprinzip hat bereits 1995 der Biologe Prof. Bernhard Möhl von der Universität des Saarlandes erkannt und in einem Funktionsmuster umgesetzt. Die Weiterentwicklung zu einem industriefähigen Roboterarm begann 2006 unter Leitung von Prof. Oskar von Stryk von der TU Darmstadt in Kooperation mit der Tetra GmbH aus Ilmenau. „Anfänglich war der Roboterarm eine extrem spannende technologische Herausforderung. Mittlerweilen ist es ein gefragtes Produkt für Service- und Assistenzaufgaben in der Industrie und in der Forschung.“, erklärt der Roboteringenieur und Geschäftsführer von Tetra, Dr. Andreas Karguth.
Das in der Ausstellung gezeigte Gerät ist das Skelett des ersten Prototyps des Bio Rob-Arms aus dem Jahr 2008 mit seinen filigranen Seilzug-Feder-Mechanismen, die in Verbindung mit Elektromotoren die Funktion von Muskeln nachbilden.

Christian Benz (49), ehemals Geschäftsführer bei der schwedischen Beijer Electronics, ist seit dem 1. April Vorstand für Technologie, Vertrieb und Marketing bei der Jetter AG. Der diplomierte Wirtschaftsingenieur soll mit seiner Technologie-, Vertriebs-, und Marketingerfahrung insbesondere die breite und technologisch anspruchsvolle Produktpalette des Unternehmens im Sinne des Kundennutzens weiter entwickeln.
