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Donnerstag, August 17, 2017
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TartlerAnwenderbericht

Neue Hochleistungsklebstoffe halten derzeit Einzug in die Herstellung von Flügeln für Windkraftanlagen. Mit ihren optimierten Materialeigenschaften leisten sie einen Beitrag zur voranschreitenden Automatisierung der Rotorblatt-Produktion. Anlagenbauer Tartler hat seine Misch- und Applikationssysteme bereits auf die neuen Klebstoffe abgestimmt. Der Anwender kann damit bis zu 30 % Material einsparen.



Ein zentraler Aspekt bei der Herstellung von Rotorblättern für Windenergieanlagen ist das Mischen und Auftragen von Epoxydharzen und Polyurethanen zum Verkleben der Flügelhalbschalen und zum Einkleben innerer Stegkonstruktionen. Viele große Hersteller setzen dafür die Mehr-Komponentensysteme von Tartler ein. Seit einiger Zeit hält nun eine neue Generation von Hochleistungsklebstoffen Einzug in die Rotorblatt-Produktion: Im Gegensatz zu den bisher eingesetzten, gefüllten Epoxies und Polyurethanen, kommen diese Klebstoff-Typen ohne mineralische Füllstoffe aus. Neben verbesserten Klebeeigenschaften lassen sie sich genauer dosieren und applizieren. „Das kommt nicht nur den Automatisierungsbestrebungen der Hersteller zugute, sondern ermöglicht beim Verkleben auch Materialeinsparungen von bis zu 30 %“, erklärt Firmenchef Udo Tartler.

Automatisierung der Rotorblatt Fertigung

Schon seit vielen Jahren rüstet der hessische Anlagenbauer namhafte Rotorblatt-Hersteller mit Dosier- und Mischsystemen für Ein- und Mehrkomponenten-Kunstharze aus. Seine modularen Anlagen der „Nodopox“-Baureihe sind rund um den Globus in Windflügel-Produktionen im Einsatz. Da sie in den Ausführungen 200 M/U und 200 AR bereits optimal abgestimmt sind auf die Verarbeitung der neuen Hochleistungsklebstoffe, ebnen sie den Herstellern den Weg zur Automatisierung. In zahlreichen praxisnahen Versuchsreihen in seinem eigenen Technikum hat Tartler zudem die Standhaftigkeit verschiedener Profilgeometrien getestet und die automatisierte Steuerung der Klebstoff-Verteilung optimiert.Tartler

Je nach Viskosität, Mischungsverhältnis und Schlauchlänge bringen die Dosier- und Mischanlagen vom Typ Nodopox 200 AR und Nodopox 200 M/U bis zu 25 kg Klebstoff pro Minute auf die Fügestellen der Windflügel-Halbschalen und Stabilisierungstege im Inneren der Rotorblätter. Bei der Verarbeitung großer Volumina im industriellen Maßstab überzeugen sie aufgrund ihrer Modulbauweise als ebenso flexible wie wirtschaftliche Komplettlösungen. Die Anlagen pumpen Kunstharz und Härter aus 200-Liter-Behältern (Originalgebinde der Hersteller), mischen die zuvor programmierten Rezepturen und applizieren das Material über einen Mischkopfgalgen mit bis zu 4 m Reichweite. Die Nodopox M/U und die Nodopox AR verfügen über eine Siemens SPS mit Touch Screen, eine automatische Durchflussmessung, eine automatische Volumenstrom-Regelung und ein Fernwartungsmodul. Zu den besonderen Merkmalen der Anlagen gehört es unter anderem, dass sie jeweils speziell genau auf die Bedürfnisse des Kunden und dessen Applikationen abgestimmt werden.

Anlagen für die Prozesskette

Die Prozesskette der Rotorblatt-Herstellung reicht vom Modell- und Formenbau über das Abformen der Halbschalen und deren Verklebung bis hin zum Auswuchten und Oberflächen-Finishing. Wann immer dabei Kunstharze verarbeitet werden, gehören die Tartler-Anlagen heute zur Ausrüstung namhafter WEA-Bauer. Schon in der Vergangenheit hat das Unternehmen Automatisierungslösungen für die Rotorblatt-Produktion realisiert: u. a.  eine 2K-Inhouse-Anlage, mit der der Hersteller seine mit Kunstharz benetzten Fasermatten (PrePregs) zum Auskleidung der Windflügel-Formen selbst fertigen kann.


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