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  • Messespecial zur FMB

    Wir stellen Ihnen schon heute die Neuheiten vor, die auf der FMB im November in Bad Salzuflen zu sehen sein werden.

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Montag, Oktober 23, 2017
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Aus den Specials

  • Dach- und Fassadenelemente mit integrierten optoelektronischen Bauelementen

    fraunhofer0317 Das vom BMWI geförderte Verbundprojekt „Flex-G“ unter der Forschungsinitiative „ Energiewende Bauen “ ist kürzlich gestartet. Ziel des Vorhabens ist die Erforschung von Technologien zur Herstellung von transluzenten und transparenten Dach- und Fassadenelementen mit integrierten optoelektronischen Bauelementen. Im Fokus stehen dabei ein schaltbarer Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) und die Integration flexibler Solarzellen. Weiterlesen
  • Toolcraft unterstützt Hyperloop 2.0 Projekt der Warr e.V. an der TU München

    toolkraft0317 Die Idee des „Hyperloops“ stammt von Elon Musk, der nicht nur Paypal verwirklicht, sondern auch namhafte Firmen wie Tesla oder SpaceX gegründet hat. Jetzt geht der Traum vom schnellen Reisen in die nächste Runde: Dabei sollen Menschen in einer Kapsel mit Schallgeschwindigkeit (1200 km/h) in einer Vakuumröhre an ihr Ziel Weiterlesen
  • Würth Elektronik und Fela forschen gemeinsam an neuer Technologie

    wuerth0317 Trotz der der positiven Umsatzzuwächse innerhalb der Leiterplattenbranche ist davon auszugehen, dass die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen ist. Leiterplattenhersteller müssen sich dem enormen Preisdruck asiatischer Hersteller, den steigenden Herstellungskosten in Europa und dem angespannten globalen Wettbewerbsumfeld stellen. Seit Anfang des Jahres vereint daher Würth Elektronik und Fela eine Entwicklungskooperation zur Weiterlesen
  • Dünnringlager in künstlichem Kniegelenk und E-Bike mit Automatikgetriebe

    rodriguez0217 Dünnringlager von Rodriguez erreichen trotz Miniaturisierung eine vergleichbare Leistungsfähigkeit und Lebensdauer wie normale Wälzlager. So lässt sich mit ihnen die Getriebeeinheit im Kniegelenk eines Exoskelettes ohne komplizierte und platzraubende Hilfskonstruktionen lagern. Zudem kommen sie in einem Fahrrad mit Automatikgetriebe zum Einsatz. Weiterlesen
  • Positronen als neues Werkzeug für die Forschung an Lithiumionen-Batterien

    TUM0117 Forschungsbericht

    Akkus, deren Kathode aus einer Mischung aus Nickel, Mangan, Kobalt und Lithium besteht, gelten derzeit als die leistungsfähigsten. Doch auch sie haben eine begrenzte Lebensdauer. Schon beim ersten Zyklus verlieren sie bis zu 10 % ihrer Kapazität. Woran das liegt und was gegen den darauffolgenden schleichenden Kapazitätsverlust unternommen werden kann, Weiterlesen

  • Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

    nanoscribe0117 Forschungsbericht

    Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der Universität Stuttgart haben nun im 3D-Druck Sensoren hergestellt, die das Adlerauge auf kleiner Fläche nachbilden und das mit neuester 3D-Druck-Technologie von Nanoscribe realisieren.

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  • Prüfsystem für zukunftsweisende Composites-Forschung

    zwick10416 Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK) der TU Chemnitz zu einer der führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet des Leichtbaus entwickelt. Um den steigenden Prüfbedarf in immer neuen Anwendungsfeldern für Composites-Materialien decken zu können, hat sich die Professur SLK für ein fortschrittliches Prüfsystem von Zwick Roell Weiterlesen
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fraunhoferFachartikel

Windenergieanlagen werden immer größer – sie könnten schon bald einen Rotordurchmesser von 180 m erreichen. Dafür benötigt man Prüfanlagen, in denen die riesigen Rotorblätter Belastungstests unterzogen werden. Fraunhofer Forscher vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES eröffnen in Kürze einen rekordverdächtigen Teststand für Blätter von bis zu 90 m Länge.

