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Igus10318Anwenderbericht

Geräte zur Stoppelbearbeitung in der Landwirtschaft, sogenannte Grubber, dienten früher in erster Linie zur Unkrautbekämpfung. Heute liegt der hauptsächliche Nutzen vor allem darin, die Ackerflächen zu lockern, organische Masse einzumischen und auf die nächste Aussaat vorzubereiten. Der „Karat 9“ von Lemken ist ein Intensiv-Grubber, mit dem sowohl flach als auch mitteltief und tief gearbeitet werden kann. An den Lagerstellen verrichten schmierfreie Kunststoffgleitlager von Igus ihren zuverlässigen Dienst.

 

Igus20318Die Lemken GmbH und Co. KG aus Alpen wurde 1780 gegründet und ist seitdem ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf die Herstellung landwirtschaftlicher Geräte für die Bodenbearbeitung, Aussaat und den Pflanzenschutz spezialisiert hat. Weltweit beschäftigt das Unternehmen heute über 1000 Mitarbeiter, wichtige Märkte sind neben Deutschland vor allem Frankreich, Kanada, Russland und China.

Einen Bereich bilden Geräte zur Stoppelbearbeitung, sogenannte Grubber und Kurzscheibeneggen. Diese dienen heute vor allem zur konservierenden Bodenbearbeitung und Stoppelbearbeitung. Der Karat 9 ist ein Intensiv-Grubber, der zwischen 5 und 30 cm tief in den Boden eindringt und so optimal organische Masse einarbeitet. Während des Einsatzes kann es vorkommen, dass größere Steine in dem Boden in der Bahn des Traktors und seines Bodenbearbeitungsgerätes liegen, die den Arbeitsablauf nicht behindern dürfen. Daher verfügt der Karat 9 über wartungsfreie Überlastelemente, wodurch die Zinken, die bei normalem Betrieb im Boden arbeiten, automatisch nach hinten und oben ausweichen und danach wieder automatisch in die Arbeitsposition zurückgeführt werden.

Problem Mangelschmierung ist Vergangenheit

Igus30318Wartungsfrei wird das Überlastelement durch den Einsatz von schmierfreien Kunststoffgleitlagern der Igus GmbH aus Köln. „Mangelschmierung war früher bei Anwendungen im Grubber ein echtes Problem“, erklärt Lars Heier, Leiter Marketing bei Lemken. „Mit metallischen Lösungen müssten die Lagerstellen hier einmal am Tag abgeschmiert werden, damit die Lager ihren Dienst richtig ausführen können. Das macht je nach Arbeitsbreite des Grubbers bis zu einer Stunde Arbeit pro Tag aus.“ Bei den „Iglidur“ Hochleistungswerkstoffen kann auf eine nachträgliche Schmierung komplett verzichtet werden, da in den Lagern selbstschmierende Festschmierstoffe enthalten sind. Gleichzeitig halten die iglidur Gleitlager problemlos den hohen Kräften im Überlastelement des Grubbers stand.

Jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit

Im Jahr 2008 war der Karat die erste Anwendung von Lemken, die mit schmierfreien Iglidur Gleitlagern realisiert wurde. Zuvor setze der Spezialist für Landwirtschaftstechnik in seinen Maschinen DU-Buchsen ein. „Beim Karat-Grubber haben uns am Anfang alle belächelt, weil wir an der Lagerstelle Plastik einsetzen wollten“, gibt Lars Heier zu. „Heute müssen je nach Belastung lediglich alle paar Jahre mal die Kunststoffgleitlager ausgewechselt werden, was neben dem gesparten Schmiermittel einen weiteren Kostenvorteil ausmacht.“

Seit diesem Pionierprojekt wurden noch zahlreiche andere Geräte von Lemken mit Iglidur Gleitlagern ausgerüstet. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen funktioniert dabei sehr gut: Igus testet die eigenen Werkstoffe sehr ausgiebig im heimischen Testlabor in Köln, wo verschiedene Lagerwerkstoffe mit unterschiedlichen Wellenmaterialien kombiniert werden, um somit möglichst präzise Reibwert und Verschleiß berechnen zu können.

Igus40318Auch Lemken testet die Produkte speziell für ihre Anforderungen am eigenen Standort in Alpen. „Es ist für uns sehr viel wert, mit einem Unternehmen aus der Umgebung zusammenzuarbeiten. Denn so kann man sich mal schnell und unkompliziert zusammensetzen, um neue Projekte zu besprechen oder neue Lösungsansätze auszuprobieren“, so Lars Heier. Um lokal bei Kunden agieren zu können, beschäftigt der Kölner Kunststoffspezialist qualifizierte Experten im Außendienst, die den Kunden vor Ort zur Seite stehen.

Darüber hinaus gibt es am Hauptstandort in Köln Branchenspezialisten, die genau auf die jeweiligen Gebiete fokussiert arbeiten und Projekte unterstützen, so auch im Agrarbereich. In Köln ist man ebenfalls froh über die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Offenheit eines Agrarunternehmens für die Kunststofftechnologie. „Ich finde es super, dass die Firma Lemken hier auch ‚zugibt’, dass sie Kunststoff an Lagerstellen einsetzt“, betont Florian Blömker, technischer Mitarbeiter im Außendienst bei Igus. „Denn oft wird Kunststoff in der Landwirtschaft noch argwöhnisch betrachtet. Und wenn eine Lagerstelle überhaupt nicht mehr geschmiert werden muss, sind die Anwender oft skeptisch.“

Kunststofflager halten hohen Kräften stand

Igus50318Gerade in der Landwirtschaft wirken oft hohe Kräfte, da mit schweren Geräten gearbeitet wird, die sehr robust sein müssen. Deshalb waren früher vor allem metallische Lager die erste Option. Gerade bei Schwenkbewegungen haben diese Lager jedoch eine sehr begrenzte Lebensdauer, da Schmiermittel nicht gleichmäßig verteilt werden können und immer nur die gleichen Stellen am Lager beansprucht werden. Hier spielen Gleitlager aus Kunststoff ihre Vorteile aus, da ihnen Schwenkbewegungen nicht so viel anhaben und kein Schmiermittel verdrängt werden kann.

Ein weiterer Vorteil liegt im Trockenlauf der Lager, da sich kein Schmutz an ihnen festsetzen kann. 47 Katalogwerkstoffe für die verschiedensten Anforderungen stehen bereit, so beispielsweise auch für Hochlastanwendungen, wie sie im Agrarbereich vorkommen. In dem Grubber Karat 9 beweisen sich jedoch schon Gleitlager aus dem Alleskönner Iglidur G, die einer Druckfestigkeit von 80 MPa standhalten. Für höhere Lasten gibt es beispielsweise auch Katalogwerkstoffe bis 120 MPa an, wie Iglidur Q2 oder Iglidur TX1 bis 250 MPa. Neben dem Standardprogramm sind jedoch ebenfalls über 100 Sonderlösungen möglich, mit denen noch spezifischere Anwendungen realisiert werden können.

Auch bei zukünftigen Anwendungen ist man sich bei Lemken sicher, dass man auf die Vorteile von schmierfreien Kunststoffgleitlagern setzen will. „Allein die Arbeitszeit, die Anwender durch wartungsfreie Gleitlager sparen, ist für uns heute ein sehr starkes Argument für Kunststoffgleitlager“ erklärt Lars Heier. „Auch in Zukunft setzen wir weiter auf die Gleitlager von Igus. Denn was sich bewährt hat, wird von uns beibehalten, das steht fest.“


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