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rampf10216Anwenderbericht

Mit viel Power und geringem Gewicht startet die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition in die neue Rennsaison. Das Auto wird sowohl mit schnellen Rundenzeiten als auch bahnbrechendem Design für Aufmerksamkeit sorgen – auch dank der von Rampf Tooling Solutions speziell für die Composites-Industrie entwickelten „Raku-Tool“ Block- und Flüssigmaterialien.


„Das ist das schönste Auto, das wir je gebaut haben“, sind sich Giovanni Ciccone und Ernst Wöhr, Geschäftsinhaber von Callaway Competition, einig. Widersprechen will und kann man ihnen nicht. Denn die neue Corvette C7 GT3-R des Rennstalls mit Sitz im baden-württembergischen Leingarten ist eine Augenweide. Sie ist absolut brachial mit eleganten Schwingungen und ausgefeilter Aerodynamik – und überall Carbon.

Komplett in Eigenregie entwickelt

Callaway Competition ist seit über 25 Jahren im Rennsport tätig und das dienstälteste Team der ADAC GT Masters, der renommierten Rennserie für Sportwagen der Klasse GT3. Bei allen bisherigen Rennen war eine von Callaway gebaute Corvette am Start. Die Callaway Corvette Z06.R GT3 ist mit 23 Laufsiegen der nach Siegen erfolgreichste Rennwagen der ADAC GT Masters.

Vom Serienmodell wurden für die neue Corvette C7 GT3-R allerdings nur das Chassis sowie der bis zu 600 PS starke, wassergekühlte 6,2 l-V8-Motor übernommen. Die Entwicklung des Fahrzeugs komplett in Eigenregie begann Mitte 2014 im CAD mit der Entwicklung der technisch relevanten Teile. Ende des Jahres wurde das Fahrzeugdesign festgelegt und im Frühjahr 2015 in Leingarten mit dem Fahrzeugbau begonnen.

rampf20216Gemäß den CAD-Daten wurden die Formen für den Rennwagen direkt gefräst. Hierfür lieferte Rampf Tooling Solutions hochwertige Blockmaterialien der Marke Raku-Tool, mit denen Formen zur Produktion von diversen Leichtbauteilen für die C7 GT3-R hergestellt wurden. Für die Teile, die nicht in Prepreg gefertigt wurden, kam Raku-Tool Resin-Infusion zum Einsatz.

  1. Die Bremsluftführung wurde aus Formen mit Werkzeugblockmaterial WB-1404 hergestellt. Bei der Produktion der Kohlefaserteile kam das Epoxid-Infusion-System EI-2500 / EH-2970 zum Einsatz.
  2. Die Mittelkonsole wurde aus Formen mit Epoxid Werkzeugblockmaterial WB-0700 hergestellt.
  3. Für die Türaußenhaut wurden aus Formen mit Werkzeugblockmaterial WB-0801 verwendet.
  4. Der hintere Kotflügel besteht aus Formen mit Modellblockmaterial MB-0600.
  5. Der vordere Kotflügel wurde aus Formen mit Werkzeugblockmaterial WB-1404 und dem Modell-Baublockmaterial MB-0600 hergestellt.

„Raku-Tool WB-0691 und WB-0700 eignen sich speziell für Legewerkzeuge, Vakuumtiefziehformen und für die Verarbeitung von Prepregs“, erklärt Marcus Vohrer, Leiter Anwendungstechnik bei Rampf Tooling Solutions. „In den Formen aus WB-1404 wurden Kohlefaserteile mit Resin-Infusion EI-2500/EH-2970 hergestellt. Die Resin-Infusion-Teile bieten eine sehr gute Oberfläche und Passgenauigkeit. Zudem kommt zu keiner Beschädigung der Formen beim Entformungsprozess.“

Flüssig-, Pasten- und Blockmaterialien für die Composite-Industrie


Der Kunststoffspezialist bietet eine ganzheitliche Produktpalette von Flüssig-, Pasten- und Blockmaterialien speziell für die Composite-Industrie. Diese umfasst Epoxid- und Polyurethansysteme und gewährleistet eine konstante Produktqualität mit hohen mechanischen Endeigenschaften. „Durch die Einbindung dieser neuen Kunststoffe und Technologien kann ein größtmöglicher Nutzen beim Leichtbau mit Composites erzielt werden“, weiß Heinz Horbanski, Geschäftsführer des internationalen Modell- und Formenbauspezialisten aus Grafenberg bei Metzingen.

Die neue Corvette C7 GT3-R ist zweifelsohne ein Meisterwerk. „Als privat geführtes Team ist ein solches Projekt eine besondere Herausforderung, da wir nicht über die finanziellen und personellen Ressourcen eines großen Automobilwerks verfügen. Doch dank des unermüdlichen Engagements unserer Mitarbeiter und unserer Technikpartner konnten wir das Fahrzeug in vergleichsweise kurzer Zeit fertigstellen“, so Ernst Wöhr.

Zentraler Ansprechpartner für den Composite-Herstellungsprozess war die Esterlössl GmbH aus Rutesheim. Die Kohlefaser-Komponenten im Prepregverfahren wurden von der UBC GmbH mit Sitz Murr und der Brebeck Composites GmbH in Tschechien hergestellt. Die Schäfer Modell- und Formenbau GmbH sowie die Kegelmann Technik GmbH aus Rodgau-Jügesheim waren jeweils für Türen, Innenausstattung und Fronthauben zuständig.

Übrigens werden nicht nur Rennsportenthusiasten in Deutschland in den Genuss kommen, die C7 GT3-R auf der Rennstrecke in Aktion zu sehen: Das Auto entspricht dem Reglement und den Sicherheitsanforderungen des Automobilweltverbands FIA und kann somit weltweit in Rennserien eingesetzt werden.
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