 



Wie mächtig ein Windrad ist, merkt man besonders, wenn man direkt neben ihm steht und die riesigen Blattspitzen herabsausen sieht. Gut 60 m messen die Rotorblätter der weltgrößten Anlagen heute – so viel wie drei schwere Lkw mit Auflieger hintereinander. Und sie sollen weiter wachsen. Vor allem für den Einsatz besonders leistungsstarker Windenergieanlagen auf hoher See peilen die Hersteller in den nächsten zehn Jahren Blattlängen von bis zu 90 m an. Die Prototypen dieser Blatt-Monster werden getestet und zertifiziert, ehe die Serienproduktion beginnt. Entsprechend groß müssen die Testanlagen sein.

Testhalle für 90-m-Rotorblätter

Das IWES in Bremerhaven rüstet sich bereits jetzt für die Rotorblatt-Riesen. Im Frühsommer wird eine fast 30 m hohe Testhalle eingeweiht, in der Rotorblätter von bis zu 90 m Länge Belastungsprüfungen unterzogen werden können. Herzstück dieser Testanlage ist ein fast 1000 t schwerer Stahlbetonblock, der sich wie eine Klappbrücke kippen lässt. Mit ihm kann man die riesigen Rotorblätter wie einen Strohhalm verbiegen. Zunächst wird das Rotorblatt an seinem dicken Ende, dem Flansch, mit dem Kippblock fest verschraubt, so dass es wie eine leicht geöffnete Klappbrücke schräg nach oben in die Halle ragt. Dann montieren die Techniker entlang des Blattes Halteseile, die es am Hallenboden fixieren. Außerdem montieren sie Hydraulikzylinder auf dem Hallenboden, über die kontrolliert Lasten auf das Blatt aufgetragen werden können. Sind alle Seile und Zylinder in Position, wird der Kippblock aktiv. Hydraulisch wird der Koloss langsam nach hinten gekippt. Dabei verbiegt sich das am Boden verspannte Blatt wie ein Lineal, das man an der Tischkante herab drückt. 25 m Durchbiegung an der Blattspitze werden bei solchen Tests spielend erreicht.

Langzeittest über vier Monate

Die IWES-Forscher haben bereits Erfahrung mit dem Test von Rotorblättern. So wurde in Bremerhaven 2009 eine Testhalle für Blätter mit einer Länge von bis zu 70 m in Betrieb genommen. Einen Kippblock aber gibt es in dieser Halle nicht. »Die Stärke des hydraulischen Kippblocks ist, dass der Testaufbau ideal angeordnet werden kann und dass er einen hochpräzisen und schnellen Test möglich macht«, sagt Falko Bürkner, Gruppenleiter Rotorblattprüfungen am IWES – etwa bei den Extrembelastungstests. Bei solchen Prüfungen wird das Blatt bis zur errechneten Maximalbelastung durchgespannt – 100 % Last. Für die Hersteller ist das ein banger Moment. Hat man korrekt gerechnet, robust konstruiert? Natürlich werden mit dem Kippblock nicht nur Extrembelastungen getestet. Man ahmt auch das Drehen der Rotorblätter nach. So ändert sich mit jeder Umdrehung die Belastung – zunächst rauscht das Blatt in voller Fahrt hinab, dann wieder saust es mit Macht aufwärts. Durch dieses Auf und Ab wirken ständig wechselnde Kräfte auf den Kohle- oder Glasfaserkunststoff ein. »In keinem anderen rotierenden technischen System, gibt es so viele Lastwechsel mit derart hohen Materialbelastungen«, sagt Bürkner. Auch das wird in der Halle simuliert: Ein kleiner Hydraulikzylinder drückt und zieht im Sekundenrhythmus am Blatt und versetzt es so in seine Eigenschwingung – sowohl horizontal, als auch vertikal. Rund vier Monate dauert eine Prüfung mit allen Extrembelastungs- und Langzeittests. In dieser Zeit werden auf das Rotorblatt die Lasten aufgebracht, denen es normalerweise in einer 20-jährigen Betriebsdauer standhalten muss. Bürkner fühlt sich mit der neuen Halle für die Zukunft gut gerüstet. »Wir sind bereits jetzt für das nächste Jahr ausgebucht – obwohl die Halle erst am 9. Juni 2011 eröffnet wird. Für die Öffentlichkeit öffnet das Rotorblatttestzentrum am 11. Juni mit einem Tag der offenen Tür von 11 bis 16 Uhr seine Pforten.


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