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Medizintechnik, Pharmazie, CT, Materialien, Implantate, Reinraum, Edelstahl, Norm, Richtlinien

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mitsubishi10315Fachartikel

Motek Halle 7, Stand 7301

Die Anforderungen an die Produktionsumgebung in der Pharma- und Medizintechnik sind naturgemäß sehr hoch. Nicht zuletzt stellen die strengen Reinraumkriterien eine besondere Herausforderung dar. Ein aktueller Trend ist die Prozessoptimierung zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness, OEE). Eine zunehmende Vernetzung sowie der Einsatz von Automatisierungstechnik von Mitsubishi Electric Europe B. V. im Sinne von Industrie 4.0 bereiten hierfür den Weg.


Michael Suer, Director Life Science, Mitsubishi Electric Europe B.V. erklärt: „Durch Vernetzung wird Produktion auch in der Pharma- und Medizintechnik immer intelligenter. Die Kunst besteht darin, aus den Datenmassen die richtigen Informationen zu ermitteln, zu analysieren und die Anlage auf Basis der Erkenntnisse optimal und damit zukunftsfähig zu gestalten.“

Eine durchgehende Vernetzung sorgt für Transparenz, die zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität nötig ist. Über Schnittstellen wie dem MES-Interface des Automatisierers lassen sich Daten schnell und einfach in der gesamten Anlage auf Werkebene erfassen und an übergeordnete MES- oder ERP-Systeme der Leitebene zur weiteren Auswertung und Analyse übertragen. Ein Gateway-PC ist nicht nötig. Das MES-Interface basiert auf der „Melsec“ System Q SPS, ist jedoch kompatibel mit Steuerungsplattformen unterschiedlicher Hersteller. Die Inbetriebnahmezeit durch einen Anlagentechniker beträgt lediglich 15 min.

Robotik: kompakt, flexibel, schnell

mitsubishi20315Strategien zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität betrachten außerdem eine kompaktere Bauweise, kürzere Produktionszyklen und deutlich minimierten Ausschuss. Automatisierungstechnologien unterstützen diese Ansätze maßgeblich. Vor allem Robotertechnik wird zunehmend genutzt. „Roboter bringen Flexibilität und Effektivität in die Produktion. Sie entlasten den Menschen, der sich dadurch wertschöpfenden Aufgaben zuwenden kann“, so Michael Suer. „In der Pharma- und Medizintechnik übernehmen sie immer häufiger Handling-Aufgaben. Mitsubishi Electric Roboter beispielsweise kommen vor allem im Assembling von Komponenten und im Secondary Packaging zum Einsatz. Mit Scara-, Doppelarm-Scara- und Knickarmrobotern bieten wir unseren Kunden drei verschiedene Kinematikarten an.“

Der deutsche Medizintechnikhersteller Maquet Cardiopulmonary GmbH, Teil der Getinge Gruppe, nutzt beispielsweise diese Scara- und Knickarmroboter beim Assembling von Oxygenatoren, der Hauptkomponente von Herz-Lungen-Maschinen. Als Einmalprodukte konzipiert, spielen Produktionskosten eine wichtige Rolle. Die roboterunterstützte Fertigung ermöglicht hier eine entsprechende Kosteneffizienz.

Produktion im Reinraum

mitsubishi30315Insbesondere im Reinraum ist der verfügbare Platz kostbar. Umso wichtiger sind kompakte Komponenten, denn entsprechend platzsparend ist letztlich die Maschine. „Unsere Komponenten wie Roboter, Controller oder MRT-Zelle (MRT = modulare Robotertechnik) zeichnen sich durch eine besonders raumsparende Bauart aus und bieten flexible Einsatzmöglichkeiten. Eine einfache Handhabung erlaubt die schnelle Integration, Inbetriebnahme und Anpassung“, so der Life Science Director.

Mit der MRT-Zelle (MRT = modulare Robotertechnik) der schweizerischen Robotronic AG zum Beispiel lassen sich hochkompakte Handling-Lösungen realisieren. Das Basismodul der MRT-Zelle misst eine Grundfläche von 1 mal 1,30 m und ist etwa 2,20 m hoch. In einem Anwendungsbeispiel übernehmen zwei Überkopf-Knickarmroboter die Zuführung von Fertigspritzen in die Endverpackungsanlage gemäß Reinraumanforderungen nach GMP Norm Level D. Wettbewerbsprodukte benötigen dafür drei- bis viermal so viel Platz. 400 Spritzen pro Minute kann die Maschine in die Entleerungsschiene eintakten. Maximal lassen sich bis zu 600 Stück pro Minute verarbeiten.

Je nach Typ erfüllen Melfa Roboter bei Bedarf sogar Reinraumklasse ISO 3 bzw. ISO 5 und sind IP54 bis IP67 staub- und spritzwassergeschützt. Modelle der neuen Robotergeneration der F-Serie gibt es auch in einer Multi-Resistant-Ausführung, die für eine regelmäßige CIP-Reinigung (engl. Cleaning in Place) mit Wasserstoffperoxid (H2O2) freigegeben sind.

 
Arbeitsweise der MRT-Zelle

Bild oben: In einem Handling-Modul für die Zuführung von Fertigspritzen in die Endverpackungsanlage hat Robotronic gleich zwei Mitsubishi Electric Überkopf-Knickarmroboter in eine MRT-Zelle integriert.

weiterer Beitrag des Herstellers          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